Design und Format
Der 2023 eingeführte Škoda Kodiaq (PS7) tritt als großes SUV mit klaren Linien und bewusst zurückhaltender Formensprache auf. Im Vergleich zum Vorgänger ist die Karosserie länger, wirkt gestreckter und bietet spürbar mehr Innenraum. Ein gesenkter Luftwiderstandsbeiwert verbessert die Aerodynamik und senkt Verbrauch sowie Windgeräusche. Räder von 17 bis 20 Zoll füllen die Radhäuser, ohne das Auto optisch aggressiv wirken zu lassen.
Innenraum und Variabilität
Im Innenraum stehen Funktion und Platz im Mittelpunkt. Die zweite Sitzreihe lässt sich längs verschieben und in der Lehne verstellen, die optionale dritte Reihe macht den Kodiaq zum Siebensitzer, eignet sich aber eher für Kinder oder kürzere Strecken. Der Kofferraum reicht je nach Bestuhlung von 340 Liter hinter drei Reihen bis zu 2.105 Liter bei umgeklappten Sitzen, in der fünfsitzigen Version fasst er bis zu 910 Liter. Beim Plug-in-Hybrid reduziert die unter dem Ladeboden platzierte Batterie das Volumen auf 745 Liter, der Stauraum bleibt dennoch für die meisten Alltagsaufgaben großzügig.
Bedienung und Technik
Die MQB-evo-Plattform bringt eine moderne Elektronikarchitektur mit. Digitale Instrumente, ein großer Infotainment-Bildschirm und umfangreiche Online-Vernetzung prägen das Cockpit. Neu gestaltete Smart Dials in der Mittelkonsole steuern wichtige Funktionen wie Temperatur, Lautstärke oder Fahrmodi und entschärfen die Kritik an der reinen Touch-Bedienung des Vorgängers.
Auf Wunsch ergänzen Head-up-Display, Matrix-LED-Scheinwerfer und eine 360-Grad-Kamera das Technikpaket. Die Materialien wirken insgesamt hochwertiger, im Fond jedoch nicht in allen Bereichen auf Premium-Niveau.
Antriebe und Fahrverhalten
Die Bandbreite der Antriebe reicht vom 1,5 TSI mit Mildhybridtechnik über kräftige 2,0 TSI und 2,0 TDI bis zum Plug-in-Hybrid mit alltagstauglicher elektrischer Reichweite. Alle Aggregate arbeiten mit Doppelkupplungsgetriebe, das einen guten Kompromiss aus Komfort und zügigen Gangwechseln bietet. Je nach Motorisierung steht Front- oder Allradantrieb zur Verfügung, die stärkeren Varianten zeigen vor allem mit Anhänger ihre Reserven.
Darüber positioniert sich eine RS-Variante mit straffer abgestimmtem Fahrwerk und deutlich besseren Fahrleistungen für sportlich orientierte Fahrer. Das optionale adaptive Fahrwerk DCC ermöglicht eine spürbare Spreizung zwischen komfortabler und straffer Abstimmung. Im Alltag wirkt der Kodiaq ausgewogen und langstreckentauglich. In engen Städten erschweren Breite und Gewicht das Rangieren, zudem verbrauchen die stärkeren Benziner spürbar mehr Kraftstoff.
Fazit
Der Kodiaq verbindet großzügige Platzverhältnisse, durchdachte Variabilität und hohe Sicherheitsreserven mit zeitgemäßer Technik. Schwächen zeigen sich beim Verbrauch der leistungsstarken Motoren und beim reduzierten Ladevolumen des Plug-in-Hybrid. Als geräumiges, souverän wirkendes und vielseitiges Familien-SUV stellt der Kodiaq eine ausgewogene und sachlich auftretende Option im Mittelklasse-Segment dar.