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Mini (R56)

Limousine20072013
(24 Bewertungen)
Gebraucht ab
2.200 €
Leasing ab
336,12 €
Fahrzeugeinordnung

Ende 2005 startet unter der Federführung der BMW Group die zweite Neuauflage des Mini (R56). Für einen optimierten Fußgängerschutz aufgrund strengerer Crash-Tests wird die Motorhaube im neuen Modell in Form und Höhe optimiert; der optischen Kosmetik dient ein breites Kunststoffband vor der nach wie vor steilen Frontscheibe. Die mit dem PSA-Konzern neu entwickelten Benzinmotoren sind deutlich genügsamer, im Mini Cooper S löst ein Turbolader den bisherigen Kompressor ab. Auch der Einstiegsdiesel im Mini II stammt jetzt aus Frankreich. Ab dem Modelljahr 2008 sind vier Mini-Modelle zudem mit dem von BMW stammenden Efficient-Dynamics-Programm ausgestattet. Hier gibt es unter anderem eine Start-Stopp-Automatik, Bremsenergie-Rückgewinnung und Aluminium-Leichtbaufahrwerk. Die Konkurrenz in diesem Segment ist durchaus überschaubar. Neben Alfa Romeo Mito, Fiat 500 und Lancia Y passen hier am ehesten ein Audi A1 und der Citroën DS3 ins Bild.

Stärken
  • Gute Platzverhältnisse vorn
  • Hohe aktive und passive Sicherheit
  • Durchzugsstarke und sparsame Motoren
Schwächen
  • Beengtes Platzangebot im Fond
  • Knapp bemessener Kofferraum
  • Hohe Einstiegspreise
Leistung
55 kW / 75 PS
0 - 100 km/h
13,2 s
Höchstgeschwindigkeit
175 km/h
CO2-Ausstoß (komb.)*
127 g/km
Verbrauch (komb.)*
5,4 l/100km
Energieeffizienzklasse*
-

Design

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

Auf kleinster Grundfläche ein Maximum an Platz schaffen – so stellte sich Mini-Schöpfer Sir Alec Issigonis einst sein revolutionäres Fahrzeugkonzept vor. BMW stellt ab 2001 einen würdigen Nachfolger auf die Straße. Dessen zweite Generation (R56) kann ab 2006 vieles noch besser: sicherer, besser ausgestattet und verarbeitet, ordentliche Platzverhältnisse zumindest vorn – und endlich angemessen sparsam im Verbrauch. Der Mini One als Basis bleibt dabei sogar preislich noch im Rahmen, der Rest – na ja. Wer viel Auto für sein Geld will, sollte sich keinen Mini anlachen – die Übrigen kaufen den kleinen Kult-Engländer aus bayerischem Haus wohl eher aus Überzeugung oder aus purer Lust.

Communitybewertungen

5 Sterne
0
4 Sterne
2
3 Sterne
1
2 Sterne
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1 Sterne
0
Karosserie
Antrieb
Fahrdynamik
Komfort
Emotion

WiliamBodie
Ich kann das Auto eigentlich niemand empfehlen. Weder im Alltag noch für die sportliche Ausfahrt. Das ist wirklich was für Fans.
softskilled
Toller kleiner Sportler, süß und ein Tier für die Stadt. Er will gefahren werden und macht Spass. Da die 50 Jahre MINI Extras (Mayfair Version) drauf sind macht ihn noch schöner. Alle Macken werden vergeben.
LAF06
Das Design! Ich muss zugeben, dass die Herren und Damen Designer hier meine volle Punktzahl erhalten. Der Ur-Mini als trendiges Konzept, innen wie aussen... Das Amaturenbrett ist interessant; eine Personenwaage als Tacho umfunktioniert, die Schalterchen im Flugzeugdesign, ein bischen Klavierlack hier und dort - sehr genehm. Die Verarbeitung ist tatsächlich nicht schlecht, das Leder ist robust und geschmeidig zugleich; die Plastikelemente sind vertrauenserweckend. Es kommt auch ein kerniger Sound aus der Chromblende (Zugeständnis an die Gentlemen-Driver?), die Automatik ist - nach meinem Befinden - perfekt und dazu noch ruckelfrei, ohne Schaltgedenkpausen. Das Ding macht viel Spass; sportlich straff gefedert, satte Strassenlage, ein Kart eben. Die Dachluken funktionieren einwandfrei und man hat offen absolut keine Wirbel im Auto zu verbuchen. Es gibt sogar Sonnenrollos; für Glatzenträger so wie mich. Have fun! :cool:

Motoren

Der Mini (R56) von BMW fährt ab 2005 mit modernen, verbrauchsarmen Benzin- und Dieselmotoren vor. Die Leistungsbreite ist dabei mit 75 bis 211 PS durchaus ansehnlich. Bis auf die beiden Basismotoren und den auf Sportlichkeit getrimmten `John Cooper Works´ ist optional stets die 6-Stufen-Automatik Steptronic erhältlich. Die Motoren im Mini starten mit Euro-4-Norm, erst ab etwa 2009 erreichen sie durchgehend Euro 5. Auf alternative Antriebe und Allradantrieb verzichtet der Mini gänzlich.

