Preiswerte Neuwagen – unter 8.000 bis 12.000 Euro

Die günstigsten Neuwagen

Es muss nicht gleich die Luxuslimousine sein. Viele haben beim Autokauf ein sehr begrenztes Budget. Aber auch dafür kann man einen vernünftigen Neuwagen finden.

  • Christoph Bauer
  • Veröffentlicht am 06.12.2021, 09:30
Fotomontage mit sieben PKWs verschiedener Automarken
Quelle: Hersteller / Montage: Julia Fell Einsatzgebiet, Anzahl der Mitfahrer, Stauraumbedarf: Wer seine Mobilitäts-Bedürfnisse im Vorfeld genau absteckt, findet den richtigen Neuwagen schneller

Günstige Neuwagen ermöglichen Mobilität

Autofahren muss nicht immer Lifestyle, Design, Komfort und sportlichen Fahrspaß im Fokus haben. Manchmal ist ein Auto einfach das, wofür es ursprünglich erfunden wurde: ein Fortbewegungsmittel. Für viele Menschen ist der niedrige Preis wichtiger als diverse Extras bei der Ausstattung oder Motorsport Feeling auf der Autobahn. In bestimmten Lebenssituationen hat man nur ein geringes Budget zur Verfügung, möchte oder kann zum Beispiel aus beruflichen Gründen aber trotzdem nicht auf Mobilität verzichten. Die gute Nachricht: Es gibt vernünftige, preiswerte Autos, mit denen man gut und pfiffig von A nach B kommt.

Worauf bei billigen Neuwagen achten?

 Zuerst die Budget-Frage: Wie viel kannst Du maximal für das Auto ausgeben, inklusive Versicherung, 8fach-Bereifung und Spritkosten pro Monat? Wenn Du hier eine Obergrenze festgelegt und anschließend Dein Eigenkapital ermittelt hast, dann informier Dich am besten über die verschiedenen Zahlungsmethoden: Barkauf, Leasing oder Kredit. Wenn Dein Eigenkapital für den Kaufpreis ausreicht, ist ein Barkauf wohl die beste Lösung. Wenn Du einen Teil des Kaufpreises finanzieren musst, entscheide Dich zwischen Leasing oder Kredit. Beim Leasing mietest Du das Auto für einen bestimmten Zeitraum und gibst es danach wieder zurück. Bei der Kreditfinanzierung gehört das Auto von Anfang an Dir.

Neben den rein finanziellen Fragen gilt es auch, die rein auto-bezogenen Kriterien festlegen: Wie viel Platz für Mitfahrer ist notwendig? Wie viel Stauraum? Wird das Auto mehr im Innenstadtverkehr genutzt oder außerhalb? Sind bestimmte Ausstattungen unverzichtbar oder gibt es auch günstige Alternativen? Muss es zum Beispiel ein integriertes Infotainment-System sein oder könnte man auch ein portables Navigationsgerät nutzen? Je mehr Gedanken Du Dir im Vorfeld machst, umso zielgerichteter kannst Du nach einem günstigen Neuwagen suchen.

Günstiger Neuwagen unter 8.000 Euro:

Mitsubishi Space Star: sympathischer Cityflitzer

Als Basisausstattung schon ab 7.990 Euro. Der praktischer Japaner verfügt über fünf Türen, fünf Sitze und moderne Fahrassistenzsysteme. Im Basispaket wird der kleine Mitsubishi mit sechs Airbags, Licht- und Regensensor, Berganfahrhilfe und elektrisch einstellbaren Außenspiegeln geliefert. Der 1.2 Benzinmotor kommt auf 52 kW (71 PS), kombiniert mit einer 5-Gang-Schaltung. Das Kofferraumvolumen ist zwar ähnlich sparsam wie der Preis: 235 Liter. Aber für normale Shoppingtouren reicht der Platz in jedem Fall.

