Hyundai i10 (Serie)

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Klein und handlich, solide und zuverlässig und billig in der Anschaffung wie im Unterhalt – so hat sich der Hyundai i10 zu einer festen Größe unter den Kleinwagen entwickelt. Zwar mehrt der koreanische Hersteller damit weniger Ruhm und Ehre, weil man auch von der 2013 eingeführten zweiten Generation keine großen Sprünge erwarten darf. Doch als Einstiegsmodell übernimmt der Konkurrent von Opel Karl, VW Up, Toyota Aygo und dem koreanischen Cousin Kia Picanto dennoch eine wichtige Rolle und ist der ideale Hyundai für Fahranfänger und Firmenflotten im Stadtverkehr wie etwa Pflege- oder Lieferdienste. Und weil er eben nicht nur günstig, sondern auch gut ist, treibt Hyundai damit zudem die Konkurrenz vor sich her.

Daten

Daten

Wie bei allen Kleinwagen ist auch beim Hyundai i10 die Auswahl an Motoren eher eingeschränkt. Es gibt den Stadtflitzer deshalb nur als i10 1.0 mit einem Einliter-Dreizylinder mit 67 PS und einem Spitzentempo von 155 km/h oder als i10 1.2 mit einem Vierzylinder von 1,2 Litern, der 87 PS leistet und bei Vollgas 175 km/h erreicht. Beide Motoren bietet Hyundai wahlweise mit einer Fünfgang-Schaltung oder einer Viergang-Automatik an. So kommt der i10 auf Verbrauchswerte zwischen 4,6 und 5,9 Litern. 

Mit Blick auf die Betriebskosten und den CO2-Ausstoß hat Hyundai allerdings noch eine dritte Motorvariante im Angebot: Als einen von wenigen Kleinwagen gibt es den i10 ab Werk auch mit einer Flüssiggas-Umrüstung für den Dreizylinder. Der i10 1.0 LPG leistet dann 69 PS und hat einen etwa ein Drittel niedrigeren Schadstoffausstoß. 

  • nur zwei Motoren mit 67 oder 87 PS
  • Schalter oder Automatik
  • LPG-Umrüstung ab Werk verfügbar
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Test

Test

Die Tester loben den Hyundai i10 als neue Größe unter den Kleinwagen. Zwar tauge er mit seinem eher konservativen Design anders als etwa ein Smart, ein Renault Twingo oder ein Fiat 500 nicht wirklich zum Lifestyle-Auto. Doch mit üppigem Platzangebot, umfangreicher Ausstattung, hochwertigem Ambiente, erwachsenem Fahrverhalten und komplettem Sicherheitspaket seien die Abmessungen und der Preis das einzige, was beim Hyundai i10 noch an einen Kleinstwagen erinnert. Spätestens in der zweiten Generation sei er deshalb den Pizzaflotten und Pflegediensten entwachsen und im Alltag der Stadtjugend oder der jungen Familien angekommen.

  • konservatives Design
  • gehobene Ausstattung und nobles Ambiente
  • großzügiges Platzangebot
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Preise

Preise

Hyundai ist es über die Jahre fast durchgängig gelungen, den Preis unter der im Konkurrenzumfeld üblichen Schallgrenze von 10.000 Euro zu halten. Wenn auch nur knapp. So startet der ausschließlich als Fünftürer erhältliche i10 im Modelljahr 2017 bei 9 990 Euro für den Dreizylinder mit 67 PS in der Basisausstattung. Die LPG-Variante kostet 1 500 Euro mehr und für den nur in den gehobenen Ausstattungsvarianten lieferbaren Vierzylinder mit 87 PS verlangt Hyundai mindestens 12.710 Euro. Bestellt man das Topmodell Style für 13.630 Euro und bucht die zahlreichen verfügbaren Extras von der Navigation über eine Reihe von Assistenzsystemen bis zur Automatik dazu, kommt man auf etwa 18.000 Euro und hat das Segment der Kleinstwagen längst verlassen.

