Nur wenige Wochen nach der 5-türigen Schräghecklimousine folgt Anfang 2009 das dreitürige Coupé des Renault Mégane (Z-1), in der dritten Modellgeneration mit einer völlig eigenständigen Karosserievariante. Die dreitürige Coupé-Version ist serienmäßig mit einem zwölf Millimeter tieferen Sportfahrwerk und Leichtmetallfelgen ausgestattet. Neben optimierter Sicherheitsausstattung zählen die schlüssellose Keycard-Handsfree-Funktion sowie ein Digitaltacho zu den größten Neuerungen dieser Baureihe.
Die Modellpflegemaßnahmen des Coupés entsprechen denen der übrigen Mégane-Baureihe. Die 2016 gestartete vierte Generation des Mégane verzichtet auf eine Coupé-Version. Zu den Konkurrenten des Renault Mégane Coupés zählen unter anderem der BMW 1er, Hyundai Veloster sowie der VW Scirocco. Als Topmodell R.S. kann der Franzose sich aber auch mit einem Seat Leon Cupra, dem Opel Astra OPC oder dem Peugeot RCZ R anlegen.
Stärken
Großzügiges Raumangebot vorne
Gute Serienausstattung
Sehr gutes Crashverhalten
Schwächen
Beschwerlicher Zustieg in den Fondbereich
Beengte Platzverhältnisse hinten
Mäßiger Fußgängerschutz
Beta
Fragen zu Renault Megane Coupé (Z)? Dein KI-Guide hilft dir bei Modellen und Angeboten.
Eigenständig will er sein, der Coupé-Ableger vom Renault Mégane. Das ist ihm in der dritten Generation auch gelungen – optisch zumindest. Abgesenktes Sportfahrwerk hier, schicke 17-Zöller da, etwas aufgeblasene Radkästen dort. Renault setzt beim Coupé konsequent auf Keilform samt sportlich hochgezogenem Hinterteil. Hat man erst mal Platz genommen, unterscheidet das Coupé allerdings kaum etwas von der Limousine.
Außer: Zwei fehlende Türen, ein gefühlt noch engeres Fondabteil und die Kraxelei durch die beiden Vordertüren kommen gratis dazu. Nein, wer im Mégane Sportcoupé-Feeling erleben möchte, muss zum R.S. greifen – was übrigens auch Renault Sport bedeutet. Hier gibt es mächtig Druck aus dem Maschinenraum, die sehr bequemen Sportsitze halten einen stets in der Spur und: Der zentral positionierte Rund-Tacho sagt zusammen mit dem nicht gerade zimperlichen Fahrwerk, wo es langgeht.
Das Schönste an der Sache aber ist: Die Knallbüchse kostet gar nicht mal so viel – 28.000 Euro.
Motoren
Im dreitürigen Mégane Coupé (Z-1) verzichtet Renault jeweils auf die Einstiegsmotorisierungen. Mit 110 bis 265 PS bei den Benzinern und 106 bis 165 PS bei den Dieselvarianten ist allerdings für jeden Leistungsgeschmack etwas dabei. Bis auf die Benziner ohne Turboaufladung erfüllen alle Triebwerke die Euro-5-Norm. Das Renault Mégane Coupé verfügt serienmäßig über eine 6-Gang-Handschaltung, die 6-Stufen-Automatik gibt es optional nur für drei Motorisierungen. Alternative Antriebe und Allradversion sucht man im Coupé vergebens.
Leistungsstarke und effiziente Vierzylinder-Motoren, fast nur mit Turboaufladung
Serienmäßig 6-Gang-Schaltgetriebe (6-Gang-Automatik nur bei drei Varianten)
Fünf volle Sterne bekommt der Mégane im Euro-NCAP-Crashtest – mit Spitzenergebnissen bei Insassenschutz sowie bei Kindersicherheit und aktiver Sicherheit. Allerdings schneidet das Coupé im Kapitel Fußgängerschutz nur mäßig ab. Der Franzose besitzt eine sehr umfangreiche serienmäßige Sicherheitsausstattung. Vom kompletten Airbag-Schutz bis zu Notbremsassistent und elektronischer Einparkhilfe ist alles Wesentliche vorhanden. Xenonscheinwerfer mit dynamischem Kurvenlicht und einen Spurhalte-Assistenten gibt es gegen Aufpreis.
