Mazda 3 (Serie)

Alle Modelle mit Tests, Daten, Preisen und Kosten

Der Mazda3 ist der Nachfolger des Mazda323 und stellt seit 2003 das Angebot des Herstellers aus dem japanischen Hiroshima in der Kompaktklasse dar. Wie sein Vorgänger ist der Mazda3 in zwei Karosserieformen erhältlich, als viertüriges Stufenheck- und fünftüriges Schrägheck-Modell. In Deutschland sind allerdings 84 Prozent der verkauften Mazda3 Fahrzeuge mit Fließheck. Während die erste (Typ BK; 2003-2009) und zweite Generation (Typ BL; 2009-2013) technisch mit dem Ford Focus 4 und dem Volvo S40/V50 verwandt waren, steht die dritte Generation (Typ BM; seit 2013) im übertragenen Sinne auf eigenen Rädern. In der Kompaktklasse muss sich der Mazda3 mit VW Golf, Opel Astra, Ford Focus, BMW 1er, Mercedes A-Klasse oder Skoda Octavia und Seat Leon ebenso messen wie auch gegen Herausforderer aus dem eigenen Land (wie Toyota Auris und Honda Civic) und Südkorea (Kia cee’d und Hyundai i30). Auch französische Autos wie Renault Mégane oder Peugeot 308 zählen zur Konkurrenz.

Daten

Daten

Mazda bietet den Mazda3 in der aktuellen, dritten Generation mit drei Benzinmotoren von 100 PS über 120 PS bis 165 PS sowie mit zwei Dieselmotoren mit 105 PS und 150 PS an. Alle Motoren sind serienmäßig mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert. Mit Ausnahme des kleinsten und größten Benziners können alle aber optional auch mit einem 6-Stufen-Automatikgetriebe geordert werden. Besonders flott unterwegs ist man mit dem 165-PS-Benziner, der 210 km/h erreicht sowie mit dem ebenso schnellen 150-PS-Diesel, der 380 Nm Drehmoment auf die Kurbelwelle stemmt. Der ist konstruktionsbedingt zudem besonders sparsam und erzielt einen Durchschnittsverbrauch von deutlich unter fünf Litern. Alle Motoren erfüllen die Euro 6-Norm. 

  • drei Benziner und zwei Diesel mit 100 PS bis 165 PS
  • bärenstarker, aber sparsamer Top-Diesel
  • MPS-Top-Variante wird nicht mehr angeboten
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Test

Test

Die aktuelle, seit 2013 gebaute dritte Generation des Mazda3 ist ohne Frage die bisher beste. Das Auto ist seit seinem Erscheinen (auch dank einer Modellpflege in diesem Jahr) optisch kaum gealtert, liegt zudem technisch mit seinen Euro-6-Motoren wie bei der Sicherheitsausstattung voll auf der Höhe der Zeit. Auch dank seiner straffen Fahrwerksabstimmung gehört der Mazda3 in der Kompaktklasse zu den besonders sportlich zu bewegenden Modellen. Qualität und Verarbeitung der im Innenraum verwendeten Materialien liegen auf einem sehr ordentlichen Niveau, bleiben lediglich unter dem der Premium-Konkurrenten wie Mercedes A-Klasse oder Audi A3. Außergewöhnlich gut für die Kompaktklasse fällt das Platzangebot aus. Vor allem vorne fühlen sich selbst Fahrer und Beifahrer mit 1,90 Meter Körpergröße wohl, und auch im Fond sind die Platzverhältnisse alles andere als beengt.

  • moderne Motoren und umfangreiches Angebot an Assistenzsystemen
  • großzügiges Raumangebot auf allen Plätzen
  • sehr ordentliche, aber nicht auf Klassen-Primus-Niveau liegende Verarbeitung
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Preise

Preise

Ein Sonderangebot ist der Mazda3 nicht. Schon der kleinste Benziner, ein 1,5-Liter-Reihenvierzylinder mit 100 PS, der nur in der „Prime Line“-Ausstattung angeboten wird, liegt bei 18.190 Euro. Das 165-PS-Topmodell unter den Benzinern kostet in der hochwertigsten Ausstattung „Sports Line“ schon ab 26.590 Euro, der stärkste Diesel mit 150 PS und Sechsgang-Schaltgetriebe in derselben Variante 28.690 Euro, mit Automatikgetriebe gar 30.590 Euro. Damit liegt der Mazda3 zum Teil deutlich über einigen der Konkurrenten aus Fernost und Frankreich und übertrifft, wenn auch nur knapp, im Grundpreis sogar den Platzhirsch der Klasse, den VW Golf. Allerdings ist das Mazda3-Basis-Modell serienmäßig deutlich besser ausgestattet als ein vergleichbarer Golf.

