Der Ford Edge (Baureihenbezeichnung: CD539X) ist das erste Mittelklasse-SUV von Ford aus den USA für den deutschen Markt und wurde hier im Mai 2016 vorgestellt. Er trifft in diesem Segment auf etablierte Konkurrenten wie den Land Rover Discovery Sport (180 PS), den Jeep Cherokee 2.2 D AWD (200 PS) oder den Skoda Kodiaq (190 PS). Die Daten seiner Antriebe lassen den Edge zwar als sportlich wirken, tatsächlich ist er aber ein komfortabler und eleganter Gleiter. In naher Zukunft soll auch ein Ford Edge mit einem Hybridantrieb folgen.
Stärken
Hochwertige Verarbeitung
Gute Ausstattung
Komfortabel und sehr leise im Innenraum
Schwächen
Hohe Wankneigung in Kurven
Umständliches Umlegen der Rücksitzbank
Ausschließlich Dieselmotoren
Beta
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Der Ford Edge spielt seine Rolle als SUV in der oberen Mittelklasse überzeugend. Er ist für nahezu jeden Zweck gewappnet. Extreme Geländeeinsätze überlässt er, wie viele seiner Mitbewerber, anderen. Seine Stärke sind der Komfort und die Langstreckentauglichkeit, gewürzt mit einem kräftigen Motor und einem Schuss Sportlichkeit. Die Konkurrenz in diesem Segment ist groß, der Edge befindet sich aber auf Augenhöhe mit den Mitbewerbern und sollte nicht unter,ferner liefen‘ abgehakt werden.
Dabei helfen ihm seine Preisgestaltung und eine in allen Punkten überzeugende Ausstattung. Zusatzwünsche sind leicht erfüllbar, die Aufpreise moderat.
Testberichte
ADAC Auto-Test
Testergebnis vom 17. Mai 2017
FORD Edge 2.0 TDCi Bi-Turbo 4x4Fünftüriges SUV der Mittelklasse (154 kW / 210 PS)
Im Ford Edge stehen zwei komfortable und sparsame Dieselmotoren mit 180 oder 210 PS zur Auswahl. Sie verfügen in allen Drehzahlbereichen über ausreichend Performance. Die Leistung wird kontinuierlich abgegeben – ein sog. Turboloch findet sich nicht. Angesichts der drohenden Beschneidung für Dieselmotoren hinsichtlich der Durch- bzw. Einfahrt in Städte werden alternative Antriebe vermisst.
Zwei aufgeladene Vierzylinder-Dieselmotoren mit 2,0 Litern Hubraum
Mit einer Fünf-Sterne-Wertung zählt der Ford Edge zu den sichersten Fahrzeugen auf dem Markt. Er bietet eine umfangreiche Sicherheitsausstattung inklusive Knieairbag für den Fahrer und Fahrspurassistent. Die Sicherheitsausstattung beinhaltet alle gängigen Systeme, lässt sich aber über diverse kostenpflichtige Sonderausstattungen weiter verbessern, die teils der passiven und teils der aktiven Sicherheit zugutekommen.
Fahrspurassistent
Pre-Collision Assist
Rückfahrkamera
Der Ford Edge glänzt mit fünf Sternen im Euro-NCAP-Crashtest und erzielte dabei durchweg gute Ergebnisse. Der Insassenschutz erzielt 85 Prozent der möglichen Wertungspunkte für Erwachsene und 76 Prozent für Kinder. Die serienmäßige Sicherheitsausstattung bietet mit ESP, Pre-Collision Assist, Verkehrsschilderkennungssystem, Fahrspurassistent, Bremsassistent, Reifendruckanzeige, fünf Airbags und Gurtkraftbegrenzer die wichtigsten gängigen Sicherheitssysteme.
Erweitert werden können sie unter anderem mit einer Frontkamera, die dem Fahrer zeigt, was sich im Totwinkelbereich links und rechts des Fahrzeuges befindet. Zusätzliche Gurtairbags und ein automatisches Einparksystem vervollständigen die Sicherheitsausstattung. Der Fußgängerschutz rangiert mit 67 Prozent hingegen nur im Mittelfeld, ein Schicksal, das sich der Ford Edge mit vielen anderen Geländewagen teilt.
Nachteilig fällt die hohe Wankneigung in schnell gefahrenen Kurven auf – für Geländewagen dieser Größe durchaus typisch.
Ausstattung
Ford hat für seine Kunden vier in sich schlüssige und großzügige Ausstattungspakete geschnürt. Schon in der Version Trend bringt der Ford Edge alles mit, was man heute zum Autofahren benötigt. Die darauf aufbauenden Linien Titanium und Sport erweitern diese sinnvoll. Der Landadel fühlt sich von der Luxusvariante Vignale angesprochen – in seinem Innenraum erwartet ihn edles Leder. Zur Serienausstattung gehören:
Verkehrszeichenerkennung
Scheinwerfer mit Regensensor
Active Noise Control
Insgesamt vier Ausstattungslinien stehen für den Ford Edge zur Wahl. Wer sich in ihn verliebt hat, muss als Mitgift mindestens 42.900 Euro mitbringen. Für diese Summe erhält er das Ausstattungsniveau Trend. Ein Tempomat, Berganfahr- und Fahrspurassistent und eine Klimaanlage mit zwei Zonen sowie 19-Zoll-Alus beweisen, dass Ford den Begriff Basismodell sehr großzügig für seine Kunden ausgelegt hat.
