Die Top 7 der größten Kombis auf dem Markt

Das sind die Kombis mit dem größten Kofferraum

Kombis bieten Platz, ohne zu große Kompromisse bei Agilität und Verbrauch einzugehen. Das sind unsere Top 7 der Kombis mit dem größten Kofferraum.

  • Heiko Dilk
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  • Veröffentlicht am 12/03/2019, 11:28 AM
Zu sehen ist der Skoda Superb Kombi, stehend
Quelle: Picture-Alliance Der Skoda Superb glänzt mit einem geräumigen Innenraum und viel Platz im Kofferraum. Weitere Bonuspunkte: die erstklassige Lenkung und die weiche Federung

Laderaum ist durch nichts zu ersetzen. Außer durch noch mehr Laderaum. Nach dieser Devise kaufst Du Dein Auto vermutlich nicht. Aber Familien brauchen ein großes Kofferraumvolumen, Handlungsreisende auch. Wer aufwendige Hobbys hat, benötigt ebenfalls viel Raum. Ob für den Gleitschirm oder das Katapult fürs Mittelalter-Schlachten-Reenactment.

Im Extremfall kommt man am Van oder Bus nicht vorbei. Doch Kombis sehen schnittiger aus, fahren agiler und verbrauchen meist weniger – weil sie weniger wiegen und besser durch den Fahrtwind schlüpfen. Kleiner Nachteil: Für ein ähnliches Platzangebot benötigen sie mehr Länge als Vans. Bei der Parkplatzsuche ein wichtiger Faktor. 

Wir haben Dir die Top 7 der Kombis mit dem größten Kofferraumvolumen zusammengestellt. Und weil es keine besondere Leistung ist, den Platz über Länge zu erkaufen, passen wir die Rangliste an. Vorne liegen die Autos mit dem besten Liter-pro-Meter-Verhältnis. 

Skoda Superb Combi 

Der Skoda Superb führt unsere Rangliste erwartbar an. Wer schon mal in dem großen Kombi gesessen hat, weiß: Platz gibt es satt. Nicht nur im Kofferraum, sondern auch auf der Rückbank. Beinfreiheit wie in einer Chauffeurs-Limousine und ein Laderaum, in dem man sich verlaufen kann. Das zeichnet den Superb Combi aus. Dass Skoda so viel Platz auf vergleichsweise moderaten 4,86 Metern unterbringt, beschert dem tschechischen und technischen Bruder des VW Passat Variant einen sicheren ersten Platz. Er liegt mit 1.950 Litern ganz vorne und setzt sich mit 2,493 beim Quotienten aus Länge und Kofferraumvolumen mit großem Abstand an die Spitze. 

Zu sehen ist der Skoda Superb Kombi, stehend
Quelle: Picture-Alliance Der Skoda Superb glänzt mit einem geräumigen Innenraum und viel Platz im Kofferraum. Weitere Bonuspunkte: die erstklassige Lenkung und die weiche Federung

Zudem: Der Superb federt und lenkt gut, liegt technisch auf der Höhe der Zeit und bietet ein angenehmes Ambiente, das gestalterisch nicht aneckt. Das macht ihn zur massentauglichen Wahl für fast jeden. Die neuesten und besten Elektronik-Features der Muttermarke Volkswagen findet man noch nicht. Aber moderne Assistenz und viel Konnektivität gibt es. Die Neupreise starten knapp unter 30.000 Euro für den 150-PS-Benziner. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt zeigt sich der Skoda preisstabil. Kein Schnäppchen also, doch zum Ausgleich gut verkäuflich.  



Subaru Outback 

Zugegeben: Diesen Platz zwei hatten wir nicht auf dem Zettel. Unter anderem deswegen nicht, weil der Subaru Outback in unseren Kombi-Überlegungen nicht wirklich vorkommt. Mit seiner Höhe von gut 1,60 Metern bewegt er sich eher auf SUV-Niveau. Doch das Kraftfahrt-Bundesamt führt den Outback in der oberen Mittelklasse. Die Proportionen passen immerhin zum Kombi-Segment. 

Zu sehen ist der Subaru Outback, fahrend
Quelle: Picture-Alliance Der Subaru Outback: Erstklassiges Platzangebot mit reichlich Offroad-Kompetenz. Diese vielversprechende Kombination verdient Platz zwei

Die Höhe hilft. Bis zu 1.848 Liter passen hinter die Heckklappe, auf einer Länge von 4,82 Metern ein sehr guter Wert. Die Breite beträgt moderate 1,84 Meter. Zwar hängt der Superb Combi den Outback beim Verhältnis Länge zu Volumen ab, doch mit 2,608 setzt er sich trotzdem weit vor den drittplatzierten Kombi. 

