Opel Zafira Tourer (Serie)

Alle Modelle mit Tests, Daten, Preisen und Kosten

Die dritte Generation des Opel Zafira wurde im Januar 2012 als Zafira C eingeführt. Um ihn vom bis 2014 weiter gebauten Zafira B zu unterscheiden, hieß das neue Modell Zafira Tourer. Das alte wurde Zafira Family getauft. Ganz deutlich wurde der Unterschied an der Frontpartie: Beim Zafira C dominiert die pfeilförmige Scheinwerfer-Verglasung. Ein weiterer Unterschied zum Zafira B: Das Flex7-System für den Siebensitzer ist zwar noch ein Bestandteil des Zafira-Konzepts, doch nur in den höheren Ausstattungsklassen. Dafür ist der Zafira Tourer 19 Zentimeter länger und misst 4,66 Meter. Mit diesen Maßen liegt er zwischen dem Hauptkonkurrenten VW Touran und größeren Vans wie dem Seat Alhambra.

Wie viel ist dein Auto wert?

Kostenlose Autobewertung - schnell und unverbindlich
Jetzt kostenlos bewerten
Daten

Daten

Für den Zafira C bietet Opel zehn verschiedene Motorisierungen an. Bei den Benzinern reicht die Spannweite von 120 PS bis 200 PS und bei den Diesel-Motoren ebenfalls von 120 PS bis 170 PS. Dazu kommen eine Autogas-Variante mit 140 PS sowie eine Erdgas-Variante mit 150 PS. Doch der Zafira braucht auch viel Kraft. Als Leergewicht gibt Opel rund 1,6 Tonnen an, die der Motor befördern muss. Besonders beliebt daher: Der 1,4-Liter Turbo-Benziner mit 140 PS. Etwas irritierend: Die Top-Motorisierung mit 200 PS ist nur mit manueller Schaltung zu haben. Bei den Dieseln dominiert der kraftvolle 2-Liter-Diesel mit 170 PS.

  • sparsame und flotte Motoren
  • nur 6-Gang-Schaltung oder Sechsstufen-Automatik
  • Start-Stopp-Automatik etwas langsam
null
Test

Test

Der Opel Zafira hat sich stetig weiterentwickelt, vom ordentlichen Platzwunder (Zafira A) zum eleganten Zafira C. Er liefert rundum Qualität, was seinen Beliebtheitswert bei den Testern nach oben getrieben hat. Wenn auch mit ein paar Einschränkungen: Die Einstiegs-Motorisierung gilt als eher schwachbrüstig. Ebenso wie die LPG- oder CNG-Varianten keinen Geschwindigkeitsrausch erzeugen. Doch dafür hat Opel den Komfort und die Geräumigkeit als Kernkompetenzen des Zafira durch drei Generationen bewahrt.

  • extrem vielseitig umbaubar
  • eleganter Auftritt
  • komfortabler Viersitzer
null
Preise

Preise

Der Einstiegspreis für den Zafira liegt bei 23.950 Euro in der Basisvariante (Stand: Februar 2018). Wer allerdings die beste Ausstattungsstufe mit dem stärksten Diesel (170 PS) kombinieren möchte, muss auch schon fast 36.500 Euro locker machen – ohne Extras. Wer den mittleren Rücksitz zum Loungesessel mit Armlehnen umbauen oder Parkpilot und Rückfahrkamera nutzen möchte, investiert am besten in die Business-Ausstattung. Unter Umständen kann das billiger sein als die herkömmliche Ausstattung. Gegen Aufpreis gibt es Innovationen wie den radarbasierten Abstandsregel-Tempomat mit Notbremsfunktion, den Totwinkel-Warner im Seitenspiegel, den Spurhalte-Assistenten oder auch die neue Frontkamera mit verbesserter Verkehrszeichenerkennung.

  • viele Assistenzsysteme
  • aufpreispflichtige, verschiebbare Mittelkonsole
  • adaptives Fahrwerk „FlexRide“ mit elektronischer Dämpferregelung und drei Fahrmodi
null
Beschreibung

Serienbeschreibung

Der Zafira ist Opels Kompaktvan. Sein Grundmerkmal: viel Platz, der flexibel genutzt werden kann - all das gilt auch für die dritte Generation.


