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Lada Taiga (VAZ 2121)

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Gebraucht ab
3.499 €
Fahrzeugeinordnung

Der Lada Taiga (VAZ 2121) gehört seit Jahrzehnten zum Segment der kompakten Geländewagen mit permanentem Allradantrieb. Das dreitürige Modell basiert auf einer seit den 1970er-Jahren nur behutsam weiterentwickelten Konstruktion und wird in Deutschland vor allem wegen seines niedrigen Einstiegspreises wahrgenommen, insbesondere im ländlichen Raum.

Im Markenportfolio von Lada markiert der Taiga den rustikalen Gegenpol zu modernen SUV. Typische Käufer sind Jäger, Landwirte und andere Nutzer, die einfache Technik und Geländetauglichkeit höher gewichten als Komfort und Sicherheit. Im Wettbewerbsumfeld liegt der Lada Taiga (VAZ 2121) deutlich unter Fahrzeugen wie Dacia Duster oder Jeep Renegade, sowohl beim Preis als auch beim technischen Anspruch.

Stärken
  • Permanenter Allrad erhöht die Geländetauglichkeit
  • Kleiner Wendekreis erleichtert das Rangieren
  • Günstiger Einstiegspreis im Segment der Geländewagen
Schwächen
  • Bietet niedrigen aktiven und passiven Schutz
  • Fährt schwach und Innenraum wirkt laut
  • Verbraucht viel Kraftstoff und bremst mäßig

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Motoren

Im Lada Taiga (VAZ 2121) arbeitet ein einfacher 1,7-Liter-Ottomotor mit 61 kW (83 PS) und 129 Nm Drehmoment, der seine Kraft über ein manuelles Fünfgang-Getriebe an einen permanenten Allradantrieb mit Untersetzung weitergibt. So sind stets alle vier Räder angetrieben, die Untersetzung unterstützt langsame, kontrollierte Passagen im Gelände, auf der Straße bleibt die Beschleunigung zäh und die Höchstgeschwindigkeit bei nur 137 km/h.

Der Motor läuft hörbar rau und dröhnt vor allem bei Autobahntempo, lange Strecken wirken dadurch anstrengend. Im Alltag liegt der Verbrauch meist deutlich über 10 Liter pro 100 Kilometer, für diese Fahrzeuggröße ein hoher Wert mit entsprechend spürbaren Betriebskosten. Dafür gilt die robuste Konstruktion als leicht reparierbar, viele Komponenten stammen aus einfacher Großserientechnik. Eine Automatik gibt es nicht, der Lada Taiga (VAZ 2121) bleibt ein klassischer Handschalter ohne moderne Antriebsvarianten.

Sicherheit

Beim Thema Sicherheit zeigt der Niva deutliche Schwächen. Das Modell der Jahre 2011 bis 2013 verzichtet vollständig auf Airbags, Antiblockiersystem und Elektronische Stabilitätskontrolle, die in diesem Fahrzeugsegment längst üblich sind. Die Bremsanlage mit vorderen Scheiben und hinteren Trommeln verlangt viel Feingefühl und führt im Test zu deutlich verlängerten Bremswegen. Die Karosserie wirkt einfach konstruiert, definierte Knautschzonen und ein umfassender Fußgängerschutz fehlen weitgehend. Dreipunktgurte und eine stabile Fahrgastzelle sichern nur den Grundschutz, das Sicherheitsniveau bleibt klar unter dem moderner Kompakt-SUV. Kindersitze lassen sich nur mit Sicherheitsgurten befestigen, Isofix-Verankerungen stehen nicht zur Verfügung. Optional erhältliche Nebelscheinwerfer verbessern bei schlechtem Wetter die Sicht. Insgesamt eignet sich der Niva eher für robuste Einsätze im Gelände oder auf kurzen Strecken als für sicherheitsbewusste Familien mit hohem Autobahnanteil.

Ausstattung

Der Lada Taiga (VAZ 2121) bietet einen einfachen Innenraum mit hartem Kunststoff, grober Verarbeitung und gut ablesbaren Analoginstrumenten. Servolenkung, Zentralverriegelung und eine einfache Radioanlage gehören zur Serienausstattung und erleichtern den Alltag, obwohl die Gestaltung schlicht bleibt.

Die Sitzposition fällt hoch aus, die Sitze wirken weich gepolstert, stützen aber nur wenig und lassen sich nur begrenzt verstellen. Im Fond entsteht ein enger Eindruck, dafür vergrößert die umklappbare Rückbank das Kofferraumvolumen von 263 Liter auf bis zu 982 Liter und macht den Wagen beim Transport von Gepäck oder Werkzeug flexibel nutzbar.

