Mercedes SLK (Serie)

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Wer hatte das versenkbare Hardtop zuerst? Ende der neunziger Jahre griffen nahezu zeitgleich Peugeot und Mercedes eine alte Idee auf und fertigten das Verdeck ihrer Cabrios aus Metall und Kunststoff - und lösten damit einen großen Trend aus. Peugeot 206 CC und 307 CC sind mittlerweile Geschichte. Der 1996 eingeführte Mercedes SLK steht mittlerweile in der dritten Generation bei den Händlern. Ganz spurlos ist die Zeit aber auch an ihm nicht vorbeigegangen. Denn 2016 hat er seinen Namen eingebüßt und ist bei einem Facelift zum SLC geworden.

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Daten

Daten

Seit der Modellpflege im Frühjahr 2016 wird der SLC mit vier Benzinmotoren angeboten. Der SLC 180 schöpft aus 1,6 Litern Hubraum 156 PS, der SLC 200 und der SLC 300 haben einen 2,0-Liter-Vierzylinder und leisten 184 und 245 PS. Der mittlerweile einzige Sechszylinder kommt von AMG, der im SLC 43 aus 3,0 Litern Hubraum 367 PS Leistung presst. Damit kommt der SLC auf Höchstgeschwindigkeiten zwischen 226 km/h für das 180er- und 250 km/h für das AMG-Modell. Die Normverbräuche geben die Schwaben mit Werten zwischen 5,6 und 7,8 Litern an. 

  • drei Vierzylinder-Benziner, ein V6-Motor
  • Leistungsspanne von 156 PS bis 367 PS
  • Spitzentempo 250 km/h
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Test

Test

Bei den Testern hat die Begeisterung für den kleinen Mercedes-Roadster in den vergangenen Jahren deutlich nachgelassen. Wurde die erste Generation noch als Innovationsträger gefeiert, wurde die dritte Auflage als etwas farb- und fantasielos kritisiert. Am Auto selbst ist dabei bis auf den Abschied von den leistungsstarken und leidenschaftlichen Motoren zum Facelift im Jahr 2016 wenig auszusetzen. Das Fahrverhalten ist tadellos, die Ausstattung wie immer bei Mercedes teuer, aber dafür umfangreich und die Alltagstauglichkeit nach wie vor konkurrenzlos. Doch nachdem kleine Roadster über die Jahre an Reiz verloren haben, ist auch der Stern des SLC gesunken und die Nachfolgereglung noch nicht geklärt. 

  • hohe Alltagstauglichkeit
  • agiles Fahrverhalten
  • leidenschaftslose Großserienmotoren
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Preise

Preise

Die Preise für den Roadster beginnen bei 35.349 Euro für den SLC 180 mit 156 PS. Der 184 PS starke SLC 200 steht mit 40.228 Euro in der Liste. Der SLC 300 mit seinen 245 PS kostet 46.803 Euro und die Spitze markiert der 367 PS starke Mercedes-AMG SLC 43 für 60.036 Euro (Stand April 2018). Gemessen an den anderen Open-Air-Modellen von Mercedes ist der SLC damit ein Schnäppchen: Das C-Klasse Cabrio ist erst ab 42.727 Euro zu haben und für den großen Bruder SL verlangen die Schwaben mindestens 99.341 Euro – dann aber mit deutlich mehr Luxus und Leistung.

Vergleicht man den SLC mit seinen direkten Konkurrenten, ist die Situation nicht ganz so eindeutig. Der Audi TT Roadster startet ab 35.550 Euro auf einem ähnlichen Niveau. Der Porsche 718 Boxster ist mit seinem Preis ab 54.717 Euro deutlich teurer. 

  • günstigstes Open-Air-Modell bei Mercedes
  • Preisspanne von 35.349 bis 60.036 Euro
  • preislich auf Augenhöhe mit Audi TT Roadster
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Er kam, sah und siegte: Als Mercedes 1996 die erste Generation des SLK präsentierte, schlug der offene Zweisitzer ein wie eine Bombe.


Vorderansicht - schräg
Der SLK war der erste seiner Art.
Seitenansicht

Ein bezahlbarer Sportwagen mit Stern und dann noch das innovative Verdeck mit dem spektakulären Mechanismus und der erhöhten Alltagstauglichkeit: Das machte den intern als R170 geführten SLK zum Shooting Star unter den offenen Sportwagen und am Mazda MX-5 vorbei zum erfolgreichsten Roadster in Deutschland. Zugleich hat Mercedes mit dem kleinen Bruder des ebenso legendären wie luxuriösen SL die Renaissance der kleinen und halbwegs bezahlbaren Roadster beflügelt, die dann auch Fahrzeuge wie den Audi TT, den BMW Z3 oder den Porsche Boxster hervorbrachte.

