Mercedes GLA (X156)

Geschlossen20132020
Gebraucht ab
7.860 €
Leasing ab
479 €
Fahrzeugeinordnung

Mercedes-Benz hat sich lange Zeit gelassen, um den erfolgreichen Kompakt-SUVs Audi Q3 und BMW X1 etwas entgegenzusetzen. 2013 wurde schließlich bei der IAA in Frankfurt der GLA, intern X156 genannt, vorgestellt und ein halbes Jahr später mit dem Verkauf begonnen. Das kompakte SUV basiert auf der Frontantriebsarchitektur von Mercedes-Benz und damit auf der technischen Plattform der A-Klasse.

Die optische Verwandtschaft ist ebenso unübersehbar, und auch die Motorenpalette haben sie gemeinsam. Dabei ist der GLA kein rustikaler Offroader sondern eher eine softe Variante, die auch nicht so hochbeinig unterwegs ist wie viele andere SUVs. Die Konkurrenz in diesem Segment ist mittlerweile recht zahlreich. Neben den erwähnten Premiummodellen von Audi und BMW sind Range Rover Evoque und VW Tiguan ebenso wichtige Wettbewerber wie die neuen Koreaner Hyundai Tucson und Kia Sportage.

Stärken
  • sicheres Fahrverhalten, gute Bremsen
  • gute Verarbeitung
  • hohes Sicherheitsniveau
Schwächen
  • hohe Anschaffungskosten
  • wenig Platz im Fond
  • schlechte Sicht nach hinten
Beta
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Aktuelle Angebote

Leistung
90 kW / 122 PS
0 - 100 km/h
9,3 s
Höchstgeschwindigkeit
200 km/h
CO2-Ausstoß (komb.)*
158 g/km
Verbrauch (komb.)*
6,9 l/100km
Energieeffizienzklasse*
-

Design

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

Der GLA (X156) repräsentiert eine lange SUV-Tradition bei Mercedes-Benz, setzt aber andere Schwerpunkte als die schwäbischen Klassiker. Mit dem der A-Klasse nicht unähnlichen Design und der geringen Höhe von 1,49 Metern – immerhin zehn Zentimeter niedriger als ein Audi Q3 – erscheint er nicht wirklich wie ein massiger Offroader. Dabei bietet er sehr viel moderne Technik, ein souveränes Fahrverhalten mit guten Bremsen und auf Wunsch mit der 4matic einen modernen und effizienten Allradantrieb.

Der eher unauffällige Look mag untypisch für einen Mercedes-Offroader sein, die Preise sind es nicht. Hohe Listenpreise und viele teure Extras sind auch für den GLA zu bezahlen. Dafür gibt es ein edel gestaltetes Interieur und eine teils aufpreispflichtige, umfangreiche Sicherheitsausstattung.

Motoren

Was die Auswahl an Motoren angeht, lässt der GLA (X156) kaum Wünsche offen. Die Palette umfasst drei Vierzylinder-Dieselmotoren von 109 bis 177 PS sowie vier Vierzylinder-Benziner von 122 bis 381 PS. Den stets mit 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe gekoppelten Allradantrieb 4matic gibt es nur für die beiden jeweils stärkeren Versionen. Beim Mercedes-AMG GLA 45, der mit 381 PS die Fahrleistungen eines Supersportwagens erreicht, ist er serienmäßig. Wer lieber wirtschaftlich unterwegs sein will, findet im GLA 180 d das Modell mit den besten Verbrauchs- und Emissionswerten.

  • Vierzylinder (Benzin und Diesel)
  • Sechsgang-Schalt- und Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe
  • Front- und Allradantrieb

Motordetails anzeigen
Ansicht eines geöffneten Motorraums eines weißen Mercedes mit AMG-Motor. Aufnahme von oben auf einem hellen Pflasterhintergrund.
Draufsicht auf ein weißes Auto mit transparentem Dach, zeigt die Innenausstattung mit braunen Sitzen und schwarzem Armaturenbrett.

Sicherheit

Man kann die Ausstattung des GLA (X156) hinsichtlich Komfort und Optik für sparsam halten, bei der Sicherheit sammelt das Kompakt-SUV von Mercedes-Benz Pluspunkte. Sieben Airbags, Berganfahrhilfe, Müdigkeitserkennung und ein aktiver Bremsassistent mit Kollisionswarnung gehören ebenso zur Serie wie eine aktive Motorhaube, die bei Kollisionen mit Fußgängern die Verletzungen reduzieren soll. Gegen Aufpreis stehen noch zahlreiche weitere Assistenzsysteme zur Wahl, darunter Spurhalte- und Totwinkelassistent sowie eine Rückfahrkamera und ein Park-Pilot.

