Kurz nach dem Debüt der Fiat Tipo Limousine folgte auch schon die Kombiversion. Das Kompaktklasse-Modell ist eine Gemeinschaftsentwicklung von Fiat mit dem türkischen Hersteller Tofas. Mit 4,57 Metern ist der Kombi um 20 Zentimeter länger als die fünftürige Limousine und bietet für seine Klasse gute Platzverhältnisse. Mit dem Fiat Tipo der ersten Generation, der von 1988 bis 1995 produziert wurde, hat der neue Tipo jedoch nichts mehr gemein.
In der Türkei läuft er als Fiat Aegea, in Nordamerika als Chrysler/Dodge Neon. Konkurrenten sind Ford Focus Turnier, Opel Astra Kombi, Renault Mégane Grandtour und VW Golf Variant.
Stärken
gutes Platzangebot
günstiger Neupreis
sparsame Dieselmotoren
Schwächen
einfache Materialien
mäßiges Sicherheitsniveau
eingeschränkte Rundumsicht
Beta
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Die Kombiversion des Fiat Tipo ist eine relativ preisgünstige Alternative in der hart umkämpften Kompaktklasse. Der Fiat ist günstiger als viele Konkurrenten, bietet mit 4,57 Metern Länge reichlich Platz sowie einen 550 Liter fassenden Kofferraum, besitzt dazu jedoch eine einfache Technik und eher schlichte Ausstattung. Optisch wirkt der Tipo Kombi ansprechend und eher unauffällig. Das Interieur ist übersichtlich und einfach zu bedienen. Ein Nachteil ist die eingeschränkte Sicht nach hinten.
Testberichte
ADAC Auto-Test
Testergebnis vom 15. Dezember 2016
FIAT Tipo Kombi 1.4 T-JetFünftüriger Kombi der unteren Mittelklasse (88 kW / 120 PS)
Insgesamt vier Motoren in fünf Leistungsstufen, sämtlich mit vier Zylindern und Frontantrieb, gibt es für den Fiat Tipo Kombi. Dazu gehören zwei Benziner mit 1,4 und 1,6 Litern Hubraum, wahlweise mit 95 PS, 110 PS und 120 PS. Außerdem zwei Diesel mit 1,3 Litern Hubraum und 95 PS sowie 1,6 Litern Hubraum und 120 PS. Bei den meisten Modellen zählt ein 6-Gang-Schaltgetriebe zum Standard. Lediglich die Benzinversion mit 110 PS hat ein Automatikgetriebe, der Diesel mit 95 PS ein 5-Gang-Schaltgetriebe.
Nach Norm verbrauchen die Benziner zwischen 5,7 Litern im schwächeren Modell und 6,3 Liter bei der Automatikversion. Die beiden Diesel geben sich nach Norm mit 3,7 Litern zufrieden.
Zur Serienausstattung des Fiat Tipo gehören sechs Airbags. Gegen Aufpreis werden außerdem Geschwindigkeitsregler, Rückfahrkamera und Parksensoren hinten angeboten. Das optionale Sicherheitspaket hat einen Notbremsassistenten und Geschwindigkeitsbegrenzer, das Sicherheitspaket Plus zusätzlich eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage
sechs Airbags
Notbremsassistent gegen Aufpreis
adaptive Geschwindigkeitsregelanlage gegen Aufpreis
Im Euro-NCAP-Crashtest 2016 hatte der Fiat Tipo zunächst mit nur drei von fünf Sternen ein blamables Ergebnis eingefahren, wobei 82 Prozent für die Insassensicherheit, 60 Prozent für die Kindersicherheit, 62 Prozent für die Fußgängersicherheit und 25 Prozent für die Sicherheitsunterstützung bewertet wurden. Mit einem zusätzlichen Sicherheitspaket noch einmal getestet, konnte er sich dann vier Sterne sichern.
Immerhin hat der Tipo serienmäßig sechs Airbags an Bord. Gegen Aufpreis gibt es das Sicherheitspaket mit Notbremsassistent und Geschwindigkeitsbegrenzer sowie das Sicherheitspaket Plus mit zusätzlicher adaptiver Geschwindigkeitsregelanlage. Optional werden auch Geschwindigkeitsregler, eine Rückfahrkamera und Parksensoren hinten angeboten.
Ausstattung
Relativ viel Auswahl gibt es im Fiat Tipo Kombi bei den verschiedenen Ausstattungen. Zur Wahl stehen vier Versionen, von denen die günstigste Version "Pop" nur mit dem schwächeren Benzinmotor zu haben ist. Sie ist mit Klimaanlage, Audiosystem, Zentralverriegelung und Fensterheber vorne ausreichend ausgestattet. Darüber rangieren die für fast alle Modelle angebotenen Ausstattungen "Easy", "Lounge" und "S-Design".
