Toyota Mirai (JPD20)

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Gebraucht ab
6.500 €
Fahrzeugeinordnung

Seit März 2021 ist der 2020 vorgestellte Toyota Mirai (JPD20) der zweiten Generation in Deutschland erhältlich. Als wasserstoffbetriebenes Brennstoffzellenfahrzeug der oberen Mittelklasse tritt die viertürige Limousine im Markenportfolio oberhalb von Corolla und Camry und nahe an klassischen Oberklasse-Modellen an.

Im Vergleich zum ersten Mirai wächst der Toyota Mirai (JPD20) deutlich, wirkt optisch konventioneller und bietet nun fünf Sitzplätze. Mit langer Reichweite und leisem Antrieb zielt diese Limousine vor allem auf technikaffine Vielfahrer, Dienstwagenkunden und Flotten in Regionen mit Wasserstoff-Infrastruktur. Gleichzeitig bleibt der Toyota Mirai (JPD20) ein Nischenmodell für Käufer, die eine Alternative zu batterieelektrischen Fahrzeugen suchen.

Stärken
  • Antrieb läuft angenehm leise und ruhig
  • Bietet große Reichweite und kaum Emissionen
  • Fährt komfortabel und bietet gute Sicherheit
Schwächen
  • Sehr dünnes Wasserstoff-Tankstellennetz in Deutschland
  • Hohes Fahrzeuggewicht, Leistung nur durchschnittlich
  • Kofferraum und Variabilität spürbar eingeschränkt
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Motoren

Im Toyota Mirai (JPD20) arbeitet ein permanenterregter Synchron-Elektromotor mit 134 kW (182 PS). Er überträgt seine Kraft über ein einstufiges Eingang-Getriebe an die Hinterräder und sorgt so für gleichmäßige, leise Beschleunigung ohne Schaltunterbrechungen, mit spontan anliegendem Drehmoment von 300 Nm.

Die Energie liefert eine Polymerelektrolyt-Brennstoffzelle, die Wasserstoff aus drei bei 700 bar gespeicherten Tanks in Strom verwandelt. Eine kleine Hochvoltbatterie mit 1,24 kWh speichert beim Bremsen zurückgewonnene Energie und unterstützt die Brennstoffzelle bei Leistungsspitzen, was Effizienz und Fahrkomfort erhöht. Je nach Fahrprofil verbraucht der Mirai rund 0,8 kg Wasserstoff auf 100 Kilometer. Nach WLTP ergibt sich daraus eine Reichweite von etwa 650 Kilometern, in der Praxis abhängig von Tempo und Strecke.

Mit 9,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h und 175 km/h Höchstgeschwindigkeit fährt der Toyota Mirai (JPD20) auf dem Niveau konventioneller Limousinen, bleibt aber klar auf entspanntes statt sportliches Fahren abgestimmt.

Sicherheit

Beim Euro-NCAP-Crashtest erzielt das Modell die Höchstwertung von fünf Sternen und zeigt damit einen hohen Insassenschutz. Die steife TNGA-Architektur und eine crashoptimierte Fahrgastzelle mit klar definierten Knautschzonen leiten Kräfte kontrolliert ab und halten den Innenraum möglichst stabil. Front-, Seiten- und Kopfairbags sowie häufig ein Knieairbag decken typische Aufprallbereiche ab, spezielle Strukturen im Vorderwagen verbessern den Fußgängerschutz.

Ein umfangreiches Paket an Fahrerassistenzen überwacht permanent das Umfeld. Der Notbremsassistent erkennt Fahrzeuge, Fußgänger und oft auch Radfahrer und bremst bei Bedarf selbstständig. Der Spurhalteassistent greift mit Lenkkorrekturen ein und reduziert seitliche Abkommen. Ein adaptiver Geschwindigkeitsregler hält auf der Autobahn den Abstand und nutzt dazu auch erkannte Tempolimits. Totwinkelwarner, Querverkehrswarner hinten, Kameras und Parksensoren erleichtern Spurwechsel und Parkvorgänge, optional unterstützt von Rundumsicht und automatischem Parkassistenten. Crashsicher integrierte Wasserstofftanks mit Sicherheitsventilen erhöhen den Schutz im Alltag.

Ausstattung

Der 2020 eingeführte Toyota Mirai (JPD20) bietet mit seiner Ausstattung ein hohes Komfortniveau. Weiche Sitze und eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik halten die Temperatur konstant und entlasten auf längeren Fahrten. Das zentrale Infotainmentsystem mit berührungsempfindlichem Bildschirm bündelt Bedienfunktionen, Navigation führt zuverlässig zum Ziel und die Smartphone-Integration bindet digitale Dienste in den Alltag ein. Hochwertige Materialien prägen den oberen Innenraum, in tieferen Bereichen kommen teils harte Kunststoffe zum Einsatz.

Serienmäßige Scheinwerfer in Leuchtdiodentechnik verbessern die Ausleuchtung der Fahrbahn, Leichtmetallräder gehören zur Grundausstattung. Auf Wunsch stattet Toyota den Mirai mit belüfteten und beheizbaren Ledersitzen aus, eine elektrische Sitzverstellung mit Speicherfunktion erleichtert häufigen Fahrerwechsel. Ein hochwertiges Audiosystem erweitert den Klangumfang. Das Head-up-Display projiziert Geschwindigkeit und Assistenzhinweise ins Sichtfeld, eine 360-Grad-Kamera unterstützt beim Einparken in engen Lücken. Der Kofferraum fällt wegen der Wasserstofftanks vergleichsweise klein aus, die meist nicht umklappbare Rückbank schränkt den Transport längerer Gegenstände ein.

