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Lotus Evora (Mk1)

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Gebraucht ab
43.900 €
Fahrzeugeinordnung

Seit Mai 2009 steht der Lotus Evora (Mk1) als Mittelmotor-Sportwagen im Programm von Lotus und schließt die Lücke zwischen den leichten Modellen Elise und Exige sowie etablierten Konkurrenten wie dem Porsche 911. Mit seiner 2-plus-2-Sitzanordnung spricht er Fahrer an, die neben Fahrdynamik auch einen gewissen Alltagsnutzen suchen.

Im Mittelpunkt steht die präzise Fahrweise, gleichzeitig bietet das Coupé mehr Komfort, Geräuschdämmung und Stauraum als frühere Lotus-Modelle. Innerhalb der ersten Generation reicht das Angebot von eher alltagstauglichen Basisversionen bis zu deutlich fahrdynamisch orientierten Ausführungen für den Einsatz auf der Rennstrecke. Trotz des höheren Gewichts gegenüber der Elise bleibt der Lotus Evora (Mk1) im Klassenvergleich vergleichsweise leicht.

Stärken
  • Kräftiger Sechszylinder und sehr präzise Lenkung
  • Straffes
  • dennoch langstreckentaugliches Fahrwerk insgesamt
  • Gut stützende Sportsitze mit hohem Langstreckenkomfort
Schwächen
  • Sehr beengte Notsitze nur kurzstreckentauglich
  • Sicherheitsausstattung und Assistenten nur auf Basisniveau
  • Überschaubarer Kofferraum und eingeschränkte Variabilität

Aktuelle Angebote

Motoren

Im Lotus Evora arbeitet serienmäßig ein quer eingebauter 3,5-Liter-V6 von Toyota. In der Saugmotor-Version leistet er 206 kW (280 PS), mit Kompressor kommt er auf 257 kW (350 PS). So sprintet der Sportwagen je nach Motorisierung in rund fünf Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von deutlich über 250 km/h.

Ein manuelles Sechsgang-Getriebe mit kurzen Wegen passt gut zum puristischen Charakter und überträgt die Kraft direkt an die Hinterräder. Alternativ arbeitet eine ebenfalls sechsstufige Automatik, die komfortabler, aber etwas weniger spontan reagiert und dadurch geringfügig schlechtere Fahrleistungen bietet. Der Hinterradantrieb und die ausgewogene Gewichtsverteilung sorgen für ein neutrales Eigenlenkverhalten, das bei Bedarf elektronischen Helfern wie dem Sportmodus mehr Spielraum lässt. Im Alltag pendelt sich der kombinierte Verbrauch je nach Version zwischen knapp neun und gut zehn Liter Super auf 100 Kilometer ein, was für einen V6-Sportwagen noch moderat wirkt.

Sicherheit

Ein offizielles Crashtest-Ergebnis liegt für das Modell nicht vor. Lotus setzt dennoch auf eine sehr steife Struktur mit Aluminium-Chassis, die bei einem Unfall die Kräfte vom Innenraum fernhalten soll. Front- und Beifahrerairbags bilden die Basis der passiven Sicherheit, dazu kommen Gurtstraffer an den Vordersitzen.

ABS und eine Reifendruckkontrolle stabilisieren im Alltag die Fahrsituation, weil sie bei kritischen Bremsmanövern und schleichendem Luftverlust früh eingreifen. Nach dem Facelift unterstützen zusätzlich Traktionskontrolle und elektronisches Stabilitätsprogramm, was vor allem auf nasser Fahrbahn mehr Reserven schafft. Systeme wie Spurhalteassistent oder adaptiver Tempomat fehlen und senken das Sicherheitsniveau im Vergleich zu vielen aktuellen Sportwagen. Eine Rückfahrkamera erleichtert je nach Ausstattung das Rangieren und reduziert das Risiko von Parkschäden. Insgesamt bleibt der Evora ein eher puristischer Sportwagen, dessen Sicherheitsausstattung geübte Fahrer ausreichend schützt, für eine Familie aber nur bedingt geeignet erscheint.

Ausstattung

Im 2009 eingeführten Lotus Evora (Mk1) wirkt die Innenraumgestaltung für einen Lotus vergleichsweise komfortorientiert. Zusätzliche Dämmung senkt das Geräuschniveau, eine klar strukturierte Mittelkonsole erleichtert die Bedienung. Leder und Alcantara prägen den Innenraum, eng geschnittene Sportsitze bieten starken Seitenhalt und bleiben auch auf längeren Strecken angenehm. Dekore aus gebürstetem Aluminium setzen technische Akzente.

Je nach Baujahr gibt es optional ein Infotainmentsystem mit Navigationsfunktion, oft in Verbindung mit einer Bluetooth-Freisprechanlage, was den Alltagsbetrieb und längere Touren erleichtert. Klimaautomatik und beheizbare Sitze steigern in vielen Ausführungen den Reisekomfort, ohne den Leichtbaugedanken vollständig aufzugeben. Die beiden hinteren Notsitze eignen sich eher für Kinder oder Gepäck, da der Fußraum sehr knapp ausfällt. Der Kofferraum fasst je nach Ausführung rund 150 bis 160 Liter und nimmt damit typisches Wochenendgepäck auf. Im Segment bleibt das Ausstattungsniveau unter dem eines Porsche 911, die Bedienung wirkt dafür bewusst reduzierter und fahrorientiert.

