Opel Zafira (Serie)

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Der erste Opel Zafira kam 1998 auf den Markt - als Nachfolger des größeren Sintra und als Pionier. Denn VW brachte mit dem Touran erst vier Jahre später einen Van in dieser Klasse heraus. Der Zafira punktete von Anfang an mit einem üppigen Raumangebot. Dass man die Sitze für das Erreichen des maximalen Stauvolumens nicht ausbauen musste, war damals noch recht selten. Die zweite Generation des Zafira kam 2005 auf den Markt. Die dritte Neuauflage erschien 2011 und erhielt den Namenszusatz ‘Tourer‘.

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Daten

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Schon die mit 4,32 Metern vergleichsweise kurze Erstauflage glänzte mit einem üppigen Raumangebot. Die Ladefläche war bis zu 1,80 Meter lang, wenn man die Sitze entsprechend versenkte oder klappte. Dabei entstand ein maximales Stauvolumen von rund 1.700 Litern im 1,65 Meter hohen Wagen. Dass man die Sitze zu diesem Zweck nicht ausbauen musste, war zu der damaligen Zeit noch etwas Besonderes. Der Van war als Siebensitzer konzipiert, wobei die beiden hinteren Plätze im Ladeabteil eher Notsitzen gleichkamen und zudem, wenn nicht versenkt, den Platz fürs Gepäck stark reduzierten.

Zum Generationswechsel im Jahr 2005 entwickelte Opel seinen Kompaktvan komplett neu, verbesserte Bewährtes wie seine Flexibilität sowie einzelne Details. Der Zafira war nun auf 4,47 Meter bei einem ebenfalls gestreckten Radstand gewachsen, womit sich auch das Kofferraumvolumen um 20 auf 620 Liter vergrößerte, wenn die Sitze in der dritten Reihe versenkt waren.

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Test

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Während Zafira A und B mit Blick auf ihr Abschneiden beim TÜV und ihrer Pannenanfälligkeit als nicht sehr zuverlässige Autos gelten, genießt der Zafira C mit der Bezeichnung Tourer einen guten Ruf. Das Fahrwerk wird als komfortabel gelobt, die Motoren arbeiten durch die Bank weg souverän. Dagegen wird das Handling teils als träge beschrieben und die Schaltung als unpräzise, das Kurvenverhalten wiederum als sicher.

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Beschreibung

Serienbeschreibung


Vorderansicht - schräg
In Sachen Konnektivität war der Zafira ein Frühstarter.
Seitenansicht

Der Opel Zafira kam 1998 als Nachfolger des Sintra in den Handel. Gemessen am Treiben in Wolfsburg war Opel damit ein Pionier. Denn VW zog mit seinem Konkurrenten in der Klasse erst vier Jahre später nach. Allerdings sollte der VW Touran den Rüsselsheimer bei den Zulassungszahlen bald abhängen, obwohl sich dieser auch nicht gerade schlecht verkaufte und das Fortbestehen des Werks in Bochum zunächst mal sicherte.

Bei den Motoren kam ein 1,6-Liter-Benziner mit 100 PS als Einstieg zum Zuge. Auch einen Turbodiesel gab es schon. Dieser war im Vergleich zu heutigen Leistungen mit 82 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h aber etwas schwachbrüstig - und mit einem Durchschnittsverbrauch von 6,6 Litern noch nicht mal recht sparsam. Später rückte ein 2,2-Liter-Turbodiesel mit Direkteinspritzung, 125 PS Leistung und maximal 280 Newtonmetern Drehmoment nach. Zur Serienausstattung des Zafiras mit vollverzinkter Karosserie gehörten zwei Front- und zwei Seitenairbags, ABS und Zentralverriegelung. Ab dem Jahr 2000 konnte ESP als Extra für 990 D-Mark hinzugeordert werden. Isofix-Kindersitz-Ösen zur Steigerung der Familientauglichkeit gab es ab 2002.

Frühstart ins Internet

Auch in Sachen Konnektivität war der Zafira ein Frühstarter, auch wenn im Jahre 2000, als Opel in einem Sondermodell ein Autotelefon und den von der damaligen Konzernmutter GM stammenden Mobilitätsservice OnStar anpries, der Begriff der Konnektivität noch nicht in aller Munde war. OnStar bot aktuelle Verkehrsnachrichten, Routenberatung, Pannenhilfe sowie Reiseinformationen mit Hinweisen zu Hotels oder Restaurants. Die Beratung über die Telefonleitung kostete 2,59 D-Mark pro Minute zuzüglich Telefonkosten.

