Mazda 2 (Serie)

Alle Modelle mit Tests, Daten, Preisen und Kosten

Klein, aber „Kodo“. So könnte man den ersten Eindruck zusammenfassen, den die dritte Generation des Mazda2 auf den Betrachter macht. „Kodo“ ist der Name des Markendesigns, zu dem der japanische Hersteller durch die Natur inspiriert worden sein will. „Die geschmeidigen Bewegungen von Raubkatzen in freier Wildbahn oder der energiegeladene Moment, wenn ein Pfeil die Sehne verlässt – Eindrücke, die unsere Designer in kraftvolle, spannende, fließende Linien umsetzen, die unsere jüngste Fahrzeuggeneration prägen“ heißt es prosaisch auf der Webseite von Mazda. Und so sind alle aktuellen Mazda-Modelle von der 2er-Baureihe über den Mini-SUV CX-3 bis hin zum Roadster MX-5 im „Kodo“-Design gehalten, das unter anderem durch einen mächtigen Kühlergrill Aufsehen erregt. Tatsächlich darf man attestieren, dass „Kodo“ der dritten Mazda2-Generation (intern „Typ DJ“) bestens steht und ihn aus der Masse der Kleinwagen heraushebt – was durchaus nicht immer so war.

Daten

Daten

Für die aktuelle, dritte Generation des Mazda2 stehen vier Motorisierungen zur Auswahl: Drei Saug-Benziner mit 75 PS, 90 PS und 115 PS sowie ein Turbo-Diesel mit 105 PS. Vor allem dieser Diesel ist ein Quell der Freude, überzeugt er doch mit Manieren, die denen eines Benziners sehr nahekommen. Wobei es weniger die Höchstgeschwindigkeit von knapp 180 km/h ist, die überzeugt, als das Drehmoment von 220 Newtonmeter, das für kraftvollen Durchzug bei einem Verbrauch um die vier Liter Diesel sorgt. Wer schneller unterwegs sein möchte, muss zum 115 PS-Benziner greifen. Der schafft 200 km/h und verbraucht im Drittelmix etwa fünfeinhalb Liter. Sowohl der stärkste Benziner als auch der Diesel verfügen über ein Sechsgang-Schaltgetriebe, während die beiden kleineren Benziner mit fünf Gängen auskommen müssen, wobei die 90 PS-Variante als einzige wahlweise auch mit einem Sechs-Stufen-Automatikgetriebe erhältlich ist.

  • drei Benziner und ein Diesel mit 75 PS bis 115 PS
  • 105 PS-Diesel mit feinen Manieren
  • Automatik nur für den 90 PS-Benziner
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Test

Test

Die dritte Generation des Mazda2 ist ein kompetenter Kleinwagen, der mittlerweile zu den Platzhirschen des Segments aufgeschlossen hat. Mazda möchte der japanische Anbieter sein, der den europäischen Premium-Angeboten am nächsten kommt, und hat in diese Richtung große Schritte unternommen. Mit seiner straffen Fahrwerksauslegung richtet sich der Mazda2 vor allem in der stärksten Motorisierung, dem 115 PS-Benziner, an Fahrer, die es gerne etwas sportlicher mögen. Aber auch der deutlich günstigere 90 PS-Benziner ist eine gute Wahl und bereitet ausreichend Fahrfreude. Viele Assistenzsysteme, die allerdings an die höchste Ausstattungslinie gebunden sind, sorgen dafür, dass man sich auch bei sehr flotter Fahrweise immer sicher fühlt – wenigstens auf den vorderen Plätzen. Die Tatsache, dass die hinteren Kopfstützen nur für Personen um die 1,60 m ausgelegt sind, ist ein Wermutstropfen im ansonsten erfreulichen Gesamteindruck.

  • viele Assistenzsysteme verfügbar
  • Assistenzsysteme gebunden an die höchste Ausstattungslinie
  • Kopfstützen hinten nur für sehr kleine Personen tauglich
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Preise

Preise

Der Kleinwagen im auffälligen emotionalen „Kodo“-Markendesign von Mazda ist in der Basis-Ausstattung „Prime-Line“ mit dem 75 PS-Benzinmotor bereits ab 12.890 Euro zu bekommen. Wer allerdings Wert auf den neuesten Stand der Sicherheitstechnik und damit auf Assistenzsysteme für nahezu jede Situation legt, muss zur teuersten Ausstattungslinie „Sports-Line“ greifen, die erst ab dem 90 PS-Benziner ab 17.890 Euro verfügbar ist. Wer sich mehr Kraft durch einen stärkeren Motor wünscht, der muss gar 19.290 Euro für den 115 PS-Benziner oder 19.990 PS für den feinen Diesel hinblättern. Inklusive Teilleder-Ausstattung und SD-Navigationssystem ist man schnell bei knapp 22.000 Euro. Viel Geld für einen, wenn auch top ausgestatteten Kleinwagen – zumal Mazda im eigenen Haus mit dem Mazda3 einen Kompaktwagen anbietet, der in der Basis bereits ab rund 18.000 Euro zu bekommen ist.

