Seit 2015 wird der überarbeitete VW Transporter unter der Modellbezeichnung T6 vertrieben. Wie die Modelle Multivan und California, so ist auch der Caravelle eine PKW-Version des Nutzfahrzeugs Transporter. Der Caravelle ist als Kleinbus für die Beförderung von bis zu neun Personen und Gepäck konzipiert. Er ist 1,90 Meter breit und verfügt über eine Länge von 4,90 Meter oder – mit langem Radstand – von 5,30 Meter. Konkurrenten des VW T6 Caravelle sind der Peugeot Traveller Business, die Mercedes V-Klasse, Renault Trafic Combi, Ford Tourneo Custom und der Opel Vivaro Combi.
Stärken
variable Sitzplatzanordnung
bis zu neun Sitzplätze
Karosserie mit zwei Radständen verfügbar
Schwächen
hohes Preisniveau
magere Serienausstattung
nur zwei Jahre VW-Garantie
Beta
Fragen zu VW T6 Caravelle? Dein KI-Guide hilft dir bei Modellen und Angeboten.
Ob als komfortbetonter VIP-Shuttle zu einem Empfang oder als effizienter Kleinbus für den Transit zwischen Flughafen und Geschäftstermin. Mit bis zu zwei Schiebetüren, zwei Radständen und einer beindruckend großen Auswahl an unterschiedlichen Sitzpaketen zeigt sich der VW T6 Caravelle äußerst variabel und anpassungsfähig. Er verfügt über eine umfangreiche Auswahl an Assistenzsystemen und kann dank Allrad-Technik auch unter erschwerten Bedingungen zum Einsatz kommen.
Die lange Liste der Sonderausstattungen für Interieur und Exterieur sorgt dafür, dass der Caravelle sowohl im nüchternen Transporteinsatz, als auch auf der Fahrt zum roten Teppich gut aussieht.
Testberichte
ADAC Auto-Test
Testergebnis vom 8. April 2016
VW Multivan Kurz EU6Viertüriger Bus der oberen Mittelklasse (75 kW / 102 PS)
Der VW Caravelle kann wahlweise mit zwei Benzin- und fünf Dieselmotoren ausgestattet werden. Das schwächste Aggregat verfügt über 84 PS, das stärkste über 204 PS. Ein 6-Gang-Schaltgetriebe oder eine 7-Gang-Automatik mit Doppelkupplungsgetriebe kann ab 150 PS gewählt werden. Der Vierradantrieb ist ab einer Motorleistung von 150 PS verfügbar. Das beste Preis-/Leistungsverhältnis bietet der 2,0-Liter-Diesel mit 150 PS und einem Drehmoment von 340 Newtonmeter. Dessen günstigster Normverbrauch liegt nach Herstellerangaben bei 6 Litern.
zwei Benziner und fünf Diesel erhältlich
5-Gang-, 6-Gang-Schaltgetriebe und 7-Stufen-Automatik DSG erhältlich
Der fast baugleiche Vorgänger des VW T6 konnte beim Euro-NCAP-Crashtest im Jahr 2013 vier von fünf Sternen erringen. Vorne werden Fahrer und Beifahrer der T6 Caravelle von Front-, Seiten- und Kopfairbags (ab Comfortline) geschützt. Die Gurte haben Gurtstraffer und –zugbegrenzer. Eine Multikollisionsbremse verhindert, dass das Fahrzeug nach einem Unfall weiterrollt und eine Müdigkeitserkennung warnt (ab Comfortline) den Fahrer vor dem Einnicken.
Für die hinteren, äußeren Fahrgäste der Caravelle gibt es Kopfairbags gegen Aufpreis. Ebenso können eine automatische Distanzregelung mit integrierter City-Notbremsfunktion, eine automatische Fernlichtregulierung, eine Geschwindigkeitsregelanlage sowie ein Spurwechselassistent gegen Aufpreis bestellt werden. Die City-Notbremsfunktion ist auch als einzelne Komponente erhältlich.
Frontairbags
Multikollisionsbremse
Gurte mit Gurtstraffern und Gurtzugbegrenzern vorne
Im Jahr 2013 wurde das weitestgehend baugleiche Vorgängermodell VW T5 dem Euro-NCAP-Crashtest unterzogen und erhielt mit vier von fünf Sternen noch ein gutes Ergebnis. Im VW T6 profitieren der Fahrer und der Beifahrer von Frontairbags, Seiten- und Kopfairbags (letztere im Trendline allerdings nur gegen Aufpreis). Vorne schützen moderne Gurtsysteme mit Gurtstraffer und Gurtzugbegrenzer. Die automatische Multikollisionsbremse verhindert das Weiterrollen des Wagens nach einem Unfall. Die Ausstattungslinien Comfortline und Highline verfügen außerdem noch über eine Müdigkeitserkennung.