Charakteristisch für den SLK und zumindest damals einzigartig war das sogenannte Vario-Dach aus Stahl und Kunststoff, das sich binnen 25 Sekunden elektrisch in den Kofferraum falten konnte. Das nahm allerdings reichlich Platz ein und ließ das Gepäckfach von 348 auf 145 Liter schrumpfen. Doch während Cabrios damals noch laut und zugig waren wie ein Zelt im Sturm, wurde der SLK mit geschlossenem Dach zu einem komfortablen Coupé. Die Technik unter dem neuen Kleid stammte vor allem von der C-Klasse und reichte vom 2,0 Liter großen Vierzylinder mit 136 PS bis zum SLK 32 AMG, der aus sechs Zylindern und 3,2 Litern Hubraum 354 PS schöpfte.

Mit der zweiten Generation kommt der Komfort

Nach acht Jahren führte Mercedes 2004 die zweite Generation des SLK ein und nahm dabei ein paar gravierende Änderungen vor. Die Technik des nun als R 171 geführten Zweisitzers stammte weiter von der C-Klasse. Doch das Design mit der charakteristischen Hakennase um den Stern war inspiriert vom Supersportwagen SLR. Mit einer verbesserten Verdeckkonstruktion sowie ein paar neuen Extras starteten die Schwaben eine Komfort-Offensive: So hatten die Ingenieure den Mechanismus so modifiziert, dass auch bei offenem Dach deutlich mehr Kofferraum blieb. Die neue Kopfraumheizung AirScarf verlängerte die Open-Air-Saison, indem ein Fön in den Kopfstützen den Insassen einen Schal aus warmer Luft um den Hals legte.

Die Motorpalette begann wieder beim SLK 200 Kompressor, der anfangs 163 PS, nach dem Facelift Ende 2007 auf eine Leistung von 184 PS kam. Darüber rangierten Sechszylinder mit 3,0 und 3,5 Litern Hubraum und 231 bis 305 PS. AMG steuerte noch einen SLK 55 mit 360 PS starkem V8-Motor bei. Für die limitierte „Black Series“ von 2006 brachte die schnelle Mercedes-Tochter den 5,5 Liter großen Motor sogar auf 400 PS und ermöglichte so eine Spitzengeschwindigkeit von 280 km/h. 

Ab 2011 im Stil des SLS

War der R 171 deutlich vom SLR inspiriert, so stand bei der dritten SLK-Generation (Code: R172, ab 2011) der Flügeltürer SLS Pate. Das galt nicht nur für das Styling, sondern auch für das technische Set-up. Denn mit einem aufwändigen Fahrdynamik-Paket wurde der SLK vom Schönwetter-Auto zum halbwegs ambitionierten Sportwagen. Eine breitere Spur, variablere Dämpfer, eine Aktivlenkung sowie eine Elektronik, die das Drehmoment auf der Hinterachse so verteilt, dass der Wagen noch schneller um die Kurven kommt, sollten für Nervenkitzel im Popometer sorgen. Begleitet wurde all das von einem neuen Soundgenerator, der dazu die passende Akustik lieferte.

Es gab einen SLK 200 mit 184 PS, einen SLK 250 mit 204 PS sowie als einzigen Sechszylinder den SLK 350 mit 306 PS. Ein Jahr später brachte Mercedes im 204 PS starken SLK 250 CDI sogar erstmals einen Diesel. Der spannendste Motor aber kam erneut von AMG. Denn für den SLK 55 hatten die Haustuner aus Affalterbach den 5,5-Liter-V8 nicht nur auf 422 PS hochgezüchtet, sondern erstmals mit einer Zylinderabschaltung bestückt und damit den Verbrauch um 30 Prozent gesenkt. Mit einem Normwert von 8,5 Litern rühmte AMG das Triebwerk als effizientesten Achtzylinder seiner Zeit.

Doch so gut der SLK in der dritten Generation auch sein mag, ist sein Stern mit dem gesamten Segment gesunken. Genau wie seine Konkurrenten Audi TT, BMW Z4 und Porsche 718 Boxster tut sich der offene Zweisitzer mit dem Klappdach deutlich schwerer. Daran hat auch das Facelift von 2016 nichts geändert, bei dem der SLK in Anlehnung an die C-Klasse zum SLC umbenannt, ein neuer Basismotor mit 156 PS im SLC 180 verbaut und der AMG-V8 gegen einen 367 PS starken V6-Motor im SLC 43 ersetzt wurde. 

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