Honda CR-V (Serie)

Alle Modelle mit Tests, Daten, Preisen und Kosten

Der Honda CR-V ist der meistverkaufte SUV der Welt. Allein im ersten Halbjahr 2017 wurden mehr als 334.000 Einheiten der vierten Generation auf den wichtigsten Automärkten abgesetzt. In den USA ist der Honda in seinem Segment sogar Marktführer. In Deutschland war der CR-V von diesen Verkaufserfolgen in seiner gesamten Modellhistorie seit 1997 weit entfernt. Das hat viel mit der starken Konkurrenz unter den SUV zu tun, allen voran mit dem kaum weniger erfolgreichen Toyota RAV4 sowie dem VW Tiguan und dem Škoda Yeti. Gleichzeitig hat der CR-V selbst innerhalb des Hauses Honda einen Mitstreiter: Der unterhalb des großen SUV positionierte, deutlich günstigere Crossover HR-V war bei den Kunden ähnlich beliebt wie der große Bruder.

Daten

Daten

Die Motorenauswahl beim Honda CR-V war stets eher übersichtlich. Für das Modelljahr 2017 beispielsweise hatte der japanische Hersteller lediglich einen Benzinmotor (2,0-Liter, 155 PS) und zwei Dieselaggregate im Portfolio, beide mit 1,6-Liter Hubraum und wahlweise 120 PS oder 160 PS. Ab Werk wurde das 6-Gang-Schaltgetriebe verbaut, optional waren für die meisten Ausstattungslinien zusätzlich eine 5-Gang- oder 9-Gang-Automatik verfügbar. Für den CR-V wurden sechs Ausstattungslinien angeboten, beginnend mit der Einstiegsversion „S“. Es folgten die Varianten „Comfort“, „Elegance“, „Lifestyle“, „Lifestyle Plus“ sowie das Premium-Paket „Executive“. Das große Dieselmodell startete in der mittleren Ausstattungslinie „Elegance“. Zusätzlich konnte anstelle der 4WD-Modelle auf rein frontgetriebene Fahrzeuge zurückgegriffen werden, was bei der Modell- und Ausstattungsvielfalt des CR-V zu einer Vielzahl von Kombinationen und Preisen führte. 

  • ein Benziner, zwei Diesel
  • sechs Ausstattungslinien 
  • Front- und Allradantrieb
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Test

Test

Der Honda CR-V 2012 brachte es im Euro-NCAP-Crashtest auf die maximale Anzahl von fünf Sternen. Die Auswahl an aktiven Sicherheitssystemen ist gut, wobei viele Komponenten aufpreispflichtig sind – es sei denn, man entscheidet sich von vornherein für ein „Executive“-Modell. Dort sind zum Beispiel ein City-Notbremsassistent oder eine intelligente Geschwindigkeitsregelung serienmäßig mit an Bord. Die Insassensicherheit wird beim CR-V allgemein als gut angesehen. Front-, Kopf- und Seitenairbags für Fahrer und Beifahrer schützen bei einer Kollision die Insassen. Selbst hinten finden sich zwei Kopfairbags. Auf der Rückbank können zwei Kindersitze gleichzeitig mit einem Isofix-System befestigt werden. Als Normverbräuche gibt Honda kombiniert für das große Dieselmodell je nach Bereifung 4,9 bis 5,1 Liter auf 100 Kilometern an. Ein Test im Alltagsbetrieb ergab einen Verbrauch von 6,1 Litern. 

  • Crash-Test mit maximaler Punktzahl
  • zwei Kindersitze gut unterzubringen
  • Realverbrauch rund ein Liter über Werksangabe
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Preise

Preise

Sechs Ausstattungslinien, drei unterschiedliche Getriebe, zwei Antriebsvarianten, dazu diverse Sonderausstattungen – die Preisskala des Honda CR-V ist weit gefächert. Sie beginnt im Modelljahr 2017 bei 23.990 Euro für den Einstiegsbenziner mit Grundausstattung und endet regulär bei 40.390 Euro für das Dieselmodell mit dem 160-PS-Motor in der Luxus-Ausführung „Executive“. Die beiden Automatikgetriebe lässt sich Honda wie in der Branche üblich extra bezahlen, fünf Automatikgänge kosten 1.900 Euro mehr, neun Gänge sind für 2.100 Euro zu haben. Das sinnvolle Fahrerassistenz-Paket steht mit 750 Euro in der Liste. Die Wertstabilität des CR-V wird von Fachleuten als eher überdurchschnittlich eingeschätzt.  

  • große Spanne beim Anschaffungspreis
  • zwei optionale Automatikgetriebe
  • gute Wertstabilität
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Manche Medien bezeichneten den Honda CR-V als „Tiguan-Jäger“. Doch als der VW 2007 auf den Markt kam, befand sich das Modell von Honda bereits in der dritten Generation und war bereits ein ausgereiftes Produkt mit Marktanteilen rund um den Erdball.


Vorderansicht - schräg
CR-V: eine Kombination aus komfortabel und kompakt.
Seitenansicht

Das Kürzel CR-V steht für „Comfortable Runabout Vehicle“, wobei „Runabout“ ursprünglich kleine, wendige Sportboote bezeichnet. Im Automobilbau deutet dieser Ausdruck normalerweise auf eine offene Karosseriebauform hin. Beides passt nicht zum Honda CR-V. Stattdessen könnte man die Buchstaben als einen Hinweis auf eine Kombination aus „komfortabel und kompakt“ verstehen.