Für die hinteren Fahrgäste der Caravelle gibt es nur herkömmliche Automatikgurte. Immerhin lassen sich auf den äußeren Plätzen Kopfairbags nachrüsten (nur bei kurzem Radstand).
Zusätzliche Assistenzsysteme zur Steigerung der aktiven Sicherheit sind gegen Aufpreis erhältlich. Dazu gehören eine automatische Distanzregelung mit integrierter City-Notbremsfunktion, eine Fernlichtregulierung, eine Geschwindigkeitsregelanlage und ein Spurwechselassistent. Die empfehlenswerte City-Notbremsfunktion ist auch als Einzelausstattung erhältlich.
Ausstattung
Den VW Caravelle gibt es in den drei Ausstattungslinien Trendline, Comfortline und Highline, wobei letztere über zwei Schiebetüren verfügt. Wie bei VW üblich, ist die Grundausstattung mager und die Liste der wählbaren Sonderausstattungen lang. Mit Hilfe der zahlreichen Sitz-Pakete kann der Caravelle zum Transporter von vier bis insgesamt neun Personen werden.
Allerdings muss ab den 7-Sitzer-Paketen zum VW Caravelle mit dem 3,4 Meter langen Radstand gegriffen werden. Auffallend ist die hohe Zahl an optionalen Metallic-Lacken. Die angebotene WLAN-Technik ist vergleichsweise umständlich zu handhaben.
Schiebetür rechts
sieben Sitzplätze
Multikollisionsbremse
Der VW Carvelle ist in den drei Ausstattungslinien Trendline, Comfortline und Highline erhältlich. Der größte Unterschied liegt in den zwei elektrischen Schiebetüren, die dem Top-Modell Highline vorbehalten sind. Das serienmäßige Ausstattungsniveau ist insgesamt sehr mager. Das Basismodell Trendline muss sogar ohne Klimaanlage auskommen.
Caravelle Trendline (ab 36.747 Euro):
16- oder 17-Zoll-Stahlräder, je nach Motor-Getriebe-Kombination
Wärmeschutzverglasung
Berganfahrassistent
Schiebetür rechts
sieben Sitze, davon fünf im Fahrgastraum
winkelbare 3er-Sitzbank in der dritten Sitzreihe
12-Volt-Steckdose im Fahrgastraum
Multikollisionsbremse
Caravelle Comfortline (Trendline + 4.522 Euro):
Fahrersitz und Beifahrersitz mit Armlehnen - Seiten- und Kopfairbags vorne
Sonnenrollos an den Seitenfenstern im Fahrgastraum
Teppichboden in Fahrerhaus und Fahrgastraum
Radiosystem mit vier Lautsprechern - Zentralverriegelung mit Fernbedienung
Klimaanlage
zusätzliche 12-Volt-Steckdose
elektrische Fensterheber
Halogenscheinwerfer - Müdigkeitserkennung
Caravelle Highline (Trendline + 11.073 Euro):
17-Zoll-Leichtmetallräder
zwei elektrische Schiebetüren
Multifunktions-Lederlenkrad und Lederschaltknauf
Ledersitze
acht Sitze, sechs davon im Fahrgastraum
abgedunkelte Scheiben im Fahrgastraum
Radiosystem mit sechs Lautsprechern
3-Zonen-Klimaautomatik
Leseleuchten in Fahrerhaus und Fahrgastraum
elektrische Zuziehhilfe für die Heckklappe
Nebelscheinwerfer mit integriertem Abbiegelicht
Für den VW Caravelle sind zahlreiche Sonderausstattungen erhältlich, die unter anderem das Fahrwerk, die Räder und diverse Fahrassistenzsysteme betreffen. Für den Einsatz als Shuttle-Fahrzeug oder als Kleinbus sind dabei die vielen Komfortangebote für den Fahrgastraum wichtig. Hier bietet VW unter anderem elektrische Zuziehhilfen für die Schiebetüren, diverse Zusatz-Heizungssysteme und eine besonders breite Auswahl an Sitzpaketen an.
Mit ihrer Hilfe kann der Caravelle zum Transporter von vier bis zu insgesamt neun Personen modifiziert werden, die auf maximal vier Sitzreihen verteilt werden. Ab den 7-Sitzer-Paketen ist das allerdings nur mit dem 3,4 Meter langen Radstand möglich. Zahlreiche Metallic-Außenlackierungen (auch zweifarbig) werten die Optik der Caravelle auf.
