Kia Venga (Serie)

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Im Jahr 2010 hat der Automobilhersteller Kia den flippigen Soul eingestellt und den eher konservativen Venga auf den Markt gebracht. Der kleine Van bietet im Gegensatz zum Soul eine klassischere Linie plus viel Platz auf allen Plätzen sowie im Kofferraum. Allerdings leiden kleine Vans aktuell stark unter dem SUV-Boom. Konkurrenten wie der Opel Meriva, der Renault Modus oder der Nissan Note sind bereits zugunsten kleiner Geländewagen eingestellt worden. Ob Kia nochmal einen Nachfolger auflegt, steht in den Sternen.

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Daten

Daten

Im Modelljahr 2018 wird der Kia Venga mit zwei Benzinern und einem Diesel angeboten, die ihre Kraft allesamt aus vier Zylindern schöpfen. Das Basismodell fährt mit einem 1,4-Liter-Benziner und 90 PS, verbraucht nach Norm 6,0 Liter und erreicht ein Spitzentempo von 169 km/h. Im wahlweise mit Schaltung oder Automatik lieferbaren Top-Modell übernimmt die Arbeit ein 1,6-Liter-Aggregat, das mit 125 PS bis zu 185 km/h erreicht und je nach Getriebe 6,4 oder 6,5 Liter nach Norm verbraucht. Der aktuell einzige Diesel ist ein 1,6-Liter-Selbstzünder mit 128 PS. Er ermöglicht ein Spitzentempo von 185 km/h und verbraucht auf dem Prüfstand 4,5 Liter.

  • zwei Benziner, ein Diesel mit 90 bis 128 PS
  • nur starker Benziner mit Automatik erhältlich
  • schnellste Version fährt 185 km/h
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Test

Test

Als der Venga im Jahr 2010 auf den Markt kam, waren die Kritiker voll des Lobes für den kleinen Van: Das Design nicht so spießig, das Fahren halbwegs sportlich und die Preise zwar stolz, aber dafür in Kombination mit der konkurrenzlosen 7-Jahres-Garantie. Damit war der Venga Konkurrenten wie dem Citroën C3 Picasso, dem Opel Meriva oder dem Renault Modus in jeder Hinsicht überlegen. Jahre später fällt das Urteil ein wenig anders aus. Denn mittlerweile ist nicht nur das Auto selbst in die Jahre gekommen, sondern auch entsprechend altbacken und in der Ausstattung nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Auch das ganze Segment ist verstaubt und löst sich langsam auf. Die Konkurrenz jedenfalls hat ihre Vans weitgehend eingestellt und bereits auf SUVs gewechselt.

  • lange Garantie kompensiert hohen Preis
  • attraktives Design
  • aussterbende Fahrzeuggattung
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Preise

Preise

Kia verkauft den Venga zu Preisen ab 14.890 Euro. Dafür gibt es das Basismodell mit einem 90 PS starken Benziner in der „Attract“-Ausstattung. Den großen Benziner mit 125 PS bieten die Koreaner ab dem Ausstattungsniveau „Edition 7“ für mindestens 18.090 Euro an und der 128 PS starke Diesel startet als „Dream Team Edition“ für 20.740 Euro. Wer bei den Ausstattungslinien ganz nach oben klettert, kommt auf bis zu 24.690 Euro für den 1,6-Liter-Benziner in der „Platinum Edition“. Der Vergleich mit den Wettbewerbern fällt schwer, weil die mittlerweile zumeist eingestellt und gegen SUVs ausgetauscht worden sind. Gegenüber Autos wie dem Opel Crossland, Renault Capture oder Citroën C3 Aircross hat der Venga als klassischer Van einen deutlichen Preisvorteil.

  • Grundpreis 14.890 Euro
  • Diesel ab 20.740 Euro
  • günstiger als die entsprechenden SUV der Konkurrenz
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Mit dem Soul hat Kia zwar einen Klassiker mit Kultfaktor ins Rennen gebracht. Doch für ein echtes Erfolgsmodell polarisiert die kantige Kiste zu sehr. Deshalb haben die Koreaner für konservativere Gemüter auf der gleichen Bodengruppe 2010 den Venga nachgereicht.


