Lotus Elise (Serie 3)Seit 1996

  • Motoren
  • Modell im Test
  • Design
Fahrzeugeinordnung

Im Frühjahr 2010 kam die Lotus Elise der Serie 3 mit Vierzylinder-Motoren von Toyota auf den deutschen Markt. Der offene, 3,8 Meter lange und nur 1,1 Meter hohe Mittelmotor-Sportwagen basiert noch immer auf dem ursprünglichen Elise-Roadster, der erstmals 1996 in den Verkauf gelangte. Neben der offenen Elise finden sich noch die geschlossene Variante Exige sowie der größere und leistungsfähigere Evora im Lotus-Programm. Konkurrenten der Lotus Elise ist vor allem der Alfa Romeo 4C, aber auch der Toyota GT 86, Audi TTS und der Porsche Boxster.

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Stärken
  • exzellentes Fahrverhalten
  • zuverlässige Antriebstechnik
  • geringer Wertverlust
Schwächen
  • recht kleines Cockpit
  • kaum Stauraum
  • selbstbewusste Preise
Daten
Motorenwerte
Leistung
100 kW / 136 PS
Motorenwerte
0 - 100 km/h
6,5 s
Motorenwerte
Höchst­geschwindigkeit
204 km/h
Motorenwerte
CO2-Ausstoß (komb.)*
149 g/km
Motorenwerte
Verbrauch (komb.)*
6,3 l/100km
Motorenwerte
Energieeffizienzklasse*
F

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer Pkw' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

Design

Design

  • Lotus Elise 3 Aussenansicht Front schräg dynamisch blau
  • Lotus Elise 3 Aussenansicht Front schräg statisch rot gelb
  • Lotus Elise 3 Aussenansicht Seite statisch orange
  • Lotus Elise 3 Innenansicht statisch Studio Sitze fahrerseitig
  • Lotus Elise 3 Innenansicht statisch Studio Sitze und Armaturenbrett beifahrerseitig
  • Lotus Elise 3 Innenansicht statisch Vordersitze und Armaturenbrett fahrerseitig
  • Lotus Elise 3 Aussenansicht Front schräg dynamisch blau
  • Lotus Elise S Cup 3 Aussenansicht Front schräg dynamisch grün
  • Lotus Elise S Cup 3 Aussenansicht Front schräg statisch grün
  • Lotus Elise 3 Aussenansicht Front schräg dynamisch orange
  • Lotus Elise 3 Innenansicht statisch Sitze und Armaturenbrett beifahrerseitig
  • Lotus Elise CR 3 Aussenansicht Front schräg statisch rot
  • Lotus Elise CR 3 Aussenansicht Heck schräg statisch rot
  • Lotus Elise 3 Aussenansicht Seite schräg erhöht statisch orange
  • Lotus Elise 3 Aussenansicht Heck schräg dynamisch weiss
Modell im Test

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

Geringe Abmessungen, extremer Leichtbau und ein exzellentes Fahrverhalten: Der Mittelmotor-Roadster Elise zeichnet sich durch die gleichen Eigenschaften aus, die Lotus-Konstruktionen schon immer sehr agil, sehr schnell und sehr begehrenswert machten. In dieser Tradition ist auch die Elise der Serie 3 ein herrlich unvernünftiges Spielzeug, vorzugsweise für die Landstraße geblieben, das sich allen praktischen Zwängen mit buchstäblicher Leichtigkeit entzieht. Als Sportwagen überzeugt die Elise auch durch ihre Kompromisslosigkeit. So viel Verzicht auf Komfort, aber auch auf regelnd eingreifende Assistenzsysteme, ist in der modernen Autowelt selten geworden. Das macht die Elise zu einem echten puristischen Sportwagen.

Motoren

Motoren

Zwei Vierzylinder-Benziner von Toyota treiben die Elise wahlweise an. Schon mit den 136 PS der kleinen 1,6-Liter-Maschine spurtet der englische Sportwagen in munteren 6,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der 1,8-Liter-Benziner leistet mithilfe eines Kompressors stolze 220 PS und beschleunigt das Auto in nur 4,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Motor- und Getriebeabstimmung der Lotus Elise sind dabei ebenso alltagstauglich wie die niedrigen Verbrauchswerte von 6,3 und 7,5 Liter nach Norm.

  • zwei Vierzylinder-Benziner mit 1,6- und 1,8-Liter Hubraum
  • manuelles 6-Ganggetriebe
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Sicherheit

Sicherheit

No risk, no fun! Zur Lotus Elise liegen keinerlei Crashtest-Ergebnisse vor. Dem leichten Aluminiumfahrwerk und der Karosserie aus glasfaserverstärktem Kunststoff sollte bezüglich der passiven Sicherheit auch nicht allzu viel zugetraut werden. Geschützt werden Fahrer und Beifahrer nur durch Sicherheitsgurte und jeweils einen Airbag.

Bis auf wenige Ausnahmen verfügt die Elise über keinerlei Elektronik. Daher sucht man auch aktive Sicherheitssysteme wie Spurverlassenswarner, adaptive Geschwindigkeitsregelung oder gar eine Verkehrszeichenerkennung mit adaptiven Tempobegrenzer vergebens. Helles und damit sicherheitsförderndes Xenon-Licht kann die Elise ebenfalls nicht bieten.

