Positionierung und Konzept
Der Subaru Forester (SK) knüpft an die Tradition des kantigen, geländetauglichen Familien-SUV an. Das Modell bewegt sich größenmäßig im Kompaktsegment und steht im Markenprogramm zwischen Crosstrek und Outback. Im Kern bleibt das Konzept aus Boxermotor, permanentem Allradantrieb und hoher Bodenfreiheit erhalten, richtet sich aber klar an sicherheitsorientierte Familien und Freizeitnutzer. Gegenüber früheren Baujahren verschiebt sich der Fokus spürbar weg von leistungsstarken Motorvarianten hin zu Effizienz und Komfort, was sich in der allein verfügbaren Mild-Hybrid-Motorisierung zeigt.
Design und Karosserie
Optisch tritt der Forester als sachlich gezeichneter SUV mit markantem Kühlergrill, betonten Radläufen und steiler Heckpartie auf. Die Länge von rund 4.670 mm und die Höhe von etwa 1.730 mm ermöglichen eine aufrechte Sitzposition und viel Kopffreiheit. Eine Bodenfreiheit von etwa 220 mm unterstreicht den Anspruch, auch abseits befestigter Wege souverän unterwegs zu sein. Proportionen und Details wirken moderner als beim Vorgänger, ohne den robusten Charakter aufzugeben. Damit positioniert sich das Modell deutlich als funktionaler Allradler und weniger als reines Lifestyle-Fahrzeug.
Innenraum und Variabilität
Im Innenraum dominiert ein großes, hochformatiges Touchdisplay, das zusammen mit klassischen Tasten und Drehreglern eine Mischung aus moderner Optik und einfacher Bedienbarkeit erzeugt. Materialien und Verarbeitung wirken solide, wenn auch nicht so fein wie bei manchen europäischen Konkurrenten. Vorn und im Fond steht viel Kopf- und Beinfreiheit zur Verfügung, die hohe Sitzposition erleichtert Ein- und Ausstieg. Der Kofferraum mit 508 Litern Volumen und umklappbarer Rückbank bietet ausreichend Platz für Urlaubsgepäck oder Freizeitaktivitäten, auch wenn einige Wettbewerber etwas mehr Stauraum bereitstellen.
Antrieb und Fahrgefühl
Der 2,0 Liter große Mild-Hybrid-Boxer mit stufenlosem Automatikgetriebe prägt den Charakter des Forester. Die Leistungsentfaltung verläuft gleichmäßig, das Ansprechverhalten im Stadtverkehr wirkt dank Elektromotor harmonisch. Bei starker Beschleunigung steigt die Drehzahl des stufenlosen Getriebes jedoch gut hörbar. Die Fahrleistungen fallen eher zurückhaltend aus, was vor allem Vielfahrer mit hohem Autobahnanteil bemerken. Im Gegenzug zeigt der Allradantrieb auf nasser Fahrbahn, Schotter oder Schnee deutliche Traktionsvorteile. Der Verbrauch liegt im Klassenschnitt der allradgetriebenen Benziner, im Vergleich zu Vollhybriden oder Plug-in-Hybriden wirkt er jedoch relativ hoch.
Sicherheit und Qualität
Das umfangreiche Assistenzpaket mit Eyesight, adaptivem Tempomat, Spurführung und Notbremssystem trägt wesentlich zum Sicherheitsgefühl bei und führte im Euro NCAP Crashtest zu fünf Sternen. Verarbeitungsqualität und Zuverlässigkeit gelten als Stärke, der bekannte Felgenrückruf für bestimmte Baujahre wurde früh adressiert. Kritisch bleiben neben dem begrenzten Motorenangebot vor allem die Preise, die im Umfeld von Toyota RAV4, Honda CR-V und Mazda CX-5 eher im oberen Bereich liegen.
Fazit
Insgesamt tritt der Subaru Forester (SK) als rationaler, robust wirkender Allrad-SUV mit viel Platz und hoher Sicherheit auf, der weniger durch Fahrdynamik oder Effizienz, sondern durch Alltagstauglichkeit und echte Geländereserven überzeugt.