Beleuchtete Einstiegsleisten, ein Ford-eigenes Navigationsgerät, Einparkwarner vorn und hinten, eine beheizbare Frontscheibe und Scheibenwaschdüsen sowie Sportsitze erhält man für 47.000 Euro beim Ausstattungsniveau Titanium. Wer das Kreuzchen bei der Variante Sport setzt und knapp 50.000 Euro zahlt, erhält eine adaptive Lenkung (je höher das Tempo, desto direkter wird die Lenkung), ein Sportfahrwerk, Sportsitze sowie ein Sony-Navigationssystem inklusive 12 Lautsprechern dazu.
Der Edge Vignale für fast 54.000 Euro bildet das Topmodell der Baureihe, das sich im Innenraum durch eine serienmäßige und exklusive Lederausstattung, einen Kühlergrill in Wabenoptik, dunkel getönte Scheiben (Privacy Glas), eine elektrisch öffnende Heckklappe und ein automatisches Einparksystem von den anderen drei Varianten abhebt. Besonders stolz ist Ford auf sein serienmäßiges "Active Noise Control"-System.
Mikrofone in der Fahrerkabine kontrollieren unerwünschte Geräusche, die durch Motor, Wind, Antriebsstrang und Straße erzeugt werden. Das System analysiert diese Geräusche und generiert dann Klangwellen über die Lautsprecher (ohne die Musik zu beeinträchtigen), um diese unerwünschten Geräusche auszublenden. Ein Panoramaschiebedach zu 1.150 Euro sorgt für schöne Aussicht, einen Metallic-Lack gibt es ab 800 Euro und für Wärme nach der Schneeschuhtour sorgt die Standheizung (1.150 Euro).
Das Pony für die Tochter bringt der Edge (Anhängelast bis 2.200 kg) dank der abnehmbaren Anhängerkupplung für günstige 750 Euro nach Hause.
Ford hat endlich die klaffende Lücke im oberen SUV-Segment geschlossen. Oft stand bei einem Ford-SUV nach den positiven Eigenschaften ein "Aber" im Raum – zum Beispiel bei den Sicherheitssystemen. Der Edge ist auf dem aktuellen Stand und bietet auch innovative Elemente.
Der sanfte Riese: Ford hat sein großes SUV Edge endlich auch nach Deutschland gebracht und buhlt damit auch um Premiumkunden.
Mit dem System Active Noise Control hat Ford ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber der Konkurrenz an die Verkaufsfront gebracht. Auch ein Pre-Collision Assist ist keine Selbstverständlichkeit. In Verbindung mit dem ausgewogenen Fahrwerk ist so ein Fahrzeug entstanden, das durch eine überragende Langstreckentauglichkeit besticht und selbst verwöhnte Fahrer aus dem Premiumsegment auf sich aufmerksam macht und zum Nachdenken anregt.
Gute Serienausstattung schon bei der Einstiegsvariante
Im Mai 2016 stellte Ford mit dem Edge seinen Beitrag zum Thema Mittelklasse-SUV vor. Für dieses Fahrzeug wurde schon für die günstigste Variante Trend ein opulentes Paket an Serien- und Sicherheitsausstattungen geschnürt. Außen zeitlos elegant mit selbstbewussten Elementen wie den weit ausgestellten Kotflügeln und 20-Zoll-Rädern, innen mit tadellosen Spaltmaßen erbringt der Edge insbesondere in der Version Vignale den Beweis, dass Ford auch Premium kann.
Dabei hat der Edge für jeden Geschmack etwas zu bieten, und wer mehr möchte, findet in der Aufpreisliste einige Möglichkeiten, mit denen sich der Edge weiter individualisieren lässt.
Sein selbstbewusstes Auftreten setzt neue Maßstäbe
So entstand ein SUV, das sich aufgrund des Kofferraumvolumens von 602 Litern und der günstigen Unterhaltskosten für eine Familie empfiehlt. Camper werden die günstige Anhängekupplung und die hohe Anhängelast von 2.200 Kilogramm freudig begrüßen. Der Geschäftsmann, der viel auf Reisen ist, schätzt den Luxus des Vignale, seine geschmeidigen Ledersitze und die Ruhe im Innenraum zwischen den einzelnen Terminen. Im Winter schmeicheln die Sitzheizung und das beheizte Lenkrad.
Fazit zum Ford Edge (CD539X)
Ford fordert seine Mitbewerber mit dem Edge heraus und beackert nun auch dieses fruchtbare Feld der SUV mit einem innovativen, schicken und beeindruckenden Gefährt, das durchaus erschwinglich und in den Folgekosten genügsam ist. Es spielt sowohl auf dem Parkplatz vor dem Theater eine Hauptrolle als auch als Zugpferd vor dem Wohnwagen. Seinen Fahrer erfreut es mit einer eingängigen Bedienung, hochwertigen Materialien und einer guten Ausstattung.
Die Fahrt beginnt und endet entspannt, dafür sorgt schon die Active Noise Control. Vor Unfällen warnt ein Pre-Collision Assist, knallt es dennoch, schützt die umfangreiche Sicherheitsausstattung. Der Ford Edge ist einen ersten und auch einen zweiten Blick wert.