2002 konnte der Van dann dank erweitertem OnStar-Service sogar schon „ins Internet gehen“. Wer das System bestellte, erhielt als Bedieneinheit ein heute fast vergessenes Gerät namens PDA und ein GPRS-fähiges Mobiltelefon mit Sprachwahlfunktion.

2001 folgte der nächste Pionierschritt: Der Zafira mit Erdgasantrieb rollte heran. Die Antriebsart zeichnet sich neben den niedrigen Betriebskosten durch einen geringeren Ausstoß von Kohlenmonoxiden und Stickoxiden sowie rund einem Drittel weniger CO2 im Vergleich zu einem Benziner aus. Der 1.6 CNG mit vier Drucktanks leistete 97 PS und kam auf eine Reichweite von rund 400 Kilometern. Wer dazu die 14 Liter Benzin im Reservetank nutzte, kam nochmals 170 Kilometer weiter. Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Versionen haben es dagegen bis heute nicht über den Status eines Versuchsträgers hinaus geschafft.

Dafür machte die firmeneigene Sportabteilung Opel Performance Center den Zafira 2001 zum „schnellsten Van Europas“. Das Ergebnis war der 192 PS starke Zafira OPC mit Turbo-Vierzylinder. Die Version mit größeren Lufteinlässen, Breitreifen und strafferem Fahrwerk bot maximal 250 Nm Drehmoment, sprintete in 8,2 Sekunden auf Tempo 100 und war bis zu 220 km/h schnell.

Immer länger und flexibler

Zum Generationswechsel im Jahr 2005 entwickelte Opel seinen Kompaktvan komplett neu, verbesserte Bewährtes wie seine Flexibilität sowie einzelne Details. Der Zafira war nun auf 4,47 Meter bei einem ebenfalls gestreckten Radstand gewachsen, womit sich auch das Kofferraumvolumen um 20 auf 620 Liter vergrößerte, wenn die Sitze in der dritten Reihe versenkt waren. Vom Astra Caravan erbte das Auto die Halteschienen und variablen Befestigungspunkten im Gepäckraum. Außerdem gab es optional Klappfächer im Dachhimmel oder ein neues Panorama-Glasdach.

Motorenseitig zogen wieder Benziner und Diesel ein, wobei die Selbstzünder nun ausnahmslos per Common-Rail-Einspritzung arbeiteten und serienmäßig über einen Rußpartikelfilter verfügten. Der schwächste Benziner kam auf 105 PS und auch ein OPC wurde wieder aufgelegt. Er war nun auf 240 PS aus 2,0 Litern erstarkt und erreichte bis zu 240 km/h. Bei den Dieseln erstreckte sich das Leistungsspektrum von 110 PS bis 150 PS. Auch eine Erdgas-Version wurde wieder ins Angebot aufgenommen, zunächst gleich stark wie der Vorgänger, ab 2009 dann dank Turbounterstützung mit 150 PS unter der Haube, was dem CNG-Antrieb sein lahmes Image nahm.

Serienmäßig an Bord waren sechs Airbags, ESP, ein Tempomat oder Zentralverriegelung und elektrische Fensterheber. Aufpreispflichtig waren weiterhin die Klimaanlage, ein schlüsselloses Zugangssystem, Bi-Xenon-Scheinwerfer mit dynamischer Kurvenlichtfunktion oder ein Fahrwerk mit elektronischer Dämpferregelung sowie ein Infotainment-System.

 

Boomerang und Lounge-System

Ein Facelift brachte dem Modell zum Jahreswechsel 2007/2008 eine neue Frontschürze, neue Scheinwerfergehäuse und veränderte Heckleuchten sowie drei neue Motoren. Den besten Verbrauchswert legte 2009 der optimierte 1,7 Liter große CDTI-Motor mit 110 PS hin, der – unter anderem dank längerer Getriebeübersetzung und einem verbesserten Motormanagement – mit einem Durchschnittswert von 5,3 Litern (139 g/km CO2) statt zuvor 5,7 Litern gelistet war.

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