So schlägt sich der VW Passat Variant im Alltag

VW Passat Variant B8 TDI und TSI (Facelift 2019): Test, Preise, Maße, Vergleich

Der VW Passat punktet mit Knie- und Kofferraum. Im Test tritt er gegen sich selbst an – Passat TDI und TSI im Vergleich.

  • Constantin Bergander
  • Veröffentlicht am 30.11.2019, 09:15
  • Aktualisiert am 15.01.2021, 11:01
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Quelle: Jonas Seidel Der erste Passat rollt 1973 vom Band. Seit 2014 steht die achte Generation des Fahrzeuges zum Verkauf, 2019 folgt das Facelift. Wir vergleichen Diesel und Benziner

Die große Konstante bei VW heißt nicht Golf. Sondern Passat. Der Familienwagen der ersten Stunde rollt seit 1973 vom Band, ein Jahr früher als der Golf. In der deutschen Zulassungsstatistik 2020 rangelt er sich VW-intern mit dem Tiguan um Platz zwei. Er kann vieles sein: Familienauto, Dienstwagen, Kilometerfresser oder ein (unverhältnismäßig teures) Handwerkermobil. Beliebteste Karosserieform hierzulande: der Variant, mit einem Anteil von 80 bis 90 Prozent. Nur beim Antrieb sind sich die Kunden nicht mehr sicher.

2014 bestellen noch 90 Prozent aller deutschen Passat-Käufer einen Dieselmotor. 2020 sind es nur noch 65 Prozent. Bei uns treten deshalb zwei Varianten zum Test an: Das Facelift-Modell des Passat B8, seit 2019 auf dem Markt, rollt als 2.0 TDI mit 150 PS und als 2.0 TSI mit 190 PS in die Redaktionsgarage. Mit unterschiedlicher Leistung liegen die Motoren preislich fast gleichauf. Welcher Antrieb besser passt und was das Auto nach der Überarbeitung kann, liest Du in unserem ausführlichen Testbericht. 

Der VW Passat B8 Variant in Kürze 

  • Mittelklasse-Kombi von VW mit 650 Litern Kofferraumvolumen 
  • Im Test als sparsamer Diesel mit 150 PS (2.0 TDI) und flotter Benziner mit 190 PS (2.0 TSI) 
  • Umfangreiche Fahrassistenz 
  • Basispreis VW Passat Variant: 32.145 Euro 


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VW Passat Variant

Der Variant ist die meistgebaute Passat-Variante.


VW Passat Variant B8 Facelift (2019) im Test: Kofferraumvolumen, Maße, Platzangebot

Beim Passat kommt es vor allem auf die Größe an. Sein Vorteil gegenüber vielen anderen im Segment: VW baut Motor und Getriebe quer auf die Vorderachse und spart damit Platz. Auf 4,77 Metern Länge bringt er ein Kofferraumvolumen von 650 Litern unter. Besser kann das nur der Skoda Superb (660 Liter auf 4,87 Metern).  

VW Passat Variant in der Seitenansicht, stehend
Quelle: Jonas Seidel Spurhalteassistent und City-Notbremse gehören im Passat Variant zur Serienausstattung

Bei umgeklappter Rückbank wächst der Stauraum im Passat auf 1.780 Liter. Zwei Hebel im Kofferraum lassen die Rückenlehnen nach vorn fallen. Die Ladefläche steigt auf Höhe der Rückbank leicht an. Praktisch: Fächer hinter den Radkästen bieten Platz für Kleinkram. Unter den doppelten Boden passen Gepäckraumabdeckung, Trennnetz und der optionale, verschiebbare Ladeboden, den VW in Aluschienen führt.  

Mitfahrer auf der Rückbank sitzen im Passat bequem. Die äußeren Passagiere haben reichlich Kniefreiheit und genügend Luft über dem Scheitel. In der Mitte stört der Kardantunnel, für kurze Strecken reicht es aber. Auch Fahrer und Beifahrer gestattet der Passat viel Platz. Die Mittelkonsole bietet zwei große Becherhalter, ein großes, gummiertes Fach fürs Handy und ein kurzes, tiefes Fach unter der Armlehne. Die hätten wir gerne weiter vorn gehabt. So passt sie nur für Ellenbogen von großen Fahrern, die den Sitz weit nach hinten fahren. 

