Nissan X-Trail (Serie)

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Nissan brachte 2001 erstmals den X-Trail auf den Markt, der die Nachfolge des Terrano antrat. Die 2014 eingeführte dritte Generation des Mittelklasse-SUV ist mit einem Benzin- (163 PS) und zwei Dieselmotoren (130/177 PS) ebenso verfügbar wie mit Allradantrieb und dritter Sitzreihe. Die weltweit erfolgreichste SUV-Baureihe von Nissan trifft auf einen breit aufgestellten Wettbewerb. Dazu zählen unter anderem VW Tiguan, Toyota RAV4, Ford Kuga, Kia Sportage, Hyundai Tucson, Mazda CX-5 oder Skoda Kodiaq.

Daten

Daten

Der Nissan X-Trail ist als Fronttriebler ausgelegt, ein Allradantrieb optional erhältlich. Seine Laufbahn begann der X-Trail mit zwei Benzinern und zwei Dieseln und einem von 114 bis 165 PS ab. Für die zweite Generation ab 2007 entwickelte Nissan einen neuen Zweiliter-Ottomotor mit 141 PS, der 2014 mit der Einführung der aktuellen Generation auf 163 PS erstarkte. Neben einem 1,6-Liter-Diesel mit 130 PS ist noch ein Zweiliter-Selbstzünder mit 177 PS erhältlich. Während der Benziner ausschließlich mit Vorderradantrieb und manuellem Sechsgang-Schaltgetriebe im Angebot ist, gibt es beide Diesel optional mit zuschaltbarem Allradantrieb und stufenlosem Automatikgetriebe.

  • Drei Motoren, ein Otto, zwei Diesel im Angebot
  • Diesel mit zuschaltbarem Allradantrieb und Automatik verfügbar
  • Alle Motoren erfüllen die Euro-6-Norm
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Test

Test

Der X-Trail ist geräumig, auf Wunsch mit einer dritten Sitzreihe (800 Euro) verfügbar. Ein herausragendes Merkmal ist die Flexibilität des Innenraums. Je nach Bestuhlung im Fond bietet er ein Ladevolumen zwischen 135 (Siebensitzer) und 1.982 Litern. Dank rund 500 Kilogramm Zuladung lässt sich der Laderaum auch praxisgerecht nutzen. Die Karosserie gilt als einigermaßen übersichtlich, was auch für Armaturen und Bedienungselemente gilt. Die Sitze bieten ausreichenden Langstreckenkomfort. Neben einer guten Serienausstattung ist das Angebot an Assistenz- und Navisystemen auf Höhe deutscher Hersteller. Die im Innenraum verwendeten Materialien sind robust, wirken aber nicht billig und die Verarbeitung des gesamten Fahrzeugs ist ausgezeichnet.

  • Großzügiges Raumangebot, tolle Variabilität
  • Komfortables, sicheres Fahrverhalten
  • Ansprechende Verarbeitung
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Preise

Preise

Der Nissan X-Trail startet ab 25.000 Euro in der Preisliste. Fünf Ausstattungslinien (Visia, Acenta, N-Connecta, N-Vision, Tekna), drei Motoren (ein Benziner, zwei Diesel), optionaler Allradantrieb und Automatikgetriebe eröffnen einen weiten Preisrahmen bis 44.000 Euro für das Topmodell 2.0 cdi All-Mode 4×4i Tekna. Zum Vergleich: Der Basis-RAV4 mit 152-PS-Benziner und Allradantrieb steht bei Toyota für 28.000 Euro in der Preisliste. Mit 132-PS-Benziner startet der Kia Sportage bei 20.000 Euro, der Hyundai Tucson mit 132-PS-Benziner und Frontantrieb bei 22.800 Euro.

  • Günstiger Einstiegspreis
  • Fünf Ausstattungslinien, drei Motoren, Front- und Allradantrieb
  • Praktisch alle aktuellen Assistenz- und Sicherheitssysteme im Angebot
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Nissan gehört zu den Pionieren beim Bau von Allradfahrzeugen. Der Patrol, seit 1951 im Programm, zählt ebenso zu den Offroad-Ikonen wie der Landrover (1948–2016) oder der Toyota Landcruiser (seit 1951). Mit dem Terrano folgte Nissan ab 1986 dem Trend zum SUV (Sports Utility Vehicle), das mehr Alltagstauglichkeit und Variabilität als kompromisslose Geländegängigkeit bietet. Nachdem Toyota ab 1994 auch die Kompaktklasse für das SUV erschlossen hatte, stellte Nissan ab 2001 dem Terrano zunächst den X-Trail zur Seite, bevor man 2004 den Terrano ganz aus dem Programm nahm.


