Smart Forfour (Serie)

Alle Modelle mit Tests, Daten, Preisen und Kosten

Der Smart Forfour ist ein fünftüriger Kleinwagen von Smart, einem Tochterunternehmen der Daimler AG. Die erste Generation wurde von 2004 bis 2006 gemeinsam mit Mitsubishi Motors produziert. Die zweite Generation wird seit 2014 zusammen mit Renault gebaut.

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Daten

Daten

Der Smart Forfour der zweiten Generation wird – im Gegensatz zur ersten – ausschließlich als Benziner und nicht mehr mit Dieselmotoren angeboten. Zwei Triebwerke stehen zur Auswahl: Ein 1,0-Liter-Dreizylinder mit 71 PS (zwischenzeitlich war auch eine Variante mit 61 PS erhältlich) sowie ein 0,9-Liter-Dreizylinder-Turbo mit 90 PS. Der kleinere, aber stärkere Motor beschleunigt den Forfour in 11,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 165 km/h. Die werksseitig angegebenen 4,3 Liter Super-Benzin auf 100 Kilometer allerdings sind nicht mehr als ein Versprechen, das nicht gehalten wird. In Tests der Fachpresse liegt der Verbrauch eher um die – für einen Kleinwagen wenig rühmlichen - sechseinhalb Liter. Eine Sonderstellung nimmt die Modell-Variante „0.9 Brabus“ ein. Brabus, die Tuning-Firma aus Bottrop, hat dem kleinen Dreizylinder eine deutliche Kraftkur verpasst und die Leistung auf 109 PS gesteigert. Resultat: 180 km/h Spitze und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 10,5 Sekunden.

  • zweite Generation wird ausschließlich als Benziner angeboten
  • Dreizylinder-Turbo mit 0,9 Liter Hubraum und 90 PS
  • Tuning-Version von Brabus 185 km/h schnell
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Test

Test

Der Smart Forfour bietet auf den beiden vorderen Plätzen ein angenehmes Raumgefühl und gute Rundumsicht, nicht zuletzt dank einer höheren Sitzposition als etwa im VW up! oder dem Hyundai i10. Hinten dagegen geht es eher eng zu. Und das gilt auch für den Kofferraum. Denn der dem Heckmotor geschuldete hohe Ladeboden erlaubt ein Ladevolumen von nur 185 Liter. Wenig erfreulich ist zudem, dass es Kopfairbags nur für die Frontpassagiere gibt. In der Stadt macht der Forfour nahezu alles richtig. Platz findet er in der kleinsten Lücke, die Türen öffnen so weit, dass das Ein- und Aussteigen ohne Verrenkung möglich ist. Auf der Autobahn dagegen fühlt sich der Smart weniger wohl. Zwar verfügt er wie die großen Mercedes-Modelle über einen Seitenwind-Assistenten, aber der Geradeauslauf ist dennoch bereits bei geringerem Tempo nur mäßig. 

  • erhöhte Sitzposition mit guter Rundumsicht
  • Konstruktionsbedingt 185 Liter Kofferraumvolumen
  • perfekt in der Stadt, (seitenwind-)empfindlich auf der Autobahn
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Preise

Preise

Smart bietet den Forfour ab 11.825 Euro an. Dafür bekommt man den 1,0-Liter-Dreizylinder mit 71 PS in der Basisausstattung. Die beinhaltet unter anderem elektronische Helfer wie Seitenwind-Assistent, Berganfahrhilfe und Reifendruckkontrolle. Neben der Einstiegsversion sind die drei Ausstattungslinien „passion“ ab 13.155 Euro, „perfect“ für 13.455 Euro und „prime“ für 13.915 Euro verfügbar. Wenn es mehr als die Basis sein soll, sind die knapp 800 Euro, die „prime“ von „passion“ trennen, gut investiertes Geld. Denn neben allerlei kosmetischem Schnickschnack wie 15-Zoll-Leichtmetallfelgen in besonderem Design, sind dann vor allem auch schicke Lederpolster und eine Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer an Bord. Wer darüber hinaus weitere 1.100 Euro investiert, bekommt mit dem „Cool & Audio-Paket“ ein Audio-System mit AUX-/USB- und Bluetooth-Schnittstelle inklusive Freisprecheinrichtung, Smartphone-Sprachsteuerung und einer Klimatisierungsautomatik. Der 90 PS-Dreizylinder beginnt bei 12.720 Euro, das Brabus-Modell erst ab stolzen 21.225 Euro.

  • Basis-Modell mit 71 PS ab 11.825 Euro
  • 71 PS-Version in der „prime“-Ausstattung ab 13.915 Euro
  • Brabus-Forfour ab 21.225 Euro
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Der Forfour war in der ersten Generation eng verwandt mit dem Mitsubishi Colt. Seit 2014 baut Daimler den Forfour gemeinsam mit Renault.


Vorderansicht - schräg
Ein Kleinwagen mit Platz für ein Fahrrad im Innenraum
Seitenansicht

Für die erste Generation des Forfour bediente sich Smart an der Plattform und vieler technischer Komponenten der sechsten Generation des Mitsubishi Colt, eines der Erfolgsmodelle des japanischen Autobauers. Da der Smart Forfour die erhofften 80.000 Einheiten jährlich nicht annähernd erreichte, entschied man sich im Frühjahr 2006, die Produktion des Modells einzustellen. Etwas überraschend kam Ende 2013 die Ankündigung, dass Smart für 2014 eine Neuauflage des Forfour planen würde. Das intern W453 genannte Modell, das seit Ende 2014 verkauft wird, wird erneut in Koproduktion gebaut. Diesmal heißt der Partner nicht Mitsubishi, sondern Renault.

Der Smart Forfour ist in der zweiten Generation eng verwandt mit der dritten, aktuellen Generation des Renault Twingo. Größtes Image-Plus gegenüber der ersten Generation ist, dass der Forfour nun über die Hinter- statt der Vorderachse angetrieben wird und somit dem markeneigenen Konzept eines kleinen, besonders wendigen Stadtautos eher gerecht wird. Dennoch bleibt der Smart Forfour (also das Smart-Modell für Vier im Gegensatz zum Smart Fortwo für Zwei) etwas widersprüchlich. Denn Smart, das war und ist ein Kleinstwagen mit zwei Türen und Platz für (nur) zwei.  

Denn ist der Forfour kein schlechtes Auto, weder in der ersten noch in der zweiten Generation. Der aktuelle Forfour fährt sich buchstäblich zackig. Mit einem Mini-Wendekreis von 8,95 Metern ist der Forfour wie gemacht für den Stadtverkehr. Und weil er darüber hinaus wertig umgesetzt und gut durchdacht ist – der (optional) variable Innenraum macht es zum Beispiel möglich, zwischen Vorder- und Rücksitzen ein Fahrrad quer zur Fahrtrichtung zu verstauen – sprechen kaum Gründe gegen ihn - mal abgesehen davon, dass das Schwestermodell Renault Twingo billiger ist. Was allerdings beim Franzosen auch auf das Finish zutrifft, das bei Smart deutlich besser ausgeführt ist. Neben dem Twingo sind etwa der Hyundai i10, der Kia Picanto oder der VW up! die Konkurrenten des Smart Forfour.

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