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Hyundai Tucson

Alle Modelle mit Tests, Daten, Preisen und Kosten

Der Tucson ist in zweifacher Hinsicht eines der wichtigsten Modell für die südkoreanische Marke Hyundai: Zum einen spielt er in der heiß umkämpften und nach wie vor boomenden Liga der Kompakt-SUV wie VW Tiguan, Renault Kadjar oder Ford Kuga mit. Zum anderen verkörpert er den Blick in die Zukunft des Herstellers. Als ix35, wie die Modellreihe zwischenzeitlich hieß, ging das Fahrzeug als das weltweit erste Auto eines Großserienherstellers mit Brennstoffzellenantrieb in die Geschichte ein. Die überwiegende Mehrheit der ix35, die auf den Straßen unterwegs sind, fahren aber noch mit Diesel- bzw. Ottomotoren. Und beim neuen Tucson fehlen alternative Antriebe komplett.

Modelle

Aktuelle Generation

Daten

Daten

Der Tucson fährt mit zwei Benzinern (132 PS und 177 PS aus je 1,6 Liter Hubraum) sowie zwei Dieselmotoren mit 1,7 Liter und 2,0 Litern in vier Ausbaustufen, die zwischen 116 PS und 185 PS abgeben – alles Vierzylinder. Große und richtig leistungsstarke Maschinen fehlen damit. Am besten im Saft steht der 1.6 T-GDI Turbobenziner mit 177 PS, der in 9,2 Sekunden auf Tempo 100 sprinten kann und maximal 205 km/h erreicht. Mit 265 Nm weist er aber weniger Drehmoment als der schwächste Diesel auf, der auf 280 Nm, zugleich aber den geringsten Normverbrauch von 4,6 Litern Diesel (CO2-Austoß: 119 g/km) kommt. In dieser Hinsicht wird er nur vom ix35 Fuel Cell übertroffen, der keine schädlichen Abgase entlässt, 300 Nm besitzt und immerhin bis zu 160 km/h sowie einen Aktionsradius von 594 Kilometern erreicht.

  • Brennstoffzellen-Antrieb im Programm
  • ansonsten ausschließlich Vierzylinder
  • ganz starke Motoren fehlen
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Test

Test

Das Abschneiden in Tests hinterlässt gemischte Gefühle. Hauptkritikpunkt ist das Fahrwerk, das besser abgestimmt sein könnte und beim Federungskomfort schwächelt. Auch die Lenkung empfinden Tester als gefühllos. Vorbildlich dagegen die Sicherheitsausstattung, die angesichts der Fülle von Assistenzsystemen und dem dank aktiver Motorhaube guten Fußgängerschutz ebenso gelobt wird wie das sehr gute Platzangebot, die einfache Bedienung und die gute Verarbeitung. Flotte Fahrleistungen mit Beschleunigungswerten von unter zehn Sekunden auf 100 km/h versprechen aber nur die stärkeren Motoren, deren Verbrauchswerte aber einem nur befriedigenden Niveau liegen. Die Start-Stopp-Automatik ist nicht für alle Motoren verfügbar.

  • mäßiger Federungskomfort
  • gute Fahrleistungen
  • mittelmäßiger Verbrauch
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Preise

Preise

Je nach Version ist der Tucson ein ganz schön teures Auto, der ix35 Fuel Cell ist es mit einem Anschaffungspreis von 65 450 Euro sowieso. Eine recht gute Serienausstattung relativiert dies immerhin. Auch im Unterhalt gehört das Kompakt-SUV nicht zu den wirtschaftlichsten Modellen. Dafür kann der Kunde bei der Garantieleistung sparen, denn sie erstreckt sich über fünf Jahre und muss nicht teuer verlängert werden. Günstigster Tucson ist der 1.6 GDI Blue mit 132 PS, der ab 22 740 Euro kostet, für einen Diesel muss mit dem 1.7 CRDi Blue mit 116 PS ab 25 090 Euro bezahlt werden. Günstigstes Modell mit Allrad ist der 1.6 T-GDI mit 177 PS, der mit 29 890 Euro in der Liste steht. Ein Automatik- oder Doppelkupplungs-Getriebe ist nicht für alle Varianten erhältlich und kosten ab 1900 Euro.

