Kia Soul (Serie)

Alle Modelle mit Tests, Daten, Preisen und Kosten

Die Autos der Koreaner werden oft als vernünftig und beizeiten etwas langweilig wahrgenommen. Kias Schwestermarken Hyundai und Kia leisten sich inzwischen ein paar Ausnahmen. Der erste und mit Abstand populärste Ausreißer aus dem Einerlei ist der Kia Soul, der mit seinem kantigen Design, frischen Farben und frechem Auftritt als coole Kiste aus Korea gegen Autos wie den Mini Countryman oder den Nissan Cube angetreten ist. 2008 auf dem Automobilsalon in Paris präsentiert, kam er 2009 auf den Markt und wurde 2014 von Grund auf erneuert. Diese zweite Generation spielt als Imageträger gleich eine Doppelrolle. Denn als Soul EV war der kultige Kastenwagen auch das erste Elektroauto der Koreaner. 

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Daten

Daten

Den Kia Soul gibt es in Deutschland mit drei konventionellen Direkteinspritzern, die alle vier Zylinder und 1,6 Liter Hubraum besitzen. Als Benziner leistet der kantige Kleinwagen damit als Sauger 132 PS und als Turbo 204 PS. Der Diesel steht mit 136 PS in der Liste. Beim Turbo-Benziner ist ein Doppelkupplungsgetriebe Standard, für den Diesel immerhin optional erhältlich. Damit erreicht der Soul Spitzengeschwindigkeiten zwischen 180 und 196 km/h und kommt auf Normverbrauchswerte von 4,8 Litern Diesel und 6,9 Litern Benzin.

Wem das zu viel ist, dem bieten die Koreaner den Soul auch als Elektroauto an. Seine E-Maschine hat 111 PS und ermöglicht ein Spitzentempo von 145 km/h. Die 27 kWh große Lithium-Ionen-Batterie ermöglicht eine Reichweite von gut 200 Kilometern.

  • zwei Benziner, ein Diesel mit bis zu 204 PS
  • Spitzentempo maximal 196 km/h
  • erstes Elektroauto aus Korea
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Test

Test

Bei den Testfahrten der Experten schnitt der Soul allenfalls durchschnittlich ab. Zwar lobten die Tester im Vergleich etwa zum VW Polo oder dem Golf das freche Design und die frischen Farben, die Technik unter dem ungewöhnlich gezeichneten Blech aber – zumindest bis zum Debüt des Soul EV – wurde als zu konventionell kritisiert. Dabei bemängelten die Tester nicht nur den fehlenden Allradantrieb, sondern vermissten auch ein Fahrverhalten, dass zum vorlauten Auftritt der coolen Kiste passt. Lob und Anerkennung gab es allerdings für die umfangreiche, wenngleich oft aufpreispflichtige Ausstattung, für die knapp kalkulierten Preise und die konkurrenzlose Sieben-Jahres-Garantie der Koreaner.

  • farbenfrohes Design
  • konventionelle Technik ohne Allradantrieb und bescheidene Fahrdynamik
  • attraktive Preise und konkurrenzlose 7-Jahres-Garantie. 
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Preise

Preise

Der Soul ist im Modelljahr 2018 in Deutschland zu Preisen ab 17.240 Euro zu haben. Dafür gibt es den Fünfsitzer als 1.6 GDI mit einem 132 PS starken Benzindirekteinspritzer. Die Preise für den ausschließlich in der Top-Ausstattung lieferbaren T-GDI mit 204 PS starten bei 28.640 Euro und den Diesel mit 136 PS gibt es ab 22.440 Euro. Dabei verlangt Kia für die Doppelkupplung 1.750 Euro Aufpreis. Deutlich teurer ist der Soul EV. Ihn gibt es ab 29.490 Euro, wobei der Kauf allerdings vom Staat mit der E-Auto-Prämie gefördert wird. 

Im Wettbewerbsvergleich steht der Soul nicht nur wegen seiner 7-Jahres-Garantie gut da. So startet der Fiat 500X zwar schon ab 16.490 Euro, doch der Jeep Renegade kostet mindestens 20.000 Euro und Mini verkauft den Countryman sogar erst ab 24.700 Euro. 