Modellbeschreibung

Seit 2020 tritt der Toyota Mirai (JPD20) als wasserstoffbetriebene Limousine der oberen Mittelklasse an und dient im Konzern als Technologieträger. Er nutzt einen leisen Elektroantrieb mit Brennstoffzelle. Die Limousine bietet lange Reichweite und hohes Sicherheitsniveau. Im Alltag erschweren wenige Wasserstofftankstellen den Betrieb. Der Toyota Mirai (JPD20) bietet zudem weniger Nutzraum als vergleichbare Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.


Wasserstoff-Limousine fährt weit, überzeugt im Alltag nur begrenzt

Design und Karosserie

Der 2020 eingeführte Toyota Mirai (JPD20) tritt als fast fünf Meter lange Limousine der oberen Mittelklasse an und orientiert sich stärker an klassischen Premium-Limousinen als das kantige erste Modell. Die Proportionen mit langer Motorhaube, flachem Dach und kurzem Heck strecken die Silhouette, der Luftwiderstand bleibt trotz markanter Linien gering und unterstützt die Reichweite. Die voluminöse Heckschürze verrät die untergebrachten Wasserstofftanks, fügt sich aber stimmig ins Gesamtbild ein. Im Markenportfolio übernimmt der Mirai die Rolle eines Technik-Flaggschiffs unterhalb der Lexus-Modelle und bleibt ein bewusst exklusives Angebot.

Innenraum und Platzangebot

Im Innenraum wirkt die Limousine deutlich erwachsener als der viersitzige Vorgänger. Längerer Radstand und das neue Heckantriebskonzept schaffen vorne und hinten mehr Beinfreiheit, sodass fünf Personen grundsätzlich Platz finden. Der mittlere Fondsitz fällt wegen Kardantunnel und breiter Mittelkonsole jedoch weniger bequem aus. Vorne sitzt der Fahrer angenehm tief, das leicht zum Fahrer orientierte Cockpit mit digitalen Instrumenten und großem Zentralbildschirm erscheint übersichtlich. Materialien und Verarbeitung wirken solide, im unteren Bereich bleiben einfache Kunststoffe sichtbar. Der Kofferraum schrumpft durch die drei Hochdrucktanks spürbar, die starre Rückbank ohne Durchlade- oder Umklappmöglichkeit begrenzt den Nutzwert zusätzlich.

Antrieb, Fahrgefühl und Effizienz

Die Technik des Mirai basiert auf einer Polymerelektrolyt-Brennstoffzelle, die Wasserstoff in elektrische Energie wandelt, und einem permanenterregten Synchronmotor an der Hinterachse. Die Leistung von 134 kW (182 PS) genügt für flüssiges Vorankommen im Alltag, ohne den Charakter in Richtung Sportlichkeit zu treiben. Der Antrieb arbeitet nahezu vibrationsfrei, Wind- und Abrollgeräusche bleiben gut gedämmt, was den Langstreckenkomfort stärkt. Das weich abgestimmte Fahrwerk mit Mehrlenkerachsen rundum bügelt Unebenheiten sauber weg und hält den Aufbau trotzdem stabil. Das Gewicht von rund 1.900 kg fällt beim Beschleunigen und in engen Kurven auf, wirkt dank niedrigem Schwerpunkt und der im Vergleich zum ersten Mirai verbesserten Balance jedoch gut kontrollierbar.

Reichweite, Tanken und Alltagstauglichkeit

Ein zentrales Argument für den Mirai bleibt die Reichweite. Drei Kohlefaser-Tanks speichern zusammen 5,6 kg Wasserstoff, was nach Prüfzyklus etwa 650 Kilometer und in der Praxis oft deutlich über 500 Kilometer ermöglicht. Der Verbrauch liegt bei rund 0,8 kg Wasserstoff auf 100 Kilometer. Das Tanken an 700-bar-Stationen dauert nur wenige Minuten und ähnelt einem herkömmlichen Verbrenner, hängt in der Praxis aber stark von der Leistungsfähigkeit der jeweiligen Anlage ab. Die sehr dünne Wasserstoff-Infrastruktur beschränkt den Einsatz derzeit im Wesentlichen auf bestimmte Korridore und Ballungsräume. Als direkte Alternative tritt vor allem der Hyundai Nexo auf, der als SUV andere Schwerpunkte setzt. Für Pendler mit fester Tankstelle oder Flotten in Metropolregionen kann das Konzept funktionieren, spontane Langstrecken quer durch Europa erfordern dagegen weiterhin Planung.

Fazit

Der Toyota Mirai (JPD20) präsentiert sich als leise, komfortable und technisch anspruchsvolle Limousine für eine kleine, spezialisierte Zielgruppe. Stärken liegen im angenehmen Fahrkomfort, der umfangreichen Sicherheitsausstattung und der im Vergleich zu batterieelektrischen Fahrzeugen kurzen Tankdauer bei gleichzeitig großer Reichweite. Dagegen wirken der eingeschränkte Kofferraum, die geringe Variabilität und vor allem das dünne Netz an Wasserstofftankstellen, das die Alltagstauglichkeit stark vom Wohnort abhängig macht. Bei vorhandener Wasserstoff-Infrastruktur bietet der Mirai einen lokal emissionsfreien Antrieb ohne lange Ladepausen und ordnet sich mit Konzept und Auftritt in der oberen Mittelklasse ein, bleibt aber weiterhin ein bewusstes Nischenangebot.

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