Weitere Vorteile des Outback neben seinem guten Platzangebot: reichlich Offroad-Kompetenz. Subaru ist als klassische Allrad-Marke bekannt, der Outback treibt wie die meisten seiner Geschwister immer alle vier Räder an. Das schlägt sich leider auch im Verbrauch nieder. 7,3 Liter laut NEFZ-Norm für den 2.5i mit 2,5-Liter-Boxermotor und stufenloser Automatik sind kein besonders sparsamer Wert. Dafür dürfte der Realverbrauch vergleichsweise nah dran liegen. Die Preise starten bei 38.490 Euro laut Liste, ganz junge Gebrauchte, Tageszulassungen und sogar Neuwagen gibt es ab rund 32.000 Euro. 



VW Passat Variant 

Mit seinem Kofferraumvolumen von 1.780 Litern schafft es der Passat Variant absolut gesehen nur auf Platz 4, doch er braucht dafür nur gut 4,77 Meter. Ein Quotient von 2,681 bringt ihn knapp auf den dritten Platz. Zu Recht, denn in der Praxis lädt der Passat ordentlich was ein. Laut ADAC-Messung sind es bei aufgestellter Rückbank 475 Liter bis zur Fensterkante. Ein Wert, der nur vom Superb (490 l) und vom jüngst ausgelaufenen Octavia übertroffen wird (525 Liter!). 

Zu sehen ist der VW Passat Variant, stehend auf einem Parkplatz
Quelle: Picture-Alliance Der VW Passat Variant überzeugt mit seinem Platzangebot. Weiterer Sympathiepunkt: Sein hohes Komfort-Niveau auf langen Strecken. Platz drei

Der Rest ist wohlbekannte VW-Ware. Schlichtes Design, solide Verarbeitung, vor allem auf langen Strecken ein hohes Komfort-Niveau mit allerlei Technik-Extras. Doch Vorsicht: Mit dem jüngsten Facelift hat VW viel an Infotainment und Assistenz spendiert. In unserem jüngsten Test konnte beides nicht vollends überzeugen.  Probleme, mit denen auch andere Hersteller kämpfen. Die Preise starten bei 33.035 Euro für neue VW Passat Variant, der Gebrauchtmarkt ist riesig und bietet selbst in der jüngsten Generation mehr als 15.000 Angebote: vom Taxi bis zum topausgestatteten Business-Kombi zum Premium-Preis. 



Skoda Octavia Combi 

Auf Platz vier kommt der erste Kompaktwagen ins Spiel. Da Skoda über alle Klassen auf Platzangebot setzt, ist es der Skoda Octavia. Der Combi auf Basis des VW Golf 7 lädt bis zu 1.740 Liter ein. Zugegeben, 4,67 Meter Länge sprengen übliche Kompaktklasse-Maße. Doch das betrifft mittlerweile auch andere Modelle wie den Ford Focus Turnier. Das Verhältnis von Länge zu Kofferraumvolumen fällt mit 2,682 jedenfalls kaum schlechter aus als beim Passat. Und der ADAC hat hinter der Rückbank sogar 525 Liter bis zur Fensterunterkante ausgelitert. Ein Topwert. 

Zu sehen ist der Skoda Octavia Kombi, fahrend auf einem Wiesenweg
Quelle: Picture-Alliance Platz vier: Bei umgeklappter Rückbank erreicht der Skoda Octavia ein stolzes Kofferraumvolumen von 1.740 Litern. Clevere Details sorgen für ein angenehmes Fahrgefühl und erleichtern den Alltag

Der Octavia Combi fährt angenehm, bietet eine solide Verarbeitung und ordentliche Materialien. Dazu viele clevere Details, die den Alltag erleichtern. Weil gerade die neue Generation vorgestellt wurde (mit noch größerem Kofferraum), dürften zudem die Preise für junge Gebrauchte ins Rutschen geraten. Neuwagen kosten aktuell ab 21.470 Euro laut Liste, in der echten Welt liegen die Preise für viele Motorisierungen derzeit fast 30 Prozent unter dem Listenpreis. 