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Quelle: Jonas Seidel Der Kofferraum des VW Passat Variant fasst 650 Liter. Mit umgeklappten hinteren Lehnen wächst das Kofferraumvolumen des Passat Variant auf 1.780 Liter

Innenraum, Materialien, Verarbeitung im VW Passat B8

Den Innenraum des Passat zeichnet VW schlicht. Schöne Abwechslung im Vergleich zu neueren Autos der Marke: Echte Knöpfe und Drehregler steuern Klimaanlage, Licht und die wichtigsten Funktionen. Der Passat ist also noch nicht voll digital. Zum Facelift fällt die Uhr in der Armaturenbrettmitte weg, sonst ändert sich wenig. Zierleisten und Paneele sind solide verlegt und fühlen sich gut an. VW unterschäumt den Kunststoff im Griffbereich, sogar auf dem oberen Teil der hinteren Türverkleidungen. Leider besteht die Mittelkonsole im waagerechten Bereich aus Hartplastik. In seinem Segment lösen das viele Autos schicker. VW duckt sich haptisch und preislich unter dem Premium-Anspruch weg. 

An anderer Stelle macht der Passat einen besseren Eindruck: Auf den Türverkleidungen verteilt VW reichlich Leder. Je nach Variante gefällt es uns aber nur dort. In unserem Passat TSI steckt das „Lederpaket Nappa Carbon Style“. Klingt doof. Und sieht leider auch so aus. Schon die grauen Sitzmittelbahnen wirken nicht edel. Zusammen mit den Seitenwangen in Carbon-Dekor sieht der Bezug billig aus.  

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Quelle: Jonas Seidel Die Mittelkonsole verfügt über zwei große Becherhalter, ein großes, gummiertes Fach fürs Handy und ein kurzes, tiefes Fach unter der Armlehne

Ist er auch: VW bezieht nur Teile der Ausstattung mit echtem Leder. Sitzmittelbahnen, Innenseiten der Sitzwangen und Armlehnen sind beledert, der Rest bekunstledert. Eigentlich eine gute Nachricht: Die 2.130 Euro Aufpreis fürs Paket kann man sich sparen. Die schlechte: Mit der Leder-Alcantara-Kombi im Passat TDI können wir uns anfreunden. Generell reichen im Kombi Stoffbezüge aus. Bei ihnen halten erfahrungsgemäß die Nähte länger. 

VW dämmt den Passat umfassend, Störgeräusche dringen fast nie in den Innenraum. Nur das Knurren des kalten Selbstzünders und die Luftverwirbelungen an den Außenspiegeln ab etwa 150 km/h kommen deutlich im Innenraum an.  

Test VW Passat B8 (2019): Infotainment, Radio, Konnektivität

Zum Facelift des Passat B8 renoviert VW das Infotainment gründlich. Als die Generation B8 startet, umranden Kurzwahltasten für die meisten Funktionen das Touch-Display. Drehregler links und rechts vereinfachen die Bedienung. Das große Navi „Discover Pro“ im Facelift-Modell (seit 2019) verzichtet auf echte Hardware-Tasten. Befehle akzeptiert es per Touch (funktioniert während der Fahrt wackelig) oder Sprache (häufig mit Nachfrage). Nervig: die Lautstärkeverstellung ohne haptisches Feedback. Der Fahrer kann auf Multifunktionsknöpfe am Lenkrad ausweichen, sein Sozius muss gut zielen. Besser: Das kleinere Gerät („Discover Media“) behält zumindest zwei Drehregler. Dafür stattet VW das System nicht so gut aus: Induktives Smartphone-Laden und das digitale Cockpit sind nicht im Paket dabei, beim Top-Navi schon. 

Cockpit-Ansicht des VW Passat Variant
Quelle: Jonas Siedel Beim Infotainment herrscht Nachholfbedarf. Die Lautstärkeregelung macht uns Schwierigkeiten, die Verbindung mit dem Smartphone ebenfalls

Insgesamt lässt sich das glatte System nach der Modellpflege nicht intuitiver bedienen als vorher. Funktionen wie das Zurücksetzen des Langzeitkilometerzählers oder die Ambientebeleuchtung verstecken sich dort, wo nur VW-Kenner sie finden. Im Benziner haben wir Verbindungsschwierigkeiten mit Android Auto und sogar einen Totalausfall des Systems. Mit dem Antrieb hat das nichts zu tun, eher mit dem früheren Testzeitpunkt und dem damit verbundenen Softwarestand. Im anderen Auto haben wir keine Probleme. 

