BMW Z4 (E89)Seit 2009

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Fahrzeugeinordnung

Der BMW Z4 (E89) ist die zweite Auflage der Z4-Roadster-Generation von BMW und wurde von 2009 bis 2016 gebaut. Der BMW Z4 ist ein offener Zweisitzer mit klassischen Roadster-Proportionen – lange Motorhaube, langer Radstand, kurze Überhänge, niedrige Gürtellinie, kompaktes Heck. Dazu die weit hinten angeordnete, tiefe Sitzposition und ein schnell öffnendes Alu-Klappdach. Das Fahrerlebnis erfreut Roadster-Liebhaber, bringt dem Z4 aber auch Einschränkungen bei der Praxistauglichkeit im Alltag ein. Sein Nachfolger soll 2018 in Co-Produktion mit Toyota auf den Markt kommen und dann erneut mit Mercedes SLC, Audi TT Roadster, aber auch mit dem Porsche Boxster konkurrieren.

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Stärken
  • Klassische Roadster-Proportionen
  • Sehr gute Fahrleistungen
  • Sportliches Fahrverhalten
Schwächen
  • Eingeschränkte Übersichtlichkeit
  • Kleiner Kofferraum und kaum Ablagemöglichkeiten
  • Hoher Anschaffungspreis
Modell im Test

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

Das muss man schon wirklich mögen: sich bei der Mitnahme von Gepäck einschränken zu müssen, kaum Platz für notwendige Utensilien im Cockpit zu haben, von tief unten zu hochbauenden SUVs emporzuschauen, das vordere Ende des Fahrzeugs nur zu erahnen und ständig mit dem Manko zu leben, nie mehr als nur eine weitere Person mitnehmen zu können. Und dafür auch noch deutlich mehr Geld berappen zu müssen als für einen leistungsmäßig vergleichbaren Vier- oder Fünftürer, der die genannten Nachteile nicht hat. Doch nein, diese Überlegungen sind für Roadster-Fans bedeutungslos. Denn es ist einfach die Faszination, die von diesem Typus Auto ausgeht, es geht um Träume, vielleicht um den Jugendtraum – einen Roadster zu besitzen. Über 100.000 Kunden erfüllten sich zwischen 2009 und 2016 allein mit dem BMW Z4 (E89) diesen Wunsch. Können so viele Käufer irren?

Motoren

Motoren

Der BMW Z4 ist ein ziemliches Leichtgewicht, deshalb sind bei ihm für gute Fahrleistungen weder großvolumige Triebwerke noch viele Zylinder notwendig. Schon mit den drei Vierzylinder-Offerten, die ein Spektrum von 156 PS bis 245 PS umfassen, ist der BMW Z4 im direkten Wettbewerbsvergleich in puncto Beschleunigung, Durchzugskraft und Höchstgeschwindigkeit sehr gut mit dabei. Darüber hinaus bieten die beiden Dreiliter-Reihensechszylinder sDrive35i und sDrive35is Topfahrleistungen und zudem eine überragende Laufkultur.

  • Drei Zweiliter-Vierzylinder von 156 PS über 184 PS bis 245 PS
  • Zwei Dreiliter-Reihensechszylinder: 306 PS und 340 PS
  • Sehr gute Fahrleistungswerte, aber für Fahrzeuggröße relativ hoher Verbrauch
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Sicherheit

Sicherheit

Der BMW Z4 bietet seinen Insassen dank stabiler Fahrgastzelle, Front- und Seitenairbags sowie Gurtkraftbegrenzer ein hohes Sicherheitsniveau – sowohl bei einem Crash mit 64 km/h (40 % Überdeckung) wie auch mit 50 km/h (100 % Überdeckung). Ebenso beim Seitenaufprall mit 50 km/h. Auch Fußgänger sind durch die aktive Motorhaube und abgerundete Flächen in Stoßfänger und Motorhaube gut geschützt. Dass der BMW Z4 im Euro-NCAP-Crashtest trotzdem nur drei von fünf möglichen Sternen erzielt, liegt an seinem Alter und dem weitgehenden Fehlen moderner Fahrerassistenzsysteme. Er verfügt zwar über den Intelligenten Notruf mit automatischer Erkennung der Unfallschwere, bietet aber beispielsweise weder einen Spurhalteassistenten noch einen Notbremsassistenten.

  • Guter Insassen- und Fußgängerschutz
  • Intelligenter Notruf mit Unfallschwereerkennung
  • Nur drei Sterne bei Euro NCAP wegen fehlender Fahrerassistenzsysteme
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Ausstattung

Ausstattung

Ein preisgünstiges Vergnügen ist der BMW Z4 nicht, dafür ist er aber schon in seiner Basisversion ordentlich ausgestattet: Klimaanlage, Xenon-Licht, Fahrerlebnisschalter, Radio mit CD-Player und MP3-Decoder – alles serienmäßig mit dabei. Mit den Paketen `Design Pure Fusion´ und `Design Pure Traction´ lässt sich das Interieur aufwerten, mit dem M Sportpaket zudem die optische Außenwirkung des Roadsters steigern. Mit weiteren Angeboten wie dem Comfort Paket Plus oder dem Innovationspaket lassen sich eine Reihe interessanter Features auf einmal ordern, die als Einzel-Extras teils erheblich teurer wären.

