Seat Altea (Serie)

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Der Seat Altea ist ein Kompakt-Van, der von 2004 bis 2015 gebaut wurde. Technische Basis des Altea ist die Plattform PQ35 des Volkswagen-Konzerns, auf der auch der VW Golf V, der VW Touran, der Audi TT und der Skoda Octavia II aufbauen. 

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Daten

Daten

Die Motorenauswahl des Seat Altea war, typisch für eine VW-Konzernmarke, reichhaltig. Bei den Benzinern erstreckte sich das Leistungsspektrum von 85 PS im 1,4-Liter-Basismodell bis hin zu 211 PS im sportlichen Altea FR. Ebenso umfangreich war das Angebot bei den Dieseln. Vom 1,6-Liter-TDI mit 90 PS über die 140-PS-Variante mit dem besten Verhältnis von Leistung und Wirtschaftlichkeit bis zur FR-Sport-Version mit 170 PS reichte das Angebot der Selbstzünder. Auch für Altea XL und Altea Freetrack in der Allrad-Version waren die meisten dieser Motorisierungen verfügbar. Für den Altea Freetrack mit Frontantrieb konnte allerdings lediglich zwischen einem 125-PS-Benziner sowie einem 105-PS- respektive einem 140-PS-Diesel gewählt werden. Altea und Altea XL wurden zudem als Flüssiggas-Variante (LPG) mit 102 PS angeboten.

  • sehr umfangreiche Motorenpalette
  • Altea und Altea XL auch als Flüssiggas-Version
  • Altea Freetrack wahlweise mit Front- oder Allradantrieb
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Test

Test

Der Seat Altea verbindet ein sehr ansprechendes Design – nicht nur für einen Kompakt-Van – mit Technik aus dem VW-Regal. Das hat die bekannten Vor- und Nachteile. Die Verarbeitungsqualität ist gut, das Fahrverhalten über jeden Zweifel erhaben. Typische Volkswagen-Probleme sind damit aber auch dem Altea nicht erspart geblieben. So bemängelte der ADAC 2012 die Anfälligkeit der 1,9-Liter- und vor allem der 2,0-Liter-Dieselmotoren. Zylinderkopfschäden, defekte Abgasrückführsysteme, abgerutschte Ladedruckschläuche und verschmutzte Luftmassenmesser waren alles andere als eine Seltenheit.

Weitaus besser fiel das Urteil über die Benziner aus. Denen attestierte der ADAC damals „nur wenige markante Mängel“. Allerdings blieben auch die Benziner mit fortschreitendem Alter nicht vom einen oder anderen Zipperlein verschont, so dass der Altea 2016 vom ADAC „nur“ noch als „durchschnittlich pannensicher“ eingestuft wurde.

  • Diesel-Motoren mit überdurchschnittlich vielen Problemen
  • Benziner „durchschnittlich pannensicher“ (ADAC)
  • gute Verarbeitungsqualität, sicheres Fahrverhalten
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Preise

Preise

Wer günstig fahren will, greift zur LPG-Version mit Flüssiggas-Antrieb. Ein Scheckheft-gepflegtes Modell von 2008 in der Ausstattung „Sport Limited“, unter anderem mit Klimaanlage, Bordcomputer, Lenkrad mit Multifunktion, Mittelarmlehne vorne und hinten und Scheibenwischer mit Regensensor sowie einer Laufleistung von 140.000 Kilometern ist für etwa 6.000 Euro (Stand Juni 2018) zu bekommen. Wer dagegen weniger auf den Verbrauch schauen muss und es gerne auch mal etwas schneller angehen lässt, kann ein FR-Modell aus dem Jahr 2007 mit 200 PS bereits ab etwa 6.500 Euro finden. 150.000 Kilometer stehen dann allerdings auf dem Tacho. Rundum gut bedient ist man mit der allradgetriebenen 211-PS-SUV-Version des Altea. Ein Scheckheft-gepflegtes Modell Freetrack von 2012 mit rund 60.000 Kilometern Laufleistung liegt jedoch bei immerhin 11.000 Euro. Eine Ausstattung mit Bluetooth, Bordcomputer, CD-Spieler, Freisprecheinrichtung, Kurvenlicht, Leichtmetallfelgen, Lichtsensor, MP3-Schnittstelle, Multifunktionslenkrad mit Schaltwippen, Nebelscheinwerfer, Regensensor und Sportsitzen lässt dann aber kaum noch einen Wunsch offen.

