Audi Q3 (Serie)

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Der Audi Q3 konkurriert als kompaktes SUV neben dem BMW X1 auch mit dem Konzernbruder VW Tiguan. Die Bodengruppe PQ35/5 stammt noch vom Tiguan I und Golf V, erst nachfolgende Generationen werden auf Basis des Modularen Querbaukastens (MQB) des Volkswagen-Konzerns gebaut. Der Q3 unterscheidet sich von den größeren Baureihen Q5 und Q7 durch quer statt längs eingebaute Motoren. Zum Verkaufsstart 2011 kam der Q3 mit je zwei Benzin- und Dieselmotoren auf den Markt: Zwei TFSI-Aggregate mit 170 PS und 211 PS sowie zwei TDI-Selbstzünder mit 140 PS und 177 PS.

Daten

Daten

2014 wurde das Leistungsspektrum der mittlerweile je drei TFSI-Benziner und TDI-Diesel des Audi Q3 erweitert. Statt zwischen 140 PS und 211 PS leisten die 1,4- und 2,0-Liter großen Turbo-Motoren jetzt zwischen 120 PS und 220 PS. Quattro-Antrieb gibt es ab 150 PS (TDI), beziehungsweise ab 180 PS (TFSI). Der 150 PS starke TFSI verfügt über die spritsparende Zylinderabschaltung. Den Quattro-Antrieb gibt es ausschließlich in Verbindung mit den drehmomentstarken 2,0-Liter-Benzin- und Dieselaggregaten.

  • Breite Palette von Vierzylinder-Benzinern und -Dieselmotoren
  • TFSI-Benzinmotor (150 PS) mit Zylinderabschaltung
  • Versionen mit Front- und Allradantrieb
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Test

Test

Bereits mit den 150 PS starken TDI- und TFSI-Motoren ist ein Audi Q3 gut motorisiert. Ein kommoder Federungskomfort, ein niedriges Geräuschniveau, bequeme Sitze und die bei den Allrad-Modellen sehr gute Traktion sind seine Stärken. Kritiker monieren die fehlende Variabilität des Kofferraums, der nicht größer ist als der des kleineren Q2. Die hohe Ladekante und die kleine Kofferraumöffnung verhindern außerdem die Beladung mit sperrigen Gegenständen. Des Weiteren trägt die gefühlsarme Lenkung nicht dazu bei, das durchschnittlich dynamische Fahrwerk zu verbessern. Der Radstand von 2,60 Meter führt speziell im Fond zu einem beengten Raumgefühl.

  • Angenehmer Federungs- und Geräuschkomfort
  • Bequeme Sitze und gute Verarbeitung
  • Kaum Variabilität und beengtes Raumgefühl im Fond
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Preise

Preise

Die Preise für den in drei Ausstattungsstufen (Serie, Sport und Design) angebotenen Audi Q3 reichen von 28.550 Euro für die Version mit 1,4-Liter-TFSI (150 PS) bis zu 42.050 Euro für den 220 PS starken 2.0-Liter-TFSI mit Allradantrieb quattro. Die magere Grundausstattung führt dazu, dass ein ohnehin hoch eingepreister Q3 schon mit Basismotor schnell die 30.000er-Marke übersteigt. Bei einem Quattro-Modell erreicht der Käufer schnell 40.000 Euro. Audi-typisch ist die lange Liste der Extras. Selbst hintere Seitenairbags oder ein Licht- und Regensensor gehören nicht zur Basisausstattung.

  • Insgesamt hohes Preisniveau
  • Magere Basisausstattung
  • Quattro-Antrieb ab 34.850 Euro
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Der Audi Q3 (interne Bezeichnung 8U) war bei seinem Marktstart das dritte SUV-Modell von Audi nach dem Q7 und dem Q5. Ein Ausblick auf den Q3 gab es bereits 2007 auf der Shanghai Motorshow: die Studie Cross Coupé Quattro. Danach dauerte es vier Jahre, ehe an gleicher Stelle die Serienversion präsentiert wurde. Die deutsche Markteinführung fand am 21. Oktober 2011 statt.


Vorderansicht - schräg
Vor allem die Ausstattungsversionen Sport und S-Line wurden im Zuge des Facelifts nachgeschärft.
Seitenansicht

Facelift mit neuen Motoren, Technik und Ausstattungen

Im Herbst 2014 erhielt die Modellreihe ein leichtes Facelift und weitere Produktpflegemaßnahmen. Anfang 2015 folgte das erste RS-Modell einer Audi Q-Baureihe. Angetrieben vom legendären Fünfzylinder schickte der RS Q3 340 PS oder – als Performance-Modell – sogar 367 PS in seinen serienmäßigen Allradantrieb. Anfang 2017 fiel diese High Performance-Variante aus dem Programm – sie erfüllte nicht die Abgasnorm Euro 6.

Mit dem Facelift wurden neben der Optik auch die Motoren überarbeitet und die Assistenzsysteme auf den neusten Stand der Technik gebracht. Auch mit der aktuellen Version des Audi-Single-Frame-Grills und weiteren kleineren Retuschen wirkten die Proportionen des Q3 weniger stimmig als die des Q2 oder Q5. Der hohe Aufbau und die gedrungene Erscheinung ließen ihn leicht pummelig wirken.

Leichter, hochwertiger, sportlicher

Durch horizontale Linien an Front und Heck wirkte der geliftete Q3 subjektiv breiter, das Design der Heckklappe fügte sich besser in das Gesamtbild ein und bei den neu gezeichneten Scheinwerfern wurden nun Xenonscheinwerfer und LED-Tagfahrlicht obligatorisch. Wie bei allen neuen Audi-Modellen trägt auch der Q3 die Lauflicht-Blinker, bei denen eine LED-Lichtleiste innerhalb von zwei Zehntelsekunden von innen nach außen in Abbiegerichtung läuft.

Vor allem die Ausstattungsversionen Sport und S-line wurden im Zuge des Facelifts nachgeschärft. So erhielt der Q3 Sport größere Lufteinlässe, einen grauen Grill und eine in Wagenfarbe lackierte mittige Spoilerlippe. Das S-line-Paket zeichnete Audi noch etwas schärfer: glänzend schwarzer Grill und ein durchlaufender Steg auf der ganzen Breite der Frontschürze. Neu war auch das Sondermodell S-line competition mit glänzenden schwarzen Karosseriedetails, einem sportlich angehauchten Innenraum und Sportfahrwerk. Nach Werksangaben wog der überarbeitete Q3 in der Basisausstattung 1.385 Kilogramm – eine Reduzierung um 75 Kilo.

Die Serienausstattung wurde um elektrisch einstellbare Vordersitze und einen Bremsassistenten erweitert. Totwinkel- und Spurhaltewinkelassistent sowie Verkehrsschilderkennung sind gegen Aufpreis erhältlich. Beim Infotainment hielt die neueste Generation des Audi MMI (mit Google-Navigation) Einzug.