Hyundai i40 (Serie)

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Der i40 ist nach dem erfolgreichen Kompaktmodell i30 Hyundais zweites Europamodell. Gebaut wird das Mittelklassefahrzeug zwar in Korea, doch gezeichnet wurde es in Hyundais europäischem Technologie- und Designzentrum in Rüsselsheim – für den hiesigen Markt. Wer nicht auf Massenware aus Wolfsburg oder stärkere Motoren steht, für den ist der Kombi eine veritable Alternative zum ebenso langen VW Passat Variant mit vergleichbarem Raumangebot. Die Limousine des i40, mehr Coupé als Stufenheck, bekommt man allerdings nur noch gebraucht. Der Verkauf wurde 2015 eingestellt.

Daten

Daten

4,78 Meter lang, 553 Liter Kofferraum und ein 70-Liter-Tank für große Reichweiten, insbesondere in Verbindung mit den Dieselmotoren – das ist der Hyundai i40. Die verfügbaren Selbstzünder, beides 1,7 Liter große Vierzylinder, kommen auf 116 PS und 141 PS und verbrauchen in Verbindung mit dem Sechsgang-Handschalter nach Norm 4,2 Liter und 4,3 Liter Diesel (CO2-Ausstoß: 110 g/km und 114 g/km). Dagegen benötigt der Zweiliter-Ottomotor mit 165 PS als stärkstes Aggregat 7,1 Liter Super (CO2: 165 g/km), ermöglicht aber auch die besten Fahrleistungen: 210 km/h stehen hier im Datenblatt sowie 9,9 Sekunden für den Sprint auf Tempo 100. Das Siebengang-DSG gibt es nur in Verbindung mit dem stärkeren Diesel, die Sechsgang-Automatik nur für den größeren Benziner.

  • ausschließlich Diesel und Benziner
  • moderate Fahrleistungen
  • DSG oder Automatik nur für stärkere Motoren
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Test

Test

Gelobt wird der Korea-Kombi wegen seines großzügigen Platzangebots, der guten Materialanmutung und der Verarbeitungsqualität. Auch das Fahrverhalten geht in Ordnung, wobei Kritik am Federungskomfort der Vorderachse geäußert wird, die ihre Arbeit schlechter macht als die Hinterachse mit Dämpfungselektronik. Auch die Lenkung wird als wenig präzise beschrieben, die Übersichtlichkeit der Karosserie als eingeschränkt und die Fahrleistungen selbst des stärkeren Diesel, der beim Beschleunigen aus dem Drehzahlkeller etwas träge agiert, als ausbaufähig. Das optionale DSG arbeitet geschmeidig, zieht die Gänge aber unnötig hoch, woraus für den Diesel ein zu hoher Verbrauch und teils zu hoher NOx-Ausstoß (Stickoxid-Emissionen) resultieren. Der Durst des Einstiegsbenziners dagegen gilt als recht niedrig. Bei der Sicherheitsausstattung punktet der i40 – siehe Airbags und Assistenten. Allerdings fehlt nach wie vor ein Notbremssystem.

  • gutes Platzangebot
  • kein Notbremssystem
  • durstiger Diesel
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Preise

Preise

Nur noch als Kombi im Angebot, starten die Preise ab 25.490 Euro mit dem 135 PS starken 1.6 GDI Blue unter der Haube. Für das Zweiliter-Aggregat (165 PS) müssen 4570 Euro mehr investiert werden. Ab 26.940 Euro kostet der 1.7 CRDi Blue mit 116 PS, in der Ausbaustufe mit 141 PS dann als teuerste i40-Variante mindestens 30.930 Euro. Nur diese Version kann an das Siebengang-DSG gekoppelt werden, womit noch einmal 1950 Euro hinzu kommen. Die Wandlerautomatik für den Zweiliter kostet 1500 Euro Aufpreis. Angesichts der umfangreichen Serienausstattung gelten die Preis gegenüber der Konkurrenz als recht niedrig. Die Herstellergarantie beträgt fünf Jahre.

  • vergleichsweise niedrige Preise
  • fünf Jahre Garantie
  • umfangreiche Serienausstattung
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Mit dem i40 als Nachfolger des Sonata führte der südkoreanische Hersteller auch die mit dem i30 gestartete neue Nomenklatur in der Mittelklasse ein. Den Sonata gab es als eigenständiges Modell weiterhin nur für außereuropäische Märkte. Als Vorgeschmack auf das Serienmodell war 2010 auf dem Genfer Salon zunächst die viertürige Studie i-Flow zu sehen, das serienfertige Modell folgte 2011 zunächst als Kombi.


