Skoda ENYAQ iV (5AC)

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Fahrzeugeinordnung

Seit April 2021 ergänzt der Skoda ENYAQ iV (5AC) als vollelektrisches SUV die Mittelklasse und nutzt den konzernweiten MEB-Baukasten. Mit 4.650 mm Länge liegt der Skoda ENYAQ iV (5AC) nahe am Kodiaq und zielt vor allem auf Familien und Dienstwagenfahrer. Im Modellportfolio rangiert er oberhalb des kompakteren Karoq und unterhalb klassischer Oberklasse-SUV.

Innerhalb der Baureihe stehen unterschiedliche Leistungsstufen und Batteriegrößen zur Verfügung, die sowohl effizienzorientierte Langstreckenfahrer als auch sportlich Interessierte abdecken. Als Schwestermodell von Volkswagen ID.4 und ID.5 bietet der Skoda ENYAQ iV (5AC) ein großzügiges Raumangebot und ein zurückhaltendes Design. Das Facelift ab 2025 überarbeitet vor allem die Front.

Stärken
  • Großzügiger Innenraum mit alltagstauglichem Kofferraumvolumen
  • Angenehmer Fahrkomfort auch auf langen Strecken
  • Gute Effizienz und solide Schnellladeleistung
Schwächen
  • Software und Bediensystem wirken teilweise träge
  • Hoher Fahrzeugpreis im Vergleich zu Verbrennern
  • Frühere Baujahre zeigen eingeschränkte Ausfallsicherheit
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Motoren

Im Skoda Enyaq arbeitet ein Elektromotor, der je nach Ausführung unterschiedlich stark zupackt. Die Palette reicht von sparsamen Modellen mit Hinterradantrieb bis zu sportlicheren Allradversionen mit kräftigem Drehmoment beim Anfahren. In den stärksten Varianten stehen bis zu 250 kW (340 PS) bereit. Ein einstufig übersetztes Automatikgetriebe leitet die Kraft ohne Schaltunterbrechung an die Räder und unterstreicht den ruhigen, linearen Charakter des Antriebs. Lithium-Ionen-Batterien mit kleineren Kapazitäten richten sich eher an den Stadtverkehr, große Akkus ermöglichen lange Strecken. In günstigen Kombinationen sind alltagstaugliche Reichweiten möglich, die deutlich über 400 Kilometer liegen, sodass auch längere Etappen ohne häufige Ladestopps gelingen. An Wechselstrom-Ladepunkten lädt der Akku dreiphasig mit bis zu 11 kW, an Schnellladesäulen steigt die Ladeleistung je nach Version deutlich an. Der tief im Fahrzeugboden verbaute Akku senkt den Schwerpunkt, das verleiht dem Enyaq ein stabiles Fahrverhalten und ein sicheres Gefühl, selbst bei höherem Tempo.

Sicherheit

In Crashtests unabhängiger Prüforganisationen erreicht der Enyaq fünf Sterne und bietet damit ein hohes Sicherheitsniveau. Sowohl die Version von 2021 als auch das Facelift ab 2025 zeigen eine stabile Fahrgastzelle mit wirksamem Aufprallschutz. Mehrere Airbags und verstärkte Strukturen schützen bei Front- und Seitenkollisionen, definierte Knautschzonen mildern Verletzungen von Fußgängern.

Zu den aktiven Systemen zählen ein Notbremsassistent mit Fußgängererkennung und ein Spurhalteassistent, die typische Unfälle im Stadtverkehr und auf der Landstraße reduzieren. Ein adaptiver Abstandsregeltempomat entlastet auf der Autobahn und arbeitet mit einem Stauassistenten für teilautomatisiertes Fahren. Spurwechselassistent, Rückfahrkamera und weitere Parkhilfen erleichtern enge Manöver und verbessern die Übersicht. Insgesamt bietet der Enyaq heute ein ausgewogenes Paket aus passiver und aktiver Sicherheit, das sich für Familien und Vielfahrer im dichten Verkehr gut eignet.

Ausstattung

Der seit 2021 angebotene Skoda ENYAQ iV (5AC) legt im Innenraum den Schwerpunkt auf viel Platz und eine klar strukturierte Bedienung. Zur Serienausstattung gehören ein digitales Kombiinstrument und ein großer zentraler Touchscreen, der wichtige Fahr- und Komfortfunktionen bündelt. Eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik regelt die Temperatur im Innenraum und harmoniert mit dem leisen Elektroantrieb. Je nach Ausstattung stehen Sitzbezüge aus Schurwolle oder recycelten Fasern zur Verfügung, die den nachhaltigen Charakter unterstreichen.

Optional bietet der Skoda ENYAQ iV (5AC) ein Head-up-Display mit Augmented Reality und eine Wärmepumpe an, die auf längeren Strecken den Energiebedarf der Heizung senken kann. Komfortfunktionen wie schlüsselloser Zugang und das beleuchtete Crystal Face am Kühlergrill erhöhen Bedienkomfort und Wahrnehmbarkeit im Verkehr. Eine fest verbaute eSIM ermöglicht vernetzte Dienste mit Online-Navigation, während eine Smartphone-App Funktionen wie Vorheizen und Ladeplanung aus der Ferne steuert.

