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Lada 4x4 (VAZ 2131)

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Gebraucht ab
1.999 €
Fahrzeugeinordnung

Der Lada 4x4 (VAZ 2131) ist ein fünftüriger Geländewagen der Kompaktklasse im Programm des russischen Herstellers. Er basiert technisch auf dem seit den 1970er Jahren gebauten Urmodell, erhielt aber einen 1,7-Liter-Einspritzmotor und eine moderat aufgewertete Ausstattung.

Im Markenportfolio ist der Lada 4x4 (VAZ 2131) als einfaches, robustes Allradfahrzeug unterhalb moderner SUV positioniert. Die Zielgruppen sind vor allem Jäger, Land- und Forstwirte sowie preisbewusste Allradfahrer, die Geländegängigkeit höher gewichten als Komfort und Sicherheit. Im Wettbewerbsumfeld konkurriert er vor allem mit Dacia Duster und Suzuki Jimny, bleibt preislich jedoch deutlich darunter.

Stärken
  • Allrad und Untersetzung erhöhen Geländetauglichkeit
  • Einstiegskosten liegen unter der Konkurrenz
  • Kleiner Wendekreis erleichtert Rangieren auf engem Raum
Schwächen
  • Sehr niedriges Sicherheitsniveau ohne moderne Assistenzsysteme
  • Hoher Kraftstoffverbrauch und schwache Fahrleistungen auf der Straße
  • Lauter Innenraum und mäßiger Langstreckenkomfort

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Motoren

Im Lada 4x4 (VAZ 2131) arbeitet ein 1,7-Liter-Vierzylinder-Ottomotor mit Saugrohreinspritzung. Er leistet 61 kW (83 PS) und stellt 129 Nm Drehmoment bereit.

Ein manuelles Fünfganggetriebe überträgt die Kraft permanent auf alle vier Räder. Das Verteilergetriebe bietet eine Geländeuntersetzung für langsames Klettern auf schwierigem Untergrund, ein sperrbares Mitteldifferenzial verbessert die Traktion in tiefem Matsch oder auf Schnee. Auf der Straße erreicht der Geländewagen rund 137 km/h und beschleunigt in knapp 19 Sekunden auf 100 km/h, was zu einer eher gelassenen Fahrweise passt. In der Praxis verbraucht der Motor etwa 10 Liter Super auf 100 Kilometer, verbunden mit einem CO2-Ausstoß von rund 225 g/km. Der Antrieb gilt damit nicht als besonders sparsam, bietet dafür einfache, gut zugängliche Technik, die Reparaturen erleichtert und den robusten, zweckmäßigen Charakter des Lada 4x4 (VAZ 2131) unterstreicht.

Sicherheit

Ein offizielles Euro-NCAP-Crashtesturteil liegt für den Niva nicht vor, bekannte Testberichte bewerten sein Sicherheitsniveau jedoch als deutlich unterdurchschnittlich. Damit bleibt die Sicherheitsausstattung klar hinter dem üblichen Niveau dieser Fahrzeugklasse zurück. In den hier betrachteten Baujahren stehen weder ABS noch ESP zur Verfügung, Airbags fehlen vollständig. Die Bremsanlage mit vorderen Scheiben- und hinteren Trommelbremsen arbeitet zwar robust, erfordert aber große Sicherheitsreserven und führt zu langen Bremswegen. Die Karosseriestruktur wirkt stabil, bietet jedoch nur wenige gezielt ausgelegte Knautschzonen, was die Insassensicherheit bei schweren Unfällen mindert. Drei-Punkt-Gurte auf allen Plätzen halten die Insassen, Kindersitze lassen sich hinten nur eingeschränkt und mit Aufwand befestigen. Moderne Assistenzsysteme wie Spurhalteassistent oder Notbremsassistent fehlen, was besonders im Alltagsverkehr Nachteile bringt. Eine Servolenkung erleichtert das Rangieren, optionale Nebelscheinwerfer verbessern bei schlechtem Wetter die Sicht. Insgesamt eignet sich der Wagen eher als robustes Arbeitsgerät im Gelände als als klassisches Familienauto.

Ausstattung

Der Lada 4x4 (VAZ 2131) bietet neben seiner Geländetauglichkeit eine einfache, leicht aufgewertete Ausstattung für Fahrer, die eher schlichten Komfort bevorzugen. Im Innenraum prägen harte Kunststoffe und ein klar gestaltetes Armaturenbrett den robusten Eindruck, die Oberflächen lassen sich leicht reinigen und verzeihen Schmutz und Nässe.

Zur Serienausstattung gehören in der Regel Zentralverriegelung und eine einfache Radioanlage, die den Alltag im dichten Verkehr oder auf langen Pisten etwas angenehmer machen. Die schmalen, eher flachen Sitze passen vor allem für kurze und mittlere Strecken. Eine Klimaanlage fehlt häufig, dafür arbeitet die Heizung kräftig und hält den Innenraum auch bei tiefen Temperaturen warm. Der Kofferraum fällt variabel aus und bietet ein Volumen von 263 bis 982 Liter, was im Alltag Platz für Gepäck oder Arbeitsgerät schafft. Gegen Aufpreis stehen unter anderem Leichtmetallräder und Nebelscheinwerfer zur Verfügung, die das Fahrzeug funktional ergänzen.

Modellbeschreibung

Der Lada 4x4 (VAZ 2131) entwickelt den klassischen Lada Niva aus den späten 1970er Jahren weiter. Das kompakte SUV richtet sich vor allem an Käufer mit Bedarf für einfache, robuste Technik. Ein permanenter Allradantrieb soll im Gelände helfen. Sicherheits- und Komfortausstattung bleiben auf einem schlichten Niveau.