Modellbeschreibung

Lotus richtet den 2009 vorgestellten Lotus Evora (Mk1, Type 122) stärker auf den Alltag aus. Das Mittelmotor-Coupé bietet ein 2+2-Sitzlayout und bleibt sportlich. Ein V6-Motor, eine präzise Lenkung und eine abgestimmte Federung prägen das Fahrgefühl. Assistenzsysteme bleiben überschaubar, der Innenraum knapp. Im Modellprogramm steht der Lotus Evora (Mk1, Type 122) zwischen Elise, Exige und dem später eingeführten Emira.


Lotus Evora verbindet Purismus mit gewissem Alltagsspielraum

Einordnung und Konzept

Der 2009 eingeführte Lotus Evora (Mk1) positioniert sich als Mittelmotor-Coupé mit 2+2-Sitzkonzept zwischen den puristischen Modellen Elise und Exige sowie etablierten Sportwagen wie dem Porsche 911. Als Nachfolger des Esprit interpretiert er die Leichtbau-Philosophie der Marke neu und verbindet sie mit höherem Komfort und mehr Alltagstauglichkeit. Das Modell blieb über den gesamten Produktionszeitraum eine Kleinserie, was den Exotenstatus auf dem deutschen Markt stärkt. Mit dem Facelift von 2015 überarbeitete Lotus Optik, Innenraum und Fahrleistungen deutlich, ohne das Grundkonzept des agilen Mittelmotor-Sportwagens zu verändern.

Design und Aerodynamik

Optisch erinnert der Evora mit seiner flachen Front und dem langgestreckten Dachverlauf an eine größere Elise, wirkt jedoch breiter und stämmiger. Ausgeprägte Lufteinlässe und ein integrierter Heckdiffusor dienen nicht nur der Optik, sondern verbessern Kühlung und Abtrieb bei hohen Geschwindigkeiten. Viele Versionen besitzen einen feststehenden Heckspoiler, der die Stabilität auf der Autobahn und auf der Rennstrecke erhöht. Mit rund 1.300 bis 1.400 kg bleibt das Coupé im Vergleich zu vielen Konkurrenten relativ leicht, auch wenn Puristen das höhere Gewicht gegenüber Elise und Exige kritisch sehen.

Innenraum und Platzangebot

Im Cockpit wirkt der Evora deutlich alltagstauglicher als frühere Lotus-Modelle, mit besserer Geräuschdämmung und einer klar gezeichneten Instrumentierung. Kombinationen aus Leder und Alcantara schaffen einen sportlichen, aber nicht luxuriösen Eindruck, passend zum technischen Charakter. Die tief montierten Vordersitze bieten viel Seitenhalt, machen Ein- und Ausstieg jedoch etwas mühsam. Die hinteren Notsitze bleiben sehr beengt und taugen praktisch nur für Kinder oder zusätzliches Gepäck. Der Kofferraum nimmt je nach Bauphase etwa 150 bis 160 Liter auf, was für Wochenendtouren reicht. Ablagen im Innenraum fallen eher klein aus, was den Alltagsnutzen einschränkt, aber die klare Fokussierung auf den Fahrer unterstreicht.

Antrieb und Fahrverhalten

Der von Toyota stammende 3,5-Liter-V6 deckt im Evora ein breites Leistungsspektrum ab, vom Basismodell mit rund 206 kW (280 PS) bis zu sportlichen Gran-Turismo-Versionen (GT) mit deutlich über 300 kW. Das manuelle Sechsgang-Getriebe passt gut zum charakterstarken Motor und ermöglicht direkte Gangwechsel, während die Automatik eher komfortorientiert arbeitet. Die elektromechanische Servolenkung reagiert präzise und liefert viel Rückmeldung, was das Vertrauen auf kurvigen Landstraßen und auf der Rennstrecke stärkt. Das Fahrwerk kombiniert straffe Federn mit feinfühliger Dämpfung, filtert Unebenheiten gut heraus und verhindert starkes Aufschaukeln der Karosserie. Fahrprogramme wie Sport oder Race schärfen Ansprechverhalten und Regelsysteme, sodass die Abstimmung von langstreckentauglich bis hin zu einem klar auf den Rennstreckeneinsatz ausgelegten Charakter reicht.

Alltag, Kosten und Fazit

Im Alltag fährt der Evora angenehmer, als seine Optik vermuten lässt, da Lärmpegel und Federung auch längere Etappen ohne starke Ermüdung zulassen. Die Sicherheitsausstattung bleibt mit zwei Frontairbags und einem elektronischen Stabilitätsprogramm ESP in Basisausführung überschaubar und fällt im Vergleich zu jüngeren Sportwagen ab. Beim Gebrauchtkauf spielen geringe Stückzahlen und teils limitierte Sondermodelle eine Rolle, was die Preise stabil hält und die Auswahl auf dem deutschen Markt begrenzt. Die Wartungskosten liegen auf sportwagenüblichem Niveau, profitieren jedoch von der robusten Großserientechnik des Motors. Insgesamt zeigt der Evora einen eigenständigen Charakter und verbindet ausgeprägte Fahrdynamik mit brauchbarem Alltagskomfort, verlangt im Gegenzug jedoch Kompromisse beim Raumangebot und bei Komfort- sowie Assistenzsystemen.

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