  • Effiziente Vierzylinder-Motoren mit und ohne Turboaufladung 
  • Serienmäßig 5- oder 6-Gang-Schaltgetriebe (6-Gang-Steptronic optional) 
  • Kein Allradantrieb erhältlich

Motordetails anzeigen

Sicherheit

5 Sterne kann der Mini im Euro-NCAP-Crashtest ergattern – wenn auch in puncto Insassensicherheit nur knapp. Trotz überarbeiteter Frontpartie kann der bayerische Brite beim passiven Fußgängerschutz nach wie vor nicht glänzen. Durchaus umfangreich ist indes die serienmäßige Sicherheitsausstattung: Von Front-, Seiten- und Vorhangairbags über Gurtstrammer mit Kraftbegrenzer vorn sowie ABS bis zum Bremsassistent und einer Reifendruckkontrolle ist alles ab Werk dabei. Einzig ESP gibt es nach wie vor nur gegen Mehrpreis.

  • Front-, Seiten- und Vorhangairbags 
  • Bremsassistent 
  • Reifendruckkontrolle 

Ausstattung

Ein Mini ist auch als 3-Türer kein Schnäppchen, das gilt für alle angebotenen Versionen. Die Basisausstattung im Einsteiger Mini One ist durchaus zweckmäßig für den Alltag und bietet insbesondere ein hohes Sicherheitsniveau. Für Extras verlangt BMW gewohnt gute Preise; die beiden Ausstattungspakete Pepper und Chili bieten ab 1.500 Euro Mehrpreis allerdings einen guten Gegenwert.

Zur Serienausstattung gehören:

  • Komplettes Airbag-Sicherheitssystem  
  • Komforteinstieg zu den Fondsitzen 
  • Geteilt umklappbare Rücksitzlehne (50:50)

Modellbeschreibung

Motoren, durstig wie englische Fußballfans, und ein Getriebe, haltbar wie die Aussagen eines britischen Unterhausabgeordneten – diese Zeiten sind im neuen Mini vorbei.


Nix Minimalismus: Die zweite Generation des kleinen BMW-Ablegers ist richtig gereift – innen wie außen.

An der Formgebung des erfolgreichen Vorgängers hat BMW am Mini ab 2006 (R56) kaum etwas verändert, lediglich die Scheinwerfer sind neu gestaltet und die Frontpartie fällt etwas höher und länger aus. Auch das im Vorgänger kultivierte Gokart-Feeling bleibt erhalten.

Mini mit mehr Platz – zumindest vorn

Er soll stets deutlich unter vier Meter messen und dennoch Platz für Vier bieten – kein leichtes Unterfangen. Zumindest in der ersten Reihe ist dies den Münchner Ingenieuren gelungen. Hier reisen zwei Durchschnittserwachsene durchaus luftig und komfortabel. Wer aber hinten Platz nimmt, muss beim 3-Türer erstens durch ein Nadelöhr und sollte sich nicht allzu breitmachen. Gleiches gilt auch für das Gepäck: 160 Liter Volumen in der Basiseinstellung sind hier keine Offenbarung.

Qualität hat seinen Preis – ein Mini geht ins Geld

Die Qualitätsanmutung im Mini hat seit seiner Neuauflage 2006 einen deutlichen Sprung nach vorn gemacht. Anders als beim Vorgänger müssen sich TÜV und Co. nun wahrlich auf die Suche nach Mängeln begeben – denn diese gibt es praktisch nicht. Trägt das Scheckheft des kleinen Engländers zudem alle Stempel, können Gebrauchtwagenfans mit Gokart-Ambitionen beherzt zugreifen. Selbst wenn die Preise auch hier noch happig sind.

Fahren und sparen – Motoren aus Bayern und Frankreich

Einen ebenso großen Sprung macht der Mini unter der Haube. Hier werkeln seit 2006 keine durstigen brasilianischen Chrysler-Motoren mehr hinter der Glupschaugen-Front. Die Motorenpalette präsentiert sich vielmehr deutlich modernisiert. Moderne Common-Rail-Turbodiesel sowie Benziner aus den Regalen von PSA und BMW sorgen nun für zeitgemäßen Vortrieb. Spritzig im Antritt, akustisch dezent und vor allem – einem Kleinwagen angemessen – sehr sparsam. Das Leistungsspektrum reicht von 75 bis 211 PS bei den Benzinern und von 90 bis 143 PS bei den Dieseln mit zahlreichen Versionen – zudem sind alle Motoren jetzt deutlich genügsamer. Auch das Getriebe schaltet sich – endlich – BMW-typisch butterweich. Ab 2010 gibt es zudem die Euro-5-Norm frei Haus.

 

Fazit zum Mini Dreitürer (R56), 2005–2012

Mini, das ist Kult auf Rädern, nicht gerade groß geraten, aber schick im Alltag anzusehen. All das hat BMW seit 2001 fortgesetzt und zum Modellwechsel 2006 nochmals deutlich verfeinert. Herausgekommen ist ein – nach wie vor etwas anderer – Kleinwagen, mit deutlich verbesserter Qualität, guter Sicherheitsausstattung und modernen Antrieben. Das straffe sportliche Fahrwerk animiert zum Reisen jenseits der Stadtgrenze, auch wenn der Mini gerade in der Stadt seine kompakte Größe ausspielen kann. Alles bestens also – wären da nicht die Preise. Mini fahren ist kein billiges Vergnügen, beim Kauf, bei den Preisen für Extras und auch im Unterhalt. Wer sparen möchte, der hält Ausschau nach einem Gebrauchten – die sind zwar auch nicht gerade günstig, seit 2006 aber praktisch ohne Mängel.

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