Vorderansicht - schräg
Der Kia Venga ist der brave Bruder des Soul.
Seitenansicht

Konzipiert als Konkurrent für Autos wie Opel Meriva, Nissan Note oder Renault Modus und wie ein klassischer Van gezeichnet, misst der Fünfsitzer 4,07 Meter und bietet mehr Platz als sein flippiger Bruder. Außerdem gibt es im Heck einen doppelten Boden, mit dem man entweder die Ladekante einebnen oder den Stauraum erweitern kann. Trotzdem ist er kein Spießer, sieht mit seinem für einen Van ungewöhnlich flachen Dach dynamischer aus als die meisten Konkurrenten und hat nicht umsonst den Red Dot Design Award eingefahren. 

Großer Radstand, flexibles Innenleben

Dass der Venga trotz des kompakten Formats ordentlich Platz bietet, liegt vor allem am üppigen Radstand von 2,62 Metern. So wird der Innenraum gestreckt und mit ihm die Beinfreiheit vergrößert. Vorn können deshalb auch Sitzriesen bequem Platz nehmen und die gute Übersicht der hohen Sessel genießen. Da man die Plätze im Fond mit einem Handgriff um 13 Zentimeter verschieben kann, wird selbst der Rücksitz nicht zur Strafbank. Nur der Kofferraum schmilzt dann auf magere 314 Liter. Allerdings haben die Koreaner für eine ebene Ladekante einen doppelten Boden eingezogen. Versenkt man den ins Tiefparterre, wächst das Fassungsvermögen bereits auf 422 Liter. Wer dann noch den Fußraum im Fond opfert, kann bis zu 552 Liter einladen oder gleich die Sitze umlegen und bis unters Dach respektable 1.341 Liter stauen.

Frischer Wind für frische Farben

Innen weht ähnlich wie außen ein wenig frischer Wind. Natürlich sind die Materialien nicht so edel wie bei Golf & Co. Doch sind die Oberflächen liebevoll gestaltet, das Cockpit und die Mittelkonsole zeugen mit ein paar witzigen Schaltern von der Finesse der Formgeber, und wer möchte, kann es bei den Koreanern endlich auch mal bunt treiben. Denn neben zwei Interieurfarben gibt es noch vier verschiedenfarbige Zierleisten und sechs Stoffbezüge.

Vier Motoren zur Wahl 

Unter der Haube ist der Soul-Brother mit zwei Dieseln und zwei Benzinern gestartet, die jeweils 1,4 und 1,6 Liter Hubraum besitzen. Die Basismotoren kommen in beiden Fraktionen auf 90 PS, der große Benziner auf 125 PS und der 1,6-Liter-Diesel auf 128 PS. Damit schaffen die schnelleren Versionen den Spurt auf Tempo 100 in rund elf Sekunden und laufen munter weiter bis etwa 180 km/h. 

Start-Stopp für alle

Schon in der Grundausstattung verbraucht der sparsamste Motor lediglich 4,7 Liter nach Norm (CO2-Ausstoß: 124 g/km). Doch als seinerzeit einziger Anbieter in diesem Segment hat Kia alle Motorvarianten von Anfang an für 300 Euro Aufpreis auch mit einer Start-Stopp-Automatik ausgerüstet, die den Verbrauch im Schnitt um weitere acht Prozent drückt. Dann verbraucht der Sparmeister in der Palette nur noch 4,5 Liter (117 g/km CO2). 

Ungewisse Zukunft

Die Zukunft des Venga ist ungewiss. Weil alle Welt vom Van auf ein SUV wechselt, wurden Konkurrenten wie der Renault Modus oder der Opel Meriva bereits eingestellt und die Chancen für einen Nachfolger des kleinen Raumwunders aus Korea stehen entsprechend schlecht. 

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