Rustikaler, geländestarker Offroader, aber mit schwacher Sicherheit

Einordnung und Konzept

Der Lada 4x4 (VAZ 2131) knüpft in den Baujahren 2011 bis 2013 direkt an das Konzept des ursprünglichen russischen Geländewagens aus den 1970er Jahren an. Im Markt für kompakte Allradfahrzeuge steht er als einfaches Arbeitsgerät unterhalb moderner SUV. Die Konstruktion wirkt robust, technisch überschaubar und lässt sich gut warten. Ein 1,7-Liter-Benzinmotor mit Einspritzung ersetzt die früheren Vergaservarianten und verbessert Laufkultur sowie Abgasverhalten, ohne das grundsätzliche Layout zu verändern. Der Schwerpunkt liegt klar auf Geländegängigkeit und niedrigen Anschaffungskosten, weniger auf Komfort oder Sicherheit.

Karosserie und Geländeeigenschaften

Die Karosserie des Lada 4x4 fällt kompakt aus und erleichtert Fahrten auf engen Waldwegen oder in schmalen Ortschaften. Relativ kurze Überhänge und eine Bodenfreiheit von 220 mm unterstützen den Einsatz abseits befestigter Straßen. Große Böschungs- und Rampenwinkel mindern das Risiko von Bodenkontakt, die Wattiefe von 650 mm ermöglicht das Durchfahren flacher Wasserstellen. Ein permanenter Allradantrieb mit sperrbarem Mitteldifferenzial und zuschaltbarer Untersetzung sorgt auf losem Untergrund für gute Traktion. Der kleine Wendekreis erleichtert Rangiermanöver auf beengten Flächen. Der Kofferraum bietet für die Fahrzeugklasse ein ordentliches Volumen und wächst bei umgelegter Rückbank deutlich an, was den Alltagsnutzen steigert.

Innenraum und Alltagstauglichkeit

Im Innenraum dominieren harte Kunststoffe und einfache Stoffbezüge. Das nüchterne Armaturenbrett zeigt eine klare Struktur und lässt sich gut reinigen. Die Sitzposition wirkt hoch, die Einstellmöglichkeiten bleiben begrenzt und die Polster bieten wenig Seitenhalt. Auf den hinteren Plätzen fällt das Raumangebot eher knapp aus. Die Geräuschkulisse liegt bereits bei Landstraßentempo deutlich über dem Klassendurchschnitt und nimmt auf der Autobahn spürbar zu, was längere Strecken anstrengend macht. Eine kräftige Heizung bringt den Innenraum bei Minusgraden schnell auf Temperatur, eine Klimaanlage steht in diesem Zeitraum meist nicht zur Verfügung. Ablagen und Verarbeitungsqualität bewegen sich auf einfachem Niveau, dafür verkraftet der Innenraum harte Einsätze im Alltag.

Motor und Fahrverhalten

Der 1,7-Liter-Vierzylinder leistet 61 kW (83 PS) und stellt 129 Nm Drehmoment bereit. Diese Werte reichen für gemächliche Fahrten und niedrige Geschwindigkeiten, Reserven auf der Autobahn bleiben gering. Der Sprint auf 100 km/h dauert rund 19 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei etwa 137 km/h. Am wohlsten fühlt sich der Lada 4x4 im Bereich bis ungefähr 100 km/h. Ein manuelles Fünfganggetriebe mit kurzem ersten Gang passt den Antrieb an schwere Geländeeinsätze an. Die Kombination aus permanentem Allradantrieb, Untersetzung und einfacher Fahrwerkskonstruktion mit hinterer Starrachse sorgt im Gelände für gute Traktion, auf Asphalt jedoch für deutliche Karosseriebewegungen und ein eher schaukeliges Fahrgefühl. Der Praxisverbrauch liegt bei rund 10 Liter Super auf 100 Kilometer, der 45-Liter-Tank begrenzt die Reichweite auf etwa 400 Kilometer.

Sicherheit und Kosten

Der Sicherheitsstandard fällt nach heutigen Maßstäben sehr niedrig aus. Weder ABS noch ESP sind verfügbar, Airbags fehlen vollständig. Die Bremswege geraten lang, da die Bremsanlage ohne Regeltechnik arbeitet und die Karosserie kaum gezielte Knautschzonen besitzt. Moderne Assistenzsysteme wie Spurhaltewarnung oder Notbremsassistent stehen nicht zur Verfügung, was hohe Sicherheitsreserven im Fahralltag erfordert. Positiv wirken sich die einfache Technik und vergleichsweise günstige Ersatzteile aus, während hoher Kraftstoffverbrauch, Kfz-Steuer und eine eher schwache Rostvorsorge die laufenden Kosten erhöhen und die Werthaltigkeit dämpfen.

Fazit

Der Lada 4x4 (VAZ 2131) tritt als spezialisiertes Arbeitsfahrzeug auf, das Geländegängigkeit klar über Komfort und Sicherheit stellt. Auf schlechten Wegen, im Wald oder auf Feldern spielt der Antrieb mit permanentem Allrad, Untersetzung und hoher Bodenfreiheit seine Stärken aus. Im Alltagsbetrieb auf der Straße wirken der laute Innenraum, die schwachen Fahrleistungen und das niedrige Sicherheitsniveau jedoch deutlich. Wettbewerber wie Dacia Duster oder Suzuki Jimny bieten mehr Komfort und Sicherheit, verlangen dafür aber höhere Anschaffungskosten. Für Nutzer, die ein preisgünstiges, technisch einfaches und robustes Allradfahrzeug für Arbeit und Freizeit im Gelände suchen, bleibt der Lada 4x4 eine sehr spezielle, klar umrissene Option.

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