  • Startpreis wie bei der Konkurrenz knapp unter 10.000 Euro
  • viele Extras erhältlich
  • Vollausstattung sprengt Klassengrenzen
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Mit der Premiere des ersten i10 im Jahr 2008 hat sich Hyundai vom Atos verabschiedet. Stammte dieser Kleinwagen noch aus einer Zeit, in der die Koreaner allein über den Preis verkauft und zum Beispiel auf Design keinen nennenswerte Wert gelegt hatten, ist der zur Markteinführung mindestens 9 990 Euro teure i10 ein Auto aus einer neuen Ära:


Vorderansicht - schräg
Der i10 ist ein Sympathieträger im Stadtverkehr.
Seitenansicht

Gründlich entstaubt, wird der 3,57 Meter kurze Kleinwagen vom Mauerblümchen zum Sympathieträger, der sich im Innenraum sogar ein paar bunte Tupfen auf den Sitzen und etwas Noblesse im Plastikcockpit erlaubt – damals keine Selbstverständlichkeit bei einem Kleinwagen, erst recht nicht bei einem koreanischen Hersteller.

Der i10 markiert den Abschied vom Atos

Aber der als eines der ganz wenigen Autos auf dem deutschen Markt in Indien gebaute i10 punktet gegenüber seinem Vorgänger auch mit ein paar handfesten Vorteilen: Obwohl die Länge unverändert ist und er in der Höhe sogar ein paar Zentimeter einbüßt, bietet er dank fünf Zentimetern mehr Breite und einem stattlichen Radstand von 2,38 Metern spürbar mehr Platz für die Passagiere. Nur für die Koffer wird es bei einem Ladevolumen von 225 bis 1000 Litern etwas knapp. 

In Fahrt bringen den i10 der ersten Generation zunächst ein Benziner und ein Diesel mit jeweils 1,1 Liter Hubraum, die auf 66 oder 75 PS kommen und nicht mehr als 165 km/h schaffen. Später folgt noch ein 1,2-Liter-Benziner mit 75 PS. Dafür fliegt mit der ansonsten vor allem kosmetischen Modellpflege im Jahr 2011 der Diesel aus dem Programm.

 

Neue Größe unter den Kleinen

Als Hyundai auf der IAA im Herbst 2013 die zweite Generation des i10 an den Start bringt, ist der Preis sogar ein wenig gesunken und beginnt nun bei 9950 Euro, doch die Ansprüche sind deutlich gestiegen: Das Design des Fünftürers ist souverän und erwachsen und das Ambiente ambitioniert: Alle Metallteile im Innenraum verkleidet, keine offenen Schraubenköpfe, Zierleisten aus Chrom und mattierte Kunststoffe in bunten Farben – da hat selbst der so qualitätsversessene VW-Chef Martin Winterkorn bei seinem IAA-Rundgang über den Hyundai gestaunt.

Dazu kommt das deutlich bessere Platzangebot: Weil der i10 um acht Zentimeter in die Länge und sechs Zentimeter in die Breite geht, taugt er nun tatsächlich für vier Erwachsene und hat mit 252 Litern das größte Kofferraumvolumen seiner Klasse. Mit umgeklappter Rückbank bietet er 1 046 Liter Stauraum und übertrifft den VW Up so um zehn Prozent. So wird er zur neuen Größe unter den Kleinwagen.

Im Basismodell arbeitet ein neuer Dreizylinder mit einem Liter Hubraum und 67 PS, den es erstmals auch mit einer Flüssiggas-Umrüstung ab Werk gibt. In der gehobenen Variante kommt ein 1,2 Liter großer Vierzylinder mit 87 PS zum Einsatz. Je nach Modell- und Getriebevariante liegt der Verbrauch bei 4,6 bis 6,2 Litern.

Zugleich bringen die Koreaner Konkurrenten wie den VW Up, den Toyota Aygo oder den Kia Picanto mit einer üppigen Ausstattung in Zugzwang: Sechs Airbags zum Beispiel sind deshalb immer Standard und gegen Aufpreis gibt es für diese Klasse ungewöhnliche Extras wie ein beheizbares Lederlenkrad oder eine Klimaautomatik. Und fünf Jahre Garantie gibt es in dieser Klasse sonst auch bei kaum einem anderen Modell.

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