Mercedes SL (R 231)Seit 2011

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(8 Testberichte)
Mercedes SL (R 231) Bewertung 4.2/5 basierend auf 8 Testberichte.
Fahrzeugeinordnung

Der offene Zweisitzer Mercedes SL (R 231) ist ein Roadster der Luxusklasse und eine deutsche Automobil-Ikone. Seit dem legendären 300 SL Roadster von 1954 baut Mercedes die sportlichen Cabrios der SL-Reihe. Die aktuelle Generation feierte 2012 ihr Debüt. 2016 erfolgte ein Facelift. Aktuell ist der SL mit vier verschiedenen Motoren im Angebot, darunter ein V12 mit 630 PS. Der Grundpreis für das Einstiegsmodell SL 400 liegt bei knapp 100.000 Euro. Der SL verfügt über ein elektrisch betätigtes Blechdach und bewegt sich in einem exklusiven Wettbewerbsumfeld. Die einzigen echten Konkurrenten aus Deutschland sind das Porsche Carrara Cabrio und der offene BMW 6er. Ernsthafte Mitbewerber kommen vor allem aus England. Ebenfalls auf Augenhöhe begegnet dem SL auch der Vantage Roadster von Aston Martin. Die leistungsstarken AMG-Modelle konkurrieren zudem mit Supersportlern wie Ferrari 488 Spyder oder Lamborghini Huracan Spyder.

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Stärken
  • Leistungsstarker, offener Zweisitzer der Luxusklasse
  • Breites Angebot an Motorisierungen
  • Sportliche bis spektakuläre Fahrleistungen
Schwächen
  • Deftige Grundpreise, teure Sonderausstattungen
  • Hohe Unterhaltskosten
  • Hohes Leergewicht
Daten
Motorenwerte
Leistung
270 kW / 367 PS
Motorenwerte
0 - 100 km/h
4,9 s
Motorenwerte
Höchst­geschwindigkeit
250 km/h
Motorenwerte
CO2-Ausstoß (komb.)*
175 g/km
Motorenwerte
Verbrauch (komb.)*
7,7 l/100km
Motorenwerte
Energieeffizienzklasse*
D

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer Pkw' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

Modell im Test

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

Der SL ist seit mehr als 60 Jahren ein Klassiker im Modellportfolio von Mercedes und eine deutsche Auto-Ikone. Seit der Jahrtausendwende orientiert sich der Zweisitzer zunehmend an der exklusiven Klasse der Supersportwagen. Ein Sechszylinder, zwei V8- und ein V12-Motor spannen den Leistungsbogen von 367 bis 630 PS. Die Fahrleistungen fallen teilweise spektakulär aus. Für einen Roadster bietet der SL die maximal technisch darstellbare Sicherheit. Entsprechend dem Anspruch des Hersteller und der Preisklasse fällt die Verarbeitung makellos aus. Auch die verwendeten Materialien sind über jeden Zweifel erhaben. Dank des elektrisch betätigten festen Dachs und des respektablen Kofferraums zeichnet sich der SL nicht zuletzt durch eine hohe Alltagstauglichkeit aus.

Communitybewertungen

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1 Sterne
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Karosserie
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Antrieb
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Fahrdynamik
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Komfort
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Emotion
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SLTalker am 15. Juli 2015

„Ich kann dieses Model sehr gut empfehlen, wenn man sich ein Fahrzeug mit ausreichend Platz, hohem Komfort und guter Verarbeitung wünscht. Ein Fahrzeug, mit dem man auch sportlich, aber auch sehr komfortabel unterwegs sein kann. Die Motorisierung des 350er SL reicht vollkommen aus und macht in unterschiedlichen Fahrweisen viel Spass, sofern die Erwartungen an einen Sportwagen nicht zu hoch sind, denn der SL 350er ist kein echter Sportwagen. Mehr Motorleistung nimmt man gerne dazu, aber meiner Meinung nach reicht diese im Strassenverkehr mehr als genügend aus. Alles in Allem ist der SL 350 R231 ein sehr gelungenes Model, welches mir persönlich sehr gut auf anhieb gefallen hat, und noch immer sehr gut gefällt und viel Spass bereitet!“