Modellbeschreibung

Der 2021 eingeführte Skoda ENYAQ iV (5AC) führt die Marke in das vollelektrische SUV-Segment und spricht Familien sowie Dienstwagennutzer an. Er bietet viel Platz, solide Reichweite und hohen Komfort. Gleichzeitig zeigt die Software noch Schwächen. Auch Preis und frühe Zuverlässigkeit bleiben umstritten. Im Wettbewerb liegt er zwischen günstigeren Kompaktstromern und teureren SUV.


Skoda ENYAQ iV (5AC) side
Geräumiger Elektro-SUV mit viel Reichweite und leisen Schwächen
Skoda ENYAQ iV (5AC) angular front

Design und Karosserie

Der 2021 vorgestellte Skoda Enyaq iV tritt als mittelgroßes Elektro-SUV in der Klasse zwischen Karoq und Kodiaq an und nutzt die MEB-Plattform des Konzerns. Die Karosserie zeigt klare Linien und wirkt bewusst sachlich statt futuristisch. Das klassische SUV-Format mit steiler Heckklappe erleichtert die Nutzung im Alltag. Die Modellpflege ab 2025 verändert vor allem die Front mit einer stärker geschlossenen Gestaltung im Stil des kleineren Elroq, die Technik bleibt weitgehend unverändert.

Innenraum und Bedienung

Im Innenraum nutzt der Enyaq den Platz sehr effizient. Vor allem die zweite Sitzreihe bietet viel Beinfreiheit und eignet sich gut für längere Fahrten. Der Kofferraum fasst 585 bis 1.710 Liter und erreicht damit das Niveau größerer SUV mit Verbrennungsmotor. Das Cockpit kombiniert ein kompaktes digitales Instrumentendisplay mit einem großen zentralen Touchscreen, über den sich die meisten Funktionen steuern lassen. Die Bedienstruktur wirkt weitgehend logisch, einzelne Menüs erfordern jedoch etwas Eingewöhnung. Materialien und Verarbeitung hinterlassen einen hochwertigen Eindruck, lediglich im unteren Bereich der Verkleidungen kommen härtere Kunststoffe zum Einsatz. Typische Skoda-Details wie Regenschirm und Eiskratzer erhöhen den Nutzwert im Alltag.

Antrieb, Fahrverhalten und Effizienz

Technisch setzt der Enyaq iV auf einen permanentmagneterregten Elektromotor an der Hinterachse. In stärkeren Versionen ergänzt eine zusätzliche Maschine an der Vorderachse den Antrieb und ermöglicht Allrad. Dadurch deckt das Modell sowohl ruhige heckgetriebene Varianten als auch Versionen mit deutlich mehr Traktion ab. Die Leistung reicht bis zu rund 250 kW (340 PS) und erlaubt souveräne Überholmanöver. Das Fahrwerk mit MacPherson-Vorderachse und Mehrlenker-Hinterachse ist eher komfortabel abgestimmt und bügelt viele Unebenheiten sauber weg. Die große Batterie erhöht das Gewicht, der tief liegende Schwerpunkt stabilisiert jedoch das Fahrverhalten. Sportlich ausgelegte RS-Modelle wirken spürbar straffer, bleiben aber alltagstauglich.

Laden und Alltagstauglichkeit

Zu Beginn standen mehrere Batteriegrößen zur Wahl, später rückte die große Batterie stärker in den Fokus, um hohe Reichweiten zu ermöglichen. Je nach Version sind über 500 Kilometer nach WLTP realistisch, vor allem bei gemischter Fahrweise. An Wechselstrom-Ladesäulen lädt der Enyaq dreiphasig mit bis zu 11 kW. An Gleichstrom-Schnellladern fallen je nach Baujahr deutlich höhere Ladeleistungen an, was die Reiseplanung erleichtert. Eine Plug-and-Charge-Funktion kann den Bezahlvorgang an passenden Säulen vereinfachen. Die MySkoda App zeigt Ladestand und Restreichweite an und steuert die Vorkonditionierung von Innenraum und Batterie. Heckantriebsvarianten profitieren zudem von einem vergleichsweise kleinen Wendekreis, was Einparken und Rangieren erleichtert.

Sicherheit und Zuverlässigkeit

Im Euro-NCAP-Crashtest erreicht der Enyaq die Bestwertung von fünf Sternen. Die stabile Karosseriestruktur und wirkungsvolle Rückhaltesysteme schützen Insassen bei Front- und Seitenaufprall. Moderne Assistenzsysteme wie ein Notbremsassistent und ein adaptiver Tempomat entlasten im dichten Verkehr und auf der Autobahn. In den ersten Zulassungsjahren tauchten in Pannenstatistiken auffällig viele Meldungen auf, häufig im Zusammenhang mit Software und der 12-Volt-Bordelektrik. Überarbeitete Softwarestände und spätere Modelljahre gelten als stabiler, was sich in sinkenden Ausfallzahlen zeigt.

Fazit

Der Skoda Enyaq iV verbindet viel Innenraum, großen Kofferraum und hohen Fahrkomfort mit ordentlicher Effizienz und praxisgerechter Ladeleistung. Die Sicherheitsausstattung überzeugt, die frühe Softwareproblematik schwächt vor allem frühe Baujahre. Wer ein geräumiges Elektro-SUV der Mittelklasse mit zurückhaltendem Design sucht und auf den technischen Stand des konkreten Baujahrs achtet, findet im Enyaq iV ein ausgewogenes Gesamtpaket.

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