Porsche 718 Boxster (982)Seit 2016

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(1 Testberichte)
Porsche 718 Boxster (982) Bewertung 4.1/5 basierend auf 1 Testberichte.
  • Motoren
  • Modell im Test
  • Ausstattung
Fahrzeugeinordnung

2016 erneuert Porsche sein Einsteiger-Modell Boxster (982) und verpasst ihm außerdem die Ziffernfolge 718, die nun Roadster (Boxster) und Coupé (Cayman) zu einer Baureihe vereint. Die eigentliche Neuerung ist der neue Vierzylinder-Boxer-Turbomotor, der an die Stelle der bisherigen Sechszylinder-Aggregate tritt. Der 718 Boxster ist kompakte 4,38 Meter lang, 1,80 Meter breit, 1,30 Meter hoch und besitzt zwei Kofferabteile, aber keine Ablage hinter den beiden Sitzen. Der Mittelmotor beansprucht den meisten Platz. In seinem Lebensraum trifft der Boxster auf Audi TT, BMW Z4, Mercedes SLC, Nissan 370Z und Jaguar F-Type.

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Stärken
  • Sehr sportliche Fahreigenschaften
  • Für einen Sportwagen sehr gute Allroundeigenschaften
  • Temperamentvolle, im Normalbetrieb sparsame Motoren
Schwächen
  • Kompromisse beim Fahrkomfort
  • Begrenztes Platzangebot
  • Lange Liste teurer Sonderausstattungen
Daten
Motorenwerte
Leistung
220 kW / 299 PS
Motorenwerte
0 - 100 km/h
4,9 s
Motorenwerte
Höchst­geschwindigkeit
275 km/h
Motorenwerte
CO2-Ausstoß (komb.)*
158 g/km
Motorenwerte
Verbrauch (komb.)*
6,9 l/100km
Motorenwerte
Energieeffizienzklasse*
D

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer Pkw' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

Modell im Test

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

Wer den 718 als Alltagswagen nutzen will, muss angesichts des reduzierten Platzangebots ein paar Abstriche machen. Aber ist der Platzbedarf überschaubar, weil der 718 nur von einem Single oder Paar genutzt wird, dann zeigt er sich als ausgezeichneter Allround-Sportwagen, der sich vor keinerlei Alltagsaufgaben scheut. Er fährt sich so einfach und selbstverständlich wie ein VW Golf. Trotzdem ist es ein Genuss, die tiefe Sitzposition und die enormen Leistungsreserven von Fahrwerk und Motor auch auf dem Weg zur Arbeit oder zum nächsten Termin zu spüren. Dafür ist er im Vergleich zum 911 oder anderen hochkarätigen Sportwagen günstiger. Es gibt aber auch ähnlich potente Coupés, welche preiswerter sind, mehr Platz und mehr als vier Zylinder bieten. Aber das sind keine reinrassigen Sportwagen. Dann bleibt doch nur noch der 718 Boxster oder Boxster S.

Communitybewertungen

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Karosserie
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Antrieb
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Fahrdynamik
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Komfort
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Emotion
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M-o-B am 4. April 2017

„Porsche halt. Bin schon vieles gefahren, aber die Marke begeistert mich total. Kostet halt leider entsprechend und zieht auch ungewünschte Blicke und Kommentare auf sich. Das Ärgelichste ist die Aufpreispolitik, da läuft es einem schon kalt den Rücken runter. Aber man muss das ja nicht immer mitmachen. Der Werterhalt war immer gut, da muss man abwarten, wie das bei den 4-Zylindern zukünftig läuft. Die laufenden Kosten sind speziell bei meiner Schadensfreiheitsklasse nicht hoch (450 €/a VK-Versicherung, 166 €/a Steuer). Bei der Wartung sollte man darauf achten, welches Porsche-Zentrum man wählt. Da sind die Preisunterschiede teilweise gewaltig.“

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Motoren

Motoren

Motorleistung, Fahrwerk, Lenkung und Bremsen versprechen zusammen mit dem niedrigen Schwerpunkt ein reinrassiges Sportwagen-Fahrerlebnis. Trotzdem sind 718 Boxster und Boxster S absolut alltagstauglich — und sparsam, wenn sie nicht gerade über die Pisten gescheucht werden. Der Vierzylinder ist objektiv gesehen der sparsamere und leistungsfähigere Motor als der Sechszylinder-Vorgänger. Allein beim Sound kann er nicht ganz mithalten; er wirkt künstlich.

  • Vierzylinder mit Turbolader in zwei Leistungsstufen
  • Heckantrieb, Sechsgang-Schalt- oder Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe
  • Vergleichsweise moderater Verbrauch
  • Variable Turbinengeometrie beim Boxster S
Motordetails anzeigen
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Sicherheit

Sicherheit

Der Porsche 718 Boxster und Boxster S ist ein Fahrzeug mit überzeugendem aktivem Sicherheitspaket. Höchstens in der Innenstadt wird er etwas unhandlich. Sechs Airbags und eine Sicherheitsfahrgastzelle sorgen für den Schutz der beiden Insassen. Wer Assistenzsysteme möchte, kann aus einer kleinen Auswahl aussuchen — gegen Aufpreis.

