Mercedes E-Klasse T-Modell (S212)Seit 2009

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(70 Testberichte)
Mercedes E-Klasse T-Modell (S212) Bewertung 4.2/5 basierend auf 70 Testberichte.
  • Motoren
  • Modell im Test
  • Design
Preis
für E 200 T 7G-TRONIC (Benzin, 184 PS)
Fahrzeugeinordnung

Die E-Klasse ist für Mercedes so wichtig wie der Golf für VW – nur dass es sie schon länger gibt. Denn streng genommen, geht die Baureihe zurück auf den W136, der ab 1936 gebaut wurde. Ihren Namen trägt sie allerdings erst seit 1993, als die Baureihe W124 zum zweiten Mal überarbeitet und fortan als E-Klasse geführt wurde.

Schon damals hatte Mercedes nicht nur eine Limousine gebaut, sondern die Modellpalette mit Coupé, Cabrio und T-Modell weiter aufgefächert. War der Kombi anfangs nur eine Randerscheinung, mutierte er zumindest in Deutschland genau wie bei Konkurrenten vom Schlag eines Audi A6 oder eines BMW Fünfer längst zur wichtigsten Karosserievariante. So hatte sich der Verkaufsanteil des T-Modells über die Generationen hinweg stetig gesteigert und bei der 2009 erstmals präsentierten Baureihe 212 über die Laufzeit mehr als 50 Prozent erreicht.

In dieser von vier eckigen Scheinwerfern geprägten E-Klasse-Generation kam dem ab November 2009 lieferbaren Kombi mit dem internen Code S212 dabei noch eine spezielle Bedeutung zu: Weil das Design bis zum großen Facelift im Jahr 2013 vielfach als zu barock kritisiert wurde, entschieden sich neben Familienvätern und Firmenfahren auch viele klassische Limousinen-Käufer für das deutlich gefälligere T-Modell.

Während die E-Klasse der Generation W212 im Allgemeinen für das Downsizing bei den Motoren und für den Siegeszug der Assistenzsysteme steht, galt das T-Modell im Speziellen als Raumwunder. Mit einem Fassungsvermögen von 695 Litern bei aufrechter und 1950 Litern bei umgeklappter Rückbank gehörte es zu den größten Kombis im Land und ist so geräumig, das Mercedes beim Debüt des Nachfolger W213 im Jahr 2016 sogar wieder auf ein paar Liter Laderaum verzichtete.

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Stärken
  • überdurchschnittliches Platzangebot
  • durchdachtes Laderaumkonzept
  • hohe Qualität und gute Dauerhaltbarkeit
Schwächen
  • hohe Grund- und Aufpreise
  • wuchtiges Formensprache
  • fahrdynamisch eingeschränkt
Daten
Motorenwerte
Leistung
135 kW / 184 PS
Motorenwerte
0 - 100 km/h
8,5 s
Motorenwerte
Höchst­geschwindigkeit
226 km/h
Motorenwerte
CO2-Ausstoß (komb.)*
- g/km
Motorenwerte
Verbrauch (komb.)*
- l/100km
Motorenwerte
Energieeffizienzklasse*
-

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer Pkw' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

Design

Design

  • Mercedes E-Klasse T-Modell S212 Aussenansicht Heck schräg statisch blau
  • Mercedes E-Klasse T-Modell S212 Aussenansicht Front statisch gold
  • Mercedes E-Klasse T-Modell S212 Aussenansicht Seite schräg statisch blau
  • Mercedes E-Klasse T-Modell S212 Aussenansicht Heck statisch rot
  • Mercedes E-Klasse T-Modell S212 Studio Innenansicht Fahrerposition statisch schwarz
  • Mercedes E-Klasse T-Modell S212 Aussenansicht Front schräg statisch weiß
  • Mercedes E-Klasse T-Modell S212 Aussenansicht Front schräg dynamisch gold
  • Mercedes E-Klasse T-Modell S212 Aussenansicht Seite dynamisch gold
  • Mercedes E-Klasse T-Modell S212 Aussenansicht Front schräg statisch gold
  • Mercedes E-Klasse T-Modell S212 Aussenansicht Detail Motor schräg statisch gold
  • Mercedes E-Klasse T-Modell S212 Studio Innenansicht Beifahrerposition statisch schwarz
  • Mercedes E-Klasse T-Modell S212 Aussenansicht Front statisch rot
  • Mercedes E-Klasse T-Modell S212 Aussenansicht Seite statisch blau
  • Mercedes E-Klasse T-Modell S212 Aussenansicht Heck schräg dynamisch weiß
Modell im Test

