Gebrauchte Erstwagen bis 7.500 Euro: 7 Kleinwagen im Vergleich
Fahrschein frisch, Konto leer? Diese sieben gebrauchten Kleinwagen sind ideale Erstwagen. Welcher passt zu dir? Mit Preisvergleich und Kauftipps.


Das Wichtigste in Kürze
- Der Honda Jazz mit seinen flexiblen Magic Seats und der Hyundai i20 mit umfangreicher Ausstattung bieten für ihre Klasse viel Komfort.
- Mit einer Probefahrt und einer Person mit Autokenntnissen erkennst du als Fahranfänger schnell, ob das Auto zu dir passt.
- Wer sein erstes Auto als Zweitwagen bei Eltern oder Partner versichert, kann bei der Versicherung deutlich sparen.
Der Führerschein ist da, aber der Erstwagen fehlt noch. Diese sieben gebrauchten Kleinwagen mit 1,2-Liter-Benziner gibt es meist für bis zu 7.500 Euro.
Wir vergleichen Technik, Verbrauch und Preise von Polo, Ibiza, Rio, Fabia, Corsa, Jazz und i20. Dazu bekommst du Tipps zu Kauf und Versicherung.
VW Polo V 6R 1.2 TSI

Der Polo V wirkt mit klaren, sachlichen Linien erwachsen. Der 1,2-Liter-Turbobenziner leistet 77 kW (105 PS), liefert 175 Newtonmeter und beschleunigt in 9,7 Sekunden auf 100 km/h.
Geeignet für
- Pendler, Vielfahrer, Paare
Nicht geeignet für
- Großfamilien, Fahrer mit großen Transportbedarf
Der Kofferraum fasst 280 Liter. Mit umgeklappter Rückbank wächst das Ladevolumen auf bis zu 952 Liter.
Vorteile
- Fünf Sterne im Euro-NCAP-Test von 2009
- Optional mit Siebengang-DSG erhältlich
- ESP, Berganfahrassistent sowie Kopf- und Seitenairbags vorn serienmäßig
Nachteile
- Steuerkette und Turbolader beim frühen 1.2 TSI gezielt prüfen lassen
- Kopfairbags und Gurtstraffer hinten nur als Sonderausstattung
- Der 105-PS-Motor lief nur bis März 2014. Es gibt ihn also nur vor dem Facelift.


Der VW Polo mit Turbo-Benziner und 105 PS gehört zu den meistgefahrenen Gebrauchten seiner Klasse.
Seat Ibiza IV 1.2 TSI

Der Ibiza IV zeigt sich mit schmaler Grillöffnung und scharf gezeichneten Scheinwerfern als Erstwagen mit frechem Blick.
Der 1,2-Liter-Turbobenziner bringt 77 kW (105 PS) und 175 Newtonmeter an die Vorderräder und schafft bis zu 190 km/h.
Geeignet für
- Stadtfahrer, Pendler, Autobahn-Einsteiger
Nicht geeignet für
- Großfamilien, Reisende mit viel Gepäck
Er teilt sich die Plattform PQ25 mit dem VW Polo V und dem Audi A1 (8X). Das Facelift ab Mitte 2015 heißt intern 6P.
Vorteile
- Beschleunigung in 9,7 Sekunden auf 100 km/h
- Optional mit Siebengang-DSG erhältlich
- Neben dem Fünftürer auch als Dreitürer (SC) gebaut
Nachteile
- Der 105-PS-Motor wurde nur bis Juni 2015 gefertigt
- Der 1.2 TSI ab 2015 hat nur 66 kW (90 PS)
- Steuerkette des frühen 1.2 TSI gezielt prüfen lassen


Der Ibiza bietet dieselbe 105-PS-Technik wie der Polo in sportlicherer Optik, oft zu einem günstigeren Preis.
Kia Rio III (UB) 1.2

Der Rio III trägt die „Tigernase“ im Kühlergrill und lang gezogene Scheinwerfer.
Der 1,25-Liter-Vierzylinder-Sauger leistet 63 kW (86 PS) und stellt 121 Newtonmeter bereit.
Geeignet für
- Sparsame Stadtfahrer, Gelegenheitsfahrer, Preisbewusste
Nicht geeignet für
- Autobahn-Vielfahrer, Sportfahrer
Das Facelift kam im Januar 2015. Seitdem leistet der 1.2 nur noch 62 kW (84 PS) und verbraucht 5,0 statt 5,1 Liter. Als Erstwagen ist das jedoch völlig ausreichend.
Vorteile
- Start-Stopp-Automatik (ISG) beim 1.2 erhältlich
- Langer Radstand von 2,57 Metern
- Als Drei- und Fünftürer erhältlich
Nachteile
- Gemächlicher Sprint: 13,1 Sekunden auf 100 km/h
- Nur Fünfgang-Getriebe, die stärkeren Motoren haben sechs Gänge
- Das Drehmoment liegt erst bei 4.000/min an


Der Rio fährt mit einem Saugmotor ohne Turbo und kostet gebraucht meist weniger als die Konkurrenz aus Deutschland.
Škoda Fabia III 1.2 TSI

