Bürstner ist ein traditionsreiches Unternehmen in der Herstellung von Wohnmobilen und Wohnwagen und beschäftigt an seinen Standorten in Kehl am Rhein und im französischen Wissembourg mehr als 1.100 Arbeitnehmer. Als Teil der Hymer Group ist es Mitglied eines der größten Hersteller für mobile Reiseheime.
Im Jahr 1924 wird durch den Schreiner Jakob Bürstner eine Bauschreinerei in Kehl am Rhein gegründet, um neben Möbeln auch Fenster und Türen zu produzieren. Erst in den Nachkriegsjahren, mit dem beginnenden Wirtschaftswunder, werden im Jahre 1953 durch die neu gegründete Jakob Bürstner KG Wohnwagen in Einzelanfertigung auf Bestellung hergestellt. Auf dem Caravan Salon 1961 in Essen werden erstmals Wohnwagen von Bürstner der breiten Masse vorgestellt und in den Folgejahren die Produktion ausgeweitet.
In den folgenden Jahren konnten Bürstner Wohnwagen sehr erfolgreich verkauft werden. Aus der Jakob Bürstner KG ging Anfang 1973 die Bürstner GmbH hervor, die ihre Kapazitäten im Stammwerk schnell ausgeschöpft hatte. 1976 expandierte Bürstner und investierte in ein neues Werk im französischen Wissembourg, um die Schlagzahl der produzierten Wohnwagen zu erhöhen, da man in Kehl den vielen Bestellungen nicht mehr nachkommen konnte. Hier wurden dann auch Jahre später die ersten Wohnmobile von Bürstner erstmals hergestellt. So konnte die Produktion bis zum Jahr 1977 auf 8.500 Wohnwagen erhöht werden, was einen Jahresumsatz von knapp 70 Millionen DM bedeutete und die Firma europaweit bekannt machte. Der Erfolg hielt bis Mitte der 80er Jahre an - mittlerweile auch mit Bürstner Wohnmobilen. Bis zum Jahr 1989 wurden in Kehl weitere Produktionsflächen hinzugekauft, so dass in diesem Geschäftsjahr mehr als 300 Millionen DM mit dem Verkauf von Wohnmobilen und Wohnwagen eingenommen werden konnten.
Anfang der 90er Jahre gab es die erste Krise. Die Nachfrage an Wohnwagen und Wohnmobilen sank rapide, da Fernreisen viel mehr in den Fokus der Reisenden rückten. In dieser Folge wurde die Bürstner GmbH im Jahr 1993 durch die Hymer Group gekauft, was die Insolvenz des Unternehmens und den Verlust von vielen Arbeitsplätzen rund um den Bau von Wohnwagen verhinderte. Aus dem gebeutelten Familienbetrieb wird durch den neuen Eigner wieder ein schlagkräftiges Unternehmen. Ein Jahr nach dem Einstieg von Hymer können durch neue Konzepte und individuelle Modelle bereits 8.500 Wohnwagen und Wohnmobile durch Bürstner verkauft werden und der Umsatz mit 140 Millionen DM wieder an alte Zeiten anknüpfen.
Die Umsatzzahlen können auch in den Folgejahren sukzessive erhöht werden. Die modernen Wohnwagen und Wohnmobile erzielen in ganz Europa viel Zuspruch, der Verkauf boomt wieder. Das Geschäftsjahr 2000 schließt mit 11.000 produzierten Einheiten ab und sichert den Erhalt der 700 Arbeitsplätze. Die aktuellen Modelle an Premio , Averso, Belcanto und Trecanto Wohnwagen, sorgen auch in der Gegenwart mit einem Umsatz von knapp 300 Millionen Euro für den großen Erfolg des Unternehmens Bürstner. Neuester Coup stellen die Wohnmobile Nexxo und City Car dar, die in zwei verschiedenen Größen seit dem Frühjahr 2009 verfügbar sind und gerade für Wohnmobil -Einsteiger mit ihrem Preis-/ Leistungsverhältnis interessant sein dürften.