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Aydin72 am 7. Juli 2015

„Ich denke dass man den R231 als ein AMG nicht mehr toppen kann, zumal hier wirklich gesagt werden muss dass AMG aus einem Mercedes wirklich einen reinrassigen Sportwagen mit Luxusflair gemacht hat. Auch wenn sich in den Foren die Meinungen über Design und anderes bezüglich des R231 unterscheiden, ist dies ein Jammern auf sehr hohem Niveau ! Einem Porsche Fan ist es auch egal ob er LED und Lauflichter als Blinker hat oder nicht, es ist uns bleibt ein Porsche und für den Fan ist es " das Auto " . " Das Beste oder nichts " dieser Werbeslogan kommt von Mercedes wird aber nur von AMG. Realisiert.“

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Aruba1 am 8. Januar 2013

„Gutes Schoenes und Attraktives Fahrzeug. Geraet nie aus der Mode. Ist Alltagstauglich und der Unterhalt ist noch vertretbar.“

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Motoren

Motoren

Die vier Motorvarianten für den Mercedes SL stehen für ein hohes Leistungspotenzial. Der Sechszylinder, die beiden V8 und der V12 verfügen durchweg über eine Biturbo-Aufladung. Schon das Einstiegsmodell SL 400 tritt mit 367 PS an. 455 PS stellt der LS 500 bereit. Die beiden AMG-Varianten treten in der Liga der Supersportwagen an. 585 PS stehen beim SL 63 AMG zur Verfügung, 630 PS sind es gar beim SL 65 AMG. Die Höchstgeschwindigkeit ist grundsätzlich bei 250 km/h abgeregelt, für die AMG-Versionen besteht die Option einer Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h. Alle Modelle verfügen über Hinterradantrieb und automatische Getriebe.

  • Hohes Leistungspotenzial
  • Automatik serienmäßig
  • Elektronisch geregeltes Fahrwerk, teilweise extreme Fahrleistungen
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Sicherheit

Sicherheit

Mit dem SL stellt Mercedes die technisch maximal machbare Sicherheit für einen offenen Zweisitzer dar. Die verwindungssteife Karosserie schlägt sich nicht zuletzt bei der Fahrstabilität nieder. Sechs Airbags, jeweils vorn, in der äußeren Sitzlehne und im Kopfbereich schützen jeden Passagier optimal. Bereits die serienmäßigen Assistenzsysteme fallen umfangreich aus. Der SL bietet einen Überschlagschutz, leistungsstarke Scheinwerfer und standhafte Bremsen. Selbst als Roadster darf sich der SL zu den sichersten Fahrzeugen auf dem Markt zählen.

  • Pre-Safe
  • ESP, ASR, ABS, dynamischer Bremsassistent
  • Überrollschutz
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Ausstattung

Ausstattung

Selbst Grundpreise zwischen 100.000 und 240.000 Euro bewahren bei Mercedes nicht vor einer Vielzahl von optionalen Ausstattungsdetails und Zusatzpaketen. Das Angebot ist sowohl in Linien und Pakete gegliedert als auch in einzelne Optionen und umfasst alle Bereiche des Fahrzeugs von der Karosserie über den Innenraum bis zur Technik und Sicherheit. Einerseits muss nur der SL 400-Kunde das onlinefähige `Comand-System´ mit großem Monitor, Sprachsteuerung oder Festplatten-Navigation extra bezahlen. Andererseits spendiert der Hersteller nur dem SL 65 AMG aufpreisfrei die Musikanlage von Bang & Olufsen. Selbst farbige Metallic-Lacke müssen Nicht-AMG-Käufer extra vergüten.

Zur Serienausstattung gehören:

  • Automatikgetriebe
  • Elektrisch betätigtes Metallklappdach
  • Klimaautomatik
  • Audioanlage
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Beschreibung

Modellbeschreibung

Der Mercedes SL ist eine deutsche Auto-Ikone. Beim Debüt des 300 SL Roadsters 1954 war der 215 PS starke Zweisitzer für 29.000 D-Mark in der Welt der Gogomobile, Isettas und 34-PS-Standardkäfer noch fantastischer und spektakulärer als heute ein Bugatti mit 1.500 PS. Jede SL-Generation verband zu ihrer Zeit hohes Leistungspotenzial, Sportlichkeit, aber auch zeitlose Eleganz und Beständigkeit. In der aktuellen Generation, die 2012 ihre Premiere feierte, hat Mercedes den Anspruch an Leistung, Luxus und Exklusivität auf die Spitze getrieben.