Vorderansicht - schräg
Der Europa-Fokus setzte sich auch unter der Motorhaube fort.
Seitenansicht

Auch das schon eine Ausrichtung an den europäischen Vorlieben, spielen Limousinen in der Klasse doch traditionell eine kleinere Rolle. Der Viertürer folgte erst ein halbes Jahr später, sollte aber nur bis 2015 im Programm bleiben.

Der Europa-Fokus setzte sich auch unter der Motorhaube fort. Denn anders als im Sonata, wo nur Ottomotoren eingesetzt werden, bekam der i40 wie seine Konkurrenten VW Passat Variant, Ford Mondeo Turnier, Mazda 6 Kombi oder Opel Insignia Sports Tourer, auch Dieselantriebe. Verbaut wurde ein 1,7-Liter-Turbo mit wahlweise 136 PS und 115 PS. Den schwächeren in Verbindung mit Spritsparmaßnahmen und Start-Stopp-Automatik bewarb Hyundai zur Markteinführung mit einem Normverbrauch von 4,3 Litern als saubersten Kombi seiner Klasse.

Daneben wurden ein 1,6 Liter großer Benziner mit 135 PS sowie ein 177-PS-Benziner als stärkste und schnellste Variante mit einer Höchstgeschwindigkeit von 212 km/h und einem Sprintvermögen von 9,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h angeboten. Im Verbrauch lag der stärkere Vierzylinder in Verbindung mit einem Sechsgang-Handschalter bei 6,8 Litern. Die Sechsgang-Automatik machte das Auto einen Hauch weniger spritzig, steigerte zugleich aber den Durst um ganze 0,7 Liter.

Kühlbare Sitze

Seiner Karosserieform machte der von Hyundai zu jener Zeit cw genannte Kombi alle Ehre: Das Stauvolumen lag bei großzügigen 553 Litern, die durch Umlegen der Rückbank per Knopfdruck auf bis zu 1719 Liter anwachsen konnte. Blieb die Lehne oben, konnten im i40 cw bis zu fünf Personen mitfahren. Für einen bequemeren Ladevorgang bot Hyundai als einer der ersten Hersteller eine elektrisch öffnende und schließende Heckklappe an. Zur Serienausstattung zählten außerdem neun Airbags und eine Klimaanlage.

Für weiteren Komfort sorgten Einparkhilfe, beheizbares Lenkrad oder Sitzheizungen für vorn und hinten, wobei erstmals auch eine Kühlfunktion für die Sitzflächen von Fahrer und Beifahrer bestellt werden konnten. Ebenfalls gegen Aufpreis gab es ein großes Panoramadach, Xenonlicht und einen mitlenkenden Spurassistenten, jedoch keinen Totwinkelwarner oder Notbremsassistenten. Der Tempomat war noch nicht adaptiv – und ist es bis heute nicht.

Die auf 4,74 Meter leicht eingekürzte Limousine, ab Frühjahr 2012 im Programm, wurde grundsätzlich mit der gleichen Ausstattung angeboten, auch unter der Haube gab es die gleichen Motoren. Allerdings startete der Viertürer mit 22.490 Euro Basispreis 900 Euro günstiger als der Kombi.

Endlich mehr Assistenzsysteme

Doch mit der Modellpflege von 2015 kam auch schon wieder das Ende des coupéhaften Stufenheckautos. Das Facelift brachte dem cw, der jetzt offiziell Kombi hieß, einen größeren Kühlergrill, Scheinwerfer wie bei anderen Modellen des Herstellers sowie einen leicht renovierten Innenraum. Die Motoren wurden ebenfalls dezent überarbeitet und teils etwas stärker, aber auch effizienter. Ins Programm für den stärkeren Diesel kam ein neues siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe.

Auch das Angebot an Assistenzsystemen überarbeitete Hyundai. So kann die aktuelle Auflage gegen Aufpreis mit Verkehrszeichenerkennung bestellt werden, es gibt einen Einparkassistenten und auch die Heckklappe öffnet mittlerweile auf Wunsch berührungslos. Angeboten wird außerdem Apple CarPlay sowie Android Auto zur Koppelung der gängigen Smartphones ans Bordsystem. Mehrkosten verursachen ebenfalls die adaptiven Bi-Xenon-Scheinwerfer mit dynamischem Kurvenlicht. Serienmäßig ist dagegen eine elektronische Fahrwerksregelung für die Hinterachse. Das System ändert unter anderem das Verhalten der adaptiven Stoßdämpfer.

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