  • Grundpreis 17.240 Euro
  • Top-Modell ab 28.460 Euro
  • Preis- und Garantievorteil gegenüber den meisten Konkurrenten. 
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Als Kia 2008 die Studien Soul Burner, Soul Diva und Soul Searcher vorgestellt hat, dachten alle, die Koreaner wollten nur spielen. Denn angesichts der gepflegten Langeweile von Modellen wie Cee’d, Sportage oder Sorento hatte der Hyundai-Schwester niemand ein echtes Lifestyle-Auto zugetraut. Um so größer war die Überraschung, als der Soul im Herbst des Jahres auf dem Pariser Automobilsalon als Serienmodell stand und wenige Monate später tatsächlich in den Handel kam. 


Vorderansicht - schräg
Auf dem Pariser Autosalon sorgte der Kia Sould als Serienmodell für eine Überraschung.
Seitenansicht

Exakt 4,11 Meter lang und gezeichnet als Mischung aus SUV und Kastenwagen, sollte der Soul zum Lifestyle-Modell zwischen Klein- und Kompaktwagenklasse aufsteigen und gegen Konkurrenten wie den Mini Countryman, die Nissan-Modelle Cube und Juke oder später auch den Fiat 500X oder den Jeep Renegade antreten. Dafür gab es zwar ein freches Design, das mit dem renommierten Red Dot Award ausgezeichnet wurde, und viele frische Farben. Doch die Technik unter dem eigenwillig geformten Blech war vergleichsweise konventionell. Zur Auswahl standen lediglich zwei 1,6-Liter-Motoren mit 126 PS beim Benziner und 128 PS beim Diesel sowie Schalt- oder Automatikgetriebe. Ein Allradantrieb wurde trotz des abenteuerlustigen Designs und der etwas erhöhten Bodenfreiheit nicht angeboten. 

Viel Platz auf kleiner Fläche 

Allerdings sah der Soul nicht nur ungewöhnlich aus, sondern bot auch ordentlich Platz. Bei einem vergleichsweise großen Radstand von 2,56 Metern mussten die Hinterbänkler kaum die Knie anziehen und dank 1,66 Metern Dachhöhe war der Kofferraum größer als bei den meisten anderen Klein- und Kompaktwagen. 

Nach sechs Jahren hat Kia 2014 die zweite Generation des Soul ins Rennen geschickt und den Wagen dafür von Grund auf neu entwickelt. Zwar steht der coole Kasten auf einer neuen Plattform und fährt mit einem weiterentwickelten Fahrwerk viel entspannter. Doch wie es sich für eine echte Seelenverwandtschaft gehört, ändert sich am Wesen des Lifestyle-Mobils mit dem Generationswechsel fast gar nichts. Typische Merkmale wie die aufrechte, kubistische Form, die breiten Schultern, die charakteristische Fenstergrafik, die hoch gerückten Rückleuchten sowie die souveräne Bodenfreiheit im Stil eines Geländewagens bleiben erhalten.

Im zweiten Anlauf ein Saubermann

Das Format gereift, die Ausstattung erweitert, nur unter der Haube bleibt alles beim Alten. Denn auch in der zweiten Auflage gibt es den Soul in Deutschland wahlweise mit einem Benzin-Direkteinspritzer oder einem Turbodiesel. Beide 1,6-Liter-Motoren wurden vom Vorgänger übernommen und besitzen deshalb ganz ähnliche Eckdaten: 132 PS im Benziner und 136 PS im Diesel. Später reichte Kia noch einen 1,6 Liter großen Turbo-Benziner mit 204 PS nach.

Kurz nach dem Start folgte außerdem eine Neuheit, die für die ganze Marke zur Premiere wird. Als erstes Kia-Modell bekommt der Soul einen Elektromotor und wird so zum grünen Aushängeschild der Koreaner. Dieser auch optisch zum Beispiel durch einen geschlossenen Kühlergrill leicht differenzierte Soul EV leistet 111 PS, wird bei 145 km/h abgeregelt und kommt auf eine Reichweite von gut 200 Kilometern. 

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