Schade: Wir merken dem Passat sein Alter beim Blick auf das optionale Head-up-Display an. Das projiziert die Fahrdaten auf eine ausfahrbare Glasscheibe. Bis zum Modellwechsel bleibt das so: Erst im neuen Auto baut VW ein modernes System mit Projektion auf die Windschutzscheibe ein. Aktuell passt das Gerät nicht in die Architektur des Passat. Es kommt erst im Nachfolger. 

Sicherheit und Assistenzsysteme im Passat Facelift (2019)

Beim Marktstart des Passat Variant im Jahr 2014 bewertet Euro NCAP das Auto mit fünf Sternen. Damals benötigt es dafür nur rudimentäre Assistenz, zum Beispiel eine Multikollisionsbremse. Seit dem Facelift kann der Kombi mehr: VW ergänzt die Serienausstattung um Spurhalteassistenten, City-Notbremse und LED-Scheinwerfer. Hinzu kommt alles, was die Assistenztechnik hergibt. Allerdings funktioniert nicht jeder Helfer perfekt. 


VW Passat CC
Der VW Passat CC

Volkswagen verpasst dem Passat die Coupé-Silhouette. Das "CC" im Namen steht für "Comfort Coupé".


Der Passat ist ein grundsolides Auto, das sehr ausgewogen federt, routiniert bremst und in dem viele Jahrzehnte Erfahrung gekonnt umgesetzt sind. Abstandstempomat (ACC) und Spurhalter (Side Assist) funktionieren im Test gut. Die Sanftheit, mit der der Passat Variant auf den richtigen Abstand zum Vordermann einbremst, gefällt uns besonders.  

Neu seit der Modellpflege: Der Fahrassistent verbindet beide Systeme nach einem zusätzlichen Knopfdruck enger miteinander. Dann fährt der Passat selbstständig. Die bloße Anwesenheit einer Hand auf dem Lenkrad genügt ihm als Bestätigung, dass der Fahrer aufpasst. Er absolviert in diesem Programm problemlos viele Kilometer ohne Warnmeldung, langweilt sich durch den Stau, hält an und fährt selbstständig wieder los. Die Fahrspur kann er allerdings nicht aus eigenem Antrieb wechseln.  

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Quelle: Jonas Seidel Gegen Aufpreis bietet VW seit dem Facelift 2019 Matrix-LED-Scheinwerfer im Passat an

Tempolimits soll der Passat eigenständig erkennen. Dabei interpretiert er laut Hersteller Kamerabilder und gleicht diese mit hinterlegten Verkehrszeichen ab. Mit aktiviertem Fahrassistenten soll er dann die gefahrene Geschwindigkeit automatisch anpassen. So weit die Theorie. Leider hakt es in genau diesem Punkt: Oft verschätzt sich das Auto und bremst ohne erkennbaren Grund spontan ab oder beschleunigt mitten in der Baustelle. Beides kann unangenehm oder sogar gefährlich werden. Der Assistent ergibt erst dann Sinn, wenn er zuverlässig funktioniert. 

Passat Variant 2.0 TDI und TSI im Test: Motoren, Getriebe, Verbrauch

Benzin oder Diesel im VW Passat? Die Antwort lautet: Kommt drauf an, vor allem auf Fahrprofil und Vorlieben. Kurzstrecke mögen beide Motoren nicht: Der Passat 2.0 TSI mit 190 PS lässt sich im Test nur mit Mühe und Geduld unter einen Verbrauch von weniger als zehn Litern pro 100 Kilometer in der Stadt drücken. Dem Diesel (2.0 TDI, 150 PS) fällt Sparsamkeit leichter (sechs bis sieben Liter in gleicher Situation), aber er wird nur langsam warm. Die Start-Stopp-Automatik arbeitet deshalb während des Tests allgemein nur selten.  

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Quelle: Jonas Seidel In 9,1 Sekunden erreicht der VW Passat Variant 2.0 TDI Tempo 100. Das TSI-Modell ist damit 1,4 Sekunden schneller. Die Spitze beim Diesel liegt bei 210 km/h, beim Benziner bei 232 km/h

Egal, welcher Antrieb im Passat steckt: Alle sind mittlerweile mit Partikelfiltern ausgestattet. Sie müssen sich in regelmäßigen Abständen regenerieren und benötigen dafür hohe Temperaturen sowie längere Strecken. Wird das Auto nicht warm, setzen sich die Filter zu und gehen kaputt. Dieses Problem haben viele moderne Motoren mit Direkteinspritzung. Gut: Der Selbstzünder reinigt seine Abgase mit doppelter SCR-Einspritzung. Stickoxide dürften mit diesem Motor nie wieder Thema sein. 

