Land Rover Defender (Dreitürer)Seit 1996

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(8 Testberichte)
Land Rover Defender (Dreitürer) Bewertung 3.2/5 basierend auf 8 Testberichte.
  • Motoren
  • Modell im Test
  • Design
Preis
für Defender 90 Tdi (Diesel, 113 PS)
Fahrzeugeinordnung

Ab 1996 geht der Land Rover Defender in die letzte Produktionsrunde. Der britische Geländewagen zählt mit über zwei Millionen seit 1948 verkauften Exemplaren zu den Klassikern der Autogeschichte. Den modular aufgebauten Defender gibt es in verschiedenen Radständen. Auch die 3-türige Variante Defender 90 ist mit verhältnismäßig wenig Aufwand flexibel wandelbar. 2007 gibt es im Zuge der fünften Modellüberarbeitung neben leichten Änderungen am Äußeren ein verändertes Cockpit sowie neue Sitze. Zudem werden der neue, sparsamere Motor und ein Sechsganggetriebe eingeführt. Der Defender ist ein Automobil mit viel Charakter und Individualität. Als Konkurrenten passen am ehesten das G-Modell von Mercedes und vielleicht noch begabte japanische Geländegänger wie Mitsubishi Pajero und Toyota Land Cruiser.

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Stärken
  • Robuster Aufbau
  • Sehr gute Geländetauglichkeit (Allrad)
  • Hohe Anhängelast
Schwächen
  • Geringes Sicherheitsniveau
  • Teils hoher Verbrauch
  • Mäßige Verarbeitung
Daten
Motorenwerte
Leistung
83 kW / 113 PS
Motorenwerte
0 - 100 km/h
18,1 s
Motorenwerte
Höchst­geschwindigkeit
129 km/h
Motorenwerte
CO2-Ausstoß (komb.)*
- g/km
Motorenwerte
Verbrauch (komb.)*
- l/100km
Motorenwerte
Energieeffizienzklasse*
-

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer Pkw' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

Design

Design

  • Land Rover Defender Dreitürer Detail Aussenansicht Kühlergrill statisch schwarz silber
  • Land Rover Defender Dreitürer Aussenansicht Seite schräg statisch silber
  • Land Rover Defender Dreitürer Studio Innenansicht Armaturenbrett statisch schwarz silber
  • Land Rover Defender Dreitürer Aussenansicht Seite statisch grau braun blau gelb
  • Land Rover Defender Dreitürer Aussenansicht Seite schräg statisch silber
  • Land Rover Defender Dreitürer Innenansicht Beifahrerposition statisch schwarz rot
  • Land Rover Defender Dreitürer Studio Detail Aussenansicht Kotflügel statisch weiß
  • Land Rover Defender Dreitürer Aussenansicht Seite statisch silber
  • Land Rover Defender Dreitürer Detail Aussenansicht Rückleuchten statisch weiß
  • Land Rover Defender Dreitürer Studio Innenansicht Vordersitze statisch schwarz
  • Land Rover Defender Dreitürer Studio Innenansicht Armaturenbrett statisch schwarz
  • Land Rover Defender Dreitürer Aussenansicht Heck statisch weiß
  • Land Rover Defender Dreitürer Studio Innenansicht Rücksitze statisch schwarz
  • Land Rover Defender Dreitürer Aussenansicht Front schräg statisch grau
Modell im Test

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

Er ist der Urvater ganzer Geländewagen-Generationen – der Land Rover Defender. Zum wiederholten Male leicht überarbeitet, wirkt er allerdings auch in der letzten Generation in vielen Punkten nicht mehr `up to date´. Das liegt vor allem an der doch sehr einfachen, rustikalen Ausstattung mit wenig Komfort und am geringen Sicherheitsniveau dieses Geländewagens. Auch der Dieselmotor müht sich im Alltag mit dem fast zwei Tonnen schweren Defender reichlich ab und verbraucht zudem, bis zur Umstellung auf den modernen Common-Rail-Diesel aus BMW-Hand, durchaus viel Sprit. Erst dieser bringt – auch in Verbindung mit 6-Gang-Schaltgetriebe – mehr Fahrkomfort mit deutlich geringerem Geräuschpegel und eine erträgliche Tankrechnung. Außerdem hat er einen Rußfilter. Das modulare Dachsystem bringt im Alltag durchaus Spaß und Abwechslung – mit etwas Übung ist der Defender hier schnell wandelbar und für jedes Vorhaben gerüstet. Insgesamt bleibt der Defender 90 eine eigenwillige Fahrmaschine mit teils reichlich schlampiger Verarbeitung und wenig Sicherheitsfeatures. Etwas für den hart gesottenen Geländewagen-Puristen also, der seinen Spaß im Gelände sucht.

