Hallo! Mit gut 4,32 Meter ist der BMW Einser Dreitürer (interne Bezeichnung: F21) genauso lang wie der Fünftürer (interne Baureihe: F20). Und auch er setzt auf Heckantrieb. Das lässt dem kompakten Bayern eine Sonderstellung in der Golfklasse zukommen. Dort konkurriert der kleinste und günstigste BMW mit anderen Premium-Modellen wie einem Audi A3 oder der Mercedes A-Klasse.
Der Verkauf des Fünftürers begann im September 2011, der dreitürige BMW 1er F21 folgte jedoch erst ein Jahr später im September 2012. Im März 2015 erhielt der BMW 1er F21 ein umfangreiches Facelift mit neu gestalteten LED-Leuchten und verändertem Heck. Der BMW Einser Dreitürer ist zu Preisen ab 23.250 Euro erhältlich. Die aktuelle Modellgeneration löste den Vorgänger mit der Bezeichnung E87 ab, der seit dem Jahr 2004 angeboten wurde.
Stärken
hoher Sicherheitsstandard
gutes Platzangebot vorne
umfangreiches Angebot an Assistenzsystemen
Schwächen
wenig Platz im Fond
unbequemer Zustieg nach hinten
hoher Anschaffungspreis
Beta
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Der BMW 1er F21 Dreitürer ist im Grunde ein einzigartiges Auto – denn heute ist Heckantrieb in der Kompaktklasse die absolute Ausnahme. Mittlerweile ist der kleine BMW sogar das einzige Kompaktmodell, das auf die Kombination aus vorne montiertem Motor und angetriebenen Hinterrädern vertraut. Dieses Antriebssystem garantiert mehr Fahrspaß gerade auf kurvigen Landstraßen und bessere Traktion bei trockenen Straßenverhältnissen. Der BMW 1er ist also auch als Dreitürer vor allem ein Auto für Singles oder Paare, die den Fahrspaß über praktische Geschichtspunkte stellen.
Testberichte
ADAC Auto-Test
Testergebnis vom 1. Dezember 2015
BMW 116iDreitürige Schräghecklimousine der unteren Mittelklasse (80 kW / 109 PS)
BMW setzt auch im Dreitürer des Einser auf seine Baukasten-Motorenfamilie, bei der jeder einzelne Zylinder über rund 500 Kubikzentimeter Hubraum verfügt. Im Angebot des 1er werden daraus drei Dreizylinder mit 1,5-Litern Hubraum, fünf Vierzylinder mit zwei Litern Hubraum und ein Sechszylinder mit drei Litern Hubraum. Die Leistungsspanne reicht von 109 bis 340 PS.
Drei-, Vier- und Sechszylinder (Benzin); Drei- und Vierzylinder (Diesel)
Start-Stopp-Automatik (serienmäßig je nach Motorisierung)
verschiedene Fahrprogramme (ECO PRO/Comfort/Sport)
Der BMW 1er F21 Dreitürer ist schon in der Basisversion ein sicheres und modernes Auto auf der Höhe der Zeit. Ergänzt wird diese Basis-Sicherheit durch eine große Zahl an optional erhältlichen Assistenzsystemen, mit denen sich die Sicherheit noch einmal deutlich steigern lässt.
intelligenter Notruf
Regensenor
ISOFIX Kindersitzbefestigung
Eine Bestnote von fünf Sternen im Euro-NCAP-Crashtest, Front-, Seiten- und Kopfairbags ebenso serienmäßig wie das hier DSC genannte Elektronische Stabilitätsprogramm – in Zusammenhang mit der Fahrzeugsicherheit leistet sich BMW keine Versäumnisse. Eine Reifendruckkontrolle findet sich ebenso an Bord wie ein Bremsassistent. Und auf den Rücksitzen gibt es selbstverständlich die ISOFIX-Verankerung für zwei Kindersitze.
Optional werden zudem zahlreiche Assistenzsysteme angeboten. Das gilt für die radarbasierte Geschwindigkeitsregelung mit Stop-and-Go-Funktion ebenso wie für die Verkehrszeichenerkennung und den sogenannten Driving Assistant, der vor nachlassender Aufmerksamkeit warnt.
Ausstattung
Serienausstattung ist beim BMW 1er F21 Dreitürer nicht gleich Serienausstattung. Denn nach alter BMW-Tradition ist der Umfang des Gebotenen auch abhängig von der gewählten Motorisierung. Mehr Leistung ist also im Grunde gleichbedeutend mit umfangreicherer Ausstattung. Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Ausstattung des aktuellen BMW 1er gegenüber dem ab 2004 gebauten Vorgänger an Qualität und Umfang gewonnen hat.