  • FR-Sport-Version aus dem Jahr 2007 mit 150.000 Kilometern für etwa 6.500 Euro
  • Flüssiggas-Ausführung aus dem Jahr 2008 für etwa 6.000 Euro
  • üppig ausgestattete SUV-Variante Freetrack mit 211 PS aus dem Jahr 2012 für 11.000 Euro
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Im Laufe der Bauzeit wurden verschiedene Variationen vom Basis-Modell abgeleitet. 2006 erschien mit dem Altea FR eine besonders sportliche Variante mit einem 2,0-Liter-Benzinmotor mit 200 PS, ab 2009 sogar 211 PS, der auch im Golf GTI verbaut wurde.


Vorderansicht - schräg
Der Altea wirkt auch lange nach seiner Vorstellung frisch und alles andere als aus der Zeit gefallen.
Seitenansicht

Parallel dazu wurde eine sportliche Dieselversion mit dem bekannten 2,0-Liter-TDI-Motor mit 170 PS aus dem Konzern-Regal angeboten. Ebenfalls 2006 startete der Seat Altea XL, der knapp 19 Zentimeter länger ist als der Basis-Altea und dementsprechend mehr Platz bietet. 2007 schließlich präsentierten die Spanier den Altea Freetrack, eine moderat auf SUV getrimmte Ausgabe des Altea, die über eine um vier Zentimeter größere Bodenfreiheit und – optional – über Allradantrieb verfügt. Auch wenn dem Altea kein allzu großer Verkaufserfolg beschieden war, bedeutete der kompakte Van für das Image der Marke durchaus einen Gewinn. Schon seit 2000 setzten die Spanier mit dem Claim „Auto Emoción“ auf eben diese: auf Emotionen, die sich beim Betrachter solcher Modelle wie Toledo II oder Cordoba zunächst aber nicht wirklich einstellen wollten. 

Buchstäblich ausgezeichnet

Ausgerechnet mit einem Kompakt-Van wollte man das ändern. Dabei helfen sollte der italienische Auto-Designer Walter de Silva, den man 2001 von Alfa Romeo holte. De Silva waren in der Vergangenheit solche großen Würfe gelungen wie der Alfa Romeo 156, beziehungsweise dessen Kombi-Version, der 156 Sportwagon, einem der schönsten Kombis der vergangenen zwei Jahrzehnte. Dieser, ebenso wie einige Jahre später die Kreation des Audi A5, weisen de Silva als wahren Künstler aus. Zunächst aber setzte der Italiener mit dem Altea ein deutliches Zeichen im Hinblick auf die neue Formensprache von Seat. 2003 erhielt er folgerichtig für den Prototyp des Altea den Design-Preis des Verbandes europäischer Designer in der Kategorie „Konzept-Fahrzeuge“. Das serienreife Auto wurde ein Jahr später für die „herausragende Design-Qualität“ zudem mit dem „red dot: best of the best“-Award in der Kategorie Verkehr ausgezeichnet. Tatsächlich wirkt der Altea auch noch viele Jahre nach seiner Vorstellung noch immer frisch und alles andere als aus der Zeit gefallen. Was man über seine damaligen Konkurrenten kaum sagen kann. Die waren – im eigenen Hause, im VW-Konzern – der VW Touran, der VW Golf Plus und der Škoda Roomster, andererseits aber auch der Ford C-Max, der Opel Meriva, die Mercedes B-Klasse oder der Renault Scenic.

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