Communitybewertungen

5 Sterne
0
4 Sterne
4
3 Sterne
4
2 Sterne
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1 Sterne
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Karosserie
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Antrieb
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Fahrdynamik
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Komfort
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Emotion
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158PY am 25. November 2013

„Es ist unnötig, dieses Auto zu empfehlen. In den vergangenen 65 Jahren wussten so ziemlich alle Käufer sehr genau, warum sie sich ausgerechnet diese Kraxe anschaffen. Objektive technische Gründe wird man ohnehin nicht finden, die technische Entwicklung hat den Wagen längst überholt - dass er trotzdem noch immer besser als die meisten anderen Geländefahrzeuge ist (ich sage nur: Steigfähigkeit 100%) mag höchstens illustrieren, dass so mancher technischer Fortschritt vielleicht eben doch nicht so fortschrittlich ist.“

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onlinemotor am 9. August 2012

„Es gibt wohl kaum noch solche Exoten die dieses Image dermaßen stark aufgebaut haben. Im weiteren Testalltag wurde immer wieder von Entgegenkommenden mit der Lichthupe Signale gegeben. Es war in keinem Fall die Warnung vor einer Geschwindigkeitskontrolle, nein es war die pure Freude. Die Karosserie Form Pick Up erfreut sich in den letzten Jahren einer wachsenden Beliebtheit. Beim Land Rover Defender werden drei unterschiedlichen Radstände mit zwei Passagierkabinen Single (Truck Cap) und Crew Cab/Double Cab (4 Türer/5 Sitzer) und fünf unterschiedlichen Ladeflächen angeboten.“

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Puh-Tempel am 1. August 2016

„Ein Defender, gerade als 110er, ist absolut familientauglich. Neben einer Probefahrt sollten sich potentielle Käufer nicht von den stark auseinander gehenden Meinungen im Internet verrückt machen lassen! Am besten selbst ein Urteil bilden, idealer Weise bei eine Probefahrt über ein Wochenende. Wir würden ihn wieder kaufen, sind zufrieden und pannenlos glücklich. Er vermittelt uns endlich das gesegnete Glück, automobil angekommen zu sein. Ein schönes unheimlich beruhigendes Gefühl und seelig der, der sowas von sich sagen kann - egal bei was für einem Auto! Bei uns ist es einer der letzten Defender. Er ist alltagstauglich und verträgt es durchaus, dass wir ihn nicht artgerecht halten. Zumindest wenn man nach der Meinung der meisten Defenderfahrer geht. Wir mögen ihn trotzdem und wir fahren alle gern mit ihm, sehr gern! Außerdem geht man jeder Diskussion aus dem Weg, egal mit wem. Denn ein Defender ist stets eine Aussage, indirekt zu allem. Dabei klassenlos wertfrei wie ein alter 911er, ein Käfer, ein Bulli oder die Ente...“

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Motoren

Motoren

Den Land Rover Defender gibt es in Deutschland ausschließlich mit Dieselmotor und Allradantrieb. Die 2,2- bzw. 2,4-Liter-Triebwerke leisten 113 bzw. 122 PS und erfüllen in der modernsten Version mit Common-Rail-Einspritzung auch die strengere Euro-5-Abgasnorm. Neben einem 5-Gang-Schaltgetriebe ist der Defender ab 2007 auch mit 6-Gang-Schaltung ausgerüstet, die etwas mehr Komfort und Sparsamkeit mit sich bringt.

  • Vier-Zylinder-Dieselmotoren 
  • 113 bzw. 122 PS 
  • Fünf- und Sechs-Gang-Schaltgetriebe
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Sicherheit

Sicherheit

Das serienmäßige Sicherheitsniveau des Defender 90 muss als schlecht bezeichnet werden. Airbags fehlen ebenso wie ein geeigneter Rückhalteschutz für die quer sitzenden Passagiere auf den hinteren Plätzen. Insgesamt birgt die Gestaltung des Innenraums erhöhte Verletzungsrisiken. ABS und Antriebsschlupf-Regelung müssen mit über 1.500 Euro extra bezahlt werden. Auch in puncto Fußgängerschutz erfüllt der Defender nicht die deutlich strengeren EU-Richtlinien.

