Suzuki Vitara (Serie)

Alle Modelle mit Tests, Daten, Preisen und Kosten

Man könnte ihn als Reinkarnation zum SUV bezeichnen. Denn bis 1998 hatte Suzuki schon mal ein Modell namens Vitara im Programm. Während der Vorgänger aber noch ein Geländewagen mit Ecken und Kanten war, und es ihn auch als Cabrio mit Faltdach gab, surft die Neuinterpretation seit 2015 auf der SUV-Welle – mit runden Formen, einer gewissen Bodenfreiheit und – ganz wie seiner Konkurrenten in der Klasse – einem Allradantrieb als Option.

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Daten

Daten

Das kleine SUV wird ausschließlich als Fünfsitzer und Fünftürer angeboten, ist 4,18 Meter lang, 1,78 Meter breit und 1,61 Meter hoch. Der Vitara besitzt eine klassenüblich recht hohe Sitzposition und fasst mindestens 375 Liter Gepäck, wobei der Stauraum auf 1120 Liter erweiterbar ist. Die Zuladung beträgt mindestens 470 Kilogramm, die Anhängelast 1,2 Tonnen, was ungefähr dem Leergewicht des Autos entspricht. Zwei Benziner sind im Angebot: ein 1,6-Liter mit 120 PS und der 140 PS starke Boosterjet mit Turboaufladung. Der einzige Turbodiesel 1.6 DDiS kommt auf 120 PS und ist mit 320 Nm das drehmomentstärkste Aggregat. Mit maximal 200 km/h schnellster Vitara ist jedoch der Turbo-Benziner, sparsamster der immer allradgetriebene Diesel, der aktuell mit 4,2 Litern (CO2: 111 g/km) notiert ist.

  • Diesel nur mit Allrad
  • ausschließlich Vierzylinder
  • Anhängelast ab 1,2 Tonnen
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Test

Test

Dem Vitara werden eine sehr gute Traktion und ein gutes Handling zugeschrieben. Sind der Turbobenziner oder der Diesel an Bord, ist sogar von zupackender Art die Rede. Ein Kurvenräuber ist er damit noch nicht, dafür werden seine Straßenqualitäten hervorgehoben. Allerdings wird er je nach Motor auf der Autobahn recht laut, was an der teils kurzen Übersetzung liegt, die dann vor allem im Turbo-Benziner den Verbrauch in die Höhe treibt. Das Fahrwerk gilt als komfortabel, die Lenkung gefühllos. Beim Platzangebot überzeugt der Wagen die Tester. Hervorgehoben werden auch die Sicherheitseigenschaften mit serienmäßigem Notbremssystem, kritisiert dagegen die fehlenden Assistenzsysteme. Auch die mäßige Verarbeitungsqualität im Innenraum fällt auf ebenso wie die heute fast schon selbstverständliche Unübersichtlichkeit der Karosserie.

  • gute Traktion
  • sauberes Handling
  • gefühllose Lenkung
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Preise

Preise

Ab 17.990 Euro ist der Vitara mit 120 PS als Saugbenziner mit Frontantrieb zu bekommen. Wer den sportlichen Vitara S mit 140 PS und Turboaufladung möchte, muss 7100 Euro mehr hinblättern. Sollen dann noch beide Achsen angetrieben werden, kommen weitere 1700 Euro hinzu, was für die Variante 1.4 Boosterjet Allgrip dann 26.790 Euro ausmacht. Wohlgemerkt gekoppelt an einen 6-Gang-Handschalter, nochmals 1500 Euro werden für die 6-Gang-Automatik fällig. Das optionale 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe ist dem 1.6 DDiS-Diesel vorbehalten, der ab 24.790 Euro zu haben ist und sich so um 1700 Euro verteuert. Damit ist der Vitara kein billiges Auto. Auch beim Unterhalt punktet er nicht gerade. Die Neuwagengarantie liegt bei immerhin drei Jahren.

  • Anschaffung und Unterhalt eher hoch
  • drei Jahre Garantie
  • Allradantrieb in den Benzinern aufpreispflichtig
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Wohl unbeabsichtigt nahm der Suzuki von 1988 das Konzept der kleinen SUVs von heute vorweg, die vor allem in der Stadt bewegt und mit Attributen wie „urban“ beworben werden. Denn sein Fahrwerk galt – 4x4-Antrieb, Leiterrahmen und Starrachse hin oder her – als eher für den Straßeneinsatz abgestimmt und der Vitara wurde als Lifestyle-Auto wahrgenommen.