Gegen Aufpreis standen in dieser Bauphase unter anderem Leichtmetallräder und Nebelscheinwerfer zur Verfügung, die Optik und Funktion ergänzen. Auf Ausstattungen wie Klimaautomatik, Tempomat oder ein modernes Infotainmentsystem mit Touchscreen verzichtet das Fahrzeug. Die robusten, schmutzunempfindlichen Materialien unterstützen den Einsatz im Gelände oder auf Baustellen und wirken optisch einfacher als bei vielen neueren kompakten SUV.

Modellbeschreibung

Der Lada Taiga (VAZ 2121) verkörpert in Deutschland ein rustikales Geländewagenkonzept mit langer osteuropäischer Tradition. Das Modell bietet eine hohe Geländetauglichkeit, kompakte Abmessungen und einen niedrigen Preis. Deutlich schwächer fällt es bei Sicherheit, Komfort, Fahrleistungen und Verbrauch aus. Damit spricht der Lada Taiga eher pragmatische Nutzer als klassisches SUV-Publikum an.


Einfacher Allradklassiker meistert harte Wege statt modischem Auftritt

Design und Karosserie

Der Lada Taiga (VAZ 2121) bleibt der kantigen Linienführung des Urmodells treu. Die dreitürige Karosserie misst nur 3.720 mm und besitzt sehr kurze Überhänge, was den Nutzcharakter betont. Mit 220 mm Bodenfreiheit, großen Böschungswinkeln und einer robusten Stahlkarosserie zielt der Geländewagen klar auf schwierige Wege. Im Lauf der Baujahre modernisierte Lada unter anderem Stoßfänger, Außenspiegel und Lackaufbau, ohne das klassische Grundkonzept anzutasten. Im Vergleich zu heutigen SUV wirkt der Taiga rustikal, bietet dafür eine sehr gute Übersicht, die Rangieren und Fahren im Gelände erleichtert.

Innenraum und Platzangebot

Im Innenraum verwendet der Taiga einfache Kunststoffe, grobe Schalter und klassische Rundinstrumente. Das leicht überarbeitete Armaturenbrett wirkt etwas frischer als bei frühen Ausführungen, erreicht in Bedienung und Ergonomie jedoch nicht das Niveau aktueller Modelle. Vorn sitzen zwei Personen mit guter Kopffreiheit, im Fond wird es wegen des kurzen Radstands deutlich enger. Der Einstieg nach hinten gelingt über lange Türen, bleibt aber vor allem für Erwachsene umständlich. Der Kofferraum fasst 263 Liter und wächst bei umgeklappter Rückbank auf bis zu 982 Liter, bietet jedoch nur eine einfache Variabilität. Die Geräuschdämmung fällt sparsam aus, Motor-, Antriebs- und Abrollgeräusche dringen deshalb deutlich in den Innenraum.

Antrieb und Fahrverhalten

Im Taiga arbeitet ein 1,7-Liter-Ottomotor mit 61 kW (83 PS), der über ein Fünfgang-Schaltgetriebe und einen permanenten Allradantrieb alle vier Räder antreibt. Eine Geländeuntersetzung und ein sperrbares Mitteldifferenzial verbessern die Traktion auf losem Untergrund. Dank hoher Wattiefe, steiler Böschungswinkel und guter Achsverschränkung spielt der Geländewagen seine Stärken abseits befestigter Straßen aus und fühlt sich auf Feldwegen deutlich wohler als auf der Autobahn. Auf Asphalt beschleunigt der Taiga träge, die Elastizität bleibt gering, die Lenkung wirkt indirekt und der Bremsweg fällt lang aus. Das Fahrwerk arbeitet grob, poltert auf schlechten Belägen, steckt harte Einsätze aber robust weg.

Alltagstauglichkeit und Kosten

Im Alltag helfen der kleine Wendekreis und die gute Übersicht, enge Zufahrten oder Parklücken in der Stadt zu meistern. Die hohe Sitzposition verbessert den Überblick, der Einstieg verlangt jedoch etwas Kletterei. Der Kraftstoffverbrauch liegt klar über dem Niveau moderner Kompakt-SUV und treibt die laufenden Kosten nach oben. Dem gegenüber stehen ein niedriger Anschaffungspreis und eine einfache Technik, die sich meist günstig reparieren lässt. Wegen des schmalen Ausstattungsangebots und des speziellen Charakters bleibt der Wiederverkaufswert eher begrenzt.

Fazit

Der Lada Taiga (VAZ 2121) bleibt ein klarer Spezialist. Er eignet sich vor allem als robustes Arbeitsfahrzeug für Revier, Hof und abgelegene Zufahrten und bietet einfache, ehrliche Geländetechnik zu einem moderaten Kaufpreis. Bei Sicherheit, Komfort, Geräuschniveau und Verbrauch erreicht er das Niveau moderner SUV und Crossover-Fahrzeuge jedoch nicht, sodass sich für diese Anforderungen andere Modelle besser eignen.

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