 

  • Grundpreis von 18.190 Euro höher als Konkurrenz aus Asien oder Frankreich
  • Preisspanne liegt zwischen 18.000 und knapp 30.000 Euro
  • großzügig ausgestattetes Top-Modell, dem 2,2-Liter-Diesel mit 150 PS
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Da Mazda bereits Mitte 2002 beschlossen hatte, die dreistellige Modellbezeichnung aufzugeben und zunächst auf den Mazda 626 die erste Generation des Mazda 6 folgte, erhielt im Herbst 2003 auch der Nachfolger des Mazda323 eine entsprechende, neue Modellbezeichnung. 


Vorderansicht - schräg
Die aktuelle Generation des Mazda3 tritt deutlich dynamischer auf als ihre Vorgänger.
Seitenansicht

Wie schon sein Vorgänger, war nun auch der neue Mazda3 in zwei Karosserieformen erhältlich, als viertüriges Stufenheck-Modell sowie als fünftürige Schrägheck-Variante. Das gilt für alle Generationen der Mazda3-Serie. Drei sind es bisher. Das intern „Typ BK“ genannte Modell wurde bis 2009 produziert, der Nachfolger („Typ BL“) bis 2013 und das aktuelle Modell („Typ M“) wird seit 2013 gebaut. Zudem wurde jede Baureihe einer Modellpflege unterzogen (2006, 2011 und 2017).

 

Schnell und sicher

Die aktuelle Generation, „Typ M“, setzt sich von ihren beiden Vorgänger-Generationen durch ein dynamischeres, noch einmal verfeinertes Erscheinungsbild ab, das gut zur straffen Fahrwerksauslegung passt. So verleiht der tief herunter gezogene, mächtige Kühlergrill dem Auto deutliches Überhol-Prestige. Der Mazda3 ist aber nicht nur schnell (etwa als 2,0-Liter-Benziner mit 165 PS oder als 2,2-Liter-Common-Rail-Diesel mit 150 PS), sondern auch sehr sicher und hat gegenüber der zweiten Generation vor allem bei den Assistenzsystemen einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht. So verfügt der Fünftürer schon in der Basis-Ausstattung „Prime-Line“ neben Komfort-Features wie einer Klimaanlage serienmäßig auch über Halogen-Scheinwerfer und Tagfahrlicht, eine dynamische Stabilitätskontrolle, Brems- und Berganfahr-Assistent, ein Reifendruck-Kontrollsystem sowie Kopf- und Schulter-Airbags. In der zweiten von vier Ausstattungslinien, der „Center-Line“, bietet der Mazda3 zudem zusätzlich unter anderem einen City-Notbrems-Assistenten mit Fußgängererkennung. In der „Exclusive-Line“ gehört zudem ein Spurwechsel-Assistent zum Serienumfang. In der höchsten Ausstattung „Sports Line“ hat man serienmäßig ein Rundum-Sorglos-Paket geschnürt. Das enthält zusätzlich zur „Exclusive Line“-Serienausstattung etwa eine Müdigkeitserkennung, eine Rückfahrkamera, eine Einparkhilfe vorne und hinten sowie ein Head-up-Display mit Verkehrszeichenerkennung. Optional erhältlich ist aber auch eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit radargestützter Distanzregelung und ein Pre-Crash-System mit aktivem Bremseingriff. Mehr Sicherheit, zumal in der Kompaktklasse, geht kaum.

 

Der Stärkste fehlt jetzt: In der dritten Generation wird die MPS-Variante nicht mehr gebaut

In der aktuellen, dritten Generation nicht mehr erhältlich ist das ehemalige Top-Modell, das nur in den Generationen eins und zwei zwischen 2006 und 2013 angeboten wurde. Der Mazda3 MPS (MPS steht für „Mazda Performance Series“ und ist die Sportlinie des japanischen Herstellers) verfügt über einen 2,3-Liter-Benzinmotor, der 260 PS leistet und das Auto bei seinem Erscheinen im Dezember 2006 zu einem der stärksten Frontantriebler überhaut machte. Allerdings hat der Mazda3 mit seiner gewaltigen Leistung deutlich zu kämpfen, wenn man diese Leistung auch einfordert. Traktionsprobleme nicht erst bei Nässe können einem den Spaß schnell verderben.

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