Vorderansicht - schräg
Der Mercedes SL ist eine deutsche Auto-Ikone.
Seitenansicht

Der SL ist mit einem Sechs-, zwei Acht- und einem Zwölfzylinder zu haben, die ein Leistungsspektrum zwischen 367 und 630 PS abdecken. Das elektrisch betätigte Dach besteht aus Blech und verleiht dem SL eine außerordentliche Alltagstauglichkeit, da er sich geschlossen in ein ruhiges, wettersicheres und komfortables Coupé verwandelt. Unter 100.000 Euro geht beim aktuellen SL freilich gar nichts.

Nachlassendes Kundeninteresse

Das hohe Leistungsangebot von 367 bis 630 PS täuscht darüber hinweg, dass der SL kein wirklich begabter Sportwagen ist. Die zahlreichen Komfortfeatures treiben bereits beim SL 400 das Leergewicht auf 1.715 Kilo. Der SL 65 AMG bringt sogar 1.950 Kilo auf die Waage. Zwar fallen die Fahrleistungen teilweise spektakulär aus und dank der aktiven Karosseriekontrolle, die Wank- und Neigungsbewegungen bei Kurvenfahrten ausgleicht, geht es auch flott um die Ecken, doch ist der SL gegenüber dem klar sportlich geprägten Profil eines Porsche Carrera ins Hintertreffen geraten. 2016 fand die gesamte SL-Reihe in Deutschland nur noch 761 Kunden. Zehn Jahre zuvor, 2006, waren es noch 2.338 neue `Sport Leicht´, wie die offizielle Bezeichnung für die Abkürzung SL lautet.

Topmodell mit dem stärksten Serienmotor von Mercedes

Auch wenn Mercedes das Topmodell der SL-Reihe, den SL 65 AMG, mit dem 630 PS starken Sechsliter-V12 ausstattet, dem stärksten Serientriebwerk, das die Schwaben je gebaut haben, stößt der Roadster in eine Region vor, die ein preisunsensibles Publikum mit weiteren Angeboten profilierterer Supersportler aus exklusiveren Häusern in Versuchung führt. Beispielsweise mit einem 670 PS starken Ferrari 488 Spyder ab 237.000 Euro oder einem Lamborghini Huracan Spyder mit 610 PS ab 220.000 Euro. Auch SL 400 und SL 500 sehen sich mit einem gut aufgestellten Wettbewerb konfrontiert, der mit Jaguar oder Aston Martin überaus prestigeträchtige Namen führt und mit dem Porsche Carrera einen noch profilierteren Sportwagen im Angebot hat. Nicht zu vergessen, dass durch den offenen AMG GT dem SL im eigenen Haus ein Wettbewerber mit einem erheblich sportlicheren Profil erwachsen ist.

Fazit zum Mercedes SL (R 231)

Der Mercedes SL ist seit dem Debüt des ersten offenen Zweisitzers der Baureihe 1954 zum Klassiker gereift. Er ist unverändert ein Traumwagen und in über 60 Jahren zur Ikone gereift. Leistungsstark, sicher und eher komfortabel lässt es sich in dem Zweisitzer offen so souverän wie in kaum einem anderen Cabriolet reisen. Dieses Vergnügen hat natürlich seinen hohen Preis. Für einen echten Sportwagen ist der jüngste SL freilich zu üppig um die Hüften herum geraten. Nach über sechs Jahrzehnten tritt der SL eher gesetzt als ungestüm auf. Das hat in den letzten Jahren zur Erosion an der Zahl seiner Interessenten geführt. Denn sowohl in der Topliga der AMG-Versionen wie auch bei den beiden `normalen´ Modellen ist ein Wettbewerbsumfeld herangewachsen, das exklusiver, teilweise preiswerter und/oder extremer in allen Disziplinen der Performance aufgestellt ist.