  • fünf Jahre Garantie
  • gute Serienausstattung
  • recht hohe Anschaffungspreise
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Als dritten Geländewagen im Portfolio stellte Hyundai den Tucson 2004 auf der Chicago Auto Show vor. Angesiedelt war er unterhalb der Modelle Santa Fe und Terracan, letzteres ein Auto auf Basis des Klassikers Mitsubishi Pajero, der aber zwei Jahre später eingestellt wurde. Weil die heutigen Opponenten noch gar nicht auf dem Markt waren, positionierte man das Auto gegen damals einschlägige Kraxler wie den Land Rover Freelander oder den Nissan X-Trail.


Vorderansicht - schräg
Die heutigen Opponenten waren noch gar nicht auf dem Markt.
Seitenansicht

Zu haben war das neue, 4,33 Meter lange Kompakt-SUV mit Front- und Allradantrieb. Die Motorenpalette war zum Marktstart mit einem 2,0-Liter-Benziner mit 141 PS, einem 2,7-Liter-Benziner mit 175-PS-V6 sowie einem 113 PS starken Commonrail-Diesel schmal bestückt, später kamen mit 140 PS und 150 PS zwei stärkere Versionen des 2,0-Liter-Selbstzünders zu den Kunden – auch mit Rußpartikelfilter.Allrad und eine vierstufige Automatik waren nur im V6 standardmäßig an Bord. Zur Sicherheitsausstattung zählten vier Airbags und ABS. ESP war anfangs den 4WD-Versionen vorbehalten. Den Komfort steigerten je nach Modell Zentralverriegelung, Bordcomputer, Klimaautomatik oder Tempomat. Das Facelift von 2006 brachte mehr Bequemlichkeit wie verstellbare Nackenstützen vorn sowie eine Lendenwirbelstütze für den Fahrer.

Sprit-Spar-Meister mit Start-Stopp-Automatik

Der Nachfolger des ersten Tucson kündigte sich mit der auf dem Genfer Salon 2009 gezeigten Studie HED-6 aus dem europäischen Designcenter von Hyundai an und war – zum Serienauto ix35 gereift – erstmals auf der IAA im Spätsommer in Frankfurt öffentlich zu sehen. Im Frühjahr 2010 rollte das umbenannte und auf 4,41 Meter gestreckte, aber etwas abgeflachte Kompakt-SUV des koreanischen Herstellers in den Handel. Als erster Hyundai bekam es das damals eingeführte Familiengesicht mit den weit schmaleren Scheinwerfern.Evolution auch unter dem Blech: Es blieb zwar bei der Wahl zwischen Front- und Allradantrieb für die meisten Motoren. Die Getriebe der Dieselausführungen, ob Automatik oder Handschaltung, ließen sich nun aber über sechs Gänge schalten. Bei den Benzinern war als Schaltgetriebe eine fünfstufige Version im Einsatz. Dass Diesel und die Senkung des CO2-Ausstoßes stark in Mode gekommen waren, zeigte sich am nun größeren Selbstzünder-Anteil: Unter der Haube arbeiteten zwar drei Benziner mit 135 bis 166 PS, aber auch ebenso viele Diesel.Der 2,0-Liter-Diesel gab in zwei Leistungsstufen 136 PS und 184 PS ab, der nachgereichte 1,7-Liter als Einstiegsmodell und Sprit-Spar-Meister mit Start-Stopp-Automatik und einem Normverbrauch von 5,3 Litern (CO2-Ausstoß: 139 g/km) 116 PS. Hyundai bewarb den Wagen als „sauberstes“ SUV seiner Klasse. Der stärkste Benziner stand dagegen mit 7,2 Litern (CO2-Ausstoß: 189 g/km) im Datenblatt. Den V6-Diesel strich Hyundai ersatzlos.