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

Das T-Modell der E-Klasse galt nicht nur als einer der geräumigsten und praktischsten Kombis. Sondern weil es auf der laut Mercedes besten Business-Limousine der Welt basiert, setzte der Praktiker in der gehobenen Mittelklasse auch bei Ausstattung, Assistenz und Ambiente Maßstäbe. Einen entspannten, komfortableren und sichereren Kombi könne man kaum kaufen, urteilten die Experten.

Die Kritik am Design des 212ers hatte den Kombi weniger stark getroffen als die Limousine. Zwar ist das T-Modelle lange nicht so flüssig und elegant geraten wie der Nachfolger aus der Reihe 213. Doch die mit dem langen Dach und dem hohen Aufbau gestreckte Silhouette hatte auch dem letzten Modell sichtlich gutgetan.

Communitybewertungen

5 Sterne
42
4 Sterne
24
3 Sterne
4
2 Sterne
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1 Sterne
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Karosserie
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Antrieb
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Fahrdynamik
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Komfort
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Emotion
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Scratchy am 14. Juli 2013

„Das Auto kann ich jederzeit weiterempfehlen. Es ist einerseits enorm geräumig ohne im Gegenzug bei Dynamik / Wendigkeit nennenswerte Abstriche zu machen. Der Motor ist absolut ausreichend, zu keinem Zeitpunkt kommt das Gefühl mangelnder Leistung auf – und dies bei zeitgemäßem Verbrauch. Komfort & Sicherheit: ein Gefühl welches sich bereits nach dem Schließen der Tür sofort einstellt. Die Assistenzsystem tun ihr Übriges. Das Design ist top – allerdings bricht es mit traditionellen Tugenden der E-Klasse und polarisiert somit.“

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nico1984 am 24. Mai 2012

„Ein tolles Auto, welches durch Komfort, Design, guter Qualität und superber Abstimmung punktet. Bisher hat sich bei Niemand beschwert und Fehler sucht man lang. Der Motor zieht gut an und ist sparsam.“

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seetal am 18. Januar 2012

„Ein Fahrzeug das ich jederzeit weiterempfehlen kann, mit ausreichend Platz für Kind und Kegel und Aufgrund seiner Dynamik kommt auch der sportliche Charakter nicht zu kurz.“

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Motoren

Motoren

Das T-Modell wurde mit den gleichen Motoren angeboten wie die Limousine. Mercedes startete deshalb im Jahr 2009 mit neun Benzinern oder Dieseln mit vier, sechs oder acht Zylindern, die ein Leistungsspektrum von 136 PS bis 408 PS abdeckten und um bis zu 23 Prozent sparsamer waren als beim W211. Mit der Modellpflege wurden die Motoren noch einmal sparsamer, sodass für die Benziner ab 2013 Bestwerte von 5,8 Liter und für die Diesel 5,0 Liter in der Liste standen.

Neben den Grundmotoren gab es auch im T-Modell zwei Triebwerke, die aus dem Programm herausstachen. Der 231 PS starke E 300 Bluetec-Hybrid war mit seinem Normverbrauch von 4,4 Litern der einzige Hybrid, der auch als Kombi angeboten wurde. Und bei AMG wurde der Kombi mit einem 6,2 Liter großen V8-Motor von anfangs 525 und später bis zu 585 PS zum Express-Frachter. Während es viele Standardantriebe schon immer mit Heck- oder Allradantrieb gab, wurde dieser E 63 diesseits der SUV zum ersten AMG-Modell mit 4Matic.

  • Leistungsspanne von 136 bis 585 PS
  • erster AMG-Pkw mit Allrad
  • einziger Hybrid-Kombi seiner Zeit
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Sicherheit

Sicherheit

Sicherheit ist ein Kernwert der Marke Mercedes und wird bei einem Vielfahrerauto wie der E-Klasse besonders großgeschrieben – unabhängig vom Aufbau. Dabei steht die Baureihe W212 für den beginnenden Siegeszug der Assistenzsysteme. Während der Nachfolger aus der Baureihe W213 zumindest ein paar Sekunden lang bereits autonom fahren kann, war die Unterstützung im T-Modell der vierten E-Klasse allerdings noch nicht ganz so weitreichend. So blickte die Elektronik dort für den Fahrer in den Toten Winkel, wechselte von Abblend- auf Fernlicht und machte mit der PreSafe-Bremse im Notfall automatisch eine Vollbremsung. Außerdem überwachte sie die Aufmerksamkeit des Fahrers und mahnte zur Pause, bevor die Augen zufallen. Und aus der S-Klasse gab es für den 212 zum Beispiel auch den Tempomat mit Abstandsregelung und das Nachtsichtsystem.

