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Renault Twizy

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Aktuelle Generation

Beschreibung

Serienbeschreibung

Nicht alle Ressourcen halten ewig. Fossile Brennstoffe gehören zu der Sorte Rohstoffe, die es absehbar bald nicht mehr geben wird. Schon jetzt sollte die Menschheit Schritte unternehmen, wie sie an alternative Energiequellen kommt und Energiewandler findet, die lokal emissionsfrei arbeiten. Renault hat sich dieser Maxime angenommen und die Z.E. Fahrzeuge ins Leben gerufen. Zero Emission Autos verfolgen das Ziel, komplett auf Benzin oder Diesel zu verzichten und ihre Kraft aus Elektroenergie zu ziehen. Mit welcher Leichtigkeit dieses Prinzip funktionieren kann, zeigt der französische Hersteller mit viel Idee und Witz mit dem Renault Twizy. Es ist ein Zweisitzer, der wie geschaffen ist für den harten Einsatz im urbanen Raum.


Es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Viele weitere müssen folgen.

Elektromobilität verliert auch dank der Z.E. Modelle von Renault seinen Exotenstatus.Ein Elektromotor baut zwar kompakt und vergleichsweise leicht. Allerdings bezieht er seine Energie aus teuren Akkus, die das Gesamtgewicht wieder in die Höhe treiben. Zudem nehmen sie bei momentan noch geringer Energieausbeute noch relativ viel Platz weg. Am Akku kann man wegen der ohnehin eingeschränkten Reichweite also nichts sparen. Was bleibt, ist der Rest des Autos. BMW verfolgt beim i3 einen ähnlichen Ansatz, geht aber einen wesentlich teureren Weg. Sie verbauen z. B. mit Carbon Materialien, die leichter sind als bei einer konventionellen Bauweise, und bieten so den Akkus mehr (Gewichts-) Spielraum. Beim Twizy wird von vornherein das weggelassen, was nicht unbedingt zum Fahren notwendig ist. Daher fehlen die Türen, über die sich die Pressewelt so gewundert hat. Aus der anfänglichen Verwunderung wurde Bewunderung und aus dem Staunen heraus wurde Neugier geschürt. So sehr, dass sich viele Menschen bewusst gegen eine teure Neuanschaffung eines Zweit- oder Drittwagens entschieden haben und stattdessen den Twizy wählten. Heute ist die Elektromobilität in den Köpfen der Leute nahezu angekommen. In der Stadt sind Reichweiten um 100 Kilometer vollkommen ausreichend und für längere Fahrten dürfen immer noch Verbrennerautos zur Verfügung stehen. Das Go-Kart-Gefühl im Renault Twizy verführt auch viele gewerbliche Kunden, dem kleinen und wendigen Stadtmobil eine Chance zu geben. Mit Werbung beklebt steht er an vielen prominenten Stellen in der Stadt und verbreitet als Sympathieträger die Botschaft: "Seht her, wir sind innovativ und mutig." Dass die Unterhaltskosten recht gering ausfallen, dürfte ein weiteres Argument für den schlanken Zweisitzer sein. Von Renault kommen auch Elektrofahrzeuge mit klassischer Fahrgastzelle wie der ZOE oder der Kangoo Z.E. Aber keiner der beiden vermag so einen Kultstatus zu erzeugen wie der Twizy. Er ist einer der Vorreiter für das Autofahren der Zukunft in unseren Städten. Dass dies kein Hirngespinst von einem französischen Hersteller war, zeigt jetzt der eGolf, der kürzlich von VW lanciert wurde und der sich in Deutschland großer Beliebtheit erfreut.

Spartanisch, praktisch, recycelbar und nachhaltig.Bislang gibt es bei der Gestaltung der Elektroautos zwei Philosophien. Die einfache Variante sieht lediglich die technische Umrüstung vor. Wer vor einem Audi A1 eTron (noch in der Erprobungsphase) oder einem eGolf steht, erkennt kaum die Unterschiede zur konventionellen Variante. Deutlich offensiver gehen die Konzepte mit der Elektromobilität um, die eigens dafür konzipiert worden sind. Zu dieser Gattung gehören der Nissan Leaf, der BMW i3 und eben der ZOE und der Twizy von Renault. Der Twizy ist unverwechselbar. Eine recht runde Karosserieform ohne erkennbare Knautschzone, frei stehende Räder und in der Serienausstattung fehlende Türen kennzeichnen das rudimentäre Design des Zweisitzers. Die Sitzposition der Passagiere ist ebenso ungewöhnlich wie hierarchisch. Vorne sitzt der Fahrer, hinten wie beim Motorrad der Sozius. Jeden dieser Eindrücke speichert man sofort ab. Der Twizy ist so ungewöhnlich, dass man häufig auf seinen fahrbaren Untersatz angesprochen wird. Die immer gleichen Fragen zielen auf die Reichweite, den Motor und vor allem darauf ab, was das denn überhaupt ist. Ein Renault? Ach so. Das ist eigentlich unmissverständlich an der großen Raute vorne und hinten an der Kunstoffkarosserie zu erkennen. Der Aufbau, Anbauteile und etliche Kleinteile sind aus dem wiederverwendbaren Material gefertigt. Das Chassis, das Fahrwerk und das Lager von Motor und Batterie sind hingegen relativ klassisch konstruiert. Der Ansatz, auf viel zu verzichten, um eine grundsätzliche Mobilität auf die Räder zu stellen, ist Renault mit Leichtigkeit geglückt.