  • sieben Airbags
  • Müdigkeitserkennung
  • Berganfahrhilfe
Zur guten Sicherheitsausstattung des GLA (X156) gehören sieben Airbags inklusive Knie-Airbag für den Fahrer, eine Adaptive Brake mit Berganfahrhilfe und eine Müdigkeitserkennung. Inklusive ist auch die aktive Motorhaube, die sich bei einer Kollision mit einem Fußgänger hebt, um die Verletzungsgefahr zu verringern. Ein weiteres serienmäßiges Assistenzsystem ist der aktive Bremsassistent mit Kollisionswarnung inklusive autonomer Bremsung zur Minderung der Unfallschwere.
Darüber hinaus stehen zahlreiche andere Assistenzsysteme in der Zubehörliste. Dazu gehören der Spurhalte- und Totwinkelassistent, die man auch zusammen im Spur-Paket erwerben kann. Park-Pilot und Rückfahrkamera sind ebenso im Angebot wie der Abstandspilot Distronic, den es aber nur in Verbindung mit dem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe gibt.
Im Crashtest des Euro NCAP erhielt der Mercedes-Benz GLA fünf Sterne und 96 Prozent für die Insassensicherheit, 88 Prozent bei der Kindersicherheit und relativ bescheidene 67 Prozent bei der Fußgängersicherheit.

Ausstattung

Mit Preisen zwischen 27.787 (GLA 180) und 56.347 Euro (AMG GLA 45) ist der Mercedes-Benz GLA (X156) ein relativ hochpreisiges Kompakt-SUV, das dafür zwar eine solide, aber keinesfalls großzügige Serienausstattung bietet. Die serienmäßigen Stahlräder bei fast allen Modellversionen zeugen von schwäbischer Sparsamkeit. Dafür gibt es drei verschiedene Linien Style, Urban und AMG, mit denen der GLA vor allem optisch aufgewertet werden kann. Dazu gibt es weitere Design- und Ausstattungspakete und auch die Liste der einzelnen Extras ist sehr lang. Zur Serienausstattung gehören:

  • elektrische Fensterheber vorne und hinten
  • Klimaanlage
Innenraum eines modernen Mercedes, mit schwarzen und weißen Ledersitzen, multifunktionalem Lenkrad und Touchscreen-Display auf dem Armaturenbrett.
Mercedes-Benz liefert den GLA (X156) mit einer ausreichenden, aber nicht üppigen Serienausstattung. Eine Ausnahme ist der GLA AMG 45, der allerdings motorisch wie preislich mit mehr als 56.000 Euro in einer anderen Liga spielt. Eine manuelle Klimaanlage, vier Fensterheber, eine Audioanlage und ein höhenverstellbarer Fahrersitz sind bei allen Versionen immer an Bord.
Eher bescheiden für ein derart hochpreisiges Modell jedoch, dass fast alle Versionen serienmäßig nur auf Stahlrädern rollen. Vorbildlich hingegen die Sicherheitsausstattung mit Müdigkeitserkennung, adaptiver Bremse mit Berganfahrhilfe, aktivem Bremsassistenten mit Kollisionswarnung und autonomer Bremsung.
Zusätzlich zur Serienausstattung hat der Kunde die Wahl zwischen drei optionalen Ausstattungslinien. Die Linie Style umfasst unter anderem 17-Zoll-Leichtmetallräder, Komfortsitze, ein Multifunktions-Lederlenkrad und zahlreiche optische Aufwertungen. Der Aufpreis beträgt 1.232 Euro. Die Linie Urban für 1.946 Euro Aufpreis umfasst 18-Zoll-Leichtmetallräder, Multifunktions-Lederlenkrad, zweiflutige Abgasanlage und ebenso viele optische Accessoires.
Die teuerste Linie ist die AMG Line, die für 3.774 Euro mit Sportsitzen, 18-Zoll-Leichtmetallrädern, zweiflutiger Abgasanlage und dem Dynamic Select mit vier Fahrprogrammen ausgestattet ist.
Außerdem gibt es noch mehrere Design-Pakete, ein Exklusiv-Paket, ein AMG-Exklusiv-Paket und das AMG Performance Studio mit vielen betont sportlichen Extras. Groß ist auch das Angebot an Leichtmetallrädern. Wem das Comand Multimediasystem mit Navigation für 3.522 Euro zu teuer ist, kann als Alternative den Garmin Map Pilot mit Navigation für 595 Euro wählen.
Serienausstattung:
  • Audiosystem mit USB
  • manuelle Klimaanlage
  • elektrische Fensterheber vorne und hinten
Zusätzlich zur Serienausstattung in Linie Style:
  • 17-Zoll Leichtmetallräder
  • Komfortsitze
  • Lederlenkrad mit Multifunktion
Zusätzlich zur Serienausstattung in Linie Urban:
  • 18-Zoll Leichtmetallräder
  • Sportsitze
  • Lederlenkrad mit Multifunktion
  • zweiflutige Abgasanlage
Zusätzlich zur Serienausstattung in AMG Line:
  • AMG Styling
  • Sportpedale
  • Sportsitze
  • Dynamic Select mit vier Fahrprogrammen