Wenn es aller Unterstützung zum Trotz doch zum Unfall kam, wurden die Insassen von neun Airbags geschützt. Aber die Baureihe 212 denkt auch an andere und kommt deshalb erstmals mit einer aktiven Motorhaube für den Fußgängerschutz.

Zu den Besonderheiten der Sicherheitsausstattung zählten:

  • - Presafe-Bremse mit Notbremsfunktion
  • - Fernlicht-Assistent
  • - aktive Motorhaube zum Fußgängerschutz
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Ausstattung

Ausstattung

Genau wie die Limousine gab es auch das T-Modell der Baureihe W212 in den drei Ausstattungslinien Classic, Elegance und Avantgarde. Dafür hatte Mercedes schrittweise die Ausstattung erweitert und zudem eine Design-Differenzierung eingeführt. Ab dem Facelift von 2013 wurde das besonders deutlich. Denn zumindest der Avantgarde bekam dann erstmals den früher nur für die sportlichen Modelle verfügbaren Zentralstern im Kühlergrill.

Während Mercedes bei der Sicherheitsausstattung keine Kompromisse machte und zum Beispiel erstmals einen Aufmerksamkeitsassistenten einführte, baten die Schwaben für den Komfort kräftig zur Kasse: Das CD-Radio mit Farbdisplay und Bluetooth-Telefonie, die 2-Zonen-Klimaautomatik, der Tempomat und die elektrischen Sitze waren bereits Standard; Leder und Sitzklimatisierung zum Beispiel kostete extra.

Gegenüber der Limousine wurden Serien- und Sonderausstattung für den Einsatz im Frachtverkehr noch etwas erweitert. So fuhr das T-Modell obligatorisch mit einer Luftfederung an der Hinterachse, mit Dachreling und einer elektrischen Heckklappe und kann gegen Aufpreis mit einem praktischen System zur Ladungssicherung oder zwei Notsitzen, die entgegen der Fahrtrichtung aus dem Kofferraumboden geklappt werden konnten.

Zu den wichtigsten Extras zählten:

  • - serienmäßige Luftfederung und Niveauregulierung an der Hinterachse
  • - Dachreling und elektrische Heckklappe Standard
  • - Laderaumsicherung nur gegen Aufpreis
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Beschreibung

Modellbeschreibung

Das T-Modell der E-Klasse ist der Luxuslaster schlechthin. Das galt in der Baureihe 212 für Neuwagen wie für Gebrauchte. Wurde der gute Ruf der Baureihe vom Vorgänger gehörig geschädigt, hatte ihn die vierte Generation der E-Klasse wieder aufpoliert. Zu seiner Zeit beliebter Dienstwagen für Vielfahrer und Familienväter ist der Kombi S212 deshalb heute ein gesuchter Gebrauchter für gehobene Ansprüche.


Vorderansicht - schräg
Das T-Modell kam serienmäßig mit Niveauregulierung, Luftfederung hinten und einer elektrischen Heckklappe.
Seitenansicht

Die Baureihe 212 war streng genommen die vierte Generation der Mercedes E-Klasse, deren Wurzeln freilich bis ins Jahr 1936 zurück reichen. Ihren Einstand gab sie 2009 mit einer Doppelpremiere. Denn erst zeigten die Schwaben im Frühjahr in Genf die Limousine W212 und reichten bereits im Herbst zur IAA den in Deutschland mittlerweile das viel wichtigere T-Modell S212 nach. Später folgten dann auf Stufenheck und Kombi auch noch Coupé und Cabrio.

