Karosserie und Design
Der Suzuki Across (A5Z) von 2020 basiert technisch weitgehend auf dem Toyota RAV4 und übernimmt dessen kantige SUV-Form. Mit rund 4.630 mm Länge, 1.850 mm Breite und knapp 1.700 mm Höhe zählt er zu den größeren Vertretern der Kompakt-SUV-Klasse. Die eigenständige Front mit schmalen Scheinwerfern und großem Grill schärft die Markenidentität.
Rechteckige Radhäuser und ein angedeuteter Unterfahrschutz betonen den robusten Auftritt. Im Vergleich zu älteren Suzuki-SUV wirkt die Karosserie erwachsener und präsenter im Straßenbild.
Innenraum und Platzangebot
Im Innenraum dominiert eine sachliche Gestaltung mit vielen physischen Tasten, was die Bedienung vereinfacht und Fehlbedienungen reduziert. Fahrer und Beifahrer sitzen erhöht und genießen eine gute Übersicht, die Rückbank bietet auch groß gewachsenen Personen ordentliche Kniefreiheit. Der Kofferraum fasst 490 Liter und wächst bei umgeklappter Rückbank auf 1.604 Liter.
Damit lässt sich der Across flexibel für Familienurlaube und größere Transportaufgaben nutzen. Die Materialqualität liegt im soliden Mittelfeld, die Verarbeitung wirkt sauber, erreicht aber nicht das Niveau mancher Premium-SUV.
Antrieb und Fahrverhalten
Das Plug-in-Hybridsystem mit Allradantrieb kombiniert kräftige Fahrleistungen mit alltagstauglicher Effizienz. Im Elektromodus fährt der Across viele Stadt- und Pendelstrecken lokal emissionsfrei, bevor der Benziner nahezu unmerklich zuschaltet. Das hohe Systemdrehmoment sorgt für spontanen Antritt.
Unter starker Beschleunigung hält das stufenlose CVT-Getriebe den Motor jedoch in hohen Drehzahlen, was akustisch präsenter wirkt. In Kurven macht sich das hohe Gewicht von rund 2.000 kg durch spürbare Wankbewegungen bemerkbar, das Fahrwerk bleibt insgesamt komfortorientiert und bügelt Unebenheiten wirksam weg. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h und reicht im Alltag aus, wirkt auf langen Autobahnetappen aber weniger souverän als bei einigen Konkurrenzmodellen.
Alltagstauglichkeit und Wirtschaftlichkeit
Mit bis zu 75 Kilometern elektrischer Reichweite und moderatem Benzinverbrauch bei geladenem Akku eignet sich der Across besonders für den täglichen Pendelverkehr mit Lademöglichkeit zu Hause oder im Betrieb. Das Ladesystem unterstützt das Nachladen an der Steckdose und erlaubt zusätzlich das Auffrischen des Akkus während der Fahrt, was die Planung auf längeren Strecken vereinfacht. Die Comfort+ Ausstattung reduziert die Konfigurationsvielfalt, hebt durch ihre weitgehende Vollausstattung jedoch den Preis deutlich über 50.000 Euro.
Im Gegenzug entfallen viele teure Optionen, Allradantrieb, zahlreiche Assistenzsysteme und Komfortfunktionen gehören bereits zur Serienausstattung. Mit einer zulässigen Anhängelast von 1.500 kg bleibt das SUV als Zugfahrzeug für Wohnwagen oder Anhänger interessant.
Fazit
Der Suzuki Across (A5Z) verbindet ein großzügiges Platzangebot, einen kräftigen Plug-in-Hybridantrieb und eine umfangreiche Serienausstattung zu einem ausgewogenen Gesamtbild. Das hohe Gewicht, das eher weiche Fahrverhalten und das fehlende fest integrierte Navigationssystem im Infotainment schmälern den Eindruck etwas, ohne die Alltagstauglichkeit grundlegend zu beeinträchtigen. Insgesamt präsentiert sich der Across als komfortorientiertes, unkompliziertes SUV mit klarem Fokus auf elektrifizierten Pendelbetrieb und gelegentliche Anhängerfahrten und positioniert sich damit als sachliche Alternative zu vielen etablierten Wettbewerbern.