Vorderansicht - schräg
Mit der Modellüberarbeitung verschwanden die Ecken und Kanten.
Seitenansicht

Nissans erfolgreichstes SUV

Nissan stellt mit dem X-Trail einen typischen kompakten SUV auf die Räder. Die erste Generation ist 4,45 Meter lang, verfügt über vier Türen und eine Heckklappe. Das Karosseriekonzept orientiert sich an der eines klassischen Kombis mit hoher Variabilität im Innenraum. Da es Kunden von kompakten SUV eher selten ins Gelände zieht und sie als preissensibel gelten, ist der X-Trail von Anfang an auf Fronttrieb ausgelegt. Für Allradantrieb muss der Käufer bis heute extra in die Tasche greifen.

Bei der zweiten Generation des X-Trail beseitigt Nissan ab 2007 das größte Manko der ersten Generation. Mit einer Verlängerung der Karosserie um 17,5 Zentimeter auf nunmehr 4,63 Meter wachsen das Platzangebot im Fond und vor allem der Laderaum. Damit lässt sich das SUV jetzt auch als Siebensitzer nutzen.

Die Erfolge von Toyota RAV4 und Nissan X-Trail wecken schließlich sogar Volkswagen, die seit 2007 den Tiguan anbieten. Auch Premiumhersteller haben das kompakte SUV als Geschäftsmodell entdeckt, wie BMW X1 oder Audi Q3 belegen. Auf dem deutschen Markt ist der X-Trail eine der tragenden Säulen im Geschäft von Nissan. Bei 7.425 Neuzulassungen im Jahr 2016 verkaufte sich nur der unterhalb des X-Trail positionierte Qashqai besser.

Praktisch wie ein Kombi, geräumig wie ein Van

Für die Erklärung des unverändert anhaltenden Booms bei den SUV kann der Nissan X-Trail als Paradebeispiel gelten. Er ist nur sieben Zentimeter länger als ein VW Golf Variant und bewegt sich beim Gepäckraumvolumen als Fünfsitzer auf Augenhöhe mit diesem: 550 beziehungsweise 605 Liter. Darüber hinaus spielt der X-Trail seine Trümpfe aus. Er lässt sich als Siebensitzer nutzen und bietet insgesamt 18 verschiedene Möglichkeiten, den Innenraum zu konfigurieren. Während der Golf Kombi mit 1.620 Liter maximalem Ladevolumen sicher ein begabter Transporter ist, übertrumpft ihn der X-Trail mit 1.982 Litern. Auch die 1.500 Kilo Leergewicht des X-Trail gehen in Ordnung. Gegenüber einem Kombi der Kompaktklasse bietet der X-Trail mehr Bequemlichkeit beim Ein- und Ausstieg, nimmt mit seiner höheren Bodenfreiheit auch unbefestigte Pfade souverän und zeigt mit Allradantrieb gar Ansätze von Geländetauglichkeit. Außerdem weisen ihn 1.800 Kilogramm Anhängelast als kompetentes Zugfahrzeug aus.

Generation drei: mehr sportlicher Allrounder

Die aktuelle Generation des X-Trail orientiert sich äußerlich mehr an einem Allrounder mit einem sportlichen Touch. Er hat das eher klassische, kantige Geländewagendesign seiner Vorgänger abgelegt. Äußerlich schafft der X-Trail den Schulterschluss mit den Familienmitgliedern Qashqai und Murano. Der X-Trail hat inzwischen in Europa sogar den Pathfinder ersetzt, der mit fünf Metern Länge eine Klasse oberhalb rangierte. Der Nissan X-Trail verfügt über LED-Scheinwerfer. Das elektronisch gesteuerte Allradsystem verteilt die Antriebskraft stufenlos zwischen den beiden Achsen.

Stufenloses CVT-Getriebe

Das Motorenangebot setzt auf drei moderne Vierzylinder: einen Benziner mit 163 PS und zwei Diesel, die 130 beziehungsweise 177 PS leisten. Für die Dieselmotoren mit und ohne Allradantrieb bietet Nissan beim X-Trail ein stufenloses Automatikgetriebe an. Bei den assistenz- und internettauglichen Infotainmentangeboten bewegt sich der X-Trail auf der Höhe der Zeit. Die einzelnen Ausstattungslinien kombinieren einigermaßen sinnvoll nützliche wie auch luxuriöse Details. Ob als praktisches Alltagsmodell oder als prestigeträchtiges Luxusmobil mit Leder, Klimaautomatik und 19-Zöllern aus Leichtmetall – der X-Trail beherrscht beide Rollen. Auch die Sicherheitsausstattung gibt sich keine Blöße und beim jüngsten NCAP-Crashtest sammelte der Nissan fünf Sterne.