Peugeot 508 SW 

Hoppla! Setzt Peugeot beim 508 SW der jüngsten Generation nicht eigentlich auf Aussehen statt auf Laderaum? Offenbar gelingt es Peugeot, beides zu vereinen. Mit bis zu 1.780 Liter Kofferraumvolumen liegt der französische Mittelklasse-Kombi auf dem Niveau des VW Passat, sieht dabei aber weniger nach Transporter aus. Vor allem die extravagante Front mit den Walrosszähnen (vulgo: Tagfahrlicht) muss man mögen. In unserem Test zog der 508 Kombi aber vorwiegend wohlwollende Blicke auf sich. 

Zu sehen sind zwei Peugeot 508 SW Fahrzeuge, stehend
Quelle: Picture-Alliance Schickes Aussehen und ein geräumiger Laderaum vereint im Peugeot 508. Der französische Mittelklasse-Kombi lädt bis zu 1.780 Liter. Er belegt den fünften Platz

Uns gefiel er auch. Innen wie außen. Bei Fahrverhalten, Federungskomfort und Geräuschniveau überzeugt er zwar nicht uneingeschränkt. Insbesondere die Premium-Mittelklasse bietet mehr. Zudem preist Peugeot den 508 SW recht selbstbewusst ein. Knapp 33.000 Euro muss man mindestens ausgeben, mit kräftigem Diesel (180 PS) wird es sogar richtig teuer (knapp 48.000 Euro), weil Peugeot den nur in der Topausstattung anbietet. Dafür steckt dann immerhin viel Ausstattung im Auto.


 


Mercedes E-Klasse T-Modell 

Einst war das E-Klasse T-Modell das Raumwunder in der oberen Mittelklasse. Die direkte Konkurrenz schlägt auch die aktuelle, seit 2016 auf dem Markt befindliche Generation (S213). 1.820 Liter sind absolut gesehen der drittbeste Wert hinter Superb und Outback. Doch das T-Modell streckt sich auf 4,93 Meter. Das reicht nur für einen Quotienten von 2,710 und den sechsten Platz in unserer Rangliste. Der ADAC hat immerhin 450 Liter bis zur Fensterunterkante gemessen. 

Zu sehen sind zwei Mercedes E-Klasse T-Modell Fahrzeuge, stehend
Quelle: Picture-Alliance Trotz seiner 1.820 Litern Kofferraumvolumen schafft es das T-Modell der E-Klasse nur auf Platz sechs

So viel Raum kostet beim Daimler fast 50.000 Euro mit kleinem 1,6-Liter-Diesel, der 160 PS mobilisiert. Benziner stehen ab 50.300 Euro in der Preisliste. Dann stecken allerdings noch keine feinen Extras im Auto, die den Kombi erst zum echten Benz machen. Zum Beispiel eines der besten Angebote an Assistenzsystemen auf dem Markt, Luftfederung an beiden Achsen und allerlei Komfort- und Dekor-Extras, mit denen die E-Klasse luxuriös wird.  

Zum Trost: Der Gebrauchtwagenmarkt ist voll mit jungen Gebrauchten, die deutlich weniger kosten. Zwischen 30.000 und 40.000 Euro findet man bereits zahlreiche Exemplare, die 2019 das erste Mal zugelassen wurden. Viele davon zeigen schon fünfstellige Laufleistungen auf dem Tacho, doch das bedeutet meist: Die Kilometer wurden überwiegend auf der langen Strecke zurückgelegt. Für den Motor nicht das Schlechteste.


 


Kia Ceed SW 

Der zweite Kompakte in unserer Top-7-Liste kommt aus Korea. Mit 4,60 Metern Länge und einem Kofferraumvolumen von knapp 1.700 Litern (1.694 Liter) kommt der Kia Ceed SW auf einen Quotienten von 2,715. Die E-Klasse schlägt ihn damit nur knapp. Sein Schwestermodell von Hyundai erreicht mit 2,779 einen deutlich höheren Wert. Er misst zwar nur 4,59 Meter, lädt aber laut Norm 1.650 Liter ein. Ähnliche Werte erreicht der Peugeot 308 SW (1.660 Liter, 2,762). 

