Mini Countryman (F60)Seit 2016

  • Motoren
  • Modell im Test
  • Design
Fahrzeugeinordnung

Der Mini Countryman gilt mit seinem großzügigen Platzverhältnissen als das Familienauto in der Mini-Modellpallette. Schon die erste Generation von 2010 war mit ihren 4,11 Metern weit vom Original entfernt. Und mit dem vom BMW Active Tourer abgeleiteten F60 von 2017 hat der Countryman noch einmal fast 20 Zentimeter zugelegt.

Mit rustikalen Anbauteilen, mehr Bodenfreiheit und der Option auf Allradantrieb zählt der Countryman zu den kompakten Geländewagen und konkurriert mit Fahrzeugen wie dem Audi Q2 oder dem Mercedes GLA.

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Stärken
  • variabler Innenraum
  • breite Motorpalette mit Allradantrieb
  • unkonventionelle Ausstattungsoptionen
Schwächen
  • hoher Preis
  • verspieltes Interieur
  • markenuntypisches Format
Daten
Motorenwerte
Leistung
75 kW / 102 PS
Motorenwerte
0 - 100 km/h
12,2 s
Motorenwerte
Höchst­geschwindigkeit
180 km/h
Motorenwerte
CO2-Ausstoß (komb.)*
126 g/km
Motorenwerte
Verbrauch (komb.)*
5,5 l/100km
Motorenwerte
Energieeffizienzklasse*
B

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer Pkw' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

Design

Design

  • Mini Countryman F60 Innenansicht Fahrerposition statisch schwarz
  • Mini Countryman F60 Aussenansicht Front schräg dynamisch weiß
  • Mini Countryman F60 Aussenansicht Heck schräg dynamisch weiß
  • Mini Countryman F60 Aussenansicht Front schräg statisch weiß
  • Mini Countryman F60 Aussenansicht Heck statisch weiß
  • Mini Countryman F60 Aussenansicht Heck schräg statisch blau
  • Mini Countryman F60 Aussenansicht Seite statisch weiß
  • Mini Countryman F60 Aussenansicht Front schräg statisch blau
  • Mini Countryman F60 Aussenansicht Front dynamisch weiß
  • Mini Countryman F60 Aussenansicht Heck schräg dynamisch grau
  • Mini Countryman F60 Innenansicht Detail statisch schwarz Tacho
Modell im Test

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

Am Countryman scheiden sich die Geister: Puristen sehen angesichts der Größe die Marke Mini verraten, während Praktiker mit diesem Auto erstmals ernsthaft einen Mini in Erwägung ziehen.

Während das Design Geschmackssache ist und genau wie das Cockpit entsprechend heftig diskutiert wird, gilt die zumeist optionale Technik-Ausstattung als umfangreich und fortschrittlich. Und für den ersten Plug-in-Hybriden in diesem Segment hat Mini viel Lob geerntet.

Wie immer bei Mini wird dafür die Preispolitik kritisiert: Zwar bietet die BMW-Tochter mehr Auswahl und mehr Möglichkeiten zur Individualisierung als die meisten Konkurrenten, lässt sich das aber auch teuer bezahlen.

Testberichte

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ADAC Auto-Test

Testergebnis vom 29.06.2017
MINI (BMW) Mini Cooper D Countryman
Fünftüriges SUV der unteren Mittelklasse (110 kW / 150 PS)
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  • ADAC-Urteil Technik/Umwelt
    rating
    2,7
  • ADAC-Urteil Autokosten
    rating
    2
Karosserie/Kofferraum: 2,7
Innenraum: 2,3
Komfort: 2,7
Motor/Antrieb: 2,2
Fahreigenschaften: 2,4
Umwelt/EcoTest: 3,1
Sicherheit: 2,6
Motoren

Motoren

Mini bietet den Countryman mit einem breiten Motorenportfolio an. Er startet mit drei Benzinern von 136 bis 231 PS, zwei Dieseln mit 150 oder 190 PS und zum ersten mal in der Mini-Historie als Plug-in-Hybrid. Weil dessen Elektromotor dank eines großen Lithium-Ionen-Akkus bis zu 42 Kilometer alleine bewältigt, sinkt der Normverbrauch auf 2,1 Liter und macht den 224 PS starken Countryman Cooper S E zum sparsamsten Mini seiner Zeit. Für die konventionellen Motoren liegen die Verbrauchswerte zwischen 4,3 und 7,4 Litern. Was der Plug-in für die Sparer, das ist der John Cooper Works für die Sportler: Während die Spitzengeschwindigkeit sonst bei 197 bis 225 km/h liegt, erreicht er Tempo 234.

