Kia Rio (Serie)

Alle Modelle mit Tests, Daten, Preisen und Kosten

Der Kia Rio ist für den südkoreanischen Automobil-Konzern das, was der Polo für Volkswagen ist. Auch hier reicht der Kleinwagen im Portfolio in seiner aktuell vierten Generation an das Niveau der Kompaktklasse heran. Seit 1999 wird der Kia Rio eigenständig als Nachfolger des Kia Pride gebaut, der damals noch in Zusammenarbeit mit Mazda entwickelt wurde. Konkurrenten des Rio sind neben VW Polo auch Opel Corsa, Ford Fiesta, Renault Clio, Peugeot 208 und nicht zuletzt der Konzernbruder Hyundai i20.

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Daten

Daten

Die Basis-Motorisierung für den aktuellen Kia Rio ist ein Vierzylinder-Benziner mit 1,2 Litern Hubraum, der 84 PS leistet. Damit erreicht der Rio eine Spitzengeschwindigkeit von 173 km/h und beschleunigt in 12,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Während Kia den Normverbrauch mit 4,8 Litern auf 100 Kilometer angibt, muss man tatsächlich auf der Straße auch mit sechseinhalb Litern rechnen. Neben diesem Aggregat hat Kia mit dem 99 PS leistenden 1,4-Litern Benziner einen zweiten Saugmotor im Angebot. Deutlich moderner ist dagegen der 1,0-Liter-Turbo-Dreizylinder mit wahlweise 100 PS oder 120 PS. In der Top-Motorisierung erreicht der Rio maximal 190 km/h und sprintet in 10,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der Verbrauch liegt bei rund sechs Litern. Konstruktionsbedingt weniger verbraucht der 1,4-Liter-Turbodiesel, der mit 77 PS oder 90 PS verfügbar ist. Vor allem die stärkere Version ist recht flott unterwegs und erreicht Tempo 100 nach ordentlichen zwölf Sekunden. Im Verbrauch liegen beide Versionen mit etwas mehr als fünf Litern relativ nah beieinander.

  • Basis-Benziner mit 84 PS
  • moderner Dreizylinder-Turbo mit 100 PS oder 120 PS
  • ein Dieselmotor mit 77 PS oder 90 PS
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Test

Test

In Sachen Design und Formgebung gilt für den Rio das, was mittlerweile für nahezu alle Kia-Modelle gilt: Die Autos der Südkoreaner liegen voll im Trend, wirken kraftvoll und modern und machen eine blendende Figur. So auch der Rio. Und weil man sich mit ihm nicht nur sehen lassen kann, sondern auch sehr gut unterwegs ist, müssen die Platzhirsche im Kleinwagen-Segment, etwa der VW Polo oder der Ford Fiesta, durchaus um ihren Status bangen. Nahezu einhellig bestätigt die Fachpresse dem Kia Rio, dass er in der vierten Generation erwachsen geworden sei und nun in allen Belangen mindestens Klassen-Niveau erreicht habe. Was diesbezüglich zum Beispiel für die Verarbeitung gilt, das trifft allerdings auch für die Preise zu. Denn obwohl man bereits ab 11.690 Euro Rio fahren kann, ist es – je nach Motorisierung und Ausstattung – durchaus keine Unmöglichkeit, den Kaufpreis auch auf über 20.000 Euro zu steigern.

  • Fachpresse bestätigt dem Rio Klassen-Niveau
  • zudem macht das Modell eine blendende Figur
  • ein Sonderangebot ist der Rio nicht mehr
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Preise

Preise

Für 11.690 Euro liefert Kia den Rio mit dem 1,4-Liter-Saugmotor in der Basis-Ausstattung „Attract“. Die beinhaltet unter anderem immerhin schon sechs Airbags, das Start-Stopp-System „EcoDynamics“, elektrische Fensterheber vorn, ein Multifunktionslenkrad, ein Reifendruckkontrollsystem sowie ein Radio mit MP3-Funktion. Eine Klimaanlage allerdings bietet erst die nächst höhere Ausstattungslinie „Edition 7“, die ab 13.490 Euro startet, eine Klimaautomatik serienmäßig sogar erst ab „Spirit“, die allerdings kaum noch einen Wunsch offen lässt. Unter anderem zählen hier 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, Abbiegelicht, ein Aktiv-Matrix-Display, eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung, ein 7-Zoll-Touchscreen, eine Rückfahrkamera und Parksensoren hinten zum Umfang. Vor allem die Assistenzsysteme sind es aber, die den Rio zumindest in Sachen Sicherheit in eine nächsthöhere Klasse hieven: Eine Müdigkeitserkennung, ein Notbrems-Assistent mit Fußgängererkennung sowie ein Spurhalteassistent und Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer gehören ebenfalls zur „Spirit“-Ausstattung. Mindestens 16.890 Euro sind dann aber auch fällig. Wer sich allerdings statt des altbackenen 1,4-Liter-Saugers für den 1,0-Liter-Turbo entscheidet, der muss deutlich tiefer in die Tasche greifen. 18.790 Euro für die 100 PS-Version und 19.490 Euro für den 120 PS starken Dreizylinder fallen dann an. Und es geht sogar noch teurer. So sprengt bereits der 90-PS-Diesel in der „Spirit“-Ausstattung die 20.000 Euro-Marke (20.390 Euro). Und wer den Rio endgültig zum kleinen Nobel-Mobil machen möchte und zum Sondermodell „Platinum Edition“ greift, das nur für den 120-PS-Benziner, unter anderem mit 17-Zoll-Felgen, Navigationssystem und Sitzbezügen in Ledernachbildung angeboten wird, der wird gar mit 21.290 Euro zur Kasse gebeten.

