Allergien im Auto

Das hilft im Auto gegen Heuschnupfen und Co

Spätestens im März geht es wieder los: Die Heuschnupfensaison steht bevor. Im Auto kann das gefährlich werden. Worauf Allergiker achten sollten.

  • Veröffentlicht am 05.03.2021, 11:00
Heuschnupfen
Quelle: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild Die Heuschnupfensaison beginnt bereits nach dem Winter. Im Auto kann das gefährlich werden. Darauf sollten Allergiker achten

Allergiegeplagte Menschen kennen das Problem: Kaum hat sich der Winter verzogen, droht wieder Heuschnupfen. Die Pollen machen sich besonders im Frühling bei Allergikern unangenehm bemerkbar. Das ist lästig, aber nicht nur das: Beim Autofahren kann eine Niesattacke mit geschwollenen Augen und tropfender Nase ein hohes Unfallrisiko darstellen. Für einige Zehntelsekunden ist der Fahrer abgelenkt und kann im schlimmsten Fall die Kontrolle über das Fahrzeug verlieren oder im Verkehrsgeschehen etwas Wichtiges übersehen. Es empfehlen sich daher einige Vorsichtsmaßnahmen, damit man nicht während eines Nies-Schnupfen-Juck-Anfalls das Steuer verreißt oder kurzzeitig im gefährlichen Blindflug fährt.


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Auto nicht unter einem Baum parken

Vor allem im Frühjahr sollten von Heuschnupfen Betroffene ihr Auto nicht unter einem Baum abstellen. Hier kann es regelrecht Pollen schneien. Wenn dann kein Regen die Pollenschicht wieder abwäscht, bildet sich unter Umständen eine dicke Lage allergener Pollen auf dem Lack und auf den Scheiben. Beim Öffnen der Türen oder Fenster können die Allergie-Auslöser in den Innenraum gelangen. Zudem können sie in oder auf die Luftansaugschächte rieseln und so dem Innenraumfilter die Arbeit erschweren.

Heuschnupfen 02
Quelle: picture alliance / TÜV Süd/dpa-tmn Bei einer Niesattacke am Steuer kann es gefährlich werden

Innenraumfilter regelmäßig wechseln

Die Lüftung moderner Autos ist im Normalfall mit einem mehr oder weniger effektiven Innenraumfilter geschützt, der den Blütenstaub zurückhalten soll. Bei älteren Fahrzeugen lassen sie die Filter meist mit geringem Aufwand nachrüsten. Der Filter siebt neben lästigen Pollen auch Staub und Schmutz aus der Luft und hält so die Luft in der Fahrgastzelle weitgehend rein.

Damit der Filter problemlos funktioniert, muss er jedoch regelmäßig gewechselt werden. Das geschieht meist im Rahmen der Inspektion. Idealerweise sollte der Innenraumfilter eines Allergiker-Fahrzeugs auch bei längeren Inspektionsintervallen jährlich ausgewechselt werden, spätestens aber alle 15.000 bis 30.000 Kilometer. Denn: Wenn der Filter nicht mehr reinigt, erfüllt er nicht nur seine Funktion schlechter. Er kann dann außerdem zum Nährboden für Schimmel und Bakterien werden. Das ist dann ein Problem, das auch nicht heuschnupfengeplagte Insassen gesundheitlich belasten kann.


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Fenster geschlossen halten

Auch, wenn es bei milder, warmer Luft und Frühlingsduft schwerfällt: Die Fenster im Auto bleiben am besten geschlossen, damit Allergie-Auslöser auf diesem Weg nicht in den Innenraum gelangen können. Das gleiche gilt auch im Haus, wo der beste Schutz vor Pollen ebenfalls möglichst sparsames Lüften ist. Als Autofahrer ist das ebenfalls wichtig, zumal die Luftmasse im Auto deutlich kleiner ist und sich daher Allergene darin deutlich stärker konzentrieren können. Jacken, Mäntel, Taschen und Einkaufskörbe sollten zudem möglichst im vom Passagierraum abgetrennten Kofferraum transportiert werden.

Auto regelmäßig reinigen lassen

Das Aufpassen mag helfen, auf die Dauer gelangen aber trotzdem meist Pollen und Staub in den Innenraum des Autos und lagern sich dort ab. Auf dem Armaturenbrett, in den Sitzpolstern oder auf der Hutablage. Damit die Allergieauslöser dazu im Auto weniger Chancen haben, sollte der Fahrzeug-Innenraum regelmäßig gereinigt werden. Glatte Flächen sollten abgewischt werden, Polster und Teppiche lassen sich absaugen oder auch ausklopfen.

Wer dies aufgrund der dabei entstehenden Allergiebelastung nicht selbst tun möchte, kann Familienmitglieder oder Freunde bitten, diese Arbeiten zu erledigen. Auch eine professionelle Innenraum-Reinigung kommt in Frage. Eine einfache Reinigung kostet um die 30 Euro, eine komplette Innenraumreinigung inklusive Lederpflege, Dachhimmel und Co um die 100 Euro.


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Sonnenbrille und Taschentücher griffbereit legen

Heuschnupfenattacken belasten die Augen, die durch die Anfälle sehr empfindlich werden. Um die Augen nicht zusätzlich durch zu starken Lichteinfall zu belasten, empfiehlt sich das Tragen einer Sonnenbrille während der Fahrt. Der Grund: Vor allem im Frühjahr steht die Sonne morgens und abends sehr tief. Dann können stark blendende Sonnenstrahlen auf das Auge treffen und im schlimmsten Fall zu einem Niesanfall führen. Zudem reizt das helle Licht die angegriffenen Augen zusätzlich. Bei einem Niesanfall oder einer Triefnase helfen vor allem Taschentücher, die Konzentration schnell wieder herzustellen. Die sollten daher im Auto zu jeder Zeit griffbereit liegen.

Achtung: Medikamente

Viele Allergiker versuchen, sich so gut es geht mit Medikamenten zu schützen. Das können Allergietabletten sein, aber auch Nasensprays und Co. Vorsicht aber: Einige Medikamente gegen Heuschnupfen können die Fahrtauglichkeit einschränken. Sie können müde machen oder sogar die Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit reduzieren. Aus diesem Grund sollten Autofahrer den Beipackzettel des jeweiligen Präparats gründlich lesen. Auch eine Beratung in der Apotheke kann helfen, ein für Autofahrer geeignetes Allergiemittel zu finden. Grundsätzlich gilt: Wer zu sehr unter dem Pollenflug leidet, sollte auf das Autofahren verzichten und sich von jemandem fahren lassen.


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Was blüht wann? Pollenflug-Kalender

PflanzeAnfangHochphaseEnde
ErleDezFeb-MärzApr
HaselDezFeb-MärzApr
EscheFebAprJun
PappelFebMärz-AprJun
WeideFebAprJun
UlmeFebAprJun
BirkeMärzAprMai
BucheMärzApr-MaiJun
EicheAprApr-MaiJun
AmpferAprJunAug
RoggenAprMai-JunJul
GräserAprMai-JulOkt
WegerichAprJunOkt
BeifußJunAugOkt
AmbrosiaJulSeptOkt

(Quelle: Hexal)