Design und Karosserie
Der Subaru Outback (BS) der ab 2021 angebotenen sechsten Generation bleibt dem Konzept des erhöhten Kombis treu und grenzt sich damit von klassischen SUV ab. Die Karosserie misst 4.870 mm in der Länge, 1.875 mm in der Breite und 1.675 mm in der Höhe, was im Vergleich zum Vorgänger ein leichtes Wachstum bedeutet. Schwarze Verkleidungen an Radläufen und Schwellern, die Dachreling und die große Bodenfreiheit lassen den Outback (BS) robust wirken, gleichzeitig bleibt die Übersichtlichkeit eines Kombis erhalten. Die moderne Plattform erhöht die Verwindungssteifigkeit der Karosserie, senkt das Geräuschniveau und verbessert die Crashsicherheit.
Innenraum und Platzangebot
Im Innenraum profitieren vor allem Fondpassagiere vom gewachsenen Radstand, die Beinfreiheit reicht auch für sehr große Menschen. Fünf vollwertige Sitzplätze und eine angenehm aufrechte Sitzposition sorgen auf langen Etappen für Entspannung. Der Kofferraum fasst 561 Liter und wächst nach Umklappen der Rückbank auf bis zu 1.822 Liter, die niedrige Ladekante erleichtert das Beladen schwerer Gepäckstücke. Ein hochformatiger 11,6-Zoll-Touchscreen ersetzt viele Tasten, nach kurzer Eingewöhnung gelingt die Bedienung schlüssig. Smartphone-Einbindung, Navigationsfunktionen mit what3words und USB-C-Anschlüsse bringen den Subaru Outback (BS) technisch auf das Niveau moderner Mittelklassekombis. Die Materialien wirken solide und langlebig, erreichen jedoch nicht das Niveau teurer Premiummarken.
Antrieb und Fahrverhalten
Im europäischen Angebot treibt ein 2,5 Liter großer Boxermotor mit 124 kW (169 PS) den Subaru Outback (BS) an. Er arbeitet mit dem stufenlosen Automatikgetriebe Lineartronic und einem permanenten Allradantrieb zusammen. Im Vergleich zur vorherigen Generation spricht der Motor aus niedrigen Drehzahlen besser an, das Getriebe reagiert direkter und hält die Drehzahlen auf der Autobahn niedriger. Der Antrieb bleibt klar auf Komfort ausgelegt, die Beschleunigung wirkt ausreichend, aber unauffällig. Das Fahrwerk dämpft straff, ohne unkomfortabel zu wirken, die hohe Karosserie neigt in schnell gefahrenen Kurven jedoch zum Wanken. Die Lenkung arbeitet eher indirekt und vermittelt wenig Rückmeldung, was den Fahrspaß auf kurvigen Strecken begrenzt. Im Gegenzug bietet der Allradantrieb sehr gute Traktion auf Schnee, nasser Wiese oder Schotter, unterstützt vom X-Mode mit speziellen Geländeprogrammen. Der Benzinverbrauch liegt in der Praxis deutlich über dem Niveau von Kompaktkombis, bleibt für ein Allradfahrzeug dieser Größe aber noch vertretbar.
Alltagstauglichkeit und Kosten
Mit 2.000 kg gebremster Anhängelast eignet sich der Subaru Outback (BS) als Zugfahrzeug für Wohnwagen oder Pferdeanhänger. Die Dachreling und der variable Innenraum erhöhen den Nutzwert für Sport und Freizeit. Subaru gewährt eine langfristige Garantie, was Vielfahrer anspricht. Dem stehen vergleichsweise hohe Fixkosten gegenüber, verursacht durch den Verbrauch, die Versicherungseinstufung und eher kurze Wartungsintervalle. Der Einstiegspreis liegt über frontgetriebenen Mittelklassekombis, relativiert sich aber durch den serienmäßigen Allradantrieb sowie die umfangreiche Sicherheits- und Komfortausstattung.
Fazit
Der Subaru Outback (BS) präsentiert sich als spezialisierter Allradkombi für häufige Transporte mit viel Platzbedarf, hohem Traktionsanspruch und regelmäßiger Anhängernutzung. Das großzügige Raumangebot mit variablem Kofferraum, die hohe Anhängelast, der ausgeglichene Langstreckenkomfort und die umfangreiche Sicherheitsausstattung zählen zu den wesentlichen Pluspunkten. Dem stehen der spürbar höhere Verbrauch, die wenig direkte Lenkung und die eingeschränkte Motorenauswahl ohne Diesel oder Hybrid gegenüber. Insgesamt bietet der Subaru Outback (BS) ein charakterstarkes Gesamtpaket mit klarer Ausrichtung auf Alltag, Reisen und leichte Geländeeinsätze.