Der Benziner im Passat glänzt mit Elastizität und Drehfreude. Im Bereich von 1.500 bis 4.000 Touren liegt sein maximales Drehmoment (320 Nm) an. Er zieht den Variant kräftig und ausdauernd vorwärts, mag hohe Drehzahlen, fühlt sich aber auch bei sparsamer Bewegung wohl. Im Diesel gibt es prinzipbedingt mehr Kraft (360 Nm) in einem kürzeren, aber gut nutzbaren Drehzahlband: Zwischen 1.600 und 2.750 Umdrehungen steht das maximale Moment an. Der Selbstzünder bewegt sich flott, aber weniger energisch. 

Ein Passat ist generell nicht das passende Auto, um damit Drehzahlleitern zu stürmen und Schaltpunkte zu optimieren. Wer dynamischer fahren will, hat mit dem Benziner mehr Freude. Beim Thema Verbrauch liegt der Diesel vorn: 4,6 Liter (Pendelstrecke) bis 7,2 Liter (zügige Langstrecke) sind für Größe und Gewicht (1,6 Tonnen) passable Werte. Er unterbietet den Benziner je nach Fahrsituation um ein bis drei Liter pro 100 Kilometer. Für uns fühlt sich der Selbstzünder stimmiger an. 

VW koppelt die Motoren beider Testwagen mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe „DQ 381“. Das modernste DSG von VW macht viele Dinge besser als ältere Versionen. Anfahr- und Anhaltemoment fühlen sich stimmig an, Schaltpunkte passen und die meisten Entscheidungen würde ein Mensch nicht anders treffen. Nur bei Kriechverkehr oder Stop-and-go arbeitet es spür- und hörbar. Unentschlossenes Ruckeln hat das DSG dennoch weitestgehend abgelegt. 


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Das flotteste Getriebe ist es weiterhin nicht. Beim überraschenden Kick-down vergeht eine Gedenksekunde, bevor der niedrige Gang eingelegt wird. Ansonsten schaltet das Getriebe ausgewogen, sanft und unauffällig. Wenn VW weiter nachbessert, erreicht der Doppelkuppler bald den Komfort einer Wandlerautomatik. 

Neben den klassischen Antrieben bietet VW einen Plug-in-Hybrid für den Passat an. Der Passat GTE kombiniert 1,4-Liter-Benziner (156 PS) und einen Elektromotor (115 PS) zur Antriebseinheit mit einer Systemleistung von 218 PS. Diese Variante ist seit 2015 im Programm. Zum Facelift 2019 vergrößert VW die Kapazität der Traktionsbatterie von 9,9 auf 13 kWh. Im Normzyklus fährt der Plug-in-Passat damit gut 50 Kilometer weit rein elektrisch. Für die Langstrecke eignet sich dieser Antrieb nur bedingt. Er rentiert sich nur, wenn er vor allem auf kurzen, elektrischen Strecken eingesetzt wird. Einen Diesel kann der Passat GTE also nicht ersetzen. 

Fahrverhalten, Fahrwerk, Lenkung im VW Passat Facelift 2.0 TDI und TSI

Der Passat fährt entspannt. Sein Fahrwerk spricht spontaner an als bisher, die Federung arbeitet komfortabel. Nur bei niedrigem Tempo im Stadtverkehr rollt er oft hart über Kanten und durch Schlaglöcher. Wir wünschen uns mehr Gefühl für den Belag. Im Sportmodus des optionalen Adaptivfahrwerks stellt er deutlichen Kontakt her, wird aber auf unebenem Pflaster kippelig und ungemütlich, zumindest mit der Testbereifung in 18 Zoll. Kleinere Felgen könnten die Schwäche auffangen. 

Hohes Tempo auf Landstraße und Autobahn steht dem Passat besser. Er liegt stabil auf dem Asphalt, federt Fugen und Wellen zuverlässig weg. Abrollgeräusche bleiben bis in hohe Geschwindigkeiten draußen. Was der Fahrer zu erzählen hat, verstehen Hintensitzer selbst bei Tempo 160 noch deutlich. Langstrecken sind nach wie vor die große Stärke des Passat. Handelsreisende schätzen diese Qualität seit vielen Modellgenerationen. 