Paukenschlag mit Wasserdampf

Im Jahr 2013 betrat Hyundai mit dem ix35 vor allem in Hinblick auf den Antrieb Neuland. Eingeführt wurde im Zuge einer Modellpflege, die LED-Tagfahrlicht und erstmals Bi-Xenonscheinwerfer in die Optionsliste und darüber hinaus auch ein Plus an Fahrkomfort brachte, der erwähnte 2,0-Liter-Benziner mit Direkteinspritzung und 166 PS. Die Diesel wurden auf mehr Sparsamkeit getrimmt. Doch der Paukenschlag, mit dem es der koreanische Hersteller allen Traditionsmarken vormachte, war der ix35 Fuel Cell, das weltweit erste Serienauto mit Brennstoffzellenantrieb, das noch vor dem Toyota Mirai (ab 2014) auf den Markt kam.Die Serienfertigung des Stromers mit einem 136 PS starken E-Motor, der mittels Wasserstoff und Brennstoffzelle für die Stromproduktion an Bord selbst sorgte, lief im Sommer 2013 an. Zunächst nur im Leasing zu haben, konnte das Auto, das lediglich Wasserdampf ausstößt, aber keine lokalen Emissionen erzeugt, seit 2015 auch gekauft werden. Die Reichweite mit einer Tankfüllung H2 an Bord gab Hyundai mit knapp 600 Kilometern an. Bis heute krankt das Konzept daran, dass es kaum Wasserstoff-Tankstellen gibt. Entsprechend gering waren von Anfang an die Erwartungen an die Stückzahlen. Sollte es etwas exotischer zugehen, entschieden sich weit mehr Kunden für die vom Hersteller angebotene LPG-Umrüstung.Die dritte Generation des Kompakt-SUVs auf einer komplett neuen Plattform stellte Hyundai 2015 wieder als Tucson vor – äußerlich auf 4,48 Meter verlängert und auch etwas in die Breite gegangen, zeigte sich das SUV mit einem weit größeren Kühlergrill und der coupéhaft sich absenkenden Dachlinie als ein schnittig-modern und bullig gezeichnetes Auto. Erneut war es im europäischen Designzentrum entworfen worden.

Das Heer der Assistenten ist angekommen

Trotz des Zuschnitts vergrößerte sich das Kofferraumvolumen von 465 auf 513 Liter. Technisch machte sich die Neuausrichtung mit einer Vielzahl an verfügbaren Assistenz- und Sicherheitssystemen bemerkbar. Von Totwinkelwarner, Spurhalteassistent und Einparkhelfer über Fußgängererkennung und Notbremsfunktion bis zur Verkehrsschilderkennung und einem Querverkehrwarner fürs Ausparken aus unübersichtlichen Lücken, war jetzt vieles verfügbar. Die Komfortausstattung hob Hyundai zumindest in Details wie den klimatisierten Sitzen auf Premiumniveau.Der Allradantrieb war weiterhin als Option geführt, in Sachen Gangwechsel hielt zusätzlich eine 7-Gang-Doppelkupplung Einzug. Unter der Motorhaube neu war jedoch lediglich ein 1,6-Liter-Benziner mit Turboaufladung und 176 PS. Ansonsten setzte Hyundai überarbeitete Motoren aus dem Vorgänger ein.

 

Im Falle des Brennstoffzellenautos blieb es beim alten Namen, auch das alte Blechkleid trägt der ix35 Fuel Cell noch. Ein möglicher Nachfolger mit Wasserstoffantrieb kündigte sich auf dem Genfer Salon 2017 mit der Studie FE Fuel Cell Concept an. Eine Serienversion soll 2018 auf dem Markt kommen und dann über eine Reichweite von 800 Kilometern verfügen.