Der Fabia III setzt auf kantige Flächen und eine scharf gezogene Seitenlinie, die Škoda „Wing Line“ nennt.
Der 1,2-Liter-Turbobenziner leistet 66 kW (90 PS) und 160 Newtonmeter. Mit 3,99 Metern Länge ist der Fabia kompakt und gut als Anfängerauto geeignet.
Geeignet für
- Pendler, Kombi-Fans, Preisbewusste
Nicht geeignet für
- Sportfahrer, Autobahn-Dauerläufer
Der Kofferraum fasst 330 Liter und wächst bei umgeklappten Sitzen auf 1.150 Liter. Mit Reserverad schrumpft das Volumen jeweils um 25 Liter.
Vorteile
- Motorfamilie EA211 mit Zahnriemen statt Steuerkette
- Hinten Scheibenbremsen für Modelle ab 66 kW (90 PS)
- Als Combi mit 530 Litern Kofferraum erhältlich
Nachteile
- 1.2 TSI nur bis Juni 2017 gebaut, danach folgte der 1.0 TSI
- Bei flacher Rücksitzlehne entsteht eine Stufe in der Ladefläche
- Mäßige Fahrleistung: 10,9 Sekunden auf 100 km/h


Der Fabia bietet viel Platz für einen Kleinwagen und ist technisch eng mit dem VW Polo verwandt.
Opel Corsa E 1.2

Der Corsa E übernimmt Designelemente vom kleineren Adam und vom Insignia.
Ob als Erstwagen oder als Fahrzeug für versierte Lenker: Der 1,2-Liter-Vierzylinder-Sauger leistet 51 kW (70 PS) und 115 Newtonmeter und ist ohne Turbolader unterwegs.
Geeignet für
- Stadtfahrer, Kurzstreckenfahrer, Preisbewusste
Nicht geeignet für
- Autobahn-Vielfahrer, Sportfahrer
Gebaut wurde der Corsa E in Eisenach und Saragossa. Der letzte Eisenacher lief am 3. Mai 2019 vom Band.
Vorteile
- Fahrwerk vollständig neu entwickelt
- Optional Spurassistent, Verkehrsschilderkennung und Toter-Winkel-Warner
- Optional Lenkradheizung, Rückfahrkamera und Bi-Xenon-Licht
Nachteile
- Schwache Fahrleistungen: 16,0 Sekunden auf 100 km/h
- Verbrauch höher als bei den Turbo-Dreizylindern der Baureihe
- Das Drehmoment liegt erst bei 4.000/min an


Der Corsa mit 70 PS setzt auf einfache Technik ohne Turbo und eignet sich für ruhige Alltagsfahrten und Kurzstrecken.
Honda Jazz GE 1.2

Der Jazz II setzt auf ein hohes Steilheck mit langem Radstand: 3,90 Meter Länge und 2,50 Meter zwischen den Achsen bietet das Erstauto.
Der 1,2-Liter-i-VTEC-Vierzylinder ohne Turbo leistet 66 kW (90 PS) und 114 Newtonmeter.
Geeignet für
- Fahranfänger, Stadtfahrer, Hundebesitzer
Nicht geeignet für
- Sportfahrer, Autobahn-Vielfahrer
Der Kofferraum fasst 379 Liter. Die Rücksitze lassen sich als sogenannte Magic Seats flexibel umbauen.
Vorteile
- Serienmäßige Gangwechselanzeige hilft beim sparsamen Schalten
- Im Facelift wahlweise als Mildhybrid (IMA) mit CVT erhältlich
- Einfacher Motoraufbau mit Saugrohreinspritzung statt Direkteinspritzung
Nachteile
- ADAC bemängelt die Bremsen
- Benziner gilt als dröhnig und durchzugsschwach
- Ersatzteile sind etwas teurer


Der Jazz ist ein kompakter Kleinwagen mit hohem Aufbau und einem Innenraum, der sich flexibel nutzen lässt.
Hyundai i20 II GB 1.2

Der i20 II tritt mit schwarzem Kontrastdach und Kaskadengrill auffällig auf. Damit beweist er, dass ein Anfängerauto keineswegs langweilig aussehen muss.
Der 1,2-Liter-Vierzylinder-Sauger leistet 62 kW (84 PS) und 121 Newtonmeter und sendet seine Kraft an die Vorderräder.
Geeignet für
- Stadtfahrer, Pendler, Preisbewusste
Nicht geeignet für
- Sportfahrer, Vielfahrer auf der Autobahn
Den 84-PS-Motor gab es erst ab dem Facelift im Juni 2018. Er wurde zudem nur bis März 2020 angeboten. Davor leistete der 1.2 nur 55 kW (75 PS).
Vorteile
- Langer Radstand von 2,57 Metern
- Großer Tank mit 50 Litern
- Abgasnorm Euro 6d-TEMP
Nachteile
- Mäßige Fahrleistung: 12,8 Sekunden auf 100 km/h, 170 km/h Spitze
- Automatikgetriebe nur mit 1,4-Liter erhältlich
- Das Drehmoment liegt erst bei 4.000/min an