Vorderansicht - schräg
Der Zafira steht für viel Platz auf wenig Raum.
Seitenansicht

Als der Zafira C im Januar 2012 auf den Markt kam, erhielt er die Zusatzbezeichnung Tourer und das Boomerang-Design. Boomerang deshalb, weil die Scheinwerfer in dieser Form gestaltet waren. Nochmals um 19 Zentimeter auf 4,66 Meter in der Länge gestreckt, sollte der Kompaktvan auch einen Schuss mehr Luxus auf Reisen bringen – wozu Opel statt der zweiten Bank ein Lounge-System mit drei einzeln längsverschiebbaren Sitzen einbaute. Der mittlere ließ sich versenken, die beiden äußeren leicht nach innen verschieben, was viel Platz für Reisende schuf. Passenderweise gab es dazu den Beinamen Tourer, nicht zuletzt auch, weil der alte Zafira noch einige Zeit im Verkauf blieb. Und auch das Zeitalter der Assistenten brach an: Zu bestellen gab es eine automatische Abstandsregelung, einen Kollisionswarner sowie Verkehrszeichenerkennung. Auch Totwinkelwarner und Spurführungshilfe wurden ins Angebot übernommen.

Fit fürs Smartphone

Die Motoren waren nun ab Werk sämtlich an eine Start-Stopp-Automatik gekoppelt, in Sachen Gasantrieb bot Opel zusätzlich zum CNG-Zafira eine Umrüstung auf den Betrieb mit Flüssiggas LPG an, die 140 PS leistete. Die Evolution zeigte sich zum Modellreihenstart auch an den Verbrauchswerten, die zwischen 4,5 Litern Diesel und 7,1 Litern Benzin und damit niedriger als beim Vorgänger lagen. Neu war zum Beispiel ein auf 1,4 Liter Hubraum geschrumpfter Turbo-Basisbenziner mit 120 PS und 210 Nm Drehmoment, der immerhin maximal 190 km/h schnell wurde. Die OPC-Version wurde gestrichen, doch die Topmotorisierung 1.6 Turbo EcoFlex mit 200 PS hetzt seit 2013 den Kompaktvan auf bis 220 km/h Spitze. Bei den Dieseln sorgte ein 195 PS starker und fast genauso schneller Bi-Turbo für ordentlichen Fahrtwind.

Im Jahr 2016 wurde der Zafira geliftet und legt in diesem Rahmen auch seinen Namenszusatz "Tourer" wieder ab. Die dritte Sitzreihe gibt es seither nur noch als Option. Und auch optisch hat sich einiges getan. Statt der Boomerangs leuchten nun konventioneller gezeichnete Scheinwerfer, die auch mit LED-Technik zu haben sind, den Weg. Auch Infotainment- und Assistenzsysteme wurden auf Vordermann gebracht. Die vielen Schalter sind einem größeren Touchscreen gewichen. Das Cockpit sieht nun aus wie im Astra. Der Van kann Smartphones einbinden (Apple CarPlay und Android Auto) und weiterhin sind auf Wunsch ein mobiler WLAN-Hotspot sowie der telefonische Butler OnStar an Bord.

In der Fünfsitzer-Variante bietet der Zafira zwischen 710 und 1.860 Liter Gepäckraum, als Siebensitzer sind es zwischen 152 und 1.792 Liter. Das Flex7-Raumkonzept wurde zwar beibehalten, kostet aber nun 750 Euro Aufpreis.

Ungewisse Zukunft

Ob sich der Zafira hält, ist angesichts der Übernahme durch den französischen PSA-Konzern fraglich. Das Konzept Van wird immer mehr vom SUV verdrängt, 2017 verkauften sich gerade noch einmal knappe 37.000 Vans. Langfristig wird PSA wohl das Zafira-Segment mit dem Crossover-Modell Grandland X ausfüllen.

Wie hilfreich waren diese Informationen für dich?