Mazda CX-5 (Serie)

Alle Modelle mit Tests, Daten, Preisen und Kosten

Sehr spät stieg Mazda im Jahr 2012 in das wachsende Segment der kompakten SUV ein. Toyota hatte seit annähernd zwanzig Jahren und mehreren Auto-Generationen den RAV4 im Programm, Honda ähnlich lange den CR-V und Nissan seit immerhin fünf Jahren den Qashqai, als die Japaner 2011 auf der IAA in Frankfurt den Mazda CX-5 (intern unter dem Kürzel „KE“ geführt) präsentierten. Das modern gezeichnete Kompakt-SUV war das erste Auto, das das neue Marken-Gesicht des japanischen Herstellers trug. Später erhielten auch der Mazda6, der Mazda3, der Mazda2, der Roadster MX-5 sowie der völlig neue CX-3 diesen von Mazda als „Kodo-Design“ bezeichneten Look. Viel hing also ab vom schnellen Erfolg des CX-5, der sich neben den fernöstlichen Importeuren unter anderem mit VW Tiguan, Ford Kuga, BMW X3 oder Audi Q5 messen lassen musste.

Daten

Daten

Für den CX-5, den ersten echten Kompakt-SUV von Mazda, stehen vier respektive fünf Motorisierungen zur Auswahl. Günstigste Variante ist der 2,0-Liter-Benziner mit 6-Gang-Schaltgetriebe, 165 PS Leistung und Vorderradantrieb. Dieser Basis-Motor ist auch mit Allradantrieb verfügbar und leistet dann 160 PS. Optional kann eine 6-Gang-Automatik gewählt werden. Der leistungsstärkste Motor im Portfolio ist der 2,5-Liter-Benziner mit 194 PS, der ausschließlich mit Automatik-Getriebe und Allradantrieb verfügbar ist. Darüber gibt es zwei Diesel-Motorisierungen mit verschiedenen Optionen. Der 2,2-Liter-Turbo mit 150 PS kann mit Allradantrieb und Automatikgetriebe geordert werden. Die stärkere Variante des 2,2-Liter-Turbo-Diesels leistet 175 PS und ist nur mit Allradantrieb erhältlich. Hier kann ebenfalls zwischen Automatik- und Schaltgetriebe gewählt werden.

 Gerade als Schalter ist dieser Motor, der 420 Nm Drehmoment bei 2000 Umdrehungen in der Minute entwickelt, ein wuchtiger Wonneproppen, der den CX-5 in nur acht Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt und ihn annähernd 210 km/h schnell macht. Am günstigsten, aber dennoch nicht unflott, fährt man aber mit dem 150 PS-Diesel mit Vorderradantrieb und Schaltgetriebe. Hält man sich zurück, glänzt der CX-5 mit etwa sechseinhalb Litern Durchschnittsverbrauch. Ein guter Wert für ein mit deutlich über anderthalb Tonnen nicht ganz leichtes Fahrzeug, das, wenn nötig, dennoch die 200 km/h-Marke knackt. Wer kein Vertrauen in die Diesel-Technologie hat und dennoch sparsam unterwegs sein möchte, für den dürfte der Basis-Benziner die richtige Entscheidung sein. Er ist günstig in der Anschaffung und mit rund sieben Litern im Normverbrauch auch einigermaßen bescheiden.

  • stärkster Benziner nur mit Allradantrieb und Automatik-Getriebe
  • 150-PS-Diesel mit Vorderrandantrieb flott und genügsam zugleich
  • Basis-Benziner nicht nur für Sparfüchse eine gute Wahl
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Test

Test

Spät, aber nicht zu spät reagierte Mazda mit dem CX-5 im KJahr 2012 auf den bis heute ungebrochenen Trend zum Kompakt-SUV. Mittlerweile fährt der CX-5 bereits in der zweiten Generation, klugerweise aber haben die Japaner das gefällige Erscheinungsbild des Erfolgsmodells nur behutsam verändert. Leicht gestreckt wurde die Karosserie, die A-Säule wanderte damit ein wenig nach hinten. Etwas bulliger wiederum als sein Vorgänger wirkt der CX-5, weil die Spur um einen Zentimeter verbreitert wurde. Ansonsten sind es äußerlich nur kleinere kosmetische Eingriffe wie etwas schmalere Scheinwerfer, die die zweite Generation von der ersten unterscheiden. Deutlich wichtiger sind die Veränderungen im Innenraum und unterm Blech. So wurde nicht nur das Cockpit komplett neu gestaltet und dabei viel Wert auf eine verbesserte Qualitätsanmutung gelegt, sondern vor allem die Assistenzsysteme (teilweise optional) auf Höhe der Zeit gebracht. Ganz besonders augenscheinlich wird das bei der teureren von zwei Head-up Display-Varianten. Die projiziert alle Informationen, etwa die aktuelle Geschwindigkeit, in die Frontscheibe und damit direkt ins Blickfeld des Fahrers, während die günstigere Variante aus einer recht kleinen Kunststoffscheibe besteht, die auf dem Armaturenbrett sitzt. Und die Zylinderabschaltung, die Mazda beim 2,5-Liter-Top-Benziner und damit überhaupt zum ersten Mal einsetzt, spart tatsächlich etwas Kraftstoff ein – wenn auch in einem eher unspektakulären Maße. Entscheidend ist, dass der Fahrer überhaupt nichts davon mitbekommt, wenn der mehr als anderthalb Tonnen schwere Wagen auf nur zwei Zylindern läuft.