Der i20 ist ein Kleinwagen mit Saugmotor, dessen Ausstattung für die Klasse umfangreich ausfällt.
Technische Daten und Preise im Überblick
| Modell | Antrieb | Leistung (kW/PS) | Drehmoment | Normverbrauch (kombiniert) | Gebrauchtpreis ca. |
|---|---|---|---|---|---|
| VW Polo V 6R 1.2 TSI | Benzin | 77/105 | 175 Nm | 4,9 bis 5,3 l/100 km | 4.800 bis 7.250 Euro |
| Seat Ibiza IV 1.2 TSI | Benzin | 77/105 | 175 Nm | 5,1 l/100 km | 5.900 bis 7.150 Euro |
| Kia Rio III 1.2 | Benzin | 63/86 | 121 Nm | 5,1 l/100 km (ab 2015: 5,0) | 5.900 bis 6.250 Euro |
| Škoda Fabia III 1.2 TSI | Benzin | 66/90 | 160 Nm | 4,7 l/100 km | 4.200 bis 6.880 Euro |
| Opel Corsa E 1.2 | Benzin | 51/70 | 115 Nm | 5,3 bis 5,4 l/100 km (ab 04/2018: 5,7 bis 5,9) | 5.980 bis 7.800 Euro |
| Honda Jazz GE 1.2 | Benzin | 66/90 | 114 Nm | 5,3 l/100 km | 4.800 bis 7.299 Euro |
| Hyundai i20 II GB 1.2 | Benzin | 62/84 | 121 Nm | 5,8 l/100 km | 6.990 Euro |
Gebrauchtpreise: Stand Oktober 2026
Die häufigsten Fragen
Was kostet die Versicherung für Fahranfänger?
Als Fahranfänger startest du in der Schadenfreiheitsklasse 0. Dort fallen in der Regel die höchsten Beiträge an.
Laut HUK-Autowelt zahlen Fahranfänger für ihre Versicherung bis zu 1.000 Euro im Jahr, in manchen Fällen mehr. Entscheidend sind Alter, Wohnort und Fahrzeug.
Beim Fahrzeug zählt die Typklasse. Sie bildet die Schaden- und Unfallbilanz des Modells ab. Je niedriger sie ausfällt, desto günstiger wird die Versicherung.
Auch die Leistung wirkt sich aus. Ein Kleinwagen mit 70 bis 105 PS ist meist günstiger zu versichern als ein starkes Modell.
Eine Möglichkeit zum Sparen: Du versicherst dein erstes Auto bei Eltern oder Partner als Zweitwagen. Dann kannst du von deren Schadenfreiheitsklasse profitieren. Das solltest du vorher mit dem Versicherer klären.
Hole dir vor dem Kauf konkrete Angebote für das gewünschte Modell. Das schützt vor bösen Überraschungen.
Worauf muss ich beim Kauf eines gebrauchten Anfängerautos achten?
Beginne mit den Fahrzeugpapieren. Sieh dir den HU-Bericht an und lass dir die Serviceunterlagen zeigen. Vorschäden sollten schriftlich festgehalten sein.
Prüfe das Auto dann in Ruhe bei Tageslicht. Achte auf Rost, Unfallspuren und ungleichmäßige Spaltmaße.
Starte den Motor kalt. Ungewöhnliche Geräusche, Vibrationen oder ein schwammiges Bremsgefühl sind Warnsignale.
Bei den Turbomotoren in dieser Liste lohnt ein Blick auf Steuerkette und Turbolader. Frag nach Belegen für Wartung und Reparaturen. Bei Zahnriemenmotoren zählt der letzte Wechsel.
Eine Probefahrt gehört immer dazu. Was dabei zu Versicherung und Vertrag gilt, erklärt unser Ratgeber zur Probefahrt.
Nimm nach Möglichkeit eine Person mit Autokenntnissen mit. Unsere Checklisten zum Auto kaufen helfen dir außerdem dabei, einen umfassenden Eindruck vom Auto zu bekommen.
Händler oder Privatverkäufer: Wo kaufe ich besser?
Beide Wege haben Vor- und Nachteile. Beim Händler bekommst du in der Regel mehr Sicherheit.
Händler müssen für Gebrauchtwagen Gewährleistung geben. Sie können die Frist auf ein Jahr verkürzen. Bei Privatverkäufern lässt sich die Gewährleistung vertraglich ausschließen.
Bei Händlern findest du oft zusätzliche Garantien. Besondere Vorsicht ist jedoch beim Verkauf im Kundenauftrag geboten.
Privat ist das Auto häufig günstiger. Dafür trägst du das Risiko selbst. Lass den Wagen im Zweifel in einer Werkstatt prüfen.
Egal, wo du kaufst: Lass dir alles schriftlich geben und bestehe auf einem ordentlichen Kaufvertrag.
Wir nutzen digitale Systeme zur Recherche, prüfen die Inhalte sorgfältig und ergänzen mit unserer langjährigen Expertise. So entsteht ein Beitrag, hinter dem wir voll und ganz stehen. Diesen hier hat André Borbe für dich erstellt.