Auch rein optisch bringt die aktuelle Generation viel Schwung mit: Besonders auffällig ist die Frontpartie, die den Space Star dynamisch auftreten lässt. Die längere Motorhaube und sportliche Leichtmetallfelgen verleihen ihm Esprit. Als Sonderausstattungen gibt es unter anderem einen Auffahrwarner mit Fußgängererkennung, einen Notbremsassistenten sowie einen Spurhalteassistenten. Zudem macht das optional erhältliche Infotainment-System Laune: Man kann es entweder über Sprachsteuerung bedienen oder über den 7" Touchscreen. Der Mitsubishi Space Star ist ein ebenso alltagstauglicher wie stylischer Begleiter für die City. Und das zu einem sehr moderaten Preis. Mehr über den Mitsubishi Space Star findest Du im Mitsubishi Space Star Testbericht.

Ein weißer Mitsubishi Space Star steht auf einem Parkplatz
Mitsubishi Space Star

Das Modell punktet mit einem sportlichen Design und einer modernen Ausstattung wie einem Fahrassistenzsystem.


Günstige Neuwagen unter 10.000 Euro:

Dacia Sandero: attraktiver Kleinwagen

Unter 9.000 Euro ist der Dacia Sandero als Neuwagen zu haben. Damit zählt er zu den günstigsten Neuwagen in Deutschland. Auch mit der "Comfort" Ausstattungslinie inklusive Klimaanlage kann man unter 10.000 Euro bleiben. Die Crossover-Variante "Stepway" im Stil eines SUV kostet hingegen bereits über 11.000 Euro. Praktisch: Beim Dacia Sandero kann man in der Basisvariante das eigene Smartphone in der Mitte des Armaturenbretts befestigen und als Touchscreen für zum Beispiel die Radiobedienung verwenden.

Die Motorenauswahl umfasst drei Aggregate mit 65 PS, 90 PS und 100 PS. Insgesamt macht die dritte Generation des Sandero einen deutlich verbesserten Eindruck beim Fahrkomfort und bei der Verarbeitung des Innenraums. Auf Wunsch kann man sich auch für einen 8-Zoll-Bildschirm entscheiden, wo sich Funktionen wie Navigation oder Radio via Touchscreen steuern lassen. Auch mit dieser Zusatzoption bleibt der Dacia immer noch seinem Motto treu und liefert relativ viel Auto für relativ wenig Geld. Weitere Details über den Dacia Sandero im Test.

Ein blauer Dacia Sandero steht auf einem Parkplatz vor einer Baumreihe
Der Dacia Sandero

Der attraktive Kleinwagen überzeugt mit hohem Fahrkomfort zu einem vergleichsweise geringen Preis.


Peugeot 108: kompakter Franzose

53 kW (72 PS). Von 0 auf 100 km/h in 14 Sekunden. Höchstgeschwindigkeit 160 km/h. Die 24 Stunden von Le Mans wird man mit dem Peugeot 108 nicht gewinnen. Als günstiger und eleganter Cityflitzer macht er aber eine gute Figur. Vor allem, wenn es um Parklücken-Tauglichkeit geht. Mit nur 3,48 Metern Länge ist der 108  kürzer als zum Beispiel ein VW up!. Dennoch bietet er einen relativ geräumigen Innenraum, in dem vier erwachsene Personen auch längere Strecken zurücklegen können, ohne sich den Rücken zu verspannen.

Trotz der kompakten Außenmaße muss man bei der Sicherheit keine großen Abstriche machen: Beim Euro NCAP-Crashtest konnte der Kleinwagen in der Kategorie "Insassen- und Kinderschutz" immerhin 80 Prozent erzielen, was für ein Modell dieser Größe durchaus akzeptabel ist. Die Basisversion des 108 verfügt über LED-Tagfahrlicht und Bordcomputer. Wer den Peugeot 108 individuell aufrüsten will, muss entsprechend tiefer in die Tasche greifen. Auf Wunsch gibt es feine Ledersitze, Klimaanlage und ein lässiges Faltdach. Für französisches Flair an heißen Sommertagen. Weitere Details in der Kaufberatung zum Peugeot 108.

Ein roter Peugeot 108 steht am Straßenrand, im Hintergrund stehen fünf weitere PKW in verschiedenen Farben
Der Peugeot 108

Der 3,48 Meter lange Kleinwagen passt in nahezu jede Parklücke, ist dennoch relativ geräumig – und günstig.