Vorderansicht - schräg
Der Vitara wurde als Lifestyle-Auto wahrgenommen.
Seitenansicht

1996 gab es den ersten Diesel für Deutschland. 1998 wurde das Modell, das es ab 1990 auch als viertürige Langversion gegeben hatte, von dem größeren viertürigen Grand Vitara abgelöst.

Dessen Nachfolge wiederum trat 2015 der aktuelle Vitara an, der mit 4,18 Metern aber nicht unbedingt das kleinere Auto gegenüber dem in verschiedenen Längen gebauten Vorgänger ist. Vorgestellt wurde die Serienfassung im Spätsommer 2014 auf dem Pariser Autosalon ausschließlich als Fünftürer und mit einem gegenüber dem Grand Vitara weitaus größeren Kofferraum von 375 Litern.

Der Fortschritt zeigte sich auch in aufpreispflichtigen LED-Scheinwerfern, einem Notbremsassistenten oder einem optionalen Allradantrieb mit Fahrmodusschalter, der den Vitara aus Spritspargründen zum Beispiel zum Fronttriebler macht, der nur bei Traktionsproblemen die Kraft über alle Viere auf den Untergrund bringt.

Kleine Auswahl unter der Haube

Zum Marktstart im Sommer 2015 war das Motorenangebot dürftig – und sollte auch so bleiben. Ein Sechszylinder, im Topmodell des Grand Vitara einst noch zu haben, verbot sich in dem recht kleinen Fahrzeug schon aus politischen Gründen von selbst, aber auch bei den Vierzylindern gab es kaum Auswahl. Verbaut wurde je ein Benzin- und Dieselmotor gleicher Leistung von 120 PS aus je 1,6 Liter Hubraum, wahlweise als Allradler sowie an einen Handschalter oder eine Automatik gekoppelt.

Die besten Normverbrauchswerte konnte Suzuki in Verbindung mit Frontantrieb und manuellem Schaltgetriebe ermitteln: Der Benziner begnügte sich danach mit durchschnittlich 5,2 Litern (CO2-Ausstoß: 123 g/km) nach Norm, der Diesel mit 4,0 Litern Kraftstoff (CO2: 106 g/km).

Ein gutes halbes Jahr nach dem Marktstart, den der Vitara zum Grundpreis von knapp 18.000 Euro hinlegte, ergänzte Suzuki die Motorenauswahl um die 140 PS starke Benziner-Topvariante 1.4 Boosterjet, die mit einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h die übrigen um 20 km/h übertrifft.

Lücken bei den Assistenzsystemen

Zuletzt ergänzte der Hersteller die wenigen Motor-Getriebe-Kombis durch eine weitere Option. Seit 2016 gibt es die Topvariante, die zuvor nur mit Allradantrieb zu haben war, auch mit reinem Frontantrieb. Seitdem beschleunigt der Boosterjet auch ein bisschen schneller und steht mit 9,5 statt 10,2 Sekunden für den Sprint von 0 auf Tempo 100 im Datenblatt.

Der Suzuki Vitara hat eine Serienausstattung, die angesichts von Preis und Klasse in Ordnung geht. Immer an Bord sind sieben Airbags, eine Berganfahrhilfe, elektrische Fensterheber vorn, Klimaanlage oder eine Audioanlage mit CD-Player sowie MP3-Funktion und USB-Port. Wer eine Bergabfahrhilfe, ein Navigationssystem, eine Einparkhilfe, Licht- und Regensensoren, Sitzheizung, einen adaptiven Tempomaten oder Schaltwippen für die ebenfalls optionale Automatik sowie Apple CarPlay oder MirrorLink zur Anbindung des Smartphones möchte, muss Aufpreis zahlen.

Ein Totwinkelwarner oder eine Spurverlassenswarnung sind allerdings nicht im Programm. Auch Verkehrsschilderkennung, Müdigkeits- oder Fußgängererkennung sucht man vergebens – womit der Vitara in Sachen Assistenzsysteme fast schon den Zug der Zeit verpasst hat.

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