Fahrer-, Beifahrer-, Seiten- und Vorhangairbags
Bremsassistent
Elektronische Einparkhilfe
Im Euro-NCAP-Crashtest 2008 erreicht der Renault Mégane sehr gute Crashergebnisse. Mit insgesamt 37 Punkten werden fünf Sterne für die Insassensicherheit erreicht. Allein der Fußgängerschutz wird mit 53 % (19 Punkte) nur mäßig bewertet. In einem zweiten Euro-NCAP-Crashtest 2014 kommt der Mégane aufgrund fehlender Sicherheitskennzeichnungen zunächst nur auf 3 Sterne – Nachbesserungen und eine Neubewertung merzen diesen Makel wieder aus. Im ADAC-Test bemängelt werden vor allem die zu niedrigen Kopfstützen bis 1,56 Meter Körpergröße im Fond.
Die serienmäßige Sicherheitsausstattung allerdings ist mit zweistufigen Front-, Seiten- und Vorhangairbags sowie Gurtstrammern inkl. Kraftbegrenzern auf allen Sitzen komplett. Zudem erhöht das serienmäßige ESP, ASR und ein Notbremsassistent die aktive Fahrsicherheit. Hinzu kommen Licht- und Regensensor und LED-Tagfahrlicht sowie elektronische Einparkhilfe (ab Luxe).
Helle Xenonscheinwerfer mit dynamischem Kurvenlicht gibt es für 1.000 Euro extra. Auch ein Spurhalte-Assistent (400 Euro) sowie eine Rückfahrkamera (700 Euro) sind ab 2014 für das Coupé erhältlich.
Ausstattung
Renault bietet das Mégane Coupé hauptsächlich in den Ausstattungsvarianten Dynamique, Luxe und als GT an. Hier wird neben kompletter Sicherheitsausstattung bereits viel Komfort geboten – unter anderem elektrische Fensterheber, manuelle Klimaanlage, Tempomat, CD-Radio und Licht- und Regensensor. Wer den sportlichen Auftritt nicht scheut und relativ günstig ein reinrassiges Sport- Coupé fahren möchte, für den hat Renault das Coupé Sport R.S. mit nahezu allen Features im Programm.
Aber auch das Normalo-Coupé lässt sich individuell verfeinern: von der Metallic-Lackierung bis zum Navigationssystem – zu recht moderaten Aufpreisen.
Zur Serienausstattung gehören:
Manuelle Klimaanlage
Elektrische Fensterheber
Sportfahrwerk mit Leichtmetallfelgen
Das Renault Mégane Coupé (Z-1) wird in den Ausstattungslinien Dynamique und Luxe sowie als Sport Coupé R.S. angeboten – zu Preisen ab rund 16.000 Euro. Zusätzlich gibt es den dreitürigen Franzosen während seiner gut sechsjährigen Bauzeit vielfach als Sondermodell: etwa als Emotion, Night&Day (spezielles Lichtpaket), Bose (mit Bose-Soundsystem) und in der sportlichen Version GT (Karosseriekitt, Sportfahrwerk).
Bereits die Einstiegsversion Dynamique verfügt serienmäßig über eine komplette Sicherheitsausstattung – ESP plus sechs Airbags sind immer an Bord – sowie eine sehr reichhaltige Komfortausstattung. Unter anderem mit elektrischen Fensterhebern, beheizbaren elektrischen Außenspiegeln, Tempomat, manueller Klimaanlage, einem CD-Radio sowie Nebelscheinwerfern.
Für die Ausstattungslinie Luxe verlangt Renault rund 3.000 Euro Aufpreis – fair in Anbetracht des Gebotenem. Auch die Liste der Extras für das Mégane Coupé ist übersichtlich und preislich moderat: Eine Metallic-Lackierung gibt es für 500 Euro, Leichtmetallräder ab rund 800 Euro, die elektronische Einparkhilfe vorn und hinten ist für ebenfalls 500 Euro zu finden. Navigationssysteme schlagen ab 1.200 Euro zu Buche. Wer eine Lederausstattung und Xenonlicht inkl. Kurvenlicht (ab 2012 Serie) möchte, der muss hierfür rund 1.000 bis 1.300 Euro extra investieren.