Kia Picanto: sportlicher Fahrkomfort

Der 67 PS-Benzin-Motor des Kia Picanto kommt auf maximal 161 km/h Spitze. Deutlich durchzugsstärker ist der 84 PS-Benziner, der auch mit 4-Stufen-Automatik bestellt werden kann. Top-Motor beim Kia Picanto ist der 100 PS-Dreizylinder-Turbo. In den Kofferraum kann man 290 Liter Volumen füllen. Die Ladefläche hinter den beiden Vordersitzen lässt sich zusätzlich nutzen – dann kommt man auf 470 Liter. Ein Plus für die Alltagstauglichkeit. Als Sonderausstattung verfügbar sind moderne Fahrerassistenzsysteme wie der radarbasierte Notbremsassistent.

Die Basisausstattung "Attract" beinhaltet zwar keine Klimaanlage, aber immerhin sechs Airbags, ein Radio mit MP3-Funktion und einen soliden Bordcomputer. Von der Optik her entwickelt sich der Picanto dank Facelift zunehmend in Richtung SUV: Mit der X-Line-Ausstattung hat er 15 Millimeter mehr Bodenfreiheit, 16-Zoll-Räder und Stoßfänger im Offroad Look. Die tatsächliche Geländetauglichkeit muss der Kia nicht unter Beweis stellen, er ist für das bequeme Cruisen durch die City am besten geeignet.

Ein grauer Kia Picanto steht auf einem Parkplatz, im Hintergrund stehen diverse weitere Autos in verschiedenen Farben
Der Kia Picanto

Er lässt sich leicht lenken und zählt zu den kürzesten Fünftürern, die es derzeit auf dem Markt gibt.


Günstige Neuwagen unter 12.000 Euro:

VW up!: der kleinste Volkswagen

Basismotor des Wolfsburgers ist der Ein-Liter-Dreizylinder, je nach Wahl mit 60 PS, 75 PS oder 90 PS. Den VW up! gibt es auch als EcoFuel Erdgas-Variante mit 68 PS und mit reinem Elektroantrieb. Bei der Fahrstabilität ist der Kleine ganz groß – ebenso bei der Sicherheit: Im Euro-NCAP-Crashtest erreichte der VW up! die Höchstwertung von fünf Sternen. Auch die präzise Lenkung und das effektive Bremssystem bieten gerade im Stadtverkehr deutliche Vorteile.

Wer auch Wert auf etwas gehobenen Fahrkomfort und Individualisierung legt, wird mit der Basisausstattung nicht weit kommen. Klimaanlage und elektrische Fensterheben sind schon mal nicht serienmäßig. Wenn man allerdings noch etwas Spielraum im Budget hat, ist man mit der Ausstattungslinie "High Up" besser bedient. Sie umfasst zum Beispiel Klimaanlage und beheizbare Vordersitze. Stylische Akzente kann man mit den Paketen "up! White Style" und "up! Black Style" setzen. Etwa mit weißer beziehungsweise schwarzer Dachlackierung und analog gestalteten Spiegelklappen.

Ein roter VW up! steht auf einem Parkplatz
Der VW up!

Ein sicherer City-Flitzer: Der kleinste Volkswagen punktet mit seiner hohen Fahrstabilität und Sicherheit.


Fiat 500 Cult: cooles Hybridauto

Auf 51 kW (69 PS) kommt der Hybridmotor (Benzin/Elektro), der mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe gekoppelt ist. Der Fiat 500 Cult verfügt über praktische Komforteinrichtungen wie Multifunktionslenkrad, Start/Stopp-Automatik, Klimaanlage und Freisprecheinrichtung. Auch Reifendruck-Kontrollsystem, Tagfahrlicht LED, Seitenairbags vorn und Isofix-Aufnahmen für Kindersitze am Rücksitz gehören zur Ausstattung des dreitürigen Italieners. Mit dem Fiat 500 Cult entscheidet man sich nicht nur für eine innovative, umweltfreundliche Antriebsvariante. Sondern auch für ein schickes und cooles Lifestyle Statement.
Den modisch italienischen Charakter erkennt man auf den ersten Blick an den italienisch stilvollen Trendfarben für das Exterieur, wie etwa "Sicilia Orange". Dass er beim Kofferraumvolumen kein Riese ist, war zu erwarten. Aber bei 185 Liter Volumen kann man immerhin drei Getränkekisten unterbringen. Die Stärken des Fiat 500 Cult sind eindeutig kurze Strecken innerhalb der Stadtgrenzen. Für diese Anforderungen bietet er nicht nur passable Fahreigenschaften. Sondern auch die gewisse Portion italienische Lebensfreude.