  • Sicherheitsgurte für Fahrer und Beifahrer
  • Airbags für Fahrer und Beifahrer
Sicherheitsausstattung anzeigen
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Ausstattung

Ausstattung

Die Lotus Elise Sport und die stärkere Lotus Elise Sport 220 verfügen über die gleiche, aufs Wesentliche reduzierte Serienausstattung. Luxus, der das Gewicht der Elise in die Höhe treiben würde oder elektronische Assistenzsysteme, die den Spaß am übermütigen Kurvenflitzen einbremsen könnten, sucht man in diesem Auto vergebens. Größeren Wert legen Hersteller und Käufer umgekehrt auf die Gewichtsersparnis, weshalb die Liste der Sonderausstattungen um den Posten „Leichtbauteile“ erweitert wurde. Für saftige Aufpreise können Lotus-Fans damit ihre Elise um bis zu 24,4 Kilogramm erleichtern.

  • 6-Gang-Sportgetriebe
  • Elektronische Differenzialsperre
  • Sportsitze
  • Schalthebel und Handbremse aus Aluminium
Ausstattungsdetails anzeigen
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Beschreibung

Modellbeschreibung

„First take simplicity, then add lightness!“ Das Credo des Lotus-Firmengründers Colin Chapman findet sich auch heute noch in der Elise Serie 3 in reinster Form wieder. Der Mittelmotor-Roadster ist so puristisch ausgeführt, dass selbst ein einfaches CD-Radio in der Sonderausstattungsliste steht. Stattdessen hat der Lotus serienmäßig ein superleichtes Aluminium-Monocoque, ein Bilstein-Gasdruckdämpfer-Fahrwerk und eine elektronische Differenzialsperre zu bieten.


Vorderansicht - schräg
Das geringe Preisniveau des englischen Sportwagens ist verlockend.
Seitenansicht

In dieser Form ist auch die Elise der dritten Generation, nach ihrem Debüt im Jahre 1996, ihrem Wesen als kompromissloses Spielzeug für die Landstraße treu geblieben. Dabei tut es der Lotus-Liebhaberei auch keinen Abbruch, dass die Antriebstechnik aus dem Toyota-Regal stammt. Im Gegenteil: Das englische Sportwagen-Know-how ist in Verbindung mit japanischer Zuverlässigkeit und bezahlbaren Preisen eine wirkliche Verlockung.

Sehr gutes Leistungsgewicht

Mit 866 beziehungsweise 914 Kilogramm sind die Lotus Elise Sport und die Lotus Elise Sport 220 in der Tat sehr leichte Autos. Mit ihren 136 PS verfügt die kleine Elise über ein gutes Leistungsgewicht von 6,37 Kilogramm pro PS und die stärkere Variante mit 220 PS sogar über ein noch besseres von 4,15 Kilogramm pro PS. Damit rangieren sie zwar nicht in der Liga der Supersportwagen, sind aber auf kurvigen Strecken, auch dank ihres hervorragenden Fahrwerks, nur sehr schwer zu schnappen.

Stimmiges Preis-Leistungsverhältnis

Der Einstiegspreis von 39.900 Euro für eine Lotus Elise Sport mit 136 PS ist durchaus angemessen. Dafür erhält der Lotus-Fan einen charakterstarken Flitzer der alten englischen Schule, den es in dieser Form und zu diesen Preisen, insbesondere aufgrund der steigenden Sicherheitsanforderungen, kein zweites Mal geben wird. Trotz aller Unvernunft: Im Unterhalt ist der 1,6-Liter-Benziner sehr günstig und erfreut seine Besitzer auch mit einem sehr geringen Wertverlust.

No risk, no fun! Dass die Elise in Sachen Sicherheit nicht mehr auf der Höhe der Zeit ist, müssen ihre Besitzer in Kauf nehmen. Immerhin stammt die Konstruktion aus den frühen 1990er Jahren. Die fragwürdige Crash-Sicherheit, die komplett elektronikfreie Zone im Innenraum und die Abwesenheit moderner Assistenzsysteme jenseits von ABS wird Lotus-Fans aber nicht schrecken. Eher im Gegenteil, das Auto soll ja Spaß machen.

Fazit zur Lotus Elise Serie 3

Die Lotus Elise Serie 3 ist ein Sportwagen von echtem Schrot und Korn. Sie ist klein, leicht, extrem agil und dynamisch. Zugunsten dieser Performance entbehrt das Fahrzeug alles, was nicht unbedingt zur Steigerung des Fahrspaß’ beiträgt. Seit rund 20 Jahren auf dem Markt, ist sie mit ihrem puristischen Charakter andererseits auch ein schöner Gradmesser für den Zuwachs an Komfort, Sicherheitstechnik, Leistung und Gewicht, den Sportwagen in dieser Zeitspanne erfahren haben. Ob diese Entwicklung auch ein mehr an Fahrgenuss bedeutet, wird von der knackigen Lotus Elise dabei eindeutig in Frage gestellt.