  • Basis-Benziner ab 11.690 Euro
  • Sondermodell „Platinum Edition“ fast doppelt so teuer
  • gutes Preis-Wert-Verhältnis: 100-PS-Rio in der „Spirit“-Ausstattung für 18.790 Euro
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Der Rio der ersten Generation wurde in Deutschland vor allem als von Kia so bezeichnete „Schrägheck-Limousine“ angeboten, die faktisch aber ein kleiner Kombi war. 


Vorderansicht - schräg
Der erste Rio hatte in Sachen Sicherheit Nachholbedarf.
Seitenansicht

Eine Stufenheck-Limousine, die die Südkoreaner ab 2001 im Programm hatten, wurde in Deutschland nur ein Jahr lang verkauft. Bei der Modellpflege 2002 besserte man an Front und Heck optisch nach, widmete sich aber auch einer Verbesserung des Komforts, indem man unter anderem die Sitze überarbeitete. Für den ersten Rio, der in der Basisversion umgerechnet 10.890 Euro kostete, standen in Deutschland zwei Vierzylinder-Benziner zur Auswahl, ein 1,3-Liter-Saugmotor mit 75 PS oder 82 PS sowie ein 1,5-Liter-Sauger, der zunächst 98, nach der Modellpflege 97 PS leistete. Einen Diesel-Motor gab es nicht, auch wenn dieser empfehlenswert gewesen wäre. Denn mit einem Verbrauch um die sieben Liter gehörten die Kia-Motoren nicht gerade zu den verbrauchsärmsten Aggregaten der Klasse. Zudem hatte der erste Rio in Sachen Sicherheit Nachholbedarf. So waren zunächst nur zwei Front-Airbags serienmäßig, die beiden Seitenairbags dagegen nur optional verfügbar. Während ABS zur Serienausstattung gehörte, gab es ein ESP weder für Geld noch gute Worte. Bemerkenswert war zudem, dass die hinteren Räder noch nicht per Scheibe, sondern per Trommel gebremst wurden.

 

Die zweite Generation bietet erstmals auch einen Diesel an

 Die zweite Generation des Rio startete 2005 und wurde bis 2011 gebaut. Sie war zu einem großen Teil baugleich mit der dritten, ab 2006 hergestellten Generation des Modells Accent der Hyundai Corporation, die Kia Motors 1998 übernommen hatten. In Deutschland wurde der Rio nun nur noch als Schrägheck- respektive Kombi-Limousine angeboten. Zur Auswahl standen zum einen zwei Vierzylinder-Benziner, in Form eines 1,4-Liter-Motors mit 75 PS und 97 PS sowie eines 1,6-Liters mit 112 PS. Zum anderen war nun erstmals auch ein Dieselmotor verfügbar. Das 1,5-Liter-Aggregat leistete wahlweise 79 PS oder 110 PS, wurde mit der Modellpflege 2010 in Deutschland allerdings wieder ersatzlos gestrichen.

 

2010 führt Kia die 7-Jahre-Garantie ein

 Erwähnenswert ist zudem, dass Kia ab Januar 2010 und damit auch für die späten Modelle der zweiten Rio-Generation die auch heute noch bestehende 7-Jahre-Grantie respektive 150.000 Kilometer-Garantie einführte. Für die dritte Generation, die 2011 startete, waren neben zwei Benzinern, einem 1,2-Liter-Aggregat mit 86 PS (ab 2015 84 PS) sowie einem 1,4-Liter-Modell mit 109 PS, jetzt gleich zwei Diesel verfügbar. Während der 1,1-Liter-Dreizylinder 75 PS leistete, brachte es der 1,4-Liter-Vierzylinder auf 90 PS. Außer dem 1,2-Liter-Benziner verfügten alle Varianten erstmals über eine 6-Gang-Schaltung (optional war für den 1,4-Liter-Benziner auch eine 4-Stufen-Automatik verfügbar). Im Februar 2017 startete schließlich die vierte und aktuelle Generation des Rio, der ab einem Basispreis von 11.690 Euro verfügbar ist.

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