Ein weißer Fiat 500 Cult steht in einer Grundstücksauffahrt
Der Fiat 500 Cult

Der Hybrid mit stylischem Design und praktischer Komforteinrichtung wie einer Klimaanlage versprüht italienisches Flair.


Renault Twingo: wendiger Stadtbegleiter

Die Motorenpalette startet bei 48 kW/65 PS und 158 km/h. In 15,1 Sekunden beschleunigt man mit dem Heckantrieb relativ gemächlich auf 100 km/h. Mehr Fahrspaß bietet da schon der 90-PS-Turbo. Aber der Renault Twingo wird nicht wegen seiner Sprinter-Qualitäten gekauft. Sondern wegen seinem kultigen Design – und seiner alltagstauglichen Ausstattung:  Den Renault Twingo gibt es in vier Ausstattungslinien Life, Zen, Intens und Urban Night.

Serienmäßig ausgerüstet ist der Kleinwagen in der Version “Life” mit getönten Scheiben, Heckspoiler Reifendruck-Kontrollsystem und LED-Tagfahrlicht.  Der Seitenwind-Assistent unterstützt den Fahrer bei starken Seitenwinden dabei, die Fahrspur sicher zu halten. Mit dem Top Paket "Urban Night" und entsprechendem Aufpreis kann man sich dann auch noch zum Beispiel von Navigationssystem und Rückfahrkamera assistieren lassen. Ungewöhnlich bei der neuen Generation des Twingo ist der Heckantrieb. Der Wendekreis ist extrem gering, was den Twingo gerade in der Stadt zum agilen Musterknaben macht.

Ein dunkelblauer Renault Twingo steht im Showroom eines Autohauses
Der Renault Twingo

Der kompakte Franzose genießt Kultstatus – und ist dank des kleinen Wendekreises besonders agil.


Günstige Neuwagen in Bildern

  • Ein gelber Mitsubishi Space Star fährt durch eine Stadt
    Quelle: Mitsubishi Der Mitsubishi Space Star bringt schon im Basispaket moderne Fahrassistenzsysteme wie Licht- und Regensensor, Berganfahrhilfe und elektrisch einstellbaren Außenspiegel mit
  • Ein blauer Dacia Sandero parkt vor einem Haus
    Quelle: Dacia Der Dacia Sandero zählt zu den günstigsten Neuwagen auf dem deutschen Markt
  • Ein weißer Peugeot 108 fährt an einem grauen Gebäude vorbei
    Quelle: Peugeot Besonders großstadttauglich: Mit seinen 3,48 Metern Länge passt der Peugeot 108 auch in kleinere Parklücken
  • Ein roter Kia Picanto fährt an einem Wald vorbei
    Quelle: Kia In den Kofferraum des Kia Piccanto passen immerhin 290 Liter – nutzt man die Ladefläche hinter den beiden Vordersitzen zusätzlich, kommt man auf 470 Liter
  • Ein weißer VW up! fährt eine Landstraße entlang
    Quelle: VW Wer beim VW up! etwas Budget in Fahrkomfort und Individualisierung investieren möchte, kann auf die Ausstattungslinien “High Up” upgraden, die u.a. beheizbare Vodersitze umfasst
  • Ein hellblauer Fiat 500 Cult fährt durch eine Stadt
    Quelle: Fiat Der Hybridmotor (Benzin/Elektro) des Fiat 500 Cult ist mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe gekoppelt und kommt auf 51 kW (69 PS)
  • Ein gelber Renault Twingo fährt durch eine Stadt
    Quelle: Renault Der Renault Twingo punktet nicht nur mit kultigem Design, sondern auch mit den verschiedenen Ausstattunglinien Life, Zen, Intens und Urban Night


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