Serienausstattung Dynamique u.a.:
Elektrische Fensterheber Klimaanlage manuell
CD-Radio, MP3-fähig
Tempomat
Nebelscheinwerfer
Licht- und Regensensor
LED-Tagfahrlicht
16-Zoll-Leichtmetallräder
Serienausstattung Luxe (zusätzlich zu Dynamique, ca. 3.000 Euro Aufpreis) u.a.:
Elektronische Einparkhilfe
2-Zonen-Klimaautomatik
Lederausstattung mit Sitzheizung vorne
Hi-Fi-Soundsystem
Keycard Handsfree (schlüsselloser Zugang)
17-Zoll-Leichtmetallfelgen
Serienausstattung Sport R.S. (zusätzlich zu GT/Luxe, ab ca. 28.000 Euro) u.a.:
Schon im Stand wirkt der Mégane flott und sportlich. Dafür sorgen die Keilform, die zu Schlitzen geschrumpften Scheinwerfer und die kräftigen Hüften an den Hinterrädern.
Mégane Coupé R.S. – überragende Fahrleistungen zum Discounter-Preis.
Das Mégane Coupé spricht dabei alle Käuferschichten an: vom Sportliebhaber mit Rennstreckenambition (R.S.) bis zum junggebliebenen Familienvater mit dem Sinn fürs Sparen (cDi). Erfreulich für beide: Auch die Preise stimmen.
Gute Serienausstattung, straffes Sportfahrwerk, leistungsstarke Turbomotoren. Das Renault Mégane Coupé (Z-1) ist technisch auf der Höhe der Zeit angekommen und in dritter Generation endlich auch optisch eigenständiger geraten. Das wurde auch Zeit, schließlich hat VW in der Golf-Klasse ihren Scirocco reaktiviert und auch andere Konkurrenten parken ihrer schnöden Kompaktklasse meist ein schickes Coupé gleich mit zur Seite.
Mégane Coupé – drei Türen, noch weniger Platz
Auch wenn das Mégane Coupé innen keine Welten von der Limousine trennen. Zwei fehlende Türen und die beiden als Einzelsitze konstruierten Fondsplätze machen den sportlichen 3-Türer eher zum Zweisitzer. Denn nicht nur Erwachsene müssen sich durch das Nadelöhr ihren Platz im Fond mühsam ergattern – dort angekommen, finden sie eben diesen kaum. Spaß hingegen macht der Mégane vorne: angenehme Sitze, viel Platz und ein Sportfahrwerk, dass sich im Alltag durchaus als komfortabel erweist.
Trendig, sparsam, sportlich – von Dynamique bis R.S.
Egal, ob Benziner oder Diesel: Dynamik wird im Mégane Coupé stets geboten, das drückt schon der Name der Basisausstattung aus. Wer dabei sparen will, der nimmt einen Common-Rail-Diesel oder den Turbobenziner mit Start-Stopp-Automatik. Sportliche Fahrer wählen die Kürzel GT oder R.S. Gerade mit Letzterem an Front und Heck wird das Mégane Coupé zur preiswerten Alternative von Scirocco R, Astra OPC, Peugeot RCZ R oder Porsche Cayman.
Keycard Handsfree – schlüssellos auch ins Coupé
Fast vergessen: Auch im Mégane Coupé lässt es sich bequem und schlüssellos Autofahren. Die Keycard Handsfree dient nicht nur als Schlüsselersatz beim Starten. Der Fahrer kann damit auch problemlos Türen ent- und verriegeln, ohne die Karte in der Hand halten zu müssen. Fürs ruhige Gewissen hat Renault sogar einen dezenten Piepton mit eingebaut, der quasi den Vollzug meldet.
Fazit zum Renault Mégane Coupé (Z-1), 2009–2015
In der Kompaktklasse gehört ein Coupé-Ableger mit eigenem Charakter mittlerweile zum guten Ton. Das hat auch Renault in der dritten Generation des Mégane verstanden und der gründlich überarbeiteten Baureihe ab 2009 einen schicken eigenständigen 3-Türer spendiert. Dieser bietet neben bester Crashsicherheit und guter Serienausstattung auch einen deutlich sportlicheren Auftritt: Tieferes Sportfahrwerk, große Alus unter dicken Backen und eine dynamische Keilform sollen vor allem junge und sportlich orientierte Fahrer begeistern.
Da es dazu auch den nötigen Vortrieb braucht, hat Renault seine Turbomotoren eigens für das Coupé ins Fitnessstudio geschickt. Im Falle des Spitzenmodells R.S. durften dabei sogar die Ingenieure aus der Formel-1-Abteilung Hand anlegen. Mit Erfolg: Das Mégane Coupé ist zur echten Alternative von Scirocco und Co. geworden – am geringen Platz im Fond und dem etwas mageren unhandlichen Kofferraum dürfte sich die Käuferklientel kaum stören.