  • Erscheinungsbild nur behutsam modifiziert
  • im Innenraum wirkt der CX-5 durchaus edel
  • Zylinderabschaltung im Top-Benziner spart Sprit, wenn auch nicht sehr viel
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Preise

Preise

Die Preise für den Mazda CX-5 beginnen ab 24.990 Euro. Dafür erhält man den Basis-Benziner mit 165 PS in der günstigsten „Prime-Line“-Variante. Die ist bereits sehr ordentlich ausgestattet, etwa mit Berganfahr-und City-Notbremsassistent, Klimaanlage, Start-/Stopp-Automatik, Voll-LED-Scheinwerfern sowie Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung und auch in der Höhe einstellbaren Fahrer- und Beifahrersitzen. Das „iActiv sense-Paket“ mit sinnvollen Assistenten wie Müdigkeits- und Verkehrszeichenerkennung, Spurhalte-Assistent und Head-up Display ist an die Ausstattung „Exclusive-Line“ gekoppelt. Die kostet beim 165-PS-Benziner immerhin bereits 30.190 Euro oder 32.290 Euro im kleineren der beiden Diesel (Basis-Diesel ab 27.090 Euro). Wer es auf die Spitze treibt, kann für den CX-5 in der Top-Version mit Allradantrieb, Automatik und 175-PS-Diesel-Motor (39.790 Euro) sowie mit einigen zusätzlichen Optionen wie Lederausstattung (ab 1900 Euro), Standheizung (1850 Euro), Metallic-Lackierung (ab 580 Euro), adaptiver Geschwindigkeitsregelanlage mit Pre Crash Safety-System und aktivem Bremseingriff und dem in die Frontscheibe projizierenden Head-up Display (990 Euro) beinahe doppelt so viel ausgeben wie für das Basismodell. Womit man sich im Bereich von annähernd 50.000 Euro bewegen würde, in dem dann auch andere attraktive Angebote verfügbar sind.

  • Basisversion mit 165 PS-Benziner und „Prime-Line“ ausreichend
  • Diesel ab 27.090 Euro
  • Top-Version mit allen Ausstattungsoptionen fast doppelt so teuer wie die Basis
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Doch der CX-5 macht seine Sache vom Start weg gut. Im April 2012 wird das Modell in Deutschland offiziell vorgestellt, und Presse wie Publikum zeigen sich sehr angetan von Mazdas erstem eigenen Kompakt-SUV. Bei der Motorenauswahl macht es der CX-5 den Käufern zunächst recht einfach.


Vorderansicht - schräg
Presse wie Publikum zeigen sich sehr angetan.
Seitenansicht

Gerade einmal drei Triebwerke standen zu Beginn zur Verfügung: Der für Mazda typische Saug-Motor mit 165 PS (optional mit Allradantrieb und dann 160 PS) sowie zwei kräftige Turbodiesel mit 150 PS und 175 PS. Eine erste kleine Modellpflege erfolgte 2014, das erste Facelift 2015. Der CX-5 erhielt nun außerdem einen geänderten Kühlergrill, und der Innenraum wurde deutlich aufgewertet, womit Mazda seinem deutlich seinen Anspruch ausdrückte, sich in Richtung Premium-Qualität bewegen zu wollen. Vor allem aber bekam der CX-5 neue Assistenzsysteme, ein moderneres Infotainment-System und eine neue Motor-Variante. Der zuvor schon im Mazda6 eingeführte 2,5-Liter-Benziner mit 192 PS war nun der stärkste Motor für den kompakten SUV. Zudem wurden die bisherigen drei Ausstattungslinien, „Prime-Line“, „Center-Line“ und „Sports-Line“ um die Variante „Exclusive-Line“ ergänzt, die sich zwischen „Center-Line“ und „Sports-Line“ schob.

 

Keine SCR-Katalysatoren 

Die zweite und damit aktuelle Generation des Mazda CX-5 (Modell „KF“) wurde im November 2016 auf der Auto Show in Los Angeles vorgestellt und ist seit Mai 2017 in Deutschland erhältlich. Wie gut die erste Generation ihre Sache gemacht hatte, zeigte sich daran, dass die Motoren zunächst exakt dieselben blieben. Erst im September 2017 erhielt der um zwei PS auf nun 194 PS erstarkte 2,5-Liter-Benzinmotor eine Zylinderabschaltung, die nach Angaben von Mazda bis zu zwanzig Prozent Benzin einsparen soll. 

Wo viel Licht, da bekanntlich auch Schatten. Bei allem Lob, das Mazda für den CX-5 erhält, müssen sich die Japaner auch Kritik gefallen lassen. So sind für die Dieselvarianten keine SCR-Katalysatoren vorgesehen, die die Abgase durch das Einspritzen von Harnstoff reinigen. Das ist umso unverständlicher, als Mazda den CX-5 in den USA mit einem Einfüllstützen für die als AdBlue bekannte Harnstoff-Lösung ausliefert. Zwar erfüllen die Mazda-Diesel auch ohne SCR-Kat die Euro 6-Norm. Aus Kostengründen bei den deutschen Modellen darauf zu verzichten wird dennoch vielfach als falsches Zeichen gewertet. Und das nicht nur, weil der Diesel ohnehin in der Kritik steht. Mazda soll allerdings signalisiert haben, dass man demnächst nachbessern will.

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