  • Keine Airbags 
  • Fehlendes Rückhaltesystem auf den Rücksitzen
  • ABS und ESP teils optional 
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Ausstattung

Ausstattung

Die Serienausstattung des kleinsten Defender-Modells kann durchaus als mager bezeichnet werden. Allerdings bietet die modulare Dachbauweise viel Spielraum im Alltag. So kann der Geländewagen wahlweise als County Station-Wagon `CSW´ (geschlossen mit Fenstern), mit Hardtop `HT´ (geschlossen ohne Fenster), als Soft Top `ST´ (mit Plane) oder als Pickup `PU´ bewegt werden. Immer an Bord ist der permanente Allradantrieb. Im letzten Baujahr 2015 versüßen zudem die drei Sondermodelle Autobiography Edition, Adventure Edition und Heritage Edition das Leben der Defender-Fans.

Zur Serienausstattung gehören:

  • Allradantrieb 
  • Weiße Stahlräder oder Fünf-Speichen-Leichtmetallräder
  • ABS und ESP
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Beschreibung

Modellbeschreibung

Unzerstörbarer Leiterrahmen samt zwei Starrachsen und Schraubenfedern – was sich altbacken anhört, hilft dem Defender im Geländealltag.


Britische Ikone, die auch nach fast 70 Jahren Bauzeit sehr viele Fans hat.

Ein rustikaler Geländewagen bleibt der Defender auch in seiner letzten Modellgeneration. Die große Fangemeinde des Briten will es so und bleibt dem Gelände-Veteranen treu ergeben. Als Ikone ganzer Geländewagengenerationen geht der Land Rover Defender ab 2007 aber etwas aufgefrischt in den Ring.

Defender 90 – das Gelände ist sein Metier

Bis zum Produktionsende setzen die Engländer auf ihren unzerstörbaren Leiterrahmen samt zwei Starrachsen und Schraubenfedern. Damit kann der Defender im Gelände seine Räder sowohl x- wie o-beinig verschränken und nahezu jeden Hügel und Graben problemlos meistern. Was von außen bisweilen nach einem Achsbruch aussieht, ist gewollt und fühlt sich im Inneren des kurzen Defender völlig unspektakulär an. Ein kleiner Selbstdarsteller also – aber durchaus sympathisch.

Zugmaschine – ein Diesel muss reichen

Den durstigen V8-Benziner verbannt Land Rover gänzlich vom deutschen Markt. Der dreitürige Defender 90 muss jeweils mit einem Dieselmotor vorliebnehmen. Das ist keine schlechte Entscheidung, denn der neue Common-Rail-Diesel ist deutlich sparsamer und leiser. Auch wurde er im Laufe der Baujahre stetig verbessert: Insbesondere der ab dem Modelljahr 2007 verbaute 2,2-Liter-4-Zylinder-Dieselmotor mit 122 PS steht dem kultigen Geländegänger bei Verbrauch, Emissionen und Geräuschentwicklung deutlich besser. 360 Nm Drehmoment bieten stets genug Kraft. Mit maximal 145 km/h ist nicht die Autobahn seine Heimat, eher das Cruisen und Bergsteigen. Und das Lastenziehen: Der Defender schafft, je nach Bremsanlage, beachtliche 3,5 bis 5Tonnen Anhängelast – bei immerhin fast zwei Tonnen Eigengewicht.

Spartanisch – Komfort und Luxus passen nicht zum `Landy´

Im letzten Defender-Modell werden noch einmal die inneren Werte geschliffen: Leicht besseres Fahrverhalten, ein Hauch mehr Komfort und ein neues Armaturenbrett müssen dabei reichen. Sitzkomfort sowie Heizung und Klimatisierung werden aber von Land Rover deutlicher optimiert. Dennoch: Wie die größeren Brüder bleibt der Defender 90 seinen spartanischen, kultigen Wurzeln treu – selbst das Zündschloss sitzt bis zuletzt links neben dem Lenkrad.

 

Fazit zum Land Rover Defender IV, 3-Türer `90´, 1996–2016

Komfort und Solidität sollte man von einem Land Rover Defender 90 auch in der jüngsten Generation nicht gerade erwarten. Die Verbesserungen an Motor, Getriebe und Innenraum sind aber deutlich zu spüren. Dank der massiven Leiterrahmenkonstruktion samt zwei Starrachsen und Schraubenfedern ist und bleibt er ein Geländegänger par excellence – gleichzeitig, trotz nur 3,70 Meter Länge, erstaunlich unhandlich mit riesigem Wendekreis. Wer einen kultigen Geländewagen für extreme Situationen sucht, durch Matsch, Schnee und Geröll muss, der ist mit dem Land Rover Defender gut beraten. Als 3-Türer mit kurzem Radstand zwar nicht ganz so üppig wie die größeren Modellbrüder – dank modularer Dachkonstruktion aber sehr wandelbar. Für relativ wenig Geld gibt es hier Fahrspaß inklusive, was leider nicht für das Sicherheitsniveau gilt. Dieses bringt den Land Rover Defender 2016 letztlich auch endgültig ins Museum.

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