Mazda 6 (Serie)

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Der Mazda 6 ist das Mittelklasse-Modell des japanischen Herstellers und wird mittlerweile in der dritten Generation angeboten. Die erste Generation, die den Mazda 626 und den etwas höher positionierten Mazda Xedos 6 ablöste, wurde 2002 vorgestellt. Mit diesem Modell startete Mazda die damals sehr populäre TV-Werbekampagne mit dem Slogan „Zoom-Zoom“, mit der die Marke sich ein jugendlicheres und sportlicheres Image geben wollte. Diese erste Generation wurde in drei Karosserieformen angeboten – als Stufenheck-, Schrägheck- und Kombi-Limousine. Drei Benzin-Motoren mit 1,8 Litern, 2,0 Litern und 2,3 Litern Hubraum in verschiedenen Leistungsstufen von 120 PS bis 260 PS sowie ein 2,0-Liter-Dieselmotor mit 121 PS und 136 PS, später 143 PS, waren im Laufe der Bauzeit bis 2007 verfügbar.

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Daten

Daten

Vor allem die beiden bei der Modellpflege 2016 optimierten Dieselvarianten erreichen nun beinahe die Laufkultur von Benzinern und könnten viel Freude machen, stünde der Diesel nicht gerade am Pranger. Tatsächlich gehört das 2,2-Liter-Aggregat mit 150 PS oder 175 PS zu den besten seiner Klasse. Schon der auf dem Papier schwächere Motor weiß mit guten Fahrleistungen zu gefallen. In 9,3 Sekunden beschleunigt er das Fahrzeug auf 100 km/h und erlaubt eine Spitzengeschwindigkeit von 210 km/h. Beeindruckender noch ist das bullige Drehmoment von maximal 380 Nm, das dem Mazda, etwa beim Überholen, einen Zwischenspurt von 60 auf 100 km/h in 5,5 Sekunden ermöglicht. Der Verbrauch von etwa fünfeinhalb Litern auf 100 Kilometer ist zudem ein akzeptabler Wert. Selbstverständlich kann der 175 PS-Diesel mit seinem Drehmoment von 420 Nm abgesehen vom Verbrauch (rund siebeneinhalb Liter) alles noch ein bisschen besser: Bis die 100 km/h erreicht sind, vergehen hier nur acht Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 220 km/h. Ob einem dieses Leistungsplus aber tatsächlich die annähernd zehntausend Euro wert ist, die die 175-PS-Version mehr kostet, muss jeder für sich selbst entscheiden.

 Eine gute Wahl ist aber auch der Benziner mit 165 PS. Während andere Hersteller diese Leistung aus einem 1,6-Liter-Turbo-Motor generieren, setzt Mazda nach wie vor auf einen Saugmotor mit 2,0 Litern Hubraum, der wie der 175-PS-Diesel rund siebeneinhalb Liter benötigt. In 9,1 Sekunden erreicht der Benziner die 100 km/h und schafft eine Spitzengeschwindigkeit von 214 km/h. Das begeisternde Durchzugsvermögen der beiden Diesel kann der Saug-Benziner aber selbstverständlich nicht bieten.

  • ungeachtet aller Diesel-Diskussionen bietet der 150-PS-Selbstzünder das beste Preis-Leistungs-Verhältnis
  • 175-PS-Diesel beinahe 10.000 Euro teurer
  • auch 165-PS-Benziner macht seine Sache ordentlich
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Test