Komfort kann er gut, Dynamik ist nicht unbedingt sein Revier. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Der Passat macht seine Sache gut. Er lenkt präzise und vermittelt ein gutes Gefühl, die Gewichtung passt für alle Gelegenheiten. Aber ein sportliches Optikpaket („R-Line“) macht aus dem Passat eben kein sportliches Auto – egal, mit welchem Antrieb. Muss es ja auch nicht. Die Kombi-Mittelklasse hat im Volumensegment in erster Linie Nutzwert zu bieten. 



VW Passat Facelift (2019): Ausstattung, Preise, Fazit

Volumensegment hin oder her: Wie jeder Volkswagen ist der Passat Variant nicht günstig. Er kostet mindestens 32.145 Euro. Dafür gibt es einen 1,5-Liter-Benziner mit 150 PS und Schaltgetriebe. Die getesteten Antriebe können wir erst in der Ausstattung „Business“ (ab 35.815 Euro) vergleichen. Der 190-PS-Benziner kostet in dieser Variante ab 40.720 Euro. Für den 150-PS-Diesel nimmt VW 845 Euro mehr. 

Blick in den Innenraum des VW Passat Variant, bei geöffneter Fahrertür
Quelle: Jonas Seidel Das "Lederpaket Nappa Carbon Style" hat uns im Test nicht überzeugt

In den Testwagenkonfigurationen kommen die Autos auf 64.000 Euro (Passat Variant 2.0 TSI) bzw. knapp 63.000 Euro (Passat Variant 2.0 TDI). Viel Geld für viele Kreuze: Beide Fahrzeuge sind sehr gut ausgestattet. Auf die Sport-Optik („R-Line“, 1.930 Euro) verzichten wir gern, außerdem auf das unnütze Head-up-Display (565 Euro) und das große Navi ohne Knöpfe. Das kleinere kostet fast 2.000 Euro weniger. Ohne Leder sinkt der Preis weiter.  

Matrix-LED-Scheinwerfer und das Fahrassistenzpaket (zusammen 2.750 Euro) gehören hingegen ins Auto. Sie gefallen vor allem auf langen Fahrten. Und sie machen den Unterschied zum wichtigsten Passat-Konkurrenten aus: Der Skoda Superb kostet weniger (ab 28.532 Euro) und bietet mehr Platz. Seine Optionsliste ist allerdings kürzer. Die enger geschnittenen Premium-Kontrahenten sticht der Passat trotz seiner Größe im Preis aus. 

VW Passat B8 (ab 2019): Technische Daten 

Modell:  VW Passat Variant 2.0 TSI VW Passat 2.0 TDI 
Motor 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel 
Leistung 190 PS (140 kW) b. 4.180-6.000 U/min 150 PS (110 kW) b. 3.500-4.000 U/min 
Drehmoment 320 Nm b. 1.500-4.100 U/min 400 Nm b. 1.900-3.300 U/min 
Antrieb Siebengang-DSG, Frontantrieb Siebengang-DSG, Frontantrieb 
0-100 km/h 7,7 s 9,1 s 
Geschwindigkeit 232 km/h 210 km/h 
Verbrauch 6,4 l/100 km 4,9 l/100 km 
CO2-Ausstoß 146 g/km 128 g/km 
Länge 4.773 mm 4.773 mm 
Breite 1.832 mm 1.832 mm 
Höhe 1.516 mm 1.516 mm 
Radstand 2.786 mm 2.786 mm 
Gewicht 1.570 kg 1.599 kg 
Kofferraumvolumen 650-1.780 l 650-1.780 l 
Anhängelast 2.000 kg 2.000 kg 
Basispreis VW Passat Variant 32.145 Euro 32.145 Euro 
Preis des Testwagens 64.130 Euro 62.675 Euro 