Genau wie beim technisch eng verwandten Active Tourer von BMW bietet Mini für den Countryman zudem die Option auf ein achtstufiges Automatikgetriebe sowie den Allradantrieb ALL4.

  • Benzin- und Diesel-Motoren mit 136 bis 231 PS
  • Front- und Allradantrieb
  • erster Mini mit Plug-In-Hybrid
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Sicherheit

Sicherheit

Der Mini Countryman bietet die übliche Sicherheitsausstattung der gehobenen Kompaktklasse: Sechs Airbags sorgen für passive und Assistenzsysteme wie die automatische Notbremse für aktive Sicherheit.

Gegen Aufpreis gibt es weitere Helfer wie einen Tempomat mit Abstandsregelung sowie eine Kamera, die Verkehrszeichen erkennt und vor Fußgängern auf der Fahrbahn warnt. Damit man gar nicht erst in prekäre Situationen kommt, kann man den Countryman für bessere Sicht mit LED-Scheinwerfern, für weniger Blickablenkung mit Head-up-Display und für optimale Traktion mit Allradantrieb ausstatten.

Wie sich diese Schutzausrüstung im offiziellen Crashtest schlägt, ist noch nicht ermittelt. Deshalb kann man sich nur am Vorgänger und am technisch weitgehend identischen BMW 2er Active Tourer orientieren, die beide mit fünf Sternen abgeschnitten haben.

Zur serienmäßigen Sicherheitsausstattung zählen:

  • sechs Airbags
  • Notbremsassistent
  • dynamische Bremsleuchten
Sicherheitsausstattung anzeigen
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Ausstattung

Ausstattung

Mini gliedert die Modellpalette auch beim Countryman allein über die Motorvarianten und hat deshalb keine speziellen Ausstattungslinien im Angebot. Nicht zuletzt deshalb und weil sich Mini als Mode-Marke für Individualisten versteht, ist die Liste der Optionen länger als bei den meisten Konkurrenten. Denn zu konventionellen Extras – von den LED-Scheinwerfern über die Touchscreen-Navigation oder das Head-up-Display bis hin zu den gängigen Assistenzsystemen – kommen bei Mini zahlreiche Möglichkeiten zur geschmacklichen Selbstverwirklichung mit kunterbunten Dekorelementen und vielfältigen Materialien sowie einige Details, die es so nur bei Mini gibt: Wer gerne Picknick macht, kann eine ausklappbare Sitzbank bestellen. Wer mit seiner Abenteuerlust prahlen möchte, der lässt den Country Timer die Fahrzeit abseits des Asphalts protokollieren. Und wer bisweilen wichtige Kleinigkeiten vergisst, den erinnern die Bluetooth-Sender des Find Mates über den Bordcomputer daran, dass zum Beispiel die Brieftasche oder die Brotdose noch nicht an Bord sind.

Die Standardausstattung ist dagegen überschaubar: Viel mehr als die Klimaanlage, die 16-Zoll-Leichtmetallfelgen und die dreifach geteilte Rücklehne hat das beim Modellstart zur Einstiegsvariante erklärte Countryman Cooper nicht zu bieten.

Zur Serienausstattung gehören:

  • Leichtmetallräder
  • Klimaanlage
  • Freisprechanlage
Ausstattungsdetails anzeigen
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Beschreibung

Modellbeschreibung

Mini ist keine Frage von Metern. Auch das größte Modell der Marke ist kompakt und geprägt vom modischen Spirit und überrascht in der zweiten Generation mit mehr praktischen Qualitäten.


Charakter und Praxistauglichkeit.