Weit über sieben Millionen Verkäufe seit 1997 – die Ingenieure von Honda haben mit dem CR-V offensichtlich viel richtig gemacht und den Geschmack einer großen Schar von SUV-Interessenten getroffen. Der vielseitig einsetzbare Weltmarktführer bietet in der Tat wenig Anlass zu Kritik. Ob in der Verarbeitung, beim Verbrauch oder in Sachen Alltagstauglichkeit, Fahrleistung und Preisgestaltung – der Honda CR-V liegt überall im Soll, dabei aber gleichzeitig auch selten über dem Durchschnitt seiner Klasse. Aber vielleicht ist genau diese Tatsache das Geheimnis seines großen Erfolgs. Große Ausreißer gibt es beim CR-V in keiner Kategorie. Sein größtes Plus ist seine Geräumigkeit. Und solange man mit dem Allrad-SUV nicht ernsthaft ins Gelände möchte – eine Getriebeuntersetzung ist nicht vorhanden – fährt man als Kunde mit dem CR-V in vielerlei Hinsicht einfach rundum gut. 

Vorbildliches Kofferraumkonzept

Ihren Anfang nahm die Erfolgsgeschichte des CR-V mit der ersten Generation 1997 - gut im Straßenbild erkennbar an der seitlich nach rechts zu öffnenden Heckklappe mit Reserveradhalterung. Von Anfang an setzte Honda auf das „Real Time“-4WD, also einen vollautomatischen Allradantrieb, der sich bei Bedarf auf die Hinterachse zuschaltet. Kombiniert mit dem Unterbodenschutz kam der kompakte SUV selbst auf Waldwegen nicht ins Schleudern. In schweres Gelände sollte man sich mit dem Fahrzeug allerdings nicht wagen – die technischen Fähigkeiten eines echten Geländewagens fehlten dem CR-V. Dafür war der geräumige Mittelklasse-SUV aber auch nicht gedacht. Seine Stärken lagen im relativ großen Komfort, der vor allem auf der Langstrecke zum Tragen kam, sowie in seiner überdurchschnittlichen Alltagstauglichkeit. Das Angebot an Ablagen und Halterungen war vorbildlich, die Sitze großzügig dimensioniert. Über eine niedrige Ladekante ließ sich ein Kofferraum beladen, der maximal 1.669 Liter fasst. Dabei wurde die asymmetrische Rücksitzbank (60:40) mechanisch durch einen Zug an einer Schlaufe problemlos umgeklappt, ebenso reibungslos konnte sie wieder aufgerichtet werden. Die Variabilität des Kofferraums und die Handhabung der Rücksitze war vorbildlich. 

Mangelhafte Sicht nach hinten

Über die Generationen wurde die Bauform des familientauglichen Honda CR-V mal länger (2. Generation, 2001-2006), dann wieder kürzer (3. Generation, 2006-2012). Die 4. Generation (2012-2017) hat mit Außenmaßen von 4,60 Meter Länge und 1,82 Meter Breite fast wieder die Dimension der 2. Generation. Mangelnder Platz war aber sowieso nie das Problem des CR-V. Kritik gab es schon eher an der mangelhaften Sicht nach hinten. Die breiten C- und D-Säulen sowie die kleinen Fenster am Heck störten beim Spurwechsel. Abhilfe schaffte ein Toter-Winkel-Assistent, den es in neueren Modellen als Bestandteil des Fahrerassistenz-Pakets gibt. Da auch die Frontpartie vom Fahrersitz aus wegen der abfallenden Bauform nicht zur Gänze sichtbar ist, waren die in späteren Baujahren in höherwertigen Modellvarianten serienmäßig verbauten Parksensoren durchaus sinnvoll. 

Der CR-V ist ein Reise-SUV

Anfang 2015 wurde der Honda CR-V vom japanischen Hersteller noch einmal überarbeitet. Da die Fahrleistung des CR-V vereinzelt kritisch beurteilt worden war, verpasste Honda seinem SUV eine neue Motor-Getriebe-Kombination. Der Vierzylinder-Diesel mit einer Leistung von 160 PS brachte fortan seine Kraft über eine optionale 9-Gang-Automatikschaltung auf die Straße. Gleichzeitig wurde die Spur verbreitert und das Gewicht leicht reduziert, sodass sich das subjektive Fahrgefühl in dieser Kombination spürbar positiv von den Vorgängermodellen unterschied. Der CR-V hat seine Stärken auf der langen Strecke – er ist ein Reise-SUV, mit dem es sich flott und dank seiner komfortablen Fahrwerksabstimmung entspannt über Land rollen lässt. Große Auswahl bei der Motorisierung bot Honda seinen Kunden allerdings von jeher nicht: Der CR-V des Modelljahres 2017 konnte wahlweise nur mit einem Benzin- oder zwei Dieselmotoren bestückt werden. Dabei war die 6-Gang-Handschaltung serienmäßig – Automatikgetriebe kosteten extra. Die meisten Kunden griffen zum großen Dieselmotor. Interessant dabei: In der 5. Generation nimmt Honda ab 2018 den umstrittenen Diesel aus dem Programm und ersetzt ihn durch eine Hybrid-Variante mit einem Zweiliter-Benziner.

Preisspanne bei Neuwagen hoch

Der Honda CR-V ist ein insgesamt sehr ausgewogener und solider SUV, der im Laufe seiner recht langen Produktionszeit immer besser und praktischer geworden ist. 2016 entschieden sich in Deutschland immerhin knapp 6.000 Interessenten für den Kauf. Die Preisspanne beim CR-V ist aufgrund der drei Ausstattungsvarianten plus Automatikgetriebe-Option hoch. Als Einstiegspreis nannte Honda 2017 beispielsweise eine Summe unter 24.000 Euro, das Ende der Preisskala lag bei Vollausstattung bei rund 45.000 Euro. 

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