Zu sehen ist der Kia Ceed Kombi, stehend
Quelle: Picture-Alliance Der Kia Ceed schließt die Liste. Er lädt laut Norm nur 1.650 Liter. Seine Verarbeitung ist gut, die verwendeten Materialien solide und sein Infotainmentsystem auf dem neusten Stand

Die Empfehlung wird am Ende also etwas unscharf. Zumal: Der ADAC hat beim Ceed nur 395 Liter bis zu den Fenstern gemessen, beim i30 aber 405 Liter. Der Peugeot 308 SW kommt demnach sogar auf 430 Liter, der VW Golf Variant immer noch auf 420 Liter. Norm bildet eben nicht immer die Wirklichkeit ab. 

Den Ceed SW kann man trotzdem empfehlen. Er fährt ausgewogen, bietet eine gute Verarbeitung, solide Materialien, Assistenztechnik auf dem aktuellen Stand und ein modernes Infotainmentsystem. Mit einem Basispreis von 17.690 Euro kostet er zudem weniger als einige Konkurrenten. EU-Neuwagen findet man bei mobile.de zudem bereits ab rund 15.000 Euro.


 


Liste der Kombis mit dem größten Kofferraum – Top 7 

Modell Kofferraumvolumen (Herstellerangabe) Kofferraumvolumen (ADAC-Messung) Maße in mm (Länge/Breite/Höhe) Quotient (Länge:Liter) Preis (Neupreis lt. Liste) 
1. Skoda Superb Combi 660-1.950 Liter 490 Liter 4.862/1.864/1.477 2,493 ab 29.850 Euro 
2. Subaru Outback 559-1.848 Liter 415 Liter 4.820/1.840/1.605 2,608 ab 38.490 Euro 
3. VW Passat Variant 650-1.780 Liter 475 Liter 4.773/1.832/1.516 2,681 ab 33.035 Euro 
4. Skoda Octavia 3 Combi 610-1.740 Liter 525 Liter 4.667/1.814/1.465 2,682 ab 21.470 Euro 
5. Peugeot 508 SW 530-1.780 Liter 435 Liter 4.778/1.859/1.420 2,684 ab 32.750 Euro 
6. Mercedes ET 640-1.820 Liter 450 Liter 4.933/1.852/1.475 2,710 ab 49.498 Euro 
7. Kia Ceed SW 625-1.694 Liter 395 Liter 4.600/1.800/1.465 2,715 ab 17.690 Euro 


Top 7 - Die größten Kombis auf dem Markt in Bildern

  • Zu sehen ist der Skoda Superb Kombi, stehend
    Quelle: Picture-Alliance Der Skoda Superb glänzt mit einem geräumigen Innenraum und viel Platz im Kofferraum. Weitere Bonuspunkte: die erstklassige Lenkung und die weiche Federung
  • Zu sehen ist der Subaru Outback, fahrend
    Quelle: Picture-Alliance Der Subaru Outback: Erstklassiges Platzangebot mit reichlich Offroad-Kompetenz. Diese vielversprechende Kombination verdient Platz zwei
  • Zu sehen ist der VW Passat Variant, stehend auf einem Parkplatz
    Quelle: Picture-Alliance Der VW Passat Variant überzeugt mit seinem Platzangebot. Weiterer Sympathiepunkt: Sein hohes Komfort-Niveau auf langen Strecken. Platz drei
  • Zu sehen ist der Skoda Octavia Kombi, fahrend auf einem Wiesenweg
    Quelle: Picture-Alliance Platz vier: Bei umgeklappter Rückbank erreicht der Skoda Octavia ein stolzes Kofferraumvolumen von 1.740 Litern. Clevere Details sorgen für ein angenehmes Fahrgefühl und erleichtern den Alltag
  • Zu sehen sind zwei Peugeot 508 SW Fahrzeuge, stehend
    Quelle: Picture-Alliance Schickes Aussehen und ein geräumiger Laderaum vereint im Peugeot 508. Der französische Mittelklasse-Kombi lädt bis zu 1.780 Liter. Er belegt den fünften Platz
  • Zu sehen sind zwei Mercedes E-Klasse T-Modell Fahrzeuge, stehend
    Quelle: Picture-Alliance Trotz seiner 1.820 Litern Kofferraumvolumen schafft es das T-Modell der E-Klasse nur auf Platz sechs
  • Zu sehen ist der Kia Ceed Kombi, stehend
    Quelle: Picture-Alliance Der Kia Ceed schließt die Liste. Er lädt laut Norm nur 1.650 Liter. Seine Verarbeitung ist gut, die verwendeten Materialien solide und sein Infotainmentsystem auf dem neusten Stand