Die Anbindung ans Internet ist etwas umständlich herzustellen. Um als mobiler WLAN-Hotspot zu agieren, muss der Caravelle zuvor mit dem Volkswagen UMTS-CarStick plus kostenpflichtiger SIM-Karte eines Mobilfunkanbieters ausgerüstet werden.
Der VW T6 Caravelle ist der Alleskönner unter den Kleinbussen. Ihm gelingt das Kunststück, mit großer Effizienz bis zu neun Personen transportieren zu können und dabei auch noch elegant auszusehen.
Sein größtes Plus ist die variable Bestuhlung des Fahrgastraums.
Obwohl der VW T6 seinem Wesen nach ein Nutzfahrzeug ist, gelingt ihm die Doppelrolle als übergroßer PKW mit üppigem Platzangebot erstaunlich gut. In Kombination mit schönen Metallic-Lacken und attraktiven Leichtmetall-Rädern kann sich der Caravelle auch dann sehen lassen, wenn er die Prominenz bis an den Roten Teppich chauffiert. Sein größtes Plus ist natürlich die variable Bestuhlung des Fahrgastraums, in dem bis zu neun Personen transportiert werden können.
Idealer Shuttle-Service mit der Ausstattung Highline
Kein Teppichboden, keine Klimaanlage und nur eine manuelle Schiebetür: Die Basisausführung Trendline mag zwar preislich attraktiv erscheinen. Ihre Ausstattung ist aber so mager geraten, dass sie Fahrer und Fahrgäste fast schon wieder an das Nutzfahrzeug T6 Transporter erinnert. Idealer Shuttle-Service will sich erst mit der Ausstattungslinie Highline einstellen.
Dieses Fahrzeug verfügt unter anderem über zwei elektrische Schiebetüren, eine 3-Zonen-Klimaautomatik, abgedunkelte Scheiben im Fahrgastraum und Ledersitze. Und auf seinen 17-Zoll-Leichmetallrädern macht der Caravelle Highline auch äußerlich deutlich mehr her. Leider ist diese Ausführung auch erheblich teurer als das spartanische Basismodell.
Große Vielfalt bei den Antrieben
Zu den Pluspunkten des VW T6 Caravelle gehört ohne Zweifel das umfangreiche Motorenangebot, dass zwei Benzin- und fünf Dieselmotoren zwischen 84 PS und 204 PS beinhaltet. Hier stellt, auch mit Blick auf das zulässige Gesamtgewicht von 3200 Kilogramm, der 150-PS-Diesel mit einem Drehmoment von 340 Newtonmeter gewiss das beste Aggregat für den Caravelle dar.
Dazu kann der Käufer auch noch zwischen einem manuellen Schaltgetriebe, einem 7-Gang- Doppelkupplungsgetriebe sowie einem Allradantrieb wählen. Für den Passagierverkehr mit größter Eile ist der 204-PS-Diesel prädestiniert, der eine Caravelle auf 203 km/h beschleunigen kann.
Zahlreiche Assistenzsysteme
Die passive und aktive Sicherheitsausstattung der Caravelle ist nicht überragend, kann aber gegen Aufpreis deutlich verbessert werden. Dazu zählen etwa die optionalen Kopfairbags für den Fahrgastraum, die automatische Distanzregelung mit City-Notbremsfunktion, eine Fernlichtregulierung und ein Spurwechselassistent.
Fazit zum VW T6 Carvelle (SG/SF)
Als Kleinbus Effizienz und Eleganz zu verbinden, gelingt der VW T6 Caravelle erstaunlich gut. Mit dem richtigen Motor lassen sich bis zu neun Passagiere komfortabel und ausreichend zügig transportieren, ohne dass der Fahrspaß zu kurz kommt. Seine variable Bestuhlung, zwei Fahrzeuglängen, Schiebetüren auf der rechten Seite und linken Seite sowie eine große Vielfalt an Antrieben sind Belege bester Ingenieurskunst und werden den Alltagsanforderungen an einen kompakten Shuttle fast immer gerecht.
Allerdings ist der VW T6 Caravelle auch ein sehr teures Auto, das ab Werk zu wenig Ausstattung zu einem hohen Preis und mit einer zu kurzen Garantiezeit bietet. Seiner Attraktivität und seiner guten Wertstabilität schadet dieser Umstand allerdings nicht.