VW Fox (Serie)

Alle Modelle mit Tests, Daten, Preisen und Kosten

Den Namen Fox tragen in der Geschichte des VW Konzerns mehrere Modelle. Der für den europäischen und damit auch den deutschen Markt entwickelte VW Fox wurde ab dem Jahr 2005 in Brasilien produziert und gilt als Nachfolger des VW Lupo. Das ausschließlich als Dreitürer erhältliche Modell hätte aufgrund seiner Abmessungen auch als Kleinwagen eingeordnet werden können. Doch aufgrund des geringen Kaufpreises und wegen seiner sehr spärlichen Serienausstattung galt es hierzulande als Kleinstwagen. Nach sechs Jahren Bauzeit wurde der Fox im Jahr 2011 vom moderneren, aber auch deutlich teureren VW Up abgelöst.

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Daten

Daten

Für den VW Fox wurden drei Motorisierungen Fox angeboten. Neben zwei Benzinern (ein 1,2-Liter-Dreizylinder mit 55 PS bzw. 60 PS und ein 1,4-Liter-Vierzylinder mit 75 PS) war auch ein Diesel mit 70 PS erhältlich. Die wurde allerdings ohne Rußpartikelfilter ausgeliefert, sodass hier gegebenenfalls nachgerüstet werden musste. Alle drei Ausführungen verfügten über ein 5-Gang-Schaltgetriebe und Frontantrieb.

Mit dem 1,2-Liter-Basis-Benziner taugte der Fox lediglich zum Stadtmobil. Das lag zum einen an der quälend langen Beschleunigung von 0 auf 100 km/h (17,5 Sekunden), zum anderen daran, dass der Verbrauch bei höherem Tempo schnell auf neun und mehr Liter stieg (Norm: 5,9 Liter). Deutlich besser motorisiert war man mit dem 1,4-Liter-Benziner. Der absolvierte den Standard-Sprint in 13 Sekunden und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 170 km/h. Dabei verbrauchte der kleine Sprinter kaum mehr Kraftstoff als der Dreizylinder.

  • 1,2-Liter-Benziner mit nur mäßigen Fahrleistungen 
  • 1,4-Liter-Benziner hält auch auf der Autobahn mit
  • 1,4-Liter-Diesel ab Werk ohne Rußpartikelfilter
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Test

Test

So clever der Fox auch konzipiert gewesen sein mochte mit dem ordentlichen Fahrkomfort und dem guten Platzangebot, so schlecht waren seine Langzeitqualitäten. 2009 absolvierte der Fox einen 100.000 Kilometer-Dauertest einer großen deutschen Auto-Zeitschrift. Dabei attestierten ihm die Experten so viele Mängel, dass er neben weiteren Modellen aus dem Hause Volkswagen wie etwa dem Touran mit der Schulnote fünf abschloss.

Vor allem der kleinste Motor, der 1,2-Liter-Dreizylinder, sorgte immer wieder für großen Ärger. Unter anderem kam es zu Rissen im Zylinderkopf, die je nach Baujahr und Laufleistung einen wirtschaftlichen Totalschaden nach sich zogen. Probleme bereiteten häufig auch Elektrik und Elektronik. Fällt bei der Suche nach einem gebrauchten Kleinwagen die Wahl auf den Fox, sollte man unbedingt zum stärkeren 1,4-Liter-Benziner greifen. Vorausgesetzt man findet einen. Nur knapp 7 Prozent aller Fox wurden mit dieser Motorisierung ausgeliefert.

  • 1,2-Liter-Dreizylinder anfällig für Schäden mit Motorschaden
  • Häufige Elektrik- und Elektronikmängel
  • Wenn schon Fox, dann sollte es der 1,4-Liter-Benziner sein
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Preise

Preise

Als Basismodell gab es den VW Fox im Jahr 2005 zu Preisen ab 9.075 Euro. Der kleinste Volkswagen kam allerdings völlig „nackt“ zum Kunden: Auf Komfort- und Sicherheitsfeatures wie elektrische Fensterheber oder Seitenairbags musste der Kunde verzichten. Der elektronische Schleuderschutz ESP war erst ab 2011 im Serienumfang enthalten. Wer seinen Fox gegen Aufpreis besser ausrüsten wollte, stellte rasch fest, dass das vermeintliche Sparmobil schnell die 13.000-Euro-Grenze durchbrechen konnte.

Heute ist ein gebrauchter Basis-Fox bereits für weniger als 1.000 Euro zu bekommen, dann aber in aller Regel mit einer sehr hohen Laufleistung deutlich mehr als 150.000 Kilometern. Für Fahrzeuge bis 100.000 Kilometer sollte man etwa 2.000 Euro einkalkulieren. Scheckheftgepflegte Gebrauchtwagen der späten Baujahre mit frischem TÜV und weniger als 50.000 Kilometer auf dem Tacho finden sich ab etwa 3.500 Euro.

  • Neupreis 2005: ab 9.075 Euro
  • Fahrzeuge der ersten Baujahre mit hoher Laufleistung für unter 1.000 Euro
  • Scheckheftgepflegte Exemplare unter 50.000 Kilometer ab 3.500 Euro
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Zumindest auf dem Papier stimmte das Konzept des VW Fox. Denn der Käufer erhielt für weniger als 10.000 Euro ein kleines und wendiges Auto. Allerdings war die Ausstattung spärlich und beispielsweise ESP gehörte erst im letzten Produktionsjahr zur Serienausstattung.


Vorderansicht - schräg
In der Werkstatt war der Fox nur allzu oft anzutreffen.

Dank seines guten Platzangebotes und seines ordentlichen Fahrkomforts konnte der VW Fox auch auf der Langstrecke punkten – vorausgesetzt, der gar nicht so kleine Kleinstwagen stand nicht in der Werkstatt. Dort aber war der Fox nur allzu oft anzutreffen. So errechnete eine große deutsche Automobil-Zeitschrift, dass der Wagen während eines 100.000-Kilometer-Dauertests durchschnittlich alle zwei Monate einen außerplanmäßigen Werkstattaufenthalt absolvieren musste. Eine verheerende Bilanz für Volkswagen. Beim Testfahrzeug handelte es sich um das vermeintlich günstige Basismodell mit dem 1,2-Liter-Benzinmotor.

Vernichtendes Urteil der Kritiker

Dieser Motor war zwar mit mehr als 80 Prozent die meistverkaufte Variante des Fox, mit Abstand allerdings auch die schlechteste Wahl. Neben vielen kleineren und mindestens ärgerlichen Mängeln (elektronischer Zündschlüssel, ESP-Warnleuchte, Scheibenwischer-Motor) traten häufig schon nach wenigen zehntausend Kilometern Risse am Zylinderkopf auf. Dann wurde es teuer. 2.400 Euro kostete eine solche Reparatur, wenn Volkswagen sich nicht kulant zeigte.

Renommierte Publikationen und Tester ließen kaum ein gutes Haar am Fox. Für den TÜV-Report war der Fox sogar ein „Gebrauchter des Grauens“. Vernichtender hätte das Urteil wohl kaum ausfallen können. Schade, dass ein gut gedachtes nicht immer ein gut gemachtes Auto ist.

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