  • Einstiegspreis 12.890 Euro
  • Preis für das Top-Modell mit allen Assistenz-Systemen auf Kompakt-Klasse-Niveau
  • 90 PS-Benziner in „Sports-Line“-Ausstattung das beste Angebot
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Denn als die erste Generation des Mazda2 im Frühjahr 2003 das Modell 121 ersetzt, ähnelt das hoch bauende Auto eher einem unspektakulären Mini-Van denn einem sportlich ausgelegten Kleinwagen. Diese erste Generation, intern Typ DY genannt, wird bis 2007 gebaut und basiert auf der Plattform des damaligen Fiesta-Modells von Ford. Im Oktober 2007 erfolgt die Einführung des Nachfolgers (Typ DE), der bis 2014 gebaut wird und sich erneut die Plattform mit dem jetzt aktuellen Fiesta-Modell teilt. Seit Januar 2015 schließlich ist die dritte, aktuelle Generation auf dem Markt, die in Deutschland ausschließlich als Fünftürer erhältlich ist. Konkurrenten des Mazda2 sind neben dem Ford Fiesta, der VW Polo, Opel Corsa, Seat Ibiza, Renault Clio und Kia Rio.


Vorderansicht - schräg
Neben dem Design zeichnen den Mazda2 die eigens für ihn entwickelten Motoren aus.
Seitenansicht

Nicht nur das auffällige – weil Sportlichkeit vermittelnde – „Kodo“-Design macht den Mazda2 zu einem modernen Kleinwagen, der damit emotional auf Augenhöhe zur europäischen Konkurrenz fährt. Es sind gerade auch die eigens für die dritte Generation der Baureihe entwickelten Motoren der Mazda eigenen SkyActiv-Technologie, die den Mazda2 interessant machen. Insgesamt vier Aggregate stehen zur Auswahl. So kann das Auto wahlweise mit einem von drei Benzin-Motoren mit 75 PS, 90 PS oder 115 PS sowie einem Dieselmotor mit 105 PS geordert werden. Entgegen dem aktuellen Trend auf Turbo-Aggregate zu setzen, handelt es sich bei den Benzinern Mazda typisch um Saugmotoren. Alle vier Verbrenner erfüllen die Euro 6-Norm.

 

Erster Kleinwagen mit Head-up-Display

Als 2003 die erste Generation des Mazda2 startet, kann von einem emotionalen Design noch keine Rede sein. Typ DY orientiert sich an seinem Vorgänger, dem Mazda 121 respektive dem Mini-Van Mazda Demio und wird ausschließlich als Fünftürer gebaut. 2005 erfolgte eine Modellpflege, die sich weitestgehend auf Kosmetik beschränkte (etwa in Klarglas-Optik gehaltene Heckleuchten). Vier Motoren stehen zur Verfügung, drei Benziner mit 75 PS, 80 PS und 101 PS sowie ein Diesel mit 68 PS. Im Oktober 2007 wird die zweite Generation (Typ DE) auf dem deutschen Markt eingeführt, der Mazda2 ist nun deutlich ein Kleinwagen, an dem nichts mehr an einen Mini-Van erinnert. Zunächst erneut nur als Fünftürer erhältlich, wird die Baureihe 2008 um einen Dreitürer, der unter der Bezeichnung „Sport“ firmiert, sowie um eine viertürige Limousine erweitert, die allerdings in erster Linie für den chinesischen Markt vorgesehen ist. Wiederum sind vier Motoren, drei Benziner und ein Diesel verfügbar. Erst mit der dritten Generation aber, die zu Beginn des Jahres 2015 startet und nun wie alle anderen Mazda-Modelle das einheitliche Marken-Gesicht trägt, schließt der Mazda2 zur europäischen, insbesondere zur deutschen Konkurrenz auf.

Einerseits haben sich die Japaner deutlich bemüht, einen Kleinwagen mit Premium-Anspruch auf die Räder zu stellen – auch wenn es zur Verarbeitungs- und Materialqualität etwa eines Audi A1 noch nicht ganz reicht. Zum anderen besitzt das Auto aus dem Kleinwagen-Segment geradezu verschwenderische, wenn auch Aufpreis pflichtigen Ausstattungsoptionen. So ist der Mazda2 bei Verkaufsstart der erste Kleinwagen überhaupt, der sich mit Head-up-Display ordern lässt. Wie für seine Marken-Geschwister stehen vier aufeinander aufbauende Ausstattungslinien, „Prime-Line“, „Center-Line“, „Exclusive-Line“ und „Sports-Line“ zur Auswahl. Zusätzlich verfügbar sind aktuell noch zwei weitere Ausstattungen, die Sondermodelle „Kizoku“ und „Kizoku Intense“. Schon die „Prime-Line“ beinhaltet eine Start-Stopp-Automatik, ein brauchbares Audio-System und in Sachen Sicherheit, Features wie Front-, Kopf- und Schulter sowie Seiten-Airbags, ein Reifendruckkontrollsystem und einen Berganfahr-Assistenten. In der „Center-Line“ sind zusätzlich bereits eine Klimaanlage und eine Freisprecheinrichtung an Bord. Heute verfügbare Assistenzsysteme sind allerdings an die „Sports-Line“-Ausstattung gebunden. Dann verfügt der kleinste Mazda außerdem über einen City-Notbrems-, einen Spurhalte- und einen Spurwechsel-Assistenten und über eine Müdigkeitserkennung.  

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