Als vor fast 60 Jahren der erste Mini kam, war er noch aus der Not geboren. Doch seit BMW die Marke übernommen und die Modellpalette aufgefächert hat, steht Mini für den Überfluss der Lifestyle-Gesellschaft. Mit dem Countryman haben die Autobauer eine vorsichtige Rückbesinnung eingeleitet. Nicht weil er wieder kleiner wurde. Im Gegenteil. Schließlich ist die zweite, 2017 eingeführte Generation mit 4,30 Metern beim Start der längste Mini in der Markengeschichte. Sondern weil Mini bei diesem SUV-artigen Auto mehr denn je auf Alltagstauglichkeit geachtet hat.

Trotz "Mini" im Namen gibt es viel Platz

Gegenüber der ersten Ausgabe von 2010 noch einmal um 20 Zentimeter gewachsen, bietet der intern F60 genannte XL-Mini deshalb als erstes Modell der Marke ausreichend Platz für Kind und Kegel. Auch auf der um bis zu 13 Zentimeter verschiebbaren Rückbank kann man bequem sitzen und der Kofferraum ist mit 450 bis 1390 Litern größer als bei konventionellen Autos der Kompaktklasse.

Technisch ist der Countryman wie alle Minis der zweiten Generation unter BMW-Regie eng verwandt mit dem 2er Active Tourer und übernimmt deshalb auch die bekannten Motoren. Zum Start im ersten Halbjahr 2017 fährt er mit drei Benzinern von 136 bis 231 PS und zwei Dieseln mit 150 oder 190 PS vor. Damit erreicht er Spitzengeschwindigkeiten von 197 bis 234 km/h und Verbrauchswerte zwischen 4,3 und 7,4 Liter. Passend zum Crossover-Design bietet Mini den Countryman auch mit Allradantrieb an, und wie die konventionellen Modelle gibt es ihn auf Wunsch mit Achtgang-Automatik. Premiere feiert im Countryman der erste Plug-in-Hybrid der Marke: 224 PS stark und bis zu 42 Kilometer rein elektrisch unterwegs, wird er mit einem Normverbrauch von 2,1 Litern zum bislang sparsamsten Mini in der Geschichte.

Selbstbewusste Preispolitik

Als selbsternannte Premiummarke betreibt Mini eine selbstbewusste Preispolitik. Der 136 PS starke Countryman Cooper kostet deshalb mindestens 26.500 Euro. Damit liegt er etwa 2000 Euro über einem vergleichbaren Audi Q2 und ist nur rund 1000 Euro günstiger als ein Mercedes GLA.

Die Serienausstattung für Sicherheit und Komfort entspricht dabei mit sechs Airbags, Notbremsassistent und Klimaanlage dem Standard im Segment. Die Liste der Optionen dagegen ist umso länger. Neben konventionellen Ausstattungsmerkmalen von den LED-Scheinwerfern über das Head-up-Display bis zur Navigation mit Toushscreen zählen dazu auch einige eigenwillige Extras wie Bluetooth-Sender gegen die Vergesslichkeit beim Packen oder eine Picknick-Bank unter dem Kofferraumboden. Weil es darüber hinaus zahlreiche Möglichkeiten zur Individualisierung von Karosseriedesign und Interieur gibt, kann man den Preis auf fast 50.000 Euro steigern. Auch da ist der Countryman also ein typischer Mini.

Fazit zum Mini Countryman (F60)

4,30 Meter lang, fünf vollwertige Sitzplätze und ein Kofferraum wie ein Kombi: Noch nie hat sich Mini so weit vom Original entfernt wie mit der zweiten Generation des Countryman. Doch dafür ist Mini mit diesem Modell umso besser im Alltag der Kunden angekommen und bietet ihnen nun erstmals ein Auto, das nicht nur peppig, sondern auch praktisch ist.

Und wer das Auto nicht allein über die Größe definiert, sondern über den Charakter, der fühlt sich auch im Countryman gut aufgehoben. Schließlich gibt es neben solch sinnvollen Optionen wie den LED-Scheinwerfern, dem Head-up-Display oder der Gestensteuerung für die Heckklappe auch spleenige Extras wie den Country Timer oder die eingebaute Picknick-Bank. Vom knuffigen Design und dem verspielten Interieur ganz zu schweigen.

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