Der VW Passat Variant in Bildern

  • VW Passat Variant in der Ansicht von vorne-rechts
    Quelle: Jonas Seidel Nach 7,7 Sekunden erreicht der Kombi Tempo 100. In der Spitze fährt der Passat 232 km/h
  • VW Passat in der Ansicht von vorne-rechts, stehend
    Quelle: Jonas Seidel Unser Testwagen wird von einem 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner mit 190 PS angetrieben
  • VW_Passat_Vergleich02
    Quelle: Jonas Seidel Auf der Rückbank sitzt man gut und großzügig. Der VW Passat ist ein langstreckentaugliches Reiseauto für vier Erwachsene
  • VW_Passat_Vergleich03
    Quelle: Jonas Seidel Der Innenraum des VW Passat Variant wirkt solide. Zum Facelift fällt die Uhr in der Armaturenbrettmitte weg. Zierleisten und Paneele sind solide verlegt und fühlen sich gut an
  • VW_Passat_Vergleich04
    Quelle: Jonas Seidel Die Mittelkonsole verfügt über zwei große Becherhalter, ein großes, gummiertes Fach fürs Handy und ein kurzes, tiefes Fach unter der Armlehne
  • VW_Passat_Vergleich05
    Quelle: Jonas Seidel Der VW Passat Variant bietet genügend Platz für Fahrer und Beifahrer - auch, wenn diese etwas größer sind
  • VW_Passat_Vergleich06
    Quelle: Jonas Seidel Der Kofferraum des VW Passat Variant fasst 650 Liter. Mit umgeklappten hinteren Lehnen wächst das Kofferraumvolumen des Passat Variant auf 1.780 Liter
  • VW_Passat_Vergleich07
    Quelle: Jonas Seidel Der VW Passat Variant misst 4,77 Meter in der Länge, 1,83 Meter in der Breite und 1,51 Meter in der Höhe
  • VW_Passat_Vergleich09
    Quelle: Jonas Seidel In 9,1 Sekunden erreicht der VW Passat Variant 2.0 TDI Tempo 100. Das TSI-Modell ist damit 1,4 Sekunden schneller. Die Spitze beim Diesel liegt bei 210 km/h, beim Benziner bei 232 km/h
  • VW_Passat_Vergleich10
    Quelle: Jonas Seidel VW ergänzt die Serienausstattung des VW Passat Variant um einen Abstandstempomaten und einen Spurhalteassistenten
  • VW_Passat_Vergleich11
    Quelle: Jonas Seidel Gegen Aufpreis bietet VW seit dem Facelift 2019 Matrix-LED-Scheinwerfer im Passat an
  • VW Passat Variant in der Heckansicht, stehend
    Quelle: Jonas Seidel Bei unserem Testwagen standen 64.130 Euro auf dem Preisschild
  • VW Passat Variant in der Ansicht von hinten-rechts, stehend
    Quelle: Jonas Seidel Im Stadtverkehr kamen wir mit dem Passat nur mit Mühe unter 10 Liter auf 100 Kilometer
  • VW Passat in der Frontansicht, stehend
    Quelle: Jonas Seidel Mindestens 33.035 Euro verlangt Volkswagen für den Passat Variant
  • Blick auf den linken Scheinwerfer des VW Passat Variant
    Quelle: Jonas Seidel Wer Matrix-LED-Scheinwerfer für den Passat bevorzugt, wählt die Ausstattung Elegance
  • VW Passat Variant in der Seitenansicht, stehend
    Quelle: Jonas Seidel Spurhalteassistent und City-Notbremse gehören im Passat Variant zur Serienausstattung
  • Blick in den Innenraum des VW Passat Variant, bei geöffneter Fahrertür
    Quelle: Jonas Seidel Das "Lederpaket Nappa Carbon Style" hat uns im Test nicht überzeugt
  • Cockpit-Ansicht des VW Passat Variant
    Quelle: Jonas Siedel Beim Infotainment herrscht Nachholfbedarf. Die Lautstärkeregelung macht uns Schwierigkeiten, die Verbindung mit dem Smartphone ebenfalls
  • Blick auf die Mittelkonsole des VW Passat Variant
    Quelle: Jonas Seidel In unserem Testwagen arbeitet ein Siebengang-Direktschaltgetriebe
  • Blick auf die Rückbank des VW Passat Variant
    Quelle: Jonas Seidel Auf der Rückbank spielt der Kombi seine Vorteile aus. Mitfahrer sitzen hier bequem mit ordentlich Luft an Knien und Kopf
  • VW Passat Variant in der Heckansicht, bei geöffneter Kofferraumklappe
    Quelle: Jonas Seidel Bei aufrechter Rückbank lädt der Passat 650 Liter
  • Blick in den Kofferraum des VW Passat bei umgeklappter Rückbank
    Quelle: Jonas Seidel Ist die Rückbank umgeklappt, erreicht der Passat eine fast ebene Ladefläche mit 1.780 Litern Stauraum