Zur Serienausstattung gehören:

  • Elektrisch versenkbares Hardtop
  • Klimaanlage
  • Xenonlicht
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Beschreibung

Modellbeschreibung

Roadsterfahren macht zweifellos einen Heidenspaß, speziell mit dem BMW Z4, einem der agilsten und kraftvollsten offenen Zweisitzer der Gegenwart. Das Ganze verbunden allerdings auch mit konzeptionellen Einschränkungen im Alltag, die von Roadster-Liebhabern akzeptiert werden, aber dennoch ein gehöriges Maß an Toleranz erfordern. Behaupten muss sich der BMW Z4 vor allem gegen den Mercedes SLC, den Audi TT und den Porsche Boxster.


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Der 2013 aufgefrischte BMW Z4 verspricht pures Roadster-Feeling.
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Der BMW Z4 ist für Roadster-Fans eines der begehrenswertesten Modelle überhaupt. Denn kaum ein anderes Modell bietet ein dermaßen nachhaltiges Open-Air-Feeling wie die zweite Generation des BMW Z4. Das hat allein schon mit der tiefen Sitzposition fast an der Hinterachse zu tun, die Fahrer und Beifahrer ein besonders intensives Fahrerlebnis beschert. Wenn sich dann auch noch das in Wagenfarben gehaltene Klappdach während der Fahrt (bis 40 km/h) innerhalb von rund 20 Sekunden öffnet, ist dem Frischluftvergnügen keine Grenze mehr gesetzt.

Open-Air-Feeling mit viel Vergnügen auch im Antriebsbereich

Unterstützt wird dieses besondere Open-Air-Gefühl durch ebenso viel Vergnügen im Antriebsbereich. Egal für welchen der fünf Benziner – zwei davon als Dreiliter-Reihensechszylinder – man sich entscheidet, satter Vortrieb ist beim BMW Z4 immer gewährleistet. Das ermöglichen auch das geringe Leergewicht von knapp 1.500 Kilogramm, die Fahrwerksfeinabstimmung, die ausgewogene Achslastverteilung sowie die dank Hinterradantrieb komplett von Krafteinflüssen befreite Lenkung. Dies alles beschert dem BMW Z4 eine Power, ein Handling und eine Open-Air-Intensität, wie sie kaum ein anderes Sport-Cabriolet aufweist.Roadster-Fahren erfordert KompromisseAllerdings muss man wissen, worauf man sich beim Roadster-Fahren einlässt. Das beginnt beim Z4 schon mit der tiefen Sitzposition und der langen Motorhaube, wodurch die Sicht nach vorn etwas eingeschränkt und das vordere Fahrzeugende kaum einzuschätzen ist. Die Sicht nach hinten bei geschlossenem Hardtop ist zwar durch das relativ große Fenster okay, aber trotzdem: Eine gute Rundumsicht geht anders.

Kofferraumvolumen nur 180 bis 310 Liter

Hinzu kommen bei einem Roadster Einschränkungen in der Alltagstauglichkeit, die beispielsweise ein viersitziges Cabriolet wie ein BMW 2er Cabrio oder BMW 4er Cabrio nicht haben. Was bei einem Roadster wie dem Z4 fehlt, sind vernünftige Ablagemöglichkeiten hinter den Sitzen und ein praktikables Kofferraumvolumen, denn 310 Liter (bei geschlossenem Dach) oder 180 Liter (bei geöffnetem Dach) sind doch ziemlich knapp. Vor allem, wenn man bei einer ausgedehnten Open-Air-Tour gern offen fahren möchte, dies aber durch das mitgeführte Gepäck im Kofferraum verhindert wird. Ist man nur zu zweit unterwegs, sind viersitzige Cabrios für Urlaube, bei denen der Weg das Ziel sein soll, erheblich praktischer. Denn bei einem Viersitzer lässt sich mit einer Durchlade die hintere Rücksitzbank noch zusätzlich als praktischer Stauraum beim Offenfahren nutzen – und die Urlauber müssen weniger Verzicht bei der Mitnahme von Gepäck üben.

Fazit zum BMW Z4:

Ein Roadster ist für viele die automobile Verkörperung von Freiheit und Abenteuer. Ein BMW Z4 bietet neben seinen klassischen Roadster-Proportionen aber noch mehr: ein ausgesprochen elegantes, sportliches Exterieur- und Interieurdesign, sehr gute Fahrleistungen und ein Handling, das dank Hinterradantrieb in Testvergleichen immer Bestnoten erhält. Hinzu kommt beim BMW Z4 durch die tiefe, fast an der Hinterachse liegende Sitzposition ein ganz besonders intensives Fahrerlebnis. Auf der anderen Seite stehen eine Reihe konzeptbedingter Nachteile, die die Alltagstauglichkeit eines Z4 doch spürbar einschränken. Ein richtiger Roadster-Fan wird dadurch allerdings nicht vom Kauf eines BMW Z4 abgeschreckt werden. Höchstens durch die Gebrauchtwagenpreise, denn die sind immer noch ganz schön happig – ebenso wie die Unterhaltskosten.