Modellbeschreibung

Der GLA ist ein dezentes Kompakt-SUV mit den Genen der A-Klasse und typischen Mercedes-Eigenschaften: kompakt, komfortabel und kostspielig


Blauer SUV mit eleganten Linien, seitlich fotografiert vor weißem Hintergrund.
Der Mercedes GLA bietet die beste Sicherheitsausstattung in seiner Klasse.
Blauer Mercedes-Benz SUV, seitliche Frontansicht mit schwarzen Felgen und roter Bremse, auf weißem Hintergrund.

Der GLA ist die späte Reaktion von Mercedes-Benz auf den Erfolg von Audi Q3 und BMW X1. Im Unterschied zu seinen Hauptkonkurrenten verzichtet der GLA auf einen SUV-typischen stattlichen Auftritt und wirkt eher dezent. Das liegt vor allem auch an der für SUV-Verhältnisse geringen Höhe von 1,49 Meter. Damit relativiert sich auch die von vielen SUV-Kunden geschätzte hohe Sitzposition.

Kleiner Kofferraum, große Motorenauswahl

Der zurückhaltende Eindruck täuscht nicht. Die Platzverhältnisse sind zwar vorne gut, auf der Rücksitzbank aber etwas beschränkt. Auch mit seinem Kofferraumvolumen von 421 bis 1234 Litern bietet er deutlich weniger als die Konkurrenz. Motorisch ist der GLA dagegen gut aufgestellt. Er bietet eine umfangreiche Palette an Benzin- und Dieselmotoren, die allesamt Vierzylinder sind.

Drei Diesel von 109 bis 177 PS sowie vier Benzinversionen von 122 bis zu den 381 PS des sehr schnellen und sehr teuren AMG GLA 45 lassen kaum Wünsche offen. Die stärkeren Versionen können auch mit dem Allradantrieb 4matic und dem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe kombiniert werden.

Die beste Sicherheitsausstattung seiner Klasse

Der Mercedes GLA fährt sich auch nicht wie ein klobiger Offroader. Er bietet ein ausgewogenes Fahrverhalten mit sportlichen Akzenten und wirksamen Bremsen. Preislich liegt der GLA auf einem ähnlichen Niveau wie die Konkurrenten Audi Q3 und BMW X1. Ein VW Tiguan mit 150 Diesel-PS kostet ungefähr 2.500 Euro weniger als der GLA 200 d mit 136 PS und ein vergleichbarer Hyundai Tucson liegt im Preis bis zu 5.000 Euro unter dem GLA 180.

Beim Thema Sicherheit weist der GLA jedoch das Gros seiner Konkurrenten in die Schranken. Seine Serienausstattung mit sieben Airbags und mehreren Assistenzsystemen – dazu die Möglichkeit, weitere Assistenzsysteme zu ordern – ist besser als die der Konkurrenz.

Fazit zum Mercedes-Benz GLA

Man könnte den Mercedes-Benz GLA als Crossover-Modell zwischen SUV und A-Klasse verorten. Mit dem schwäbischen Kompaktmodell teilt er nicht nur die technische Basis, sondern auch die beste Sicherheitsausstattung in seiner Klasse. Im Vergleich zum Audi Q3 und BMW X1 jedenfalls wirkt der GLA eher zierlich. Entsprechend gefällt der Soft-SUV mit sicherem Fahrverhalten, guten Bremsen und ebensolcher Sicherheitsausstattung.

Dank des umfangreichen Motorenangebots gibt es ihn als sparsamen Diesel mit Frontantrieb ebenso wie als sportlichen Allrad-SUV mit 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe und drehmomentstarkem 177-PS-Diesel oder als AMG-Supersportler mit 381 PS und Vollausstattung. Alles eine Frage des Geschmacks und hier vor allem des Budgets.

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