Ein fließender Übergang von außen nach innen. Besonders, wenn es regnet.Mit den Eigenheiten des Twizy ist beim Rundgang um das Auto aber noch nicht Schluss. Gerade der Innenraum zeigt noch einmal deutlich auf, dass hier kein Luxusauto steht. Die praktischen Seiten an einer so schmalen Konstruktion wie der eines solchen Stadtstromers liegen auf der Hand. Man findet fast überall einen Parkplatz und kann dazu noch links wie rechts aussteigen. Weil es keine richtigen Türen gibt, kann man schnell den Fahrersitz entern und im Nu ist man unterwegs. Einfacher geht es kaum - wenn man sich dran gewöhnt hat. Denn die übliche Prozedur des Autostartens entfällt beim Twizy. Hinsetzen, Schlüssel ins Schloss stecken, Knopf drücken und losfahren. Der Übergang zwischen Außenwelt und dem Fahrgastraum ist fließend. Es gibt keine Grenzen, was sich besonders bei einem starken Regenschauer bemerkbar macht. Bis auf die Haut durchnässt steigt man aus und freut sich trotzdem. Ein bisschen Humor muss man haben, wenn man Twizy fährt. Auch die Ausstattung gibt sich reduziert. Ein Hebel für Licht und Blinker, einer für den Scheibenwischer sowie ein Kippschalter für die Fahrstufen und den Warnblinker. Die Handbremse wird über einen Zughebel bedient. Das war es dann schon - es gibt weder eine Lüftung noch Klimaanlage oder eine Heizung. Auch ein Radio ist nicht vorgesehen. Im Winter muss man sich wie ein Rollerfahrer dick einpacken. Immerhin ist ein Airbag verbaut, was den meisten Fahrern den Schrecken nimmt. Durch das recht robuste aber harte Lenkrad erkennt man im Digitaltacho die Anzeigen für Geschwindigkeit und den Ladezustand der Batterie. Der nervöse Blick auf die immer weniger werdenden Balken ist ein ständiger Begleiter. Zusammen mit der Frage, wo die nächste Ladesäule ist, sieht man sich schon in Gedanken den rund 480 Kilogramm schweren Twizy auf dem Bürgersteig entlangschieben. Doch die Zweifel an der Reichweite weichen irgendwann einer gesunden Skepsis, die dann einer gewissen Souveränität Platz macht. Im Grunde verhält es sich mit dem Laden eines Elektroautos nicht anders als mit dem täglichen Stromnachschub für das Smartphone.

Man kauft etwas uns muss trotzdem Miete zahlen.Den Renault Twizy gibt es in zwei verschiedenen Motorvarianten. Denn schon 16-jährige können in den Genuss der Elektromobilität kommen. Der Twizy 45 kann mit einem Versicherungskennzeichen gefahren werden und entsprechend wird er auch versichert. Zusammen mit den recht geringen Kosten für Strom und Wartung schnürt Renault ein attraktives Angebot für Ultrakurzstrecken in der Stadt. Wie Roller ist der Twizy 45 allerdings auf 45 Stundenkilometer reglementiert, was für einen Ausflug in die nähere Stadtumgebung nicht ausreichend ist. Auch Stadtautobahnen oder Schnellstraßen sind damit tabu. Mehr als dreimal so viel Leistung wie im Twizy 45 bekommt man in der ungedrosselten Variante, die aber eine normale Pkw -Zulassung benötigt. Allerdings kann man hier bis zu 80 Stundenkilometer schnell fahren und erzielt auch effektiv etwas höhere Reichweiten. Das geht aber nicht zuletzt auf das Konto der deutlich gesteigerten Batterieleistung. Das Reichweitenproblem bei Elektrofahrzeugen wird so lange ein Problem bleiben, bis Akkutechnologien so weit fortgeschritten sind, dass bei verringerter Bauform mehr Elektroenergie gespeichert werden kann. Oder man gewöhnt sich einfach dran, seinen ZOE, i3 oder den Twizy alle zwei bis drei Tage bei normalem Fahrbetrieb zur Steckdose zu lenken. Ein Umdenken im Kopf verändert viele Faktoren. Dazu gehört auch die Wichtigkeit, mit einem Transportmittel möglichst alle Transportsituationen abdecken zu können. Dieser Ansatz ist aber gar nicht nötig. Denn für jedes Vorhaben gibt es das entsprechende Fahrzeug , den Zug oder das Flugzeug. Wer sich einen Renault Twizy kauft, entscheidet sich bewusst dagegen, immer nur ein Auto zu fahren. Man wird sich Transporter für sperrige Güter leihen oder große Autos mit Verbrenner, mit denen man in den Urlaub fahren kann. Die Sorge, mit kaputter Batterie liegen zu bleiben, löst Renault auf eine elegante und zugleich rechnerisch sehr solide Variante. Denn trotzdem man den Twizy kauft, verbleibt die Verantwortung für den Batteriesatz beim Hersteller. Das spielt es auch keine Rolle, ob der Twizy neu oder ein Gebrauchter ist. Hier wird der Mietvertrag für den Akku einfach übertragen. Die Rechnung ist dabei sehr einfach. Laufleistung und Twizytyp spielen eine Rolle nach denen sich der monatliche Obolus richtet. Gleichzeitig überlässt man die Verantwortung für die neue Technik den Leuten, die sich von Beginn an damit auskennen: den Ingenieuren von Renault.