Leichtmetallräder sind ab Lounge Serie, in der besten Ausstattung finden sich 17-Zoll-Leichtmetallräder, Apple Car Play und zahlreiche optische Accessoires. Mit vielen Sonderausstattungen und Paketen kann man den Tipo Kombi weiter individualisieren.
Zur Serienausstattung gehören:
Klimaanlage
Fensterheber vorne
Audioanlage
Der Fiat Tipo Kombi wird in vier Ausstattungsvarianten angeboten. Basis ist die Version "Pop", die aber nur in Verbindung mit dem schwächsten Benzinmotor zu haben ist. Sie umfasst unter anderem Zentralverriegelung, höhen- und längsverstellbare Lenksäule, Fensterheber vorne, eine manuelle Klimaanlage und ein Audiosystem. In der nächsten Ausstattung "Easy" sind ein Touch-Screen-Radio und Fensterheber hinten an Bord.
Mehr Komfort und Optik gibt es in der Ausstattung "Lounge" mit Klimaautomatik, 16-Zoll-Leichtmetallrädern, Geschwindigkeitsregler und Nebelscheinwerfern. Zur Topversion "S-Design" schließlich, die es für die schwächeren Motoren nicht gibt, gehören 17-Zoll-Leichtmetallräder, Klavierlack-Optik und Stoff/Leder-Polster. Zusätzlich sind noch viele Sonderausstattungen und Pakete im Angebot.
Der Fiat Tipo ist ein preisgünstiger Kombi der Kompaktklasse mit ansprechender Optik, vernünftiger Verarbeitung und unauffälligen Fahreigenschaften.
Der Fiat Tipo Kombi ist ein günstiges Raumwunder mit einem Kofferraumvolumen bis 1.650 Liter.
Die Modellbezeichnung Tipo hat bei Fiat Tradition. Ende der achtziger Jahre gab es unter diesem Namen einen Golf-Konkurrenten, der bis 1995 gebaut und anschließend vom Fiat Brava und Bravo abgelöst wurde. 2016 kam es zur Wiederauferstehung des Tipo als Karosserie-Trio der Kompaktklasse, zu dem auch ein Kombi gehörte und das zusammen mit dem türkischen Hersteller Tofas entwickelt wurde.
In den USA firmiert er als Chrysler/Dodge Neon. Im Vergleich zur fünftürigen Schrägheck-Limousine misst der Kombi mit 4,57 Metern gut 20 Zentimeter mehr. Das Platzangebot ist für die Kompaktklasse gut und der Kofferraum fasst im Normalzustand bis zu 550 Liter. In diesem umsatzträchtigen, aber auch heiß umkämpften Segment soll der Tipo als preisgünstige Alternative zum deutlich teureren Establishment von Audi, Ford, Opel und Volkswagen punkten.
Günstige Alternative
Mit Preisen ab 16.450 Euro liegt der Tipo 2000 bis 4.000 Euro unter vergleichbaren Versionen des Opel Astra, Renault Mégane oder VW Golf. Allein Kia Ceed und Hyundai i30 bewegen sich auf ähnlichem Preisniveau wie der Fiat. Der Tipo bietet dafür eine ansprechende, geräumige Karosserie mit reichlich Platz für die Passagiere vorne und ausreichend Platz hinten. Der Kofferraum ist dank niedriger Ladekante und weit öffnender Heckklappe gut zugänglich. Die Materialien im Innenraum sind überwiegend einfach. Dafür ist die Verarbeitungsqualität solide.
Motoren von 95 PS bis 120 PS
Die Auswahl an Motoren ist beim Fiat Tipo Kombi eher bescheiden. Es gibt Benzin- und Dieselmotoren mit vier Zylindern von 95 PS bis 120 PS. Wirklich sportliche Versionen sind nicht im Angebot. Dafür ist der Tipo auch in der Basisversion ausreichend ausgestattet, hat Klimaanlage, Audiosystem, Fensterheber und Zentralverriegelung an Bord. Und mit dem umfangreichen Angebot an Sonderausstattungen lässt sich auch der günstige Tipo zum kompakten Nobelkombi aufpäppeln.
Fazit zum Fiat Tipo Kombi
Die Qualitäten des neuen Fiat Tipo Kombi sind rasch zu erkennen. Die Kombiversion des Kompaktmodells von Fiat bietet auf 4,57 Meter Länge viel Platz für Passagiere und Gepäck. Der Kofferraum fasst 550 bis 1.650 Liter, womit er vielen Mittelklassekombis nahekommt. Das Interieur ist übersichtlich und mit eher einfachen Materialien ausgestattet. Mit den relativ günstigen Preisen ab 16.450 Euro und vernünftiger Serienausstattung ist der Tipo Kombi interessant für Menschen mit etwas mehr Platzbedarf und schmalerem Budget.
Recht überschaubar ist allerdings das Motorenangebot mit Vierzylindern von 95 PS bis 120 PS. Die Benzinmotoren erreichen auch wegen der relativ kurzen Getriebeübersetzung etwas höhere Verbrauchswerte.