  • Sechs Airbags
  • Sehr sicheres Fahrwerk mit tiefem Schwerpunkt
  • Drei Assistenzsysteme gegen Aufpreis
Sicherheitsausstattung anzeigen
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Ausstattung

Ausstattung

Etwas nackt wirkt er schon, der Porsche 718 Boxster – auch als S. Aber eigentlich ist alles, was die Faszination dieses tollen Sportwagens ausmacht, serienmäßig dabei. Features, die in die Kategorie `Luxus´ oder gar `Spielereien´ fallen, beispielsweise das optionale Verstellfahrwerk, werden gesondert berechnet. Dennoch ist es möglich, mit dem Boxster unter 55.000 Euro und dem S unter 70.000 Euro glücklich zu werden, ohne etwas zu vermissen. Denn der hohe Spaßfaktor bei gleichzeitig uneingeschränkter Alltagstauglichkeit hängt nicht davon ab, wie viele Kreuzchen man macht. Allerdings werden sich die wenigsten Porsche-Fahrer zurückhalten und die 100.000er-Schallmauer schon mal durchstoßen.

Zur Serienausstattung gehören:

  • 18-Zoll-Aluräder (S: 19 Zoll)
  • Porsche Communication Management (PCM)
  • Bi-Xenon-Scheinwerfer
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Beschreibung

Modellbeschreibung

Der Porsche 718 Boxster ist die ideale Alternative zum 911. Er bietet für weniger Geld kaum weniger Fahrfreude und liegt dank Mittelmotor-Auslegung sogar noch neutraler auf der Straße als das große Vorbild. Allerdings muss er auf dessen Notsitze verzichten: Der 718 ist ein reiner Zweisitzer.


Das ausgereifte Konzept erlaubt eine Nutzung im Alltag ohne wesentliche Abstriche — wenn man von der reinen Zweisitzigkeit mal absieht.

Der vergleichsweise sparsame Vierzylinder-Boxer in zwei Leistungsstufen mit 2,0 und 2,5 Litern Hubraum weiß zu begeistern durch seine Drehfreude und die spontane Leistungsabgabe. Tendenziell ist das aufpreispflichtige PDK-Getriebe die bessere Empfehlung, weil es sparsamer ist und sich die Schaltstufen in der Hitze des Gefechts einfacher und schneller anwählen lassen. Allerdings ist auch das manuelle Sechsgang-Getriebe sehr leichtgängig und präzise schaltbar. Viele Porsche-Fahrer wollen sich diese Arbeit nicht abnehmen lassen. Der Vierzylinder hat allerdings klanglich einige Defizite. Zudem mag er Drehzahlen gern und das aktiviert den Turbo. Das macht den Normverbrauch zur Makulatur: ein typisches Downsizing-Dilemma.

718 Boxster: enorm viel Fahrspaß

Das Fahrwerk überzeugt Tester allerorten — auch ohne aufpreispflichtiges PASM. Die direkt übersetzte Lenkung erzeugt ein ausgezeichnetes Gefühl für die Straße und die aktuelle Position des Autos auf derselben. In Kurven verhält es sich weitgehend neutral, typisch Mittelmotor eben. Zu früheren Zeiten wäre eine solche Auslegung noch schwer beherrschbar gewesen, weil kein klares Über- oder Untersteuern das Ende des Grip anzeigt. Heutzutage lässt ein 718 den Grenzbereich gefahrlos erfahren, denn die Elektronik hat mehr Fahrtalent als die meisten Piloten.

Genauso ein echter Porsche wie der Neunelfer

Der Begriff `Einsteiger-Porsche´ ist sehr gefährlich, weil er einst durch den 924 belegt war, der mit Käfer-Hinterachse und Audi-Motor nun mal keinem echten Porsche das Wasser reichen konnte. 718 Boxster und Boxster S sind nicht derart kompromissbehaftet. Sie sind an keiner Stelle auf Verzicht getrimmt. Sie können vieles fast genauso gut wie der 911er. Und wer 911 und 718 objektiv vergleicht, wird sich fragen müssen, ob der Elfer den saftigen Mehrpreis wirklich wert ist, weil sich kaum etwas findet, was der 718 wirklich schlechter kann. Der 718 ist ein Porsche ohne Wenn und Aber.

Fazit zum Porsche 718 Boxster/Boxster S

Der 718 Boxster/Boxster S ist der Einstieg ins Porsche-Universum. Trotz Sportwagencharakter ist er alltagstauglich. Er trägt somit die legendäre, dreistellige Modellbezeichnung zu Recht.