Der größte Kombi seiner Klasse

Die 212er E-Klasse wurde bis zum sehr tiefgreifenden Facelift im Jahr 2013 zwar anfangs für ihr etwas barockes Design kritisiert, erntete aber viel Lob für das vornehme Ambiente, den unerreichten Fahrkomfort und die umfassende Ausstattung mit Assistenzsystemen. Und das T-Modell stach mit einem Fassungsvermögen von 695 bis 1950 Litern die versammelte Konkurrenz aus. Allerdings konnte Mercedes die Wettbewerber nicht in jeder Disziplin schlagen: Der BMW Fünfer Touring ist das dynamischere Auto und der Audi A6 Avant galt als progressiver.

Downsizing unter der Haube

Mit der Baureihe 212 eroberte das Downsizing die gehobene Mittelklasse: Die E-Klasse muss bei den Benzinern mit einem 1,8 Liter großen und bei den Dieseln mit einem 2,2 Liter großen Vierzylinder auskommen. Lohn der Mühe: Obwohl die Leistung zum Teil beachtlich stieg, ging der Verbrauch um bis zu 23 Prozent zurück. Aber natürlich muss niemand auf prestigeträchtigere Motoren verzichten und das Spektrum reichte über die Laufzeit von 136 PS für den E 200 CDI bis zu 408 PS für den E 500 mit V8-Benziner. Dazu gab es noch zwei besondere Motorvarianten: Als einziger Kombi auf dem Markt fuhr der E 300 Bluetec Hybrid mit elektrischer Unterstützung und kam so bei 231 PS auf einen Normverbrauch von 4,4 Litern. Und für Sportler mit erhöhtem Platzbedarf macht AMG den Kombi als E 63 mit Anfangs 525 und später bis zu 585 PS sowie erstmals auch mit Allradantrieb zum Eiltransporter.

Kombi mit Niveau

Wie üblich als Classic, Elegance und Avantgarde und ab 2013 erstmals auch mit dem großen Stern der sportlichen Modelle angeboten, rechtfertigte Mercedes die gegenüber der Konkurrenz deutlich höheren Preise mit einer entsprechend erweiterten Ausstattung. Neben Komfortmerkmalen wie den elektrischen Sitzen, der Klimaautomatik, dem Tempomat und dem kleinem Infotainment-Paket sowie einer umfangreichen Sicherheitsausstattung mit neun Airbags, einer automatischen Notbremsfunktion und zahlreichen Assistenten von der Abstandsregelung bis zur neuen Müdigkeitswarnung gab es auch eine Reihe von Extras für Lademeister: Das T-Modell wurde serienmäßig mit Niveauregulierung und Luftfederung an der Hinterachse sowie einer elektrischen Heckklappe ausgestattet.

Anders als der Vorgänger genießt die Baureihe 212 unabhängig vom Aufbau einen exzellenten Ruf in Sachen Qualität und Haltbarkeit. Der riesige Kombi ist ein Mängelzwerg und taucht auch in der Pannenstatistik nur als Randerscheinung auf. Mit hoher Laufleistung kommt man mit dem S 212 bei entsprechender Pflege deshalb günstig durch den Alltag.

Preise fallen langsamer als bei der Konkurrenz

Das schlägt sich allerdings auf die Preise nieder. Sie fallen bei Mercedes langsamer als bei vielen anderen Marken und auch der Preisunterschied von rund 3200 Euro zwischen Limousine und T-Modell schmilzt bei den Schwaben nicht so schnell wie bei der Konkurrenz. Deshalb muss man für den Anfangs mindestens 41.948 Euro teuren Kombi laut ADAC-Gebrauchtwagenpreisliste auch heute noch mit Preisen ab 11.950 Euro für Fahrzeuge aus dem ersten Jahr kalkulieren. Gebrauchte mit dem großen Facelift von 2013 starten sogar erst bei 17.850 Euro.

Fazit zum Mercedes E-Klasse T-Modell (S212)

Dieser Laster ist Luxus: Kein Kombi war so geräumig, so komfortabel und so sicher wie das T-Modell der E-Klasse. Konkurrenten wie der Audi A6 Avant mochten moderner wirken und der Fünfer Touring von BMW sportlicher, aber für verwöhnte, statusorientierte und sicherheitsbewusste Vielfahrer mit erhöhtem Platzbedarf war der S212 die erste Wahl. Weil das allerdings alles andere als ein Geheimtipp ist, sind auch die Preise auf dem Gebrauchtwagenmarkt entsprechend hoch. Einmal Mercedes, immer Mercedes – selbst wenn der Stern schon seit vielen Jahren strahlt.

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