Zur Serienausstattung gehören:
Klimaautomatik
Schlüsseloser Motorstart
iDrive-Controller
Der BMW 1er F21 Dreitürer verfügt schon in der Basisversion über eine Klimaautomatik und ein Radio. Leichtmetallräder allerdings gibt BMW dem Kompakten nicht immer mit auf den Weg. Die Basis rollt auf Stahlrädern, Aluminium findet sich selbst in der 1.600 Euro teureren Ausstattungslinie Advantage nicht. Stattdessen gibt es Zubehör wie eine Geschwindigkeitsregelung mit Bremsfunktion, das Multifunktionslenkrad, Nebelscheinwerfer oder auch eine Einparkhilfe hinten.
In den nächsthöheren Ausstattungslinien wie der Urban Line sind dann tatsächlich auch Leichtmetallfelgen enthalten. Die Ausstattung des BMW 1er F21 Dreitürers ist zwar ordentlich. Das ändert aber nichts daran, dass die Liste der aufpreispflichtigen Extras lang ist. So lässt sich der Preis schnell auf mehr als 50.000 Euro erhöhen. Das geht mit Lederbezügen, adaptivem Fahrwerk oder der butterweich schaltenden Achtgang-Automatik schnell.
Auch das Navigationspaket Connected Drive für 3.150 Euro findet sich im Angebot. Eine vordere Armauflage sowie das Multifunktionslenkrad kostet 330 Euro.
Serienausstattung:
16-Zoll-Stahlräder
automatische Fahrlichtsteuerung
Klimaautomatik
Lederlenkrad
Radio Professional mit 6,5-Zoll-Farbbildschirm
iDrive-Controller
Regensensor
Zusätzlich in Ausstattungslinie Advantage:
Ablagenpaket
Armauflage vorn
Bluetooth-Freisprecheinrichtung
Geschwindigkeitsregelung
Multifunktionslenkrad
Nebelscheinwerfer
Park Distance Control hinten
Velourfußmatten
Zusätzlich zu Advantage in Ausstattungslinie Urban Line:
Leichtmetallfelgen in 16 oder 17 Zoll
Sitze in Stoff-Leder-Kombination
Lichtpaket
Zusätzlich zu Advantage in Ausstattungslinie M Sport:
Schon der fünftürige BMW 1er (F20) ist nicht gerade ein Vernunftskauf. Verglichen mit seinen Konkurrenten bietet der einzige Kompakte mit Hinterradantrieb deutlich weniger Platz auf der Rückbank. Beim dreitürigen Einser (F21) wird dieser Nachteil noch verstärkt: Bei schmalen 750 Euro Ersparnis ist die wenig Platz bietende Rückbank nun auch noch schwerer zu erreichen.
Wer fast 25.000 Euro für einen Kompaktwagen ausgibt, leistet sich in der Regel auch den Aufpreis von 750 Euro für die hinteren Türen.
Für Freunde des Dreitürers ist das nur konsequent: Wenn der 1er schon nicht als Familienkutsche taugt, muss er auch nicht wie eine aussehen, sondern besser wie ein sportlicher Shooting Brake. Dieser Begriff bezeichnet Coupés mit Steilheck.
Immerhin hat BMW damit zwar nicht gerade ein Alleinstellungsmerkmal, unterscheidet sich aber vom ebenso sportlich ambitionierten Konkurrenten Mercedes A-Klasse. Die gibt es in der aktuellen Generation nur noch als Fünftürer. Dass der Trend in diese Richtung geht, ist unverkennbar und hängt mit der Aufwertung der Klein- und Kompaktwagen zu vollwertigen Fahrzeugen zusammen. Den ersten kompakten BMW der Neuzeit, den 3er Compact, gab es ab 1994 überhaupt nur mit drei Türen.
Grundsätzlich bietet der dreitürige BMW 1er dieselben Vorzüge wie die fünftürige Variante. Er ist das agilste Modell seiner Klasse und vermittelt einen direkten Kontakt zur Fahrbahn, ohne dabei unkomfortabel zu sein. Dank des Heckantriebs bleibt die Lenkung dabei von Antriebseinflüssen frei. Dass sich auch der kleinste BMW der Sportlichkeit verschrieben hat, merkt der Fahrer schon beim Einstiegen: Die Sitzposition ist tiefer als in anderen Kompakten üblich, die immer mehr in Richtung SUV streben.
Fazit BMW 1er Dreitürer F21
Der BMW 1er F21 Dreitürer ist inzwischen fast ein Exot. Wer fast 25.000 Euro für einen Kompaktwagen ausgibt – meist wird es mit ein paar Extras deutlich mehr – leistet sich in der Regel auch den Aufpreis von 750 Euro für die hinteren Türen. Da sich Dreitürer und Fünftürer sonst gleichen, liegt die Entscheidung für den Dreitürer vor allem im Design begründet.
Der Verzicht an Türen bringt ein Mehr an optischer Sportlichkeit. Der 1er F21 wirkt wie ein Shooting Brake, auch wenn ihm BMW einen besonderen Namen verweigert. Ansonsten ist der Dreitürer ein typischer Einser: agil, hochwertig aber nicht gerade billig.