Test

Der Mazda 6 ist das, was man ein Fahrerauto nennt. Dafür sorgt nicht zuletzt die 2016 im Rahmen einer Modellpflege eingeführte serienmäßige „G-Vectoring Control“ (GVC) – ein elektronisch überwachtes Komfortsystem, das die Freude gerade auch am Kurvenfahren noch einmal erhöht. Mit Hilfe einer geringen Anpassung des Motordrehmoments – die Software nimmt für den Bruchteil einer Sekunde das Drehmoment etwas zurück, so als würde man ganz kurz vom Gas gehen – wird das Einlenkverhalten optimiert, so dass das Auto kontrollierter seinen Weg durch die Kurve nimmt. Zudem glättet das GVC die Übergänge zwischen den Quer- und Längsbeschleunigungen, was wiederum den Fahrkomfort erhöht. In Verbindung mit dem knackigen 6-Gang-Schaltgetriebe (eine 6-Stufen-Automatik ist beim Top-Benziner mit 192 PS Serie und kann für den 165-PS-Benziner und die beiden Selbstzünder optional gewählt werden) und dem bulligen Drehmoment der beiden Diesel wird der Mazda 6 so zu einem der Autos, bei denen nicht selten der Weg das Ziel ist. Was nicht zuletzt am ergonomisch gestalteten Arbeitsplatz des Fahrers und der Qualität der im Innenraum verarbeiteten Materialien liegt. Auch für die übrigen Passagiere ist der Mazda 6 ein angenehmes Reiseauto. Vorne sitzen selbst 1,95 m große Personen kommod und im Fond reisen zwei Erwachsene noch bequem. Auch das Kofferraum-Volumen beim häufig der Limousine vorgezogenen Kombi liegt mit 425 bis maximal 1380 Liter durchaus noch im Rahmen.

  • G-Vectoring Control erhöht den Kurvenspaß
  • knackiges 6-Gang-Schaltgetriebe und bulliges Diesel-Drehmoment
  • auch große Personen fühlen sich im Mazda 6 gut aufgehoben
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Preise

Preise

Der Einstieg in die Welt des Mazda 6, egal ob Limousine oder Kombi, beginnt ab 25.890 Euro für den kleinsten Benziner mit 145 PS in der einfachsten Ausstattungslinie „Prime-Line“. Bereits an Bord sind hier das Stop-Start-System „i-stop“, elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel, eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, elektrische Fensterheber rundum, Klimaanlage, CD-Radio mit USB- und AUX-Anschluss, Lenkradbedientasten sowie ein Multi-Informations-Display mit Touring-Computer. Der 165-PS-Benziner ist dagegen erst ab „Exclusive Line“ zu bekommen, dann bereits mit Assistenzsystemen wie Ausparkhilfe, City-Notbremsassistent, Geschwindigkeitsregelanlage und einem Spurwechselassistenten. Ebenfalls im Preis von 30.390 Euro inbegriffen sind LED-Scheinwerfer mit dynamischem Kurvenlicht, Freisprecheinrichtung mit Sprachsteuerung und Bluetooth, eine für Fahrer und Beifahrer getrennt regelbare Klima-Automatik, das Infotainment-System mit 7 Zoll-Farbdisplay und eine Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer.

Der 150-PS-Diesel in derselben Ausstattung liegt bei 33.890 Euro, der stärkere 175-PS-Selbstzünder, der erst ab der nächsthöheren Ausstattung „Sports-Line“ erhältlich ist, kostet 37.490 Euro. Zusätzlich an Bord sind dann der City-Notbrems-Assistent Plus, eine Müdigkeitserkennung und ein Spurhalte-Assistent mit Lenkunterstützung. Darüber hinaus gehören Rückfahrkamera, Navigationssystem, Lenkradheizung und ein BOSE-Sound-System mit elf Lautsprechern zum Umfang. Nur die beiden Diesel-Kombi sind wahlweise mit Allrad- statt Frontantrieb verfügbar. Der 175-PS-Diesel, das Topmodell der Mazda 6-Baureihe, der serienmäßig über eine Sechsstufen-Automatik verfügt, kostet mindestens 43.290 Euro.

  • Mazda 6-Einstieg beginnt mit 145-PS-Benziner ab 25.890 Euro
  • 150-PS-Diesel in „Exclusive-Line“ für 33.890 Euro trotz Diesel-Diskussion eine gute Wahl
  • für das Top-Modell, den 175-PS-Allrad-Diesel, fallen 43.290 Euro an
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Bis 2006 hatte der japanische Hersteller weltweit bereits über eine Million Fahrzeuge produziert – damit war der Mazda 6 das Auto, das in einem vergleichsweise kurzen Zeitraum häufiger als jedes andere Mazda-Modell verkauft wurde. Der Mazda 6 kam aber nicht nur bei den Kunden, sondern auch in der Fachpresse sehr gut an. Er gewann unzählige Preise und Vergleichstests und erwies sich auch in Sachen Langzeit-Qualität als Siegertyp.


Vorderansicht - schräg
Von Anfang an ein Erfolg - der Mazda 6.
Seitenansicht

Den 100.000 km-Dauertest der Zeitschrift „Auto-Bild“ absolvierte der Mazda 6 als erstes Auto überhaupt fehlerfrei. Mehr als nur ein Schönheitsfleck aber ist die Rostanfälligkeit der ersten Generation, etwa an den Türunterkanten oder an den Radläufen. Ein Problem, das Mazda noch länger verfolgen sollte. Konkurrenten des Mazda 6 waren VW Passat, Honda Accord, Ford Mondeo, Skoda Octavia, Toyota Avensis oder Opel Insignia.

 

„Schade, dass auch die zweite Generation vom Rost nicht verschont blieb“

 

Anfang 2008 folgte die sportlicher designte zweite Generation, die wie ihr Vorgänger als Stufenheck-, Schrägheck- und Kombi-Limousine erhältlich war. Erneut waren drei Benzin-Motoren verfügbar, nun mit 1,8 Litern, 2,0 Litern beziehungsweise 2,5 Litern Hubraum. Das Leistungsspektrum reichte von 120 PS bis 170 PS. Dazu gesellten sich nun aber zwei Dieselmotoren. Während zunächst ein 2,0-Liter-Selbstzünder mit 140 PS angeboten wurde, setzte man ab Ende 2008 auf einen 2,2-Liter-Motor, der in verschiedenen Leistungsstufen von 125 PS bis 185 PS erhältlich war.

 

Erneut zeigte sich der Mazda 6, der in Deutschland vor allem in der Verbindung Diesel und Kombi sehr erfolgreich war, als zuverlässiges, fahraktives Auto. Schade nur, dass auch die zweite Generation vom Rost nicht verschont blieb. So gut ein gebrauchter Mazda 6 auf den ersten Blick aussehen mag, so wichtig ist es, gerade auch den Unterboden in Augenschein zu nehmen. An Stoßstangenverstärkung, Querlenker oder Stabilisatoren gammelt der Mazda der zweiten Generation, zunächst häufig unbemerkt, nur allzu gerne vor sich hin. Dass Mazda die Rostprobleme trotz anderslautender Beteuerungen auch in der dritten seit 2012 gebauten Generation noch immer nicht im Griff hat, zeigte unter anderem ein Rückruf, mit dem die Japaner 2016 weltweit knapp 2,2 Millionen Fahrzeuge der fünf Modellklassen Mazda 3, Mazda 5, Mazda CX-3, Madza CX-5 und eben auch Mazda 6 in die Werkstätten zurückholten.

 

Auch die dritte Generation überzeugt im 100.000-Kilometer-Test

 

Wegen Korrosion an den Gasdruckdämpfern der Heckklappe drohten diese im schlimmsten Fall zu brechen, so dass man gezwungen war, das Bauteil auszutauschen. Bitter für Mazda, dass man den einstigen Ruf als Hersteller besonders solider Autos in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten so fahrlässig aufs Spiel gesetzt hat. Dabei ist der Mazda 6 der dritten Generation abseits dieser Problematik wieder ein sehr gutes (2+ im 100.000-Kilometer-Test von AutoBild) und formschönes Auto, das wie alle anderen Mazda-Modelle nun auch das markeneigene „Kodo“-Gesicht mit dem mächtigen und angriffslustig wirkenden Kühlergrill trägt. Während die ersten beiden Generation in drei Karosserieversionen erhältlich waren, ist die dritte Generation nur noch als Stufenheck-Limousine und Kombi zu haben, die bei Mazda – branchenunüblich – mit dem gleichen Kaufpreis in der Liste stehen. Gewählt werden kann zwischen zwei Benzin-Motoren mit 2,0-Liter- oder 2,5-Liter-Reihenvierzylinder mit 145 PS, 165 PS oder 192